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  1. VIP

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    AW: Hartz-IV-Empfänger sollen ihre alten Möbel verkaufen, Leitungswasser trinken und

    @all

    Wegen einer eintägigen Auszeit musste ich vieles nachlesen, daher erst jetzt:

    Ich gehe davon aus, dass hinter jedem hier schreibenden Nick ein erwachsener Mensch steht.

    Ich gehe weiter davon aus, dass sich die schreibenden User nicht persönlich kennen und daher weder über die Erfahrung anderer noch deren vergangener oder aktuellen Lebenssituation urteilen können.

    Ich bitte Euch daher im Namen aller an dieser Diskussion Beteiligten (und im Namen der Moderation) auf persönliche Angriffe, Bewertungen anderer Personen, Unterstellungen, Verdächtigungen und persönliche Polemik zu verzichten.

    Wer das durchaus kontroverse Thema nicht sachlich (= ausschließlich auf die SACHE bezogen) diskutieren mag oder kann, möge es bitte ganz lassen.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



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    AW: Hartz-IV-Empfänger sollen ihre alten Möbel verkaufen, Leitungswasser trinken und

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (...)

    das Jobcenter hat genügend Instrumentarium tatsächlich arbeitsunwilligen Menschen die Stütze zu kürzen oder zu streichen.(...)
    Ach ja, und welche?

    Im Prinzip sind diese "Instrumentarien" alles zahnlose Tiger.

    Dafür müsste man allerdings wesentlich mehr Engagement aufbringen, als die Jobcenter dies zur Zeit tun.
    Was heißt "mehr Engagement" aufbringen?

    Dass die Mitarbeiter der ARGE zu faul sind? Dass zu wenig Mitarbeiter zu vielen Leistungsempfängern gegenüberstehen,.. auch schon bedacht?

    Dass Dich so ein Beispiel ärgert, das glaube ich, würde mich es auch. Aber daraus die Schlüsse zu ziehen, die Du ziehst, das würde ich nicht. Leute die das Sozialsystem, wie auch das Steuer-, Subventions- und sonstige System bis zum letzten Winkel ausreizen gibt es viele. Das ist noch nicht kriminell, sondern legitim.
    Ich finde es nicht legitim. Warum findest du es legitim?

    Weil du legitim von "rechtens" ableitest?

    Aber da frage ich mich einfach, was ist dann unser Recht? Dass jemand wie diese besagte Nachbarin keine Lust hat, etwas Arbeitsweg in Kauf zu nehmen? Dass ein Niedriglohnempfänger, der für sein Geld fleißig arbeitet, dieses "Recht" finanziert?
    Geändert von donnamobile (28.07.2013 um 21:05 Uhr)
    bbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb bbbb

    Werde, die du bist




  3. Inaktiver User

    AW: Hartz-IV-Empfänger sollen ihre alten Möbel verkaufen, Leitungswasser trinken und

    Zitat Zitat von donnamobile Beitrag anzeigen
    Ach ja, und welche?

    Im Prinzip sind diese "Instrumentarien" alles zahnlose Tiger.



    Was heißt "mehr Engagement" aufbringen?

    Dass die Mitarbeiter der ARGE zu faul sind? Dass zu wenig Mitarbeiter zu vielen Leistungsempfängern gegenüberstehen,.. auch schon bedacht?



    Ich finde es nicht legitim. Warum findest du es legitim?

    Weil du legitim von "rechtens" ableitest?

    Aber da frage ich mich einfach, was ist dann unser Recht? Dass jemand wie diese besagte Nachbarin keine Lust hat, etwas Arbeitsweg in Kauf zu nehmen? Dass ein Niedriglohnempfänger, der für sein Geld fleißig arbeitet, dieses "Recht" finanziert?
    Die Jobcenter haben die Möglichkeit zu Sanktionen, das heißt zur Senkung der "Stütze" auch über längere Zeit.

    Das Jobcenter hätte die Möglichkeit, viel näher an ihre Klienten heran zu kommen. Sie könnten sie in mehr als 3- bzw 6-monatigen Abständen einbestellen

    Sie könnten sogar Hausbesuche machen, um Angaben zu überprüfen oder den Hilfesuchenden zur Seite zu stehen

    Sie könnten selbstständig Stellen auftun und aktiv an z.B. schwer vermittelbare vermitteln

    Das alles könnten sie. Dass zu wenig Mitarbeiter dafür da sind, das kannst Du jetzt den Arbeitslosen aber wirklich nicht anlasten. Steuerprüfer z.B. sind auch viel zu wenig im Einsatz.

