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  1. Inaktiver User

    AW: Datenschnüffelei und Datenklau

    Bitte, tragt persönliche Auseinandersetzungen per PN aus.

  2. Inaktiver User

    AW: Datenschnüffelei und Datenklau

    Danke, Colonna!

  3. Inaktiver User

    AW: Datenschnüffelei und Datenklau

    Weiter im Thema ...
    Ich möchte folgenden Ansatz zur Diskussion stellen, der völlig untergegangen ist.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da kommen wir der Sache schon ein bisschen näher. "Der Wähler" interessiert sich mehrheitlich nicht für diesen Einblick. Für mich persönlich nicht nachvollziehbar, aber hauptsächlich nicht den pöhsen USA anzulasten. Aus der einst schweren Straftat der Spionage wird ein lässliches Kavaliersdelikt. Die Spionage erlebt gerade eine ähnliche gesellschaftliche Neubewertung wie der Puffgang. Und solange das Smartphone richtig funktioniert, sollen die doch mit den Daten machen, was sie wollen. Nicht meine Auffassung, aber sehr, sehr mehrheitsfähig.

    Für die Industrie ist das Ganze weniger lustig, aber wenn die nach China auswandern, wird's eher noch schlimmer.

  4. Inaktiver User

    AW: Datenschnüffelei und Datenklau

    "Der Wähler" interessiert sich mehrheitlich nicht für diesen Einblick.
    Und wie kommst du zu dieser Einschätzung? Welche Anhaltspunkte hast Du dafür?

    Ich würde sagen, das Gegenteil ist der Fall. Und zwar sieht man das am Vertrauensentzug gegenüber den Politikern, vor allem an der sinkenden Wahlbeteiligung sieht man das. Z.B. jetzt in Bremen wieder, aber auch dies:
    Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2013 ist
    die zweitschlechteste seit Gründung der Bundesrepublik.
    Fast 30 Prozent verzichteten auf ihr Wahlrecht.

    https://www.bertelsmann-stiftung.de/...NWURF_2-13.pdf

    Das liegt m.E. u.a. an den Politikern, die von den Bürgern als unverläßlich erlebt werden, was sogar ganz unverblümt zugegeben wird:
    "Man kann sich nicht darauf verlassen, daß das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt, und wir müssen damit rechnen, daß das in verschiedenen Weisen sich wiederholen kann"
    http://de.wikiquote.org/wiki/Angela_Merkel


    Aus der einst schweren Straftat der Spionage wird ein lässliches Kavaliersdelikt.
    Du meinst sowas in der Art?:
    “Wir wissen zum Beispiel, dass es nicht so ist wie bei der Stasi und dem KGB, dass es dicke Aktenbände gibt, in denen unsere Gesprächsinhalte alle aufgeschrieben und schön abgeheftet sind. Das ist es nicht.”
    http://www.bundespraesident.de/Share...30630-ZDF.html

    Das klingt schon so, als wolle man solche Vorkommnisse verharmlosen.
    Ich glaube aber nicht, daß das die Meinung der Bevölkerung ist, siehe beispielsweise unten, Link.

    Die Spionage erlebt gerade eine ähnliche gesellschaftliche Neubewertung wie der Puffgang.
    Bordelle/Prostitution erleben eine gesellschaftliche Neubewertung? Inwiefern, meinst Du?

    Weil Freier von Zwangsprostituierten bestraft werden sollen?
    http://www.zeit.de/gesellschaft/2014...freier-strafen

    Paßt aber irgendwie nicht in Deine Argumentationskette, oder? Also wie meinst Du das als Vergleich zur Spionage, und warum?

