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Thema: Ägypten

  1. gesperrt

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    AW: Ägypten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ersteres mag in Deinem Umfeld so sein, aber generell geht der Trend in unserer Gesellschaft hin zur Individualisierung und zur Kleinfamilie mit loseren Bindungen. Das ist ja auch nicht nur schlecht, oder?
    Es ist halt anders und es ist bei uns über Jahrhundert so gewachsen.

    Hier Wiki dazu:
    Ich bezog mich nur auf die Verbindung Großfamilie/religiös, die du erwähnt hattest.

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    AW: Ägypten

    ich verstehe überhaupt nicht, dass man immer so einen Wirbel um einen angeblichen Unterschied der Stellung der Familie machen muss.

    Ich kenne viele deutsche Familien, bei denen, auch wenn nicht drei Generationen in einem Haus leben, der Zusammenhalt größer ist, als bei manch arabischen oder türkischen Fmailien, bei denen der Familienzusammenhalt oftmals dadurch geprägt ist, dass einer diktiert und die anderen folgen, während bei uns eher ein miteinander ist mir einer gesunden Streitkultur und auch alle Persönlichkeiten gelten, unabhängig ob Männlein oder Weiblein.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
    carpe diem
    Alles wird gut
    Lieber groß gemustert, als keinkarriert

    BVB
    Cuba oder Kuba

  3. Inaktiver User

    AW: Ägypten

    So traurig, wie die Entwicklungen in Ägypten derzeit sind, aufgrund der vielen vielen Todesopfer und gezielter Hinrichtungen von Menschen durch Kopf- und Brustschüsse, immerhin haben die Vereinten Nationen, die EU und die UN sich kritisch geäussert:

    Ägypten: Weltweit Besorgnis über Eskalation der Gewalt - Politik - Süddeutsche.de

    Ich finde, ein Militär das sich so verhält, dürfte von den US-Amerikanern nicht weiter bezahlt werden.
    Es sei denn, dies ist heimlich doch gewollt.

  4. Inaktiver User

    AW: Ägypten

    Der einzige Faktor, der in Ägypten eine positive Veränderung herbeiführen könnte, ist die Jugend der städtischen Mittelschicht
    Gebildet, mit den technischen Möglichkeiten unserer Zeit vertraut, global vernetzt, könnten diese jungen Menschen, würden sie sich in eine institutionalisierte Politiklandschaft einreihen können, Verbesserungen herbeiführen.
    Die jungen Leute sind nicht so sehr an der Macht interessiert als am wirtschaftlichen Fortschritt. Sie wollen leben, arbeiten, Ziele formulieren und erreichen können.
    Denn die Frage in dem Riesenland (aber nicht nur dort), ist nicht die Religion sondern die verbreitete Armut, die Kluft zwischen sehr Reichen und sehr Armen, das Problem fehlender sinnvoller zukunftsträchtiger Arbeitsplätze.
    All das hätten die Muslimbrüder nicht lösen können, aber auch das Militär wird es nicht schaffen, die vertrackte Lage aufzubrechen.
    Es hat das schon in den vielen Jahren der Militärdiktatur zur Genüge bewiesen.

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    AW: Ägypten

    Man darf allerdings nicht vergessen, dass man nicht zu sehr in die prozesse eingreifen darf/ kann

  6. Inaktiver User

    AW: Ägypten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der einzige Faktor, der in Ägypten eine positive Veränderung herbeiführen könnte, ist die Jugend der städtischen Mittelschicht
    Gebildet, mit den technischen Möglichkeiten unserer Zeit vertraut, global vernetzt, könnten diese jungen Menschen, würden sie sich in eine institutionalisierte Politiklandschaft einreihen können, Verbesserungen herbeiführen.
    Die jungen Leute sind nicht so sehr an der Macht interessiert als am wirtschaftlichen Fortschritt. Sie wollen leben, arbeiten, Ziele formulieren und erreichen können.
    Denn die Frage in dem Riesenland (aber nicht nur dort), ist nicht die Religion sondern die verbreitete Armut, die Kluft zwischen sehr Reichen und sehr Armen, das Problem fehlender sinnvoller zukunftsträchtiger Arbeitsplätze.
    All das hätten die Muslimbrüder nicht lösen können, aber auch das Militär wird es nicht schaffen, die vertrackte Lage aufzubrechen.
    Es hat das schon in den vielen Jahren der Militärdiktatur zur Genüge bewiesen.
    Das klingt gut. Ernst gemeint.
    Allerdings setzt der Westen bzw. die USA zu sehr auf das Militär (s. Sponsoring der Armee durch die USA).
    Und die Jugend der städtischen Mittelschicht wird es NUR schaffen, wenn sie die Muslimbrueder und die Landbevoelkerung, die immer noch zu groesseren Teilen die Muslimbrueder unterstützt, einbezieht in einen Dialog.
    Und das wird mit jedem umgebrachten Muslimbruder natürlich schwerer...

