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    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich persönlich habe mit einer höheren Erbschaftssteuer auch kein Problem; aber die Betroffenen werden das anders sehen. Vor allem was die Unternehmen betrifft, scheint mir eine sachgerechte Lösung nicht gerade einfach.
    Man muss es nicht allen Recht machen.



    Was hier noch gar nicht erwähnt wurde: die Mehreinnahmen sollen vor allen Dingen für den Kindergartenausbau und Bildung ausgegeben werden, abgesehen davon, dass generell ohne jegliche Änderungen von den anderen Parteien keinerlei Vorschläge auf dem Tisch liegen, wie man die kommende Situation überhaupt lösen möchte. Es fehlt nämlich Geld.

    Da die angeblichen Familiensteuererleichterungen massiv in die Kritik geraten sind, da sie nur Ehen Steuern sparen, Gewinne aber nicht bei den Kindern ankommen, finde ich vor allen Dingen diese Umverteilung sehr gut. Klar werden da einige aufheulen. Aber warum auch nicht.

    Wenn sie Kinder haben, fließt das Geld automatisch an sie zurück.
    Wenn nicht, nun....dann müssen sie eben Kinder machen


    Zur These der Mittelstand sei der Motor der Gesellschaft: Entschuldigt bitte mal, der Mittelstand kann Motor sein wie er will, wenn das Autochen keinerlei Nachwuchs hat heult der Motor nur sang und klanglos in der Gegend herum und niemanden kümmert es ...Man muss beide bedenken: Mittelstand und Nachwuchs. (bei letztem hatten wir ein ziemliches Problem wenn ich nicht irre, das zu 0,0 angepackt wurde).
    Geändert von _Farmelli (01.05.2013 um 13:16 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Was hier noch gar nicht erwähnt wurde: die Mehreinnahmen sollen vor allen Dingen für den Kindergartenausbau und Bildung ausgegeben werden.
    Erstaunlich, dass du das glaubst.
    Ist das nicht das, was regelmäßig versprochen wird, wenn man Steuererhöhungen begründet?
    Wenn auch nur die Hälfte dessen, was angeblich für Bildung und Kitas gedacht war, dafür wirklich ausgegeben worden wäre, müßten wir diesbezüglich die Skandinavier locker toppen können.

    Außerdem sollte man sich die Rollenverteilung von Bund und Ländern vor Augen führen.
    Für diese Dinge ist nämlich der Bund schlichtweg nicht zuständig. Er darf es gar nicht finanzieren.
    Und ob aus Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer (Ländersteuern) unter Berücksichtigung der für die Erhebung anfallenden Zusatzkosten tatsächlich so viel hängen bleibt, ist sehr die Frage. Der Ministerpräsident von BW hat da große Zweifel.

    Klingt aber gut.
    Das ist so ähnlich wie mit der Internetkontrolle und der Datensammelwut der Sicherheitsbehörden: mit den Schlagworten Terrorabwehr und Kinderpornografie kann man alles verkaufen.

    Da die angeblichen Familiensteuererleichterungen massiv in die Kritik geraten sind, da sie nur Ehen Steuern sparen, Gewinne aber nicht bei den Kindern ankommen, finde ich vor allen Dingen diese Umverteilung sehr gut. Klar werden da einige aufheulen. Aber warum auch nicht.
    Zum Beispiel deshalb nicht, weil den zahlreichen Verpflichtungen aus einer Ehe gern auch ein paar Vorteile als Gegengewicht gegenübergestellt sein dürfen, oder anders ausgedrückt: weil die Ehe eine Erwerbsgemeinschaft ist.

    Zum Beispiel deshalb nicht, weil das Abschmelzen des Ehegattensplittings auch sehr vielen Familien Geld entzieht und ein Familiensplitting aus Kostengründen in weiter Ferne liegt.

    Und auch deshalb nicht, weil die Ehe verfassungsrechtlichen Schutz genießt, ob das einem Single mit lockeren Beziehungen nun passt oder nicht.
    Geändert von Inaktiver User (01.05.2013 um 16:12 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Und was ist mit den Kindern der "Singles mit [und auch ohne] lockeren Beziehungen"?


    Jedenfalls wollen die Grünen statt Betreuungsgeld (= Frauen zurück an den Herd!) zu zahlen (mit dem Alleinerziehende wenig anfangen können) besser den Anspruch auf Betreuungsplätze weiter ausbauen:

    Die Grünen wollen das Betreuungsgeld abschaffen und den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ausbauen. So soll es einen Anspruch auf eine ganztägige Betreuung und den bedarfsgerechten Ausbau der Ganztagsbetreuung in allen Altersgruppen geben. Außerdem wollen die Grünen "in der nächsten Legislaturperiode den Einstieg in eine Kindergrundsicherung schaffen", in der "perspektivisch Kinderregelsätze, Kinderzuschlag sowie die steuerlichen Kinderfreibeträge" vollständig aufgehen sollen. Jedes Kind soll so, unabhängig vom Einkommen seiner Familie, die gleiche finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten.

    Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen 2013

  4. Inaktiver User

    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und was ist mit den Kindern der "Singles mit lockeren Beziehungen"?
    Was soll mit ihnen sein? Diesbezügliche Entlastungen sind meines Wissens nicht geplant.

