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Thema: Syrien
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04.09.2013, 13:47
AW: Syrien
Há gente que fica na história
Da história da gente
Ja zur EU
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04.09.2013, 17:01
AW: Syrien
Ich muss sagen ich hab so meine Problem überhaupt irgendwas zu verstehen. Und scheinbar bin ich nicht die einzige.
Ein kurzer Erklärbärtext über den Mittleren Osten
Wie soll man sich denn da eine Meinung bilden?
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04.09.2013, 19:51Inaktiver User
AW: Syrien
In vielen Fällen hilft eine graphische Visualisierung, aber in diesem Fall
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04.09.2013, 22:07
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04.09.2013, 23:26Inaktiver User
AW: Syrien
Dieses Durcheinander entsteht nur, weil so viele Rüstungsmessen stattfinden, und die Herren Einkäufer (und Verkäufer) wahrscheinlich von den unterschiedlichen Pfaden, die die Gewehre dann gehen, selbst verwirrt sind.
Im Ernst: es ist in etwa vorstellbar, wie die Verhältnisse zustande kommen:
es gibt also die Golfstaaten (Kuwait, Bahrain, Saudi-Arabien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate und Oman - ich hoffe, keinen vergessen zu haben) mit viel Öl, das in den letzten 40 Jahren durch stetige Verteuerung eine Menge Geld einbrachte.
Dieses Geld wurde und wird teilweise angelegt: in allerlei Beteiligungen, vornehmlich in den USA, aber auch in Europa und auf anderen Kontinenten, und teilweise werden damit Waffen eingekauft.
Z.B. findet im Zweijahressprung die IDEX in Abu Dhabi statt. Eine Rüstungsmesse, die Einnahmen von geschätzten 3 Milliarden Euro bringt (frau müsste sich nur mal ein paar Videoaufnahmen von den aufgeputzten Männern, die begeistert der Vorführung von Panzern, Lenkwaffen, Gewehren aller Art, bla, bla, folgen, ansehen).
Dort verkaufen die USA, Deutschland und andere europäische Staaten (Spanien, Frankreich z.B.) ganze Waffensysteme.
Das Geld dafür kommt, wie schon erwähnt, aus den Petro-Dollars.
Nun sagt zwar der Leiter eines deutschen Waffenherstellers, dass all die Panzer, die Gewehre, etc. dafür da sind, durch ihre Qualität deutsche Soldaten vor schweren Verletzungen oder gar demTod zu schützen - was ohnehin etwas seltsam klingt - er sagt jedoch auch, dass die Mittel, die für Forschung und Entwicklung eingesetzt werden, niemals allein durch Verkäufe an die Bundeswehr gedeckt sind, der Export sei notwendig (44%).
Und die Gutmenschen, die nicht wollten, dass deutsche Unternehmen Waffen herstellen und liefern, würden nicht bedenken, dass dann eben andere das Geschäft machten.
Die Golfstaaten sind zwar im Golf-Kooperationsrat zusammengeschlossen (weil sie sich ursprünglich vor dem Iran und Khomeini fürchteten), haben aber vielfach einzelne Waffenlager - der Mann mag halt solche Dinger zum Herumballern, besonders, wenn ein paar Demonstranten, die auch am Wohlstand teilhaben möchten, tot umfallen -
und nun gerne selbst das Geschäft mit....Ägypten, Syrien, Tunesien, Libyen, us., usf. abschließen wollen, in Konkurrenz zu den Freunden aus der Nachbarschaft.
So, denke ich, entstehen die ungewöhnlichen Querverbindungen und Vorlieben.
Wobei Syrien, habe ich gelesen, eine gewisse Außenseiterrolle spielt, es ist nationalistischer als die Golfstaaten, die die globalisierte Wirtschaft integriert haben.
Obwohl Waffenlieferungen an bestimmte Staaten nicht nur in Deutschland sondern auch in anderen Ländern des Westens verboten sind, wird kaum kontrolliert, wo das Gerät schließlich hingeht.
Laut Rüstungsexperten sind nicht nur in Saudi Arabien, aber auch im Sudan und in Somalia Waffen westlicher Unternehmen zu sehen.
Dann wundert es noch weniger, dass die USA sich wegen des angeblichen Giftgasanschlages der Regierung Assad so aufbäumen, sie aber nicht zur Diskussion stellen, wie viele Tote und Verstümmelte durch Gewehre, Granaten, und anderes Zeugs, z.B. aus Saudi Arabien geliefert, verursacht wurde und wird.
Diese despotischen Regime würden vermutlich von einem Tag zum nächsten zusammenbrechen, bekämen sie keine Waffen.
Das Öl müssen sie verkaufen. Was sollen sie damit machen? Es selbst verbrauchen?
