Was ich nicht so ganz verstehe. Tötungswaffen sind überall vorhanden, was spricht dagegen, sie zu klassifizieren?
Während man im Kampf Mann gegen Mann gewisse Chancen hat, zu gewinnen, also heroisch um sein Leben zu kämpfen, ist das bei Massenvernichtungswaffen anders. Ein flächendeckender Giftgasangriff ist etwas vom abscheulichsten, was man sich vorstellen kann. Er ist heimtückisch, läßt die Stärke des Einzelnen völlig außer acht und ist mit holocaustem Denken vereinbar.
Ich finde, es hat etwas stabilisierendes, wenn Massenvernichtungswaffen geächtet sind und von diskreten Waffengattungen unterschieden werden. Die USA verfügen über genügend Sorten Massenvernichtungswaffen, nicht nur im A-Bereich, davon kann man ausgehen. Ich persönlich fühle mich beruhigt, wenn nicht bei jeder Gelegenheit eine ABC- oder neudeutsch CBRN-Waffe geworfen wird. Mir wären (im Kriegseintrittsfall) diskrete Waffengattungen lieber, die eher geeignet sind, die jeweilige Mannschaftsstärke bzw. in Waffen stehende Bevölkerungszahl zu repräsentieren.
Es scheint - zumindest nach meiner altmodischen Auffassung, die dem einzeln kämpfenden Soldaten/Rebellen auch eine gewisse Risikobereitschaft, für seine Ideale zu sterben, unterstellt - Unterschiede in den Waffengattungen zu geben, die nicht vernachlässigbar sind.
Vielleicht aber auch nur im Grad des Zynismus, den man der jeweiligen Waffe und ihrem Besitzer zugesteht.
Zu den Zahlen in Syrien: Die werden sich erst im Laufe der Geschichte verifizieren (355 Tote durch Giftgas, 100000 durch "konventionelle" Waffen). Ich persönlich finde die Haltung der Briten und Amerikaner aufschlußreich. Als Nationen, die der Lüge bezüglich der behaupteten Massenvernichtungswaffen im Irak überführt wurden, hätten sie die verdammte Pflicht, vor ihrem dämlichen Säbelrasseln erst einmal eine lückenlose Aufklärung durch die UN-Beobachter abzuwarten. Und im Zweifel: In dubio pro reo - wen es tatsächlich keine Beweise mehr gibt.
Es ist eine Schande, wie sich insbesondere Großbritannien in letzter Zeit aufgrund innenpolitischer Schwierigkeiten nach aussen hin aufführt (Konflikt EU, Gibraltar, Snowden-Guardian, Syrien).
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Thema: Syrien
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29.08.2013, 00:02Inaktiver User
AW: Syrien
Geändert von Inaktiver User (29.08.2013 um 00:12 Uhr) Grund: statement unterteilt
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29.08.2013, 00:35Inaktiver User
AW: Syrien
Mann gegen Mann? Die Leute liegen meist in Schützengräben oder hinter Barrikaden oder warten in Ecken und ballern in die gegenüberliegende Richtung, ohne zu wissen oder zu sehen, wen sie treffen.
"Heroisch" um das eigene Leben kämpfen, das sehe ich nicht, eher schon verzweifelt. Die Menschen werden meist gezwungen, zu kämpfen, womöglich gibt es vorher noch schlaue Vorbereitungen durch manipulierte Nachrichten, eine indoktrinierte Bevölkerung und die Herabwürdigung jener, die sich offen gegen Kriegshandlungen stellen.
Mir wäre kein Krieg lieber und noch lieber wäre mir, wenn die einzige Waffengattung der Fussball wäre (damit lässt sich ja auch Geld machen, und der Kampf geht ab und zu auch Mann gegen Mann).
Welche Ideale? Denkst du im Ernst, ein junger Mann, der vielleicht grade in den Beruf eingestiegen ist oder mit einem Studium begonnen hat, sieht irgendein Ideal darin, einen oder mehrere Unbekannte zu ermorden oder selbst verkrüppelt zu werden, nur um etwas zu verteidigen, das ohne macht- und geldgierige gockelhafte Politiker, die sich von der Waffenindustrie an der Nase herumführen lassen, gar nicht verteidigt werden müsste.
