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    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für den Anleger bleibt jedenfalls unter dem Strich ein Minus, denn selbst wenn er in einem gemischten Portfolio einen Teil in Aktien anlegt, muss er ja Kursgewinne und Dividenden entsprechend hoch versteuern, so dass er den Substanzverlust bei den festverzinslichen (niedrig verzinsten) Papieren kaum ausgleichen wird. Außerdem sind insbesondere in Deutschland höher rentable Anlagen als Zockerei verpönt. Die meisten Leute haben braves Festgeld mit 1,x% Verzinsung oder Lebensversicherungen mit 2,5% Garantiezins.
    Die "Meisten" werden wohl kaum jetzt ihr ganzes Vermögen neu anlegen, sondern werden auch Anlagen aus früheren Zinsphasen haben. Es ist nicht Aufgabe des Steuergesetzgebers für eine garantierte Nettokapitalrendite zu sorgen und die Zinspolitik der EZB im Sinne der Kapitaleigner zu konterkarieren.

    Es ist aber seine Aufgabe Steuergerechtigkeit herzustellen, und da darf es einfach nicht sein, dass der eine, der nur nix tut und nur von den Zinsen lebt auf sein Einkommen einen viel geringeren Steuersatz zahlt als derjenige der sich den ganzen Tag krumm macht.

    Das ändert ethisch auch

  2. Inaktiver User

    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Mir persönlich ist das eigentlich relativ egal. Also ich breche nicht in Jubel aus, aber den Untergang des Abendlandes sehe ich da auch nicht. Und das würde ich übrigens genauso sehen, wenn ich in der genannten Einkommensklasse liegen würde.
    Es bleibt dir unbenommen derartig saftigen Steuererhöhungen gleichgültig gegenüber zu stehen.

    Hauptsache, jeder weiß, was er da ankreuzt, falls er Rot/Grün ankreuzt.
    Rechnen muss dann jeder für sich selber.

    .

  3. gesperrt

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    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    im Posting nachgereicht
    Ich bin nicht geübt im steuerlichen Rechnen bei Angestellten...aber da scheint meiner Nase nach etwas zu fehlen, bei der Rechnung. Vor allen Dingen das Ding mit den zwei oder später von dir erwähnten 4 Kindern kann so nicht stimmen.

    Die Rechnung gilt, soweit ich das verstanden habe, nur bei einem Ehepaar, das klassisch lebt nach Ehegattensplitting: sie verdient geringfügig dazu.

    Wenn beide gleich viel verdienen greift das Beispiel nicht, soweit ich das verstanden habe, weil das Ehegattensplitting mit reformiert werden soll.

  4. Inaktiver User

    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Die "Meisten" werden wohl kaum jetzt ihr ganzes Vermögen neu anlegen, sondern werden auch Anlagen aus früheren Zinsphasen haben. Es ist nicht Aufgabe des Steuergesetzgebers für eine garantierte Nettokapitalrendite zu sorgen und die Zinspolitik der EZB im Sinne der Kapitaleigner zu konterkarieren.
    Es ist nicht von einer garantierten Nettokapitalrendite die Rede, sondern von einer Zinspolitik und Steuerpolitik, die die Aufforderung an Bürger, sich privat für das Alter abzusichern, konterkariert.

    Es ist aber seine Aufgabe Steuergerechtigkeit herzustellen, und da darf es einfach nicht sein, dass der eine, der nur nix tut und nur von den Zinsen lebt auf sein Einkommen einen viel geringeren Steuersatz zahlt als derjenige der sich den ganzen Tag krumm macht.
    Hast du dir schon ausgerechnet, wieviel Kapital jemand haben müsste, um von seinen Zinsen zu leben? Kaum jemand ist dazu in der Lage. Das ist doch Klassenkampf-Gedöns.

  5. Inaktiver User

    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht geübt im steuerlichen Rechnen bei Angestellten...aber da scheint meiner Nase nach etwas zu fehlen, bei der Rechnung. Vor allen Dingen das Ding mit den zwei oder später von dir erwähnten 4 Kindern kann so nicht stimmen.
    Da sind keine 4 Kinder erwähnt, sondern 2. Das ergibt eine 4-köpfige Familie.

  6. gesperrt

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    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

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  7. Inaktiver User

    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
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  8. Inaktiver User

    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Die Steuerpläne der Grünen sind eine Kampfansage an die Mittelschicht in Deutschland.
    Mit den geplanten Erhöhungen im Einkommensteuertarif werden mittlere Einkommen deutlich stärker belastet. Es werden aber auch kleine Einkommen gebeutelt, insbesondere wenn es um Ehen geht, in denen die Eheleute unterschiedliche Einkommen erzielen. Diese Ehepaare müssen unter den Grünen alle deutlich mehr Steuern zahlen.
    (...)
    Abgesehen von der Einkommensteuer wird die Steuerpolitik der Grünen aber auch negative Konsequenzen auf dem Arbeitsmarkt haben. Beispielsweise wird die geplante Substanzbesteuerung in Form einer Vermögensabgabe und auch einer Vermögensteuer gerade bei mittelständischen Unternehmen, die das wirtschaftlichen Rückgrat in Deutschland sind, Arbeitskräfte kosten. Erste Beispielrechnungen machen das Ausmaß deutlich. (...)

    Anders als die SPD gehen die Grünen aber etwas ehrlicher mit ihren Steuerplänen um. Ihnen ist auch bewusst, was sie da vorschlagen. Deshalb haben die „Realos“ leider vergeblich versucht, die Pläne etwas abzumildern. Sie wissen nämlich, dass die Schraube bei der Belastung sowohl bei Unternehmen als auch bei Arbeitnehmern eindeutig überdreht wird. (...)

    Übrigens ist es sehr interessant, dass weder Grüne noch SPD irgendwo sparen wollen. In Verbindung mit der Vermögensabgabe redet die Grünenspitze zwar noch von Schuldenabbau, aber ansonsten feiern die möglichen Koalitionäre eine heftige Ausgabenparty. Auch vor dem Hintergrund der europäischen Krise ist diese Wirtschafts- und Finanzpolitik kein Lichtblick.



    Quelle: "Kampfansage an die Mittelschicht", Handelsblatt
    .
    Geändert von Inaktiver User (29.04.2013 um 20:10 Uhr)

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    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
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    ..und dort ergab sich der Eindruck der Meinungsmache wegen des geänderten Ehegattensplittings.

    50% Eltern sind nicht verheiratet.
    40% der vom Ehegattensplittings bevorteilten Ehepartner haben keine Kinder.
    Daher ist das Beispiel merkwürdig. Es müffelt in irgendeiner Ecke.

    Ich hätte mal gern ein Singlebeispiel bzw. eins von einem Single Elternteil, das z.B. so viel verdient.

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    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    .. Es werden aber auch kleine Einkommen gebeutelt, insbesondere wenn es um Ehen geht, in denen die Eheleute unterschiedliche Einkommen erzielen.[/B] Diese Ehepaare müssen unter den Grünen alle deutlich mehr Steuern zahlen. ..
    Die Eheleute wurden aber Jahrzehnte vom Staat subventioniert. Einen Teil dieser Subvention will man mit dem Vorschlag der Grünen nun zurück nehmen. Angesichts heutiger gesellschaftlicher Verhältnisse eine notwendige Korrektur alter überkommender Gesetze, die der Lebenswirklichkeit derer, die evtl.. vom Staat gefördert werden sollten, nicht länger entspricht.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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