    Rechtens, legal, legitim, dem Gesetz entsprechend gebrauche ich in diesem Fall synonym. Niemand würde einem Steuerpflichtigen absprechen, seine Möglichkeiten auch zu nutzen. Von Missbrauch kann in beiden Fällen keine Rede sein.

    ALG2 finanzieren alle. Vielverdiener, Niedriglöhner, jeder nach seiner Leistungskraft (Ein Geringverd. zahlt kaum Eink.Str und Sozabg.)
    Steuern zahlen auch alle, sogar Sozialhilfeempfänger im indirekten Bereich (MwStr z.B.)

    Wenn einem Gesetze nicht gefallen, ist das auch in Ordnung. Die Nutznießer der Gesetze wird man aber selten als Mitstreiter bei der Forderung nach Änderung finden.

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    AW: Hartz-IV-Empfänger sollen ihre alten Möbel verkaufen, Leitungswasser trinken und

    @donnamobile: Woher ich die Infos über den ÖD habe? Von meiner Familie. Da sind ca.50% im ÖD.

    Z.B. im gehobenen Verwaltungsdienst ( A9-A12))Abi und Fachhochschule des öffentlichen Dienstes besuchen, davor stand ein "Eignungstest", so kommt man dahin.
    Oder Mittlere Reife,Eingangstest bei der Polizei, hinterher Sporttest.
    Oder Jurastudium, Regierungsrat, Oberregierungsrat, Regierungsdirektor....

    Warum ich nicht im ÖD bin? Ich hätte können, habe das Procedere des Tests sehr gut geschafft, meiner Familie zuliebe habe ich das damals mit 19 Jahren mitgemacht.
    Aber ich hatte keine Lust auf den ÖD, habe das schon als sehr langatmig empfunden damals.
    Ich habe eine Ausbildung in der Wirtschaft und ein Studium vorgezogen.

    Dass der ÖD gerade auf Frauen wegen Arbeitsplatzsicherheit, relativ gutem Gehalt eine besondere Anziehungskraft im Hinblick auf Familiengründung hat, ist doch unbestritten.

    Und ihr könnt jetzt gerne auf mich einprügeln: Die innovativsten und schaffenskräftigsten Personen sind eher nicht im ÖD zu finden. Das ist meine Erfahrung.

    Denn hier erfolgt nun mal keine leistungsgerechte Besoldung.Das ist für ehrgeizige Menschen keine Option. Und dank ÖD Status oder Beamtenstatus kann keine/r gekündigt werden, auch nicht, wenn er schlechte Leistungen bringt.

    Warum also sollten sich die ARGE oder Arbeitsamt Mitarbeiter ernsthaft einen Kopf machen, wie jemand wieder in der Wirtschaft (einem Bereich den sie selbst ja nicht kennengelernt haben) einen sozialversicherungspflichtigen Job bekommt.
    Sie müssen nur ihren Dienstanweisungen folgen, auch wenn diese unsinnig sind.

    Daher meine Meinung, dass ÖD Mitarbeiter sich besser nicht über ihre Kundschaft aufregen sollten. Hier werden teilweise Leute schikaniert, die besser ausgebildet sind als die ARGE Mitarbeier selbst und jahrelang ordentlich in die Sozialkassen eingezahlt haben.

    Nicht jeder Hartz IV Bezieher befindet sich auf RTL- Niveau.

    Und klar gibt´s Sanktionen: Kürzung des mickrigen Regelsatzes um 30% falls man den unsinnigen Aufforderungen der Arge nicht folgen mag.

