Man muss es nicht allen Recht machen.
Was hier noch gar nicht erwähnt wurde: die Mehreinnahmen sollen vor allen Dingen für den Kindergartenausbau und Bildung ausgegeben werden, abgesehen davon, dass generell ohne jegliche Änderungen von den anderen Parteien keinerlei Vorschläge auf dem Tisch liegen, wie man die kommende Situation überhaupt lösen möchte. Es fehlt nämlich Geld.
Da die angeblichen Familiensteuererleichterungen massiv in die Kritik geraten sind, da sie nur Ehen Steuern sparen, Gewinne aber nicht bei den Kindern ankommen, finde ich vor allen Dingen diese Umverteilung sehr gut. Klar werden da einige aufheulen. Aber warum auch nicht.
Wenn sie Kinder haben, fließt das Geld automatisch an sie zurück.
Wenn nicht, nun....dann müssen sie eben Kinder machen
Zur These der Mittelstand sei der Motor der Gesellschaft: Entschuldigt bitte mal, der Mittelstand kann Motor sein wie er will, wenn das Autochen keinerlei Nachwuchs hat heult der Motor nur sang und klanglos in der Gegend herum und niemanden kümmert es ...Man muss beide bedenken: Mittelstand und Nachwuchs. (bei letztem hatten wir ein ziemliches Problem wenn ich nicht irre, das zu 0,0 angepackt wurde).
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01.05.2013, 13:11
AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN
Geändert von _Farmelli (01.05.2013 um 13:16 Uhr)
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01.05.2013, 13:26Inaktiver User
AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN
Erstaunlich, dass du das glaubst.
Ist das nicht das, was regelmäßig versprochen wird, wenn man Steuererhöhungen begründet?
Wenn auch nur die Hälfte dessen, was angeblich für Bildung und Kitas gedacht war, dafür wirklich ausgegeben worden wäre, müßten wir diesbezüglich die Skandinavier locker toppen können.
Außerdem sollte man sich die Rollenverteilung von Bund und Ländern vor Augen führen.
Für diese Dinge ist nämlich der Bund schlichtweg nicht zuständig. Er darf es gar nicht finanzieren.
Und ob aus Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer (Ländersteuern) unter Berücksichtigung der für die Erhebung anfallenden Zusatzkosten tatsächlich so viel hängen bleibt, ist sehr die Frage. Der Ministerpräsident von BW hat da große Zweifel.
Klingt aber gut.
Das ist so ähnlich wie mit der Internetkontrolle und der Datensammelwut der Sicherheitsbehörden: mit den Schlagworten Terrorabwehr und Kinderpornografie kann man alles verkaufen.
Zum Beispiel deshalb nicht, weil den zahlreichen Verpflichtungen aus einer Ehe gern auch ein paar Vorteile als Gegengewicht gegenübergestellt sein dürfen, oder anders ausgedrückt: weil die Ehe eine Erwerbsgemeinschaft ist.Da die angeblichen Familiensteuererleichterungen massiv in die Kritik geraten sind, da sie nur Ehen Steuern sparen, Gewinne aber nicht bei den Kindern ankommen, finde ich vor allen Dingen diese Umverteilung sehr gut. Klar werden da einige aufheulen. Aber warum auch nicht.
Zum Beispiel deshalb nicht, weil das Abschmelzen des Ehegattensplittings auch sehr vielen Familien Geld entzieht und ein Familiensplitting aus Kostengründen in weiter Ferne liegt.
Und auch deshalb nicht, weil die Ehe verfassungsrechtlichen Schutz genießt, ob das einem Single mit lockeren Beziehungen nun passt oder nicht.Geändert von Inaktiver User (01.05.2013 um 16:12 Uhr)
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01.05.2013, 13:49Inaktiver User
AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN
Und was ist mit den Kindern der "Singles mit [und auch ohne] lockeren Beziehungen"?
Jedenfalls wollen die Grünen statt Betreuungsgeld (= Frauen zurück an den Herd!) zu zahlen (mit dem Alleinerziehende wenig anfangen können) besser den Anspruch auf Betreuungsplätze weiter ausbauen:
Die Grünen wollen das Betreuungsgeld abschaffen und den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ausbauen. So soll es einen Anspruch auf eine ganztägige Betreuung und den bedarfsgerechten Ausbau der Ganztagsbetreuung in allen Altersgruppen geben. Außerdem wollen die Grünen "in der nächsten Legislaturperiode den Einstieg in eine Kindergrundsicherung schaffen", in der "perspektivisch Kinderregelsätze, Kinderzuschlag sowie die steuerlichen Kinderfreibeträge" vollständig aufgehen sollen. Jedes Kind soll so, unabhängig vom Einkommen seiner Familie, die gleiche finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten.
Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen 2013
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01.05.2013, 13:52Inaktiver User
AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN
Was soll mit ihnen sein? Diesbezügliche Entlastungen sind meines Wissens nicht geplant.
Im übrigen ist es abwegig, diese Kinder als Argument gegen den verfassungsrechtlichen Schutz der Ehe ins Feld zu führen.
Dazu habe ich soeben Stellung bezogen.Jedenfalls wollen die Grünen statt Betreuungsgeld (= Frauen zurück an den Herd!) zu zahlen (mit dem Alleinerziehende wenig anfangen können) besser den Anspruch auf Betreuungsplätze weiter ausbauen:Geändert von Inaktiver User (01.05.2013 um 16:15 Uhr)
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01.05.2013, 14:00
AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN
Ach, noch vor kurzem hat man auch bei konservativer Geldanlage 4% Zinsen nach Steuer bekommen, machte beispielhaft bei 2 Mio schon 80 000 im Jahr. Das war doch eine ordentliche Rente, und mit Sphären der Super Super Super Reichen, hatte das Garnichts zu tun. Eher mit Haushaltsvermögen aus einem Leben im oberen Mittelstandes bei Renteneintritt, bei dem man dann aber zu den obersten Vermögensprozenten gehörte.
Heute bekommt man keine Rendite und muss das Vermögen verbrauchen. Wenn man also weiterhin die 80 000 verbraucht und noch zusätzlich 15 000 auf die zweite Mio zahlt, dann ist diese nach 10 Jahren futsch, nach 20 Jahren ist man pleite (so die Zinsverhältnisse so bleiben würden).Geändert von Ahab (01.05.2013 um 14:05 Uhr)
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01.05.2013, 14:02Inaktiver User
AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN
Ich halte die Erweiterung des Rechtsanspruches auf Betreuungsplätze für wesentlich besser als das Betreuungsgeld.
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01.05.2013, 14:04Inaktiver User
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01.05.2013, 14:17
AW: Steuerbeschlüsse auf dem Parteitag der GRÜNEN
Allein die überhaupt mögliche Durchsetzung des Rechtsanspruches reicht mir und so einigen anderen völlig. Mir kommt es so vor als reden die da oben von irgendwelchen abstrakten Strategien, was das angeht. Interessiert keinen Mensch.
Für die meisten ist es ein handfestes Problem. Und zwar nicht irgendwann: sondern jetzt. Was nutzen 160€ eingespart bei der Steuer, wenn man ein paar hundert Euro pro Monat für Tagesmütter ausgeben muss um seinen Job nicht an den Nagel hängen zu müssen und dann später neu suchen muss, nur gesetzt des Falles, dass man überhaupt von einem Gehalt ein Familie halten kann?Geändert von _Farmelli (01.05.2013 um 14:21 Uhr)
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01.05.2013, 14:18
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01.05.2013, 14:27Inaktiver User




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