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05.09.2013, 13:08
AW: Syrien
Das ist für mich die Kernfrage. Daher stellte ich in den Raum, warum man diese Art der Tötung ächtet, eine andere, die nicht weniger tötet, aber herstellt und in die ganze Welt exportiert.
(In Kambodscha liegen so viele Mienen in den Feldern, dass im Schnitt pro Monat 40 Mienen explodieren und Menschen verstümmeln oder töten. Wenn das keine "Massenverstümmelung und -Tötung" ist?)
Das ist Augenwischerei in dem Sinne, dass Unbeteiligte das Gefühl bekommen könnten, die USA sorge sich sehr um das Wohl der Syrer.
Und was sie dann mit einem "Militärschlag" anrichten = Krieg mit Bomben = Menschen töten und Struktur vernichten, zur Strafe, ist dann gut?
Die gesamte Welt funktioniert so. Es ist absurd.Diese despotischen Regime würden vermutlich von einem Tag zum nächsten zusammenbrechen, bekämen sie keine Waffen.Geändert von Lukulla (05.09.2013 um 15:55 Uhr)
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Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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05.09.2013, 14:08
AW: Syrien
Ich würde Dein ganzes Post unterschreiben.
Allerdings finde ich den Unterschied zwischen CBRN und "konventionellen" Waffen schon nachvollziehbar. Es ist mit Ihnen möglich innerhalb kürzester Zeit die Menschen ganzer Länder auszulöschen. Das ist mit konventionellen Waffen nicht möglich.
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05.09.2013, 16:14Inaktiver User
AW: Syrien
Die Fakten sprechen dafür: die Atombomben, die auf Japan abgeworfen wurden, das Agent Orange, das von den USA in Vietnam eingesetzt wurde, all diese Massenvernichtungswaffen töteten auf einen Schlag viel, viel mehr Menschen, als dies mit einem Maschinengewehr, einer Handgranate, also mit den sogenannnten konventionellen Waffen möglich wäre.
Trotzdem bin ich überzeugt, das dies nicht der einzige, ja nicht einmal der vorderste Grund für das Verbot von CBRN-Waffen ist, vielmehr glaube ich, dass das Geschäft mit konventionellen Waffen ausgezeichnet floriert und dass vor allem viel mehr Waffenschmieden und Waffenhändler daran beteiligt sind und unglaubliche Gewinne erzielen, als dies z.B. bei chemischen Waffen der Fall wäre.
Die romantisch-heldenhafte Idee vom Kampf Mann gegen Mann versus der emotional tief verankerten Furcht vor der Hinterhältigkeit des Giftes spielen hier sicherlich eine Rolle.
Im zweiten Weltkrieg wurde Tokio "konventionell" bombardiert und es starben ca. 100 000 Menschen innerhalb von zwei Tagen.
Dass überhaupt Waffen eingesetzt und dass Kriege hingenommen werden, hat auch mit der Bequemlichkeit von uns Menschen zu tun: als neulich Leute in Oberndorf am Neckar (Heckler & Koch erzeugt dort Waffen) danach gefragt wurden, was sie von der Fabrik hielten und ob die Existenz solcher Waffenschmieden rechtens sei, meinten fast alle, dass die Fabrik Arbeitsplätze sichere und falls nicht hier (in Oberndorf), dann würden die Gewehre anderswo erzeugt werden.
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05.09.2013, 16:29
AW: Syrien
Mitnichten. Ich habe mich auch schon geoutet. Zuviel religiöses Beiwerk verschiedenster Art, zuviele Gruppierungen, zuviele Unterstützer, Gegner, Neuverbündeter, alter Allianzen... Ich wette, dass auch viele Bewohner dort nicht mehr wissen, woher, wozu und wohin. Das Hirnrissige daran, ist wohl wie bei allen Kriegen, dass 90 Prozent der Bevölkerung(en) am liebsten ein ganz normales Leben führen würden.
Muss frau oder man dazu überhaupt eine Meinung haben? Das einzige, was mich wirklich noch beschäftigt, sind die Flüchtlinge und wie mit ihnen umgegangen wird, was aus den Waisen werden soll, aus den vielen getrennten Familien, den Lagern im Winter, der medizinischen Versorgung (Medikamente, OP-Gerät, Prothesen...), Bildung und Ausbildung der Kinder usw. Wären ein paar Petrodollars der Nachbarn hier nicht angebrachter als in noch einem Luxushotel oder weiterer Panzer in der Wüste?
In Anbetracht der Ausrüstung der deutschen Bundeswehr halte ich diese Zahl für weit untertrieben.
Die Arbeitsplätze, die mit den Mordsgeschäften gemacht werden, hat er gar nicht erwähnt?Und die Gutmenschen, die nicht wollten, dass deutsche Unternehmen Waffen herstellen und liefern, würden nicht bedenken, dass dann eben andere das Geschäft machten.*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
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05.09.2013, 16:52Körperlich Distanz
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