Achso, und die Fälle, die ich persönlich kenne, da habe ich schon Verständnis für die Reproduktionsmedizin. Und inzwischen sind viele Menschen betroffen. Ich sehe schon mal den ein oder anderen Beihilfefall, und auch die Anzahl der Versuche, das ist bitter für die Betroffenen.
Da gibt es ja auch hier den ein oder anderen Fred, nicht wahr.
Antworten
Ergebnis 31 bis 40 von 49
-
26.04.2013, 11:30
AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin
-
26.04.2013, 11:31
AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin
Ich finde, man darf schon mal fragen, inwieweit zweigeschlechtliche Bezugspersonen für die Entwicklung eines Kindes relevant sind ... neben anderem.
Und das sage ich als Freudin eines lesbischen Paares, das in Kürze ein Pflegekind aufnimmt - wovor ich ganz viel Respekt habe.
Beide finden dieses "biologischer Vater per Annonce Gesuche" übrigens ganz schrecklich (egoistisch).
Wenigstens sie können es laut sagen.
-
26.04.2013, 12:12
AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin
-
26.04.2013, 12:20Inaktiver User
AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin
Danke, Du hast verstanden, worum es geht.

Es geht ganz allein um den berechtigten Wunsch von Kindern, ihre Herkunft zu kennen und darum dass Erwachsene damit verantwortlich umgehen ... Und ihnen diesen Zugang ermöglichen.
Und zwar Menschen beiderlei Geschlechts, ob verheiratet oder nicht.
Im Gründe ist es egal, da hat Farmelli recht, ob der Empfänger homo- oder heterosexuell ist, was ich ja die ganze Zeit sage.
Es hat ganz einfach mit Verantwortung gegenüber den eigenen und geplanten Kindern zu tun und es ist meines Erachtens die Aufgabe der Gesellschaft hierfür Strukturen zu schaffen, die den Kindern diesen Schutz bieten.
Das bedeutet, so wird mir klarer, Verbot der anonymen Samenspende bei gleichzeitiger Rechtssicherheit für die Spender bezüglich Unterhalt o.ae.
-
26.04.2013, 12:37
-
26.04.2013, 12:45Inaktiver User
-
26.04.2013, 13:23
AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin
Ich schreibe leider - als Momentan-Hausfrau/Mutter - nur zwischendurch mobil und fasse mich deshalb kurz:
Die Hausfrauenehe halte ich für eine aussterbende Form der Familie.
Aber egal wie wenig ein Vater körperlich präsent ist, ist es doch ein Unterschied, seinen Vater überhaupt nur zu kennen.
Und diese Komponente der) Reproduktionsmedizin, sehe ich eben auch kritisch: Anonyme Samen- bzw. Eizellenspende (und es gibt ja Länder, in denen beides legal ist
Meiner Ansicht nach missachtet das die Rechte der Kinder und das Verhalten der Eltern kann man durchaus kritisch sehen.
Nicht alles, was möglich ist, ist eben richtig.
-
26.04.2013, 17:26Inaktiver User
AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin
Liebe FriendOfAlwin,
das sehe ich genau wie Du.
Und ich finde auch das Verhalten der Ärzte, die so etwas leichtfertig anbieten.
Sicherlich wird man auch in Zukunft bei offenen Grenzen und Internetdatenbanken nicht alles kontrollieren können.
Aber dennoch müssten die Gesetze in Deutschland dazu verändert werden und darüber hinaus müsste es eine moralisch-ethische Diskussion über solche Reproduktionsformen geben.
Zumal eine gesetzlich legale Samenspende mit bestimmten Auflagen (wie Kenntnis des Samenspenders für das Kind nach einer gewissen Zeit) für viele der bessere Weg sein würde als beispielsweise eine schummerige Internet-Anzeige.
Diese Diskussion sollte man sich auch nicht von religiösen Fundamentalisten oder sonstigen Ideologen aus der Hand nehmen lassen.
Ich denke, damit würde man auch die Menschen erreichen und Ängste vor neuen Familienformen nehmen.
-
26.04.2013, 20:20
AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin
Kannst du noch mal konkret werden, was für Gesetze in Deutschland verändert werden müßten?
-
26.04.2013, 21:14Inaktiver User
AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin
Liebe Margali,
genau weiß ich das natürlich auch nicht, aber ich finde diese Forderungen der betroffenen Kinder bzw. jetzt jungen Erwachsenen ganz überzeugend:
Politische Forderungen
Im Herbst 2007 haben wir diskutiert, was wir aus unserer Sicht gerne an der Situation von Samenspenden in Deutschland ändern würden. Einigen konnten wir uns bezüglich folgender Punkte:
Für die Kinder
Verbot von anonymen Spenden
Beratungspflicht der Mutter/Eltern vor der Behandlung zum Thema Aufklärung
Zugang zu nicht-identifizierbaren Informationen über den Spender wie die medizinische Geschichte von Anfang an.
Garantierte Verfügbarkeit der Spenderdaten für das Kind ab dem 14. Lebensjahr
Aufbewahrungspflicht für die Daten für mind. 50 Jahre
Schaffung eines unabhängigen Zentralregisters für die Spenderdaten
Unterstützung eines Registers für Altfälle, bei dem sich Spender und Kinder melden können
Für die Spender
Schutz des Spenders vor Unterhaltsforderungen und Erbansprüchen des Kindes
Spender sollen nur eine Aufwandsentschädigung erhalten
Verpflichtende Beratung für Spender, damit sie wissen, dass sie durch eine Spende auch eine gewisse Verantwortung tragen
Begrenzung der Anzahl der gezeugten Kinder eines Samenspenders auf höchstens zehn
Für die Eltern
Verpflichtende Beratung vor der Samenspende, welche Probleme innerhalb der Familie eventuell auftreten könnten
Für die Kliniken
Hohe Bußgelder und Schadenersatzverpflichtung für Kliniken, welche der Registrierung der Spenderdaten nicht nachkommen
Keine Einigung konnten wir bezüglich des Punkts finden, ob Samenspenden unabhängig von dem Familienstand und sexueller Orientierung für alle Frauen zugänglich gemacht werden sollte. Einige von uns würden dies begrüßen, weil auch homosexuelle Paare und alleinstehende Frauen genauso liebevolle Eltern sein können und sie keinen Grund sehen, Samenspenden nicht-traditionellen Lebensformen zu verweigern. Andere sehen dabei aber ein Problem darin, dass das Kind ohne männliche Bezugsperson aufwachsen könnte.
Quelle:
Politische Forderungen | Spenderkinder.de
Ich finde es sehr beeinduckend, dass diese Betroffenen derart sachlich ihre Wünsche und Forderungen formulieren.
Auch ansonsten ist die Seite sehr gut gemacht, reflektiert die Situation der Betroffenen aber versucht auch die Beweggründe der Eltern/Mütter nachzuvollziehen.
Man kann wirklich nachvollziehen, dass eine Samenspende nicht "mal so eben" den Kinderwunsch löst, sondern auch viele Fragen in Familien bringt.
Ich möchte hier auch nicht Samenspende als ideales Modell propagieren.
Aber ich denke, wenn jemand auf diese Mittel zurückgreift, dann sollte es zumindest in gewissen Rahmenbedingungen passieren, die dem Kind die Herkunft nicht verschließen und anderes.Geändert von Inaktiver User (27.04.2013 um 10:17 Uhr) Grund: Eine Direktverlinkung zur selben Quelle reicht


Zitieren