    Spionage erlebt sie, die gesellschaftliche Neubewertung im Sinne von Verharmlosung (Kavaliersdelikt), jedenfalls nicht in der Gesellschaft.
    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-920927.html

    http://www.dw.de/b%C3%BCrgerrechtler...4re/a-17678817

    http://www.heise.de/newsticker/meldu...e-1964635.html

    http://www.sueddeutsche.de/politik/b...atie-1.2450536


    Zumindest bei manchen führenden Politikern, da bin ich mir allerdings tatsächlich auch nicht so sicher, siehe oben z.B. Gauck, bei dem es zumindest auch schon so klang, als hielte er Snowden z.B. für einen Verräter. Er hat das glaube ich nie deutlich klargestellt, daß er es nicht so sieht (ist mir möglicherweise auch entgangen), aber selbst wenn, es ist schon wichtig finde ich, wie die Aussagen eines Bundespräsidenten für den Bürger "rüberkommen".
    http://www.sueddeutsche.de/politik/g...iews-1.1712266



    Und solange das Smartphone richtig funktioniert, sollen die doch mit den Daten machen, was sie wollen. Nicht meine Auffassung, aber sehr, sehr mehrheitsfähig.
    Das hältst Du echt für mehrheitsfähig? Meinst Du echt, wenn man das im Parteiprogramm stehen hat, hat man Chancen auf die Mehrheit der Stimmen? Also ich glaube nicht. Es ist viel eher zu 'fürchten', das Gegenteil ist der Fall. Dazu braucht es nicht einmal in einem Parteiprogramm zu stehen, die Aussagen, die auf wenig Engagement, das abzustellen, schließen lassen, genügen den Bürgern offenbar zum Vertrauensentzug (siehe sinkende Wahlbeteiligung).

    Für die Industrie ist das Ganze weniger lustig, aber wenn die nach China auswandern, wird's eher noch schlimmer.
    Der Bürger findet's auch nicht lustig, glaube ich wie gesagt. Aus welchen Anhaltspunkten entnimmst Du, daß es dem Bürger egal wäre? Der Vertrauensentzug gegenüber Politikern spricht jedenfalls eine ganz andere Sprache.
    Geändert von Inaktiver User (12.05.2015 um 11:47 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Datenschnüffelei und Datenklau

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und wie kommst du zu dieser Einschätzung? Welche Anhaltspunkte hast Du dafür?
    Google ist immer noch die größte Suchmaschine, die Anzahl an gelöschten FB-Konten ist recht überschaubar, wenn man für irgendwelche Spielchen/Progrämmchen Geld oder Daten hergeben muss, geben fast alle die Daten raus, auch die, die genug Geld haben.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich würde sagen, das Gegenteil ist der Fall. Und zwar sieht man das am Vertrauensentzug gegenüber den Politikern, vor allem an der sinkenden Wahlbeteiligung sieht man das. Z.B. jetzt in Bremen wieder, aber auch dies:
    Zu sagen, so wie es ist, ist es schlecht, aber dann die Hände in den Schoß zu legen und nichts zu tun, finde ich auch ziemlich drittklassig. Das spricht eher für komplettes Desinteresse statt Vertrauensentzug. Das Volk hat Brot, das Volk hat (elektronische) Spiele. Der Rest ist sekundär. Manchmal habe ich den Eindruck, mindestens die Hälfte der Republik befindet sich im geistigen Koma.

  6. Inaktiver User

    AW: Datenschnüffelei und Datenklau

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Google ist immer noch die größte Suchmaschine, die Anzahl an gelöschten FB-Konten ist recht überschaubar, wenn man für irgendwelche Spielchen/Progrämmchen Geld oder Daten hergeben muss, geben fast alle die Daten raus, auch die, die genug Geld haben.
    Ach, jetzt verstehe ich, das meinst Du. Ich denke mal, es ist für die meisten ein Unterschied, ob sie selbst jemandem ihre Daten zur Verfügung stellen, oder ob sie, von ihrem eigenen Staat, ohne ihr Wissen und ihre Zustimmung abgegriffen und verwertet, oder sie z.B. damit 'generalkriminalisiert' (Datenspeicherung) werden.

    Zu sagen, so wie es ist, ist es schlecht, aber dann die Hände in den Schoß zu legen und nichts zu tun, finde ich auch ziemlich drittklassig. Das spricht eher für komplettes Desinteresse statt Vertrauensentzug. Das Volk hat Brot, das Volk hat (elektronische) Spiele. Der Rest ist sekundär. Manchmal habe ich den Eindruck, mindestens die Hälfte der Republik befindet sich im geistigen Koma.
    Wenn man jemandem einen Auftrag erteilt, und jener dann beständig schlechte Qualität liefert, (oder einfach was anderes), dann entzieht man ihm irgendwann das Vertrauen, erteilt ihm keine Aufträge mehr. Das ist Desinteresse, aber Desinteresse an diesem 'schlechten Produkt', nicht unbedingt an diesem Produkt an sich (könnte auch mal vorkommen, daß die Lust am Produkt überhaupt darüber verloren geht, schon klar).

