Vielleicht haben ja auch ausgerechnet die Nichtwähler, insbesondere die sonst FDP gewählt hätten, nun den Grünen zu einer einmaligen historischen Chance verholfen? Und wer weiß, was sich daraus dann noch ergibt?
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Ergebnis 221 bis 230 von 434
Thema: Bundestagswahl 2013
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24.09.2013, 13:32
AW: Bundestagswahl 2013
aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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24.09.2013, 13:33Inaktiver User
AW: Bundestagswahl 2013
jo...das wäre wohl locker drin gewesen...
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24.09.2013, 13:47
AW: Bundestagswahl 2013
Sehe ich nicht so. Es gibt eben Menschen, die sich nicht für Politik interessieren. Überhaupt nicht. Nicht die Spur. Argumente, dass die Politik uns alle betrifft werden mit Floskeln "die sind doch alle gleich", "da drehe ich die Hand nicht um" etc. abgebügelt. Wen sollen diese Uninteressierten denn wählen? Den Wahlzettel wie einen Lottoschein ausfüllen?
Andere interessieren sich für Politik und haben meist nach reiflicher Überlegung und Abwägung beschlossen, nicht zu wählen. Das ist Freiheit. Es steht niemand zu, diese Einstellung zu kritisieren, nur weil man selber eine andere hat.Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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24.09.2013, 14:06Inaktiver User
AW: Bundestagswahl 2013
@anne _dingsda
die wahlbeteiligung war bei 73 %,da fehlen 27 %......das ist fast eine 3. partei vom wahlvolumen .
was ich nicht verstehe, ist wie man sich der eigenen zukunft enthalten kann?klar gibt es nichts ,was die eigene meinung zu 100 % spiegelt,dann kann ich mich doch mit dem nächstliegendem befassen,aber resignieren ist auch keine lösung oder eben die lösung ,die anderen in die tasche spielt.und anarchie ist es auch nicht wirklich,denn es interessiert ja kaum jemanden.
was glaubst du wie viele wählen und gar keine ahnung haben,ich fürchte fast ,das sind viel mehr als die ,die nicht wählen und sich da irgendwelche gründe zurechtlegen und eigentlich braucht es da jede stimme um das ergebnis zu bekommen,was zukunftsweisend ausschaut.
das wird mit den vielen alten menschen noch extremer werden,denn da kümmern sich doch viele gar nicht mehr ,was überhaupt aktuell los ist sondern da wird das kreuz dort gemacht ,wo mein verstorbener mann es seit jahren auch gemacht hat(so ist meine eigene mutter)und gar nichts hinterfragt. nur die gehen wählen,weil man das halt so macht.
kritisieren ist auch freiheit und natürlich kann man sagen ,dass man das nicht schätzt.
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24.09.2013, 14:16
AW: Bundestagswahl 2013
Die Frage ist ja: wieviele zusätzliche Parteien bräuchten wir in Deutschland, damit diese fehlenden 27% der Leute zur Wahl gingen?
Ich befürchte: mit weiteren 27 Parteien würden wir nicht auskommen ...
Oder anders rum: was eigentlich müsste in Deutschland passieren, damit wenigstens ein beachtlicher Teil von diesen 27% Nichtwählern zur Wahl ginge?
Und nehmen wir mal an, es würde irgendwas 'durchgreifendes' passieren in Deutschland (was auch immer das sein sollte), damit wenigstens ein beachtlicher Teil dieser Nichtwähler zur Wahl gingen, dann wäre die nächste Frage: wollten dann auch weiterhin alle 73% zur Wahl gehen, die das bisher getan haben?
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24.09.2013, 14:20
AW: Bundestagswahl 2013
Stimmt
Und hat Deine Mutter sich früher für Politik interessiert oder auch auf ihren Mann gehört?
Bei uns war es umgekehrt. Meine Mutter hat sich immer sehr für Politik interessiert, auch im hohen Alter. Ich konnte wunderbar mit ihr diskutieren, weil wir selten einer Meinung waren.
Ich glaube eher, mein Vater hätte nach ihrem Tod brav immer noch das Kreuzchen gemacht, wofür meine Mutter war.
Es ist nicht so, dass man ab einem bestimmten Alter uninteressiert und stumpf wird. Vielleicht ein wenig konservativer, vielleicht ein wenig nachsichtiger oder sturer und möglicherweise auch weiser.
Gruß dingsda
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24.09.2013, 14:22
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24.09.2013, 14:22Inaktiver User
AW: Bundestagswahl 2013
Dann laßt uns doch mal überlegen, wo es hinführen würde, wenn Nichtwähler, die nicht wählen, weil sie niemanden wählen wollen, dann doch jemanden wählen, um denen "eine Stimme entgegenzusetzen", die sie nicht wählen wollen. Was würden sie denn dann wählen? Eine der anderen größeren Parteien wohl kaum, denn sie gehen ja mit keiner konform. Also würden sie Kleckerlesparteien wählen, von denen sie annehmen, daß diese sowieso nicht in den Bundestag kämen. Und schwupps, wären diese dann aber drin. 27% Nichtwähler, das gäbe dann möglicherweise fünf Parteien, die "nur so" in den Bundestag gewählt würden, weil Nichtwähler "eine Stimme entgegengesetzt" haben.
Weimarer Republik, sag' ich nur. Und auch noch, ohne daß tatsächlich hinter den Parteien gestanden wird.
Also ich halte das für keine gute Lösung. Wo ist das Problem, wer nicht wählen will, wählt nicht. Das ist sein gutes Recht. Und er ist dann auch nicht verantwortlich für das, was er nicht gewählt hat, finde ich.
Vielleicht wäre es für die, die keiner Partei ihre Stimme geben wollen, am sinnvollsten, eine ungültige Stimme abzugeben, also wählen, aber niemanden wählen. Dann fallen sie glaube ich aus der Nichtwählerstatistik heraus, haben aber dennoch niemanden gewählt. Allerdings wird ihre Stimme nicht prozentual gezählt, wenn es um die Verteilung der Prozente der Parteien geht, soweit ich weiß. Oder zählen die mit unter "Sonstige"?Geändert von Inaktiver User (24.09.2013 um 14:30 Uhr)
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24.09.2013, 14:25
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24.09.2013, 14:28Inaktiver User
AW: Bundestagswahl 2013
Dann darf ich aber auch nicht die Wahlentscheidung derer kritisieren, die zum Wählen gegangen sind, oder?Es steht niemand zu, diese Einstellung zu kritisieren, nur weil man selber eine andere hat.
Das ist ja praktisch - dann kann man die Schuld gut auf die anderen schieben, die gewählt haben.



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