    Dass die ARGE Bescheide von Gerichten zu über einem Drittel zugunsten der Hartz Empfänger entschieden werden, zeigt doch, dass bei der Sachbearbeitung im ÖD fehlerhaft gearbeitet wird.
    Geändert von Elixia (28.07.2013 um 22:29 Uhr)

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    AW: Hartz-IV-Empfänger sollen ihre alten Möbel verkaufen, Leitungswasser trinken und

    Zitat Zitat von Elixia Beitrag anzeigen
    Dass die ARGE Bescheide von Gerichten zu über einem Drittel zugunsten der Hartz Empfänger entschieden werden, zeigt doch, dass bei der Sachbearbeitung im ÖD fehlerhaft gearbeitet wird.
    Ich will in die Diskussion nicht einsteigen - nur kurz:

    Dass über ein Drittel der Prozesse zugunsten der HartzIV-Empfänger entschieden werden, sagt ohne weitere Information gar nichts darüber, inwieweit fehlerhaft gearbeitet wird (nur, dass es überhaupt Fehler gibt - aber das wussten wir vorher.)

  6. gesperrt

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    AW: Hartz-IV-Empfänger sollen ihre alten Möbel verkaufen, Leitungswasser trinken und

    Zitat Zitat von Elixia Beitrag anzeigen
    Daher meine Meinung, dass ÖD Mitarbeiter sich besser nicht über ihre Kundschaft aufregen sollten. Hier werden teilweise Leute schikaniert, die besser ausgebildet sind als die ARGE Mitarbeier selbst und jahrelang ordentlich in die Sozialkassen eingezahlt haben.
    Ganz genau so habe ich es empfunden, obwohl ich nur ein paar Monate ALG 1 hatte.
    ALG 2 hätte ich wahrscheinlich nicht ertragen - hätte ich eh nicht gekriegt, aber allein die Vorstellung: Horror hoch 10.

    Und zwar wegen der Behandlung, weniger wegen den monetären Leistungen.
    Obwohl das auch schlimm ist - wegen den Kürzungen und den ganzen Schikanen, von denen man so liest.
    Geändert von Zazu2 (28.07.2013 um 23:58 Uhr)

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    AW: Hartz-IV-Empfänger sollen ihre alten Möbel verkaufen, Leitungswasser trinken und

    Zitat Zitat von Elixia Beitrag anzeigen
    @donnamobile: Woher ich die Infos über den ÖD habe? Von meiner Familie. Da sind ca.50% im ÖD.

    (...) Dass die ARGE Bescheide von Gerichten zu über einem Drittel zugunsten der Hartz Empfänger entschieden werden, zeigt doch, dass bei der Sachbearbeitung im ÖD fehlerhaft gearbeitet wird.
    Eben, aber dann werden aber 2/3 gegen die Hartz IV Empfänger entschieden.
    Am Morgen mit einem Lächeln aufstehen und am Abend mit einem Lächeln ins Bett gehen.

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    AW: Hartz-IV-Empfänger sollen ihre alten Möbel verkaufen, Leitungswasser trinken und

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    was-immer-es-gibt: Komm zu uns nach Schwaben. Hier sind auch Berliner willkommen!
    Träum weiter.

  9. gesperrt

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    AW: Hartz-IV-Empfänger sollen ihre alten Möbel verkaufen, Leitungswasser trinken und

    Zitat Zitat von Popeye Beitrag anzeigen
    Eben, aber dann werden aber 2/3 gegen die Hartz IV Empfänger entschieden.
    Na ja, 33,33333 Prozent Fehlerquote ist ganz schön hoch.
    Halt, über 1/3 ist ja noch höher.
    Geändert von Zazu2 (29.07.2013 um 00:20 Uhr)

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    AW: Hartz-IV-Empfänger sollen ihre alten Möbel verkaufen, Leitungswasser trinken und

    Es sind doch nicht über ein Drittel aller Entscheidungen oder Bescheide, die fehlerhaft sind.

    Sondern ein Drittel der Klagen gegen Bescheide werden gewonnen. Klagen tut man doch aber nur, wenn es so aussieht als sei der Bescheid nicht in Ordnung oder wenn er ziemlich offensichtlich einen Fehler enthält.

    Wenn es nur einen einzigen fehlerhaften Bescheid gegeben hätte, gegen den dann erfolgreich geklagt wurde, könnte in der Zeitung stehen: 100% der Klagen wurden zugunsten des HartzIV-Empfängers entschieden.

    Natürlich gibt es mehr Fehler - und natürlich mehr als eine Klage. Aber dieses Extrembeispiel zeigt, dass die Aussage so alleine gar nichts aussagt.


    Und nicht jedes Gerichtsurteil zugunsten eines HartzIV-Empfängers bedeutet, dass der Sachbearbeiter Fehler gemacht hat - aber das ist wieder ein anderes Thema.

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