    Was wäre Dir an Reaktionen lieber? Demonstrationen? Die gibt es. Siehe im obigen Beitrag, Link. Oder zählen sie nur mit Ausschreitungen, die viel Aufhebens machen? Oder eine Revolte? Blutige Straßenschlachten mit der Polizei? Ein Umsturz? - Also ich begrüße das sehr, daß die Reaktionen zivilisiert sind.

    Ich finde den Vertrauensentzug via Wahlstimmenentzug einen guten Fingerzeig. Entweder hört und sieht 'man' den, oder 'man' macht sich selbst überflüssig. 'Man' = die Politiker.

    Aber vielleicht hast Du ja bessere Ideen. Politisch ein-, mitmischen, in eine Partei eintreten, deren Vorgehen man ja gerade nicht mehr vertraut, auch den eigenen Beruf aufgeben, stattdessen eine eigene Partei gründen und der alle Zeit widmen, um sie in die Kommunen, Länder, auf Bundesebene zu bringen, gar Kanzler werden, das gälte für mich nicht als bessere Idee.
    Geändert von Inaktiver User (11.05.2015 um 21:42 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Datenschnüffelei und Datenklau

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ach, jetzt verstehe ich, das meinst Du. Ich denke mal, es ist für die meisten ein Unterschied, ob sie selbst jemandem ihre Daten zur Verfügung stellen, oder ob sie, von ihrem eigenen Staat, ohne ihr Wissen und ihre Zustimmung abgegriffen und verwertet, oder sie z.B. damit 'generalkriminalisiert' (Datenspeicherung) werden.
    Ja, aber dieser Unterschied wird zunehmend geringer. Privatsphäre war mal was Wichtiges. Inzwischen gibt es viele junge Leute, die stolz darauf sind, keine zu haben.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde den Vertrauensentzug via Wahlstimmenentzug einen guten Fingerzeig. Entweder hört und sieht 'man' den, oder 'man' macht sich selbst überflüssig. 'Man' = die Politiker.
    Eben nicht. Wo ist je ein einziger Politiker wegen geringer Wahlbeteiligung eingespart worden? Die Truppe macht weiter wie eh und je, nur mit geringerem Rückhalt.

    Die Lösung? Vielleicht würde es helfen, wenn man den Mobilfunk lahmlegt und ihn erst wieder einschaltet, wenn 90% aller Bürger gewählt haben? Wiedereinsetzung der Monarchie? Ich weiß es nicht.

  8. Inaktiver User

    AW: Datenschnüffelei und Datenklau

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, aber dieser Unterschied wird zunehmend geringer. Privatsphäre war mal was Wichtiges. Inzwischen gibt es viele junge Leute, die stolz darauf sind, keine zu haben.
    Sowas z.B. halte ich für eine gesellschaftliche Aufgabe. Wie man kleinen Kindern beibringt, nicht "mit dem Mann mit den Bonbons mitzugehen" (mal so platt gesagt, Du verstehst wahrscheinlich, was ich ausdrücken will,sonst bitte nachfragen), so muß man Kindern und Jugendlichen den Umgang mit ihrer Privatsphäre im Internet beibringen, sie dafür wachsam zu sein anleiten.


    Eben nicht. Wo ist je ein einziger Politiker wegen geringer Wahlbeteiligung eingespart worden? Die Truppe macht weiter wie eh und je, nur mit geringerem Rückhalt.
    Wenn der Trend so weitergeht, und aus geringem wenig, sehr wenig, kein Rückhalt wird, dann geht es so nicht mehr. Daher, vermute ich, daß nicht ganz Merkbefreite vorher sehen und hören.