    Im übrigen ist es abwegig, diese Kinder als Argument gegen den verfassungsrechtlichen Schutz der Ehe ins Feld zu führen.


    Jedenfalls wollen die Grünen statt Betreuungsgeld (= Frauen zurück an den Herd!) zu zahlen (mit dem Alleinerziehende wenig anfangen können) besser den Anspruch auf Betreuungsplätze weiter ausbauen:
    Dazu habe ich soeben Stellung bezogen.
    Geändert von Inaktiver User (01.05.2013 um 16:15 Uhr)

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    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du hast mich falsch verstanden.
    Natürlich ist Vermögensaufbau aus den Kapitalerträgen heraus bei einigermaßen konservativer Anlage nicht möglich - so wie auch das bequeme Leben von Kapitalerträgen unrealistisch ist, wenn man nicht gerade zur Familie Quandt gehört.
    Aber es wäre wirklich "nett", wenn nicht auch noch auf die Kapitalentwertung durch Minizinsen unterhalb der Inflationsrate die Kapitalertragssteuer aufgesattelt werden würde. Denn schließlich dienen Kapitalerträge in der Praxis zur Abmilderung genau dieses Substanzverlustes bei.
    Ach, noch vor kurzem hat man auch bei konservativer Geldanlage 4% Zinsen nach Steuer bekommen, machte beispielhaft bei 2 Mio schon 80 000 im Jahr. Das war doch eine ordentliche Rente, und mit Sphären der Super Super Super Reichen, hatte das Garnichts zu tun. Eher mit Haushaltsvermögen aus einem Leben im oberen Mittelstandes bei Renteneintritt, bei dem man dann aber zu den obersten Vermögensprozenten gehörte.

    Heute bekommt man keine Rendite und muss das Vermögen verbrauchen. Wenn man also weiterhin die 80 000 verbraucht und noch zusätzlich 15 000 auf die zweite Mio zahlt, dann ist diese nach 10 Jahren futsch, nach 20 Jahren ist man pleite (so die Zinsverhältnisse so bleiben würden).
    Geändert von Ahab (01.05.2013 um 14:05 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Ich halte die Erweiterung des Rechtsanspruches auf Betreuungsplätze für wesentlich besser als das Betreuungsgeld.

  7. Inaktiver User

    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was soll mit denen sein? Diesbezügliche Entlastung sind meines Wissens nicht geplant.
    Jedes Kind soll so, unabhängig vom Einkommen seiner Familie, die gleiche finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten verstehe ich so.

  8. gesperrt

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    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich halte die Erweiterung des Rechtsanspruches auf Betreuungsplätze für wesentlich besser als das Betreuungsgeld.
    Allein die überhaupt mögliche Durchsetzung des Rechtsanspruches reicht mir und so einigen anderen völlig. Mir kommt es so vor als reden die da oben von irgendwelchen abstrakten Strategien, was das angeht. Interessiert keinen Mensch.

    Für die meisten ist es ein handfestes Problem. Und zwar nicht irgendwann: sondern jetzt. Was nutzen 160€ eingespart bei der Steuer, wenn man ein paar hundert Euro pro Monat für Tagesmütter ausgeben muss um seinen Job nicht an den Nagel hängen zu müssen und dann später neu suchen muss, nur gesetzt des Falles, dass man überhaupt von einem Gehalt ein Familie halten kann?
    Geändert von _Farmelli (01.05.2013 um 14:21 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zum Beispiel deshalb nicht, weil den zahlreichen Verpflichtungen aus einer Ehe gern auch ein paar Vorteile als Gegengewicht gegenübergestellt sein dürfen, oder anders ausgedrückt: weil die Ehe eine Erwerbsgemeinschaft ist.

    Zum Beispiel deshalb nicht, weil das Abschmelzen des Ehegattensplittings auch sehr vielen Familien Geld entzieht und ein Familiensplitting aus Kostengründen in weiter Ferne liegt.

    Und auch deshalb nicht, weil die Ehe verfassungsrechtlichen Schutz genießt, ob das einem Single mit lockeren Beziehungen nun passt oder nicht.
    Es wird ja immer davon gesprochen, dass die Ehe verfassungsrechtlich geschützt ist, aber im Grundgesetz steht doch nirgends, dass das über das Ehegattensplitting mit einem Betrag X zu lösen ist.

  10. Inaktiver User

    AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Allein die überhaupt mögliche Durchsetzung des Rechtsanspruches reicht mir und so einigen anderen völlig. Mir kommt es so vor als reden die da oben von irgendwelchen abstrakten Strategien, was das angeht. Interessiert keinen Mensch.

    Für die meisten ist es ein handfestes Problem. Und zwar nicht irgendwann: sondern jetzt. Was nutzen 160€ eingespart bei der Steuer, wenn man ein paar hundert Euro pro Monat für Tagesmütter ausgeben muss um seinen Job nicht an den Nagel hängen zu müssen und dann später neu suchen muss, nur gesetzt des Falles, dass man überhaupt von einem Gehalt ein Familie halten kann?
    Natürlich ist das jetzt ein Poblem.
    Aber nicht nur für Eltern mit Kindern im Kita-Alter, dieses Problem hört nicht plötzlich auf, wenn Kinder 4 Jahre alt werden.
    So gesehen ist auch eine Erweiterung des Rechstanspruchs wichtig.

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