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29.08.2013, 00:42Inaktiver User
AW: Syrien
Um Letzteres zu durchschauen, muß man sowieso älter sein. Wenn man es überhaupt durchschaut.
Nein, gewöhnlich werden junge Männer die Ideale ihrer Eltern verteidigen, oder ihres Glaubens.
Sollten sie sich mit den gegenüberliegenden Schützengrabenteilnehmern solidarisieren wollen, müßten sie desertieren. Sie werden aber nicht auf die Idee kommen, Massenvernichtungswaffen einzusetzen.
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29.08.2013, 00:45Inaktiver User
AW: Syrien
Natürlich werden die Leute gezwungen, zu kämpfen - wenn sie erst einmal in der kämpfenden Truppe sind, sowieso. Die Nachrichten sind auf beiden Seiten manipuliert, soweit können die meisten auch denken.
Wie sich der einzelne dann schlägt ... ist entweder heroisch oder eben ... Pech gehabt.
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29.08.2013, 02:05Inaktiver User
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29.08.2013, 08:42Inaktiver User
AW: Syrien
Dieses Gemetzel in Syrien läuft nun schon zwei Jahre. Dabei gibt es Kriegsverbrechen auf beiden Seiten und es ist klar, dass vom Verlierer nicht viel übrig bleiben wird. Assad wird von der Hisbollah und dem Iran aktiv unterstützt. Die andere Seite von al-Quaida und Saudi-Arabien.
In Syrien ist es unstrittig, dass es da C-Waffen gibt. Es gab vorher Gerüchte, dass schon mal C-Waffen im Konflikt eingesetzt wurden, doch da waren es nur Gerüchte. Aber auch diesmal einfach mal ignorieren, den wie der Irak gezeigt hat gibt es C-Waffen gar nicht.
Das Problem ist viel mehr, dass man wissen sollte, was man für ein Kriegsziel man hat, bevor man kriegerisch in ein Konflikt eingreift. Das ist hier nicht der Fall und keine der Seiten ist es wert unterstützt zu werden. Die syrische Bevölkerung wird seit 2 Jahren ignoriert und was man von ihr hält sieht man in Berlin-Hellersdorf.
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29.08.2013, 08:47
AW: Syrien
Die jungen Leute in Syrien wollen wie die jungen Leute überall auf der Welt ein normales Leben führen:
arbeiten, evtl. heiraten, eine Fanilie haben und ernähren können und in Sicherheit leben.
Nicht mehr und nicht weniger.
Der Krieg zwingt sie dazu, sich zu positionieren. Die allerwenigsten waren vor dem Konflikt erpicht darauf, eine Waffe in die Hand zu nehmen und die eigene Zukunft aufs Spiel zu setzen.Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten.....
„Denn keine Begeisterung sollte größer sein als die nüchterne Leidenschaft zur praktischen Vernunft.“ (Abschiedsrede von Helmut Schmidt im Bundestag am 10. September 1986)
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29.08.2013, 08:53
AW: Syrien
Die Zeit der Ritterspiele ist schon längst vorbei und diese Romantisierung passt maximal noch in den Boxring.
Krieg, Soladat gegen Soldat, scheint ein sehr normales Vorgehen zu sein. Ich finde auch das nicht mehr zeitgemäß, egal mit welchen Waffen. Vielleicht könnte man da mal in den Köpfen ansetzen im 21.Jahrhundert.
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29.08.2013, 08:58Inaktiver User
AW: Syrien
Doch, kann sie.
Gerade als Frau.
Es sind Frauen, die ihre Männer, Söhne, Väter verlieren...oder sie nach einem Krieg körperlich und seelisch verkrüppelt zurück bekommen. Es sind Frauen, die in Kriegen massenhaft vergewaltigt werden.
Es sind übrig bleibende Frauen, die als Trümmerfrauen die Überreste von Kriegsschauplätzen aufräumen...
Deine Einstellung ist arrogant, unpassend und diskriminierend.
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29.08.2013, 11:30
AW: Syrien
Ohne Frauen hätte es nie Soldaten gegeben...
Von Elisabeth I. ist überliefert, dass sie Kriege verabscheute. Nicht aus Idealismus, sondern wegen der enormen Verschwendung. Tja, weibliches Ideal.^^
Ziemlich ruhig heute an der westlichen Säbelrasselfront, GsD.*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
Arnulf Rating



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