    Die Lösung? Vielleicht würde es helfen, wenn man den Mobilfunk lahmlegt und ihn erst wieder einschaltet, wenn 90% aller Bürger gewählt haben? Wiedereinsetzung der Monarchie? Ich weiß es nicht.
    Du meinst also jedenfalls eine "von oben-Lösung"? Solcherart "Ideen" gibt es ja. Z.B. Sinnieren über eine Wahlpflicht http://www.tagesspiegel.de/politik/y.../11163442.html Oder irgendeine Art Strafzahlung für Nichtwähler http://www.zeit.de/2013/35/demokrati...er-wahlpflicht
    Ist halt nicht gerade freiheitlich demokratisch, eine erzwungene Demokratie.

    Mir fiele schon was ein. Z.B. Direkte Demokratie, also Abstimmung über Inhalte, nicht über Personen und Parteien, (deren Aussage möglicherweise "nach den Wahlen nicht mehr gilt", oder deren Entscheidungen, obwohl deren Vertreter, gar nicht vom Bürger getragen werden).


    In dem einen der oben verlinkten Artikel steht übrigens auch, daß es laut Forsa Studie eben nicht Desinteresse an der Politik ist, sondern Unzufriedenheit und Zeichensetzenwollen. Also wie ich es ausdrückte: Vertrauensentzug.
    http://www.zeit.de/2013/35/demokrati...er-wahlpflicht
    Geändert von Inaktiver User (11.05.2015 um 21:56 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Datenschnüffelei und Datenklau

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sowas z.B. halte ich für eine gesellschaftliche Aufgabe. Wie man kleinen Kindern beibringt, nicht "mit dem Mann mit den Bonbons mitzugehen" (mal so platt gesagt, Du verstehst wahrscheinlich, was ich ausdrücken will,sonst bitte nachfragen), so muß man Kindern und Jugendlichen den Umgang mit ihrer Privatsphäre im Internet beibringen, sie dafür wachsam zu sein anleiten.
    Tja. Wer ist die "Gesellschaft"? Hören die Jugendlichen auf Lehrer/Eltern oder lieber auf schicke Apps, die coole Vorteile versprechen? Das ist das Problem: Die digitale Welt ist äußerst attraktiv. Ein Süchtiger weiß ja auch, dass er sich mit seinem Suchtstoff schadet, aber es ist ihm egal, bzw. irgendwas ist stärker als er.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn der Trend so weitergeht, und aus geringem wenig, sehr wenig, kein Rückhalt wird, dann geht es so nicht mehr.
    Wie genau stellst du dir das "nicht-mehr-Szenario" vor?
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir fiele schon was ein. Z.B. Direkte Demokratie, also Abstimmung über Inhalte, nicht über Personen und Parteien, (deren Aussage möglicherweise "nach den Wahlen nicht mehr gilt", oder deren Entscheidungen, obwohl deren Vertreter, gar nicht vom Bürger getragen werden).
    Ich bin ein Fan von direkter Demokratie, aber in der CH liegt die durchschnittliche Wahlbeteiligung bei 44%. Bei der letzten Wahl wurden 56% erreicht, was als sehr hoch gilt. Auf die Gesamtbevölkerung runtergebrochen, ist die Schweiz keine Demokratie, sondern ein elitärer Haufen.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In dem einen der oben verlinkten Artikel steht übrigens auch, daß es laut Forsa Studie eben nicht Desinteresse an der Politik ist, sondern Unzufriedenheit und Zeichensetzenwollen.
    Das ist extrem unreif. Nichtstun und warten, dass der Märchenprinz einen küsst. Wenn du mit etwas unzufrieden bist, musst du was tun. Den von dir verlinkten Zeit-Artikel lese ich ganz anders. Da steht:
    Viele Nichtwähler wollen ein Zeichen setzen und ihre Unzufriedenheit mit dem Status quo oder dem Angebot der Parteien äußern. Doch leider geht diese Logik nicht auf.
    ....
    Unser demokratisches Gemeinwesen, ob auf Länder- oder Bundesebene, basiert auf dem Gang zur Urne. Erst das macht unser System wirklich demokratisch und politische Kräfte legitim.
    ...
    Daher schaden wir mit dem Nichtwählen nicht nur unseren Interessen, sondern unserem Gemeinwesen im Ganzen. Nichtwähler stellen keine Weichen, sondern sprengen gleich den ganzen Gleisabschnitt.
    Es ist natürlich extrem einfach, Hegemonialmächte oder doofe Politiker für diesen Zustand verantwortlich zu machen, aber in Wirklichkeit muss jeder Einzelne reagieren. Wie man das erreicht, weiss ich nicht.