  7. Inaktiver User

    AW: Ägypten

    Das Militär selbst ist durchmischt. Es sind zwar kaum überprüfbare Zahlen zu finden, aber frau darf annehmen, dass nicht wenige Angehörige sowohl der Armee wie auch des Polizeiapparates Parteigänger oder Sympathisanten der Muslimbruderschaft sind.

  8. Inaktiver User

    AW: Ägypten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Militär selbst ist durchmischt. Es sind zwar kaum überprüfbare Zahlen zu finden, aber frau darf annehmen, dass nicht wenige Angehörige sowohl der Armee wie auch des Polizeiapparates Parteigänger oder Sympathisanten der Muslimbruderschaft sind.
    Da habe ich aber einen ganz anderen Eindruck.
    Während der Mursi-Regierung haben wohl grosse Teile des Militärs und der Polizei ihre Dienste quasi verweigert und Mursis Politik blockiert.

    Die Schießbefehle und anvisierten Demonstrationsverbote derzeit sind auch eine klare Sprache.

    In meinen Augen ist die Armee ein Staat im Staate, bezahlt (und gesteuert?) von den USA.
    Warum sollten diese ein Interesse an Demokratie, Dialog, Meinungsaustausch haben?
    Die faktische Macht ist auf ihrer Seite.

  9. User Info Menu

    AW: Ägypten

    Das was richtig merkwürdig ist, ist dass es nun die Muslimbrüder sind, die nach Demokratie und Freiheit rufen.

    Die von der anderen Seite verhaften Menschen, wenn sie Wände bekritzeln, kontrollieren sämtliche Medien, scheuen sich nicht vor offensichtlichen Lügen und Betrügerein in der Berichterstattung zurück, bringen Menschen kaltherzig um, auch indem sie "Banditen" anheuern, und weisen jede Schuld von sich. Wer hätte das gedacht?

  10. Inaktiver User

    AW: Ägypten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da habe ich aber einen ganz anderen Eindruck.
    Während der Mursi-Regierung haben wohl grosse Teile des Militärs und der Polizei ihre Dienste quasi verweigert und Mursis Politik blockiert.
    Dass das Militär Mursi behindert hat, ist mir neu. Über die Gegnerschaft der Polizei hingegen wurde in mehreren Medien berichtet. Das Militär fürchtete nur anhand der sich verschlechternden Wirtschaftslage um seine Einnahmen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Schießbefehle und anvisierten Demonstrationsverbote derzeit sind auch eine klare Sprache.
    Es ist nicht klar, ob die Armee sich aus der Regierung zurückziehen und vorher klare (?) Verhältnisse schaffen, oder ob sie wieder für Jahre an vorderster Stelle stehen will.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In meinen Augen ist die Armee ein Staat im Staate, bezahlt (und gesteuert?) von den USA.
    Warum sollten diese ein Interesse an Demokratie, Dialog, Meinungsaustausch haben?
    Die faktische Macht ist auf ihrer Seite.
    Ich sehe den Militärapparat nicht als "gesteuert von den USA", sondern eher als gesteuert von ähnlichen Interessen.
    Die Macht, das sehen vermutlich auch leitende Armeeangehörige, bliebe nur durch Unterdrückung auf ihrer Seite. Heutzutage nicht mehr so einfach und wohl auch nicht das, was die Vereinigten Staaten unterstützen würden.

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