  10. Inaktiver User

    AW: Datenschnüffelei und Datenklau

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Es ist natürlich extrem einfach, Hegemonialmächte oder doofe Politiker für diesen Zustand verantwortlich zu machen, aber in Wirklichkeit muss jeder Einzelne reagieren.
    Nicht wählen ist eine Reaktion. Eine freiheitlich demokratische Reaktion. Das wird z.B. in dem Artikel verkannt.

    Wenn du mit etwas unzufrieden bist, musst du was tun.
    Wenn Du mit der Brotqualität "des Bäckers Deines Vertrauens" unzufrieden bist, genügt es nicht, ihm Dein Vertrauen zu entziehen? Du mußt dann "was tun" meinst Du? Was denn? Und ist der Entzug des Vertrauens denn nicht "etwas tun"? Das ist doch ein aktives Tun, das merkt der doch, oder meinst Du nicht?
    Und dann wird er das berücksichtigen, und seine Brotqualität verbessern. Oder er macht sich eben selber überflüssig.

    Wie genau stellst du dir das "nicht-mehr-Szenario" vor?
    Es gibt ja Beispiele in der Geschichte wie sich Politik, Gesetze, die Gesellschaften wandeln. Ist ja auch hierzulande immer wieder der Fall. Die Gesellschaft, die Politik, dieGesetze, sind andere als noch vor, sagen wir mal, hundert Jahren. Es gab durchaus auch einen Wandel in nur den letzten paar Jahren.
    Und wie ich bereits sagte, ich begrüße, wenn das hier, z.B. durch Wahlverweigerung, zivilisiert geschieht, und nicht wie z.B. in der Ukraine.
    Konkret gesagt, wäre z.B. denkbar, daß über kurz oder lang der Weg zur (mehr) Direkten Demokratie führt. Wie Altkanzler Schmidt mal sagte, die Demokratie (wie wir sie haben), ist nicht das Beste, aber das Beste, was wir haben (oder je hatten, oder so ähnlich). Aber warum das auch nicht verbessern.
    Das Kaiserreich fanden auch etliche gut ("Wir wollen unsern alten Kaiser Wilhelm wiederhaben"). Hätten wir, Du und ich, vielleicht auch gut leben können. Wie hätten wir wohl reagiert, vor die Wahl gestellt, z.B. die jetzige Demokratie, oder das Kaiserreich behalten?
    Ich will damit sagen, nur weil man sich in etwas eingerichtet hat, heißt das nicht, daß man aufhören muß oder auch sollte, zu betrachten, zu denken, auch zu beurteilen und nach Problemlösungen zu suchen und zu streben und all dies.


    Tja. Wer ist die "Gesellschaft"? Hören die Jugendlichen auf Lehrer/Eltern oder lieber auf schicke Apps, die coole Vorteile versprechen?
    Deine Frage finde ich, in den Zusammenhang gestellt, ehrlich gesagt "komisch". Als wäre es eine Frage, ob "die Gesellschaft" nun aus Eltern, LEhrern etc. , also aus Menschen besteht, oder aber aus Apps usw.

    Natürlich sind es die Menschen, die zusammenleben, zusammen wirken, zusammen etwas gestalten etc., die die Gesellschaft bilden. Von dieser Gesellschaft benutzt werden die technischen Hilfsmittel, "Lebenserleichterungen" (Waschmaschine, Fahrzeuge, auch Apps) und all dies.


    Das ist das Problem: Die digitale Welt ist äußerst attraktiv. Ein Süchtiger weiß ja auch, dass er sich mit seinem Suchtstoff schadet, aber es ist ihm egal, bzw. irgendwas ist stärker als er.
    Süchtig sein ist ja kein Normalzustand. Wenn Süchtigsein innerhalb einer Gesellschaft überhandnimmt, muß sich diese Gesellschaft fragen, wo sie etwas ändern muß. Aber das führt jetzt glaube ich vom Thema zu weit weg.
    Geändert von Inaktiver User (12.05.2015 um 09:51 Uhr)

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