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    AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich meine mit Reproduktionsmedizin in dieser Diskussion die Befruchtung mit Fremdsperma und Fremdeizellen.
    Natürlich nicht die mit eigenem Sperma und Eizelle, wie sie viele heterosexuelle Paare praktizieren.

    Soweit ich es gelesen habe stammt der Samen von dem homosexuellen Pärchen der SZ Titelgeschichte. Insofern unterscheidet es sich nicht von einem heterosexuellen Pärchen bei dem entweder die Frau oder der Mann nicht "zeugungs/gebärfähig" ist. Denn auch da wird ein Teil jeweils von jemand anderem dazugesteuert.

    Wenn Du es wirklich nicht verstehst, kann ich Dir nicht weiter helfen.
    Ich verstehe deine Besorgnis um das Recht der Kinder und stimme mit dir vollkommen überein
    Ich verstehe nur nicht das Alleinstellungsmerkmal der "Homo"ehe in dem Bezug, da du zu 2/3 Artikel verlinkt hast die genau diesen Bezug haben und da du es ebenso häufig erwähnst.

    Es geht darum, dass sich die Familie und die Gesellschaft verändert, wenn der Normallfall nicht mehr ist, dass der biologische Vater und die biologische Mutter - in welcher Weise auch immer - Verantwortung für Kinder übernehmen.
    Da kann ich folgen!

    Da finde ich den Versuch der Spenderkinder Rahmenbedingungen einzufordern und zu formulieren ziemlich großartig.
    Ich auch

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    AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hast Du Dich mal mit dem Thema auseinander gesetzt? Ich habe nicht den Eindruck.
    Was das mit Religion zu tun hat, sehe ich nicht.

    Das hat mit ganz anderen Dingen zu - mit Identität, mit Bindung, mit der Mutterrolle, der Vaterrolle und deren Bedeutung für jedes Kind.
    Es ist nochmal etwas ganz anderes, wenn sich eine Lesbe und ein Schwuler zusammen tun und gemeinsam die Verantwortung für ein gemeinsames Kind übernehmen. Das kann meines Erachtens eine sehr verantwortliche Entscheidung.

    Alles andere ist sehr wohl hinterfragenswert und kritikwuerdig.
    Für Dich ist das anscheinend in einem hingeworfenen Halbsatz geklärt.
    Das unterscheidet uns dann.
    Alysee: genau so sehe ich das auch
    Ich bin nicht per se gegen Reproduktionsmedizin-obwohl ich das Wort an sich schon
    gruselig finde.
    Aber dieses "Kindermachen"- koste es was es wolle und egal was für eventuelle seelische und sonstige Leiden eventuell später für das Kind mit sich bringt -ist furchtbar.
    Bei manchen hat man das Gefühl, wenn sonst schon alles da ist,fehlt eben irgendwann noch das zum Lifestyle passende Kind.Notfalls kann man ja später auch die Betreuung outsourcen,wenn es dann doch anstrengend werden sollte.....
    Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
    kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
    wir waren

    Aharon Appelfeld

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    AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin

    Ich find's total bigott Schwule und Lesben mit Kinderwunsch für das Zerfallen des traditionellen Familienbildes verantwortlich machen zu wollen. Wer sein traditionelles Familienbild leben will kann das trotzdem tun, das wird dadurch nicht in Frage gestellt. Ebenso wenig wie durch steuerliche Gleichbehandlung.

    Alternative Familienkonzepte haben auch ohne Reproduktionsmedizin für Homosexuelle einen grossen Anteil am realen Familienleben: Einelternfamilien, Adoption, Stiefeltern, Pflegefamilien, Patchwork etc., was man dann alles mit den gleichen Argumenten verbieten müsste.

    Besonders dämlich wird's dann, wenn der Kinderwunsch der konservativen Frau zur Erfüllung ihres Familienbild als automatisch positiv fürs Kind angesehen wird, und der Kinderwunsch aller anderen als Lifestyleaccessoire verurteilt wird. Genauso gut könnte man das ja auch umgekehrt sehen: wer soviel tun muss und in Kauf nehmen, um ein Kind zu bekommen, der will es ganz bestimmt. Die konservative Frau hingegen bekommt die Kinder evtl. nur weil sie zu ihrem Lebensbild dazugehören oder aus Zwängen von Familie und Weltbild.

    Letztlich ist doch der Glaube, man könne Kinderwunsch aufgrund von sozialer Zugehörigkeit moralisch einordnen total Gaga, vermutlich ist es in jedem Falle vor allem Ausdruck des Fortpflanzungstriebes.

    Misshandelte und ungeliebte Kinder kommen auf jeden Fall in konservativen und traditionellen Elternhäusern vor. Kinder von Homosexuellen sind schon mal auf jedenfall Wunschkinder, das sind recht gute Voraussetzungen für eine gelungene Kindheit, besser vermutlich als wenn Kinder als traditionelles "Muss" geboren werden.

  4. Moderation

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    AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin

    Ich stelle mir gerade vor, es könnte tatsächlich verboten werden, nur weil die Leute mit Kinderwunsch nicht der üblichen Vorstellung von "Familie" entsprechen. In einer solchen Umwelt wollte ich nicht leben.
    *
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  5. Inaktiver User

    AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Alternative Familienkonzepte haben auch ohne Reproduktionsmedizin für Homosexuelle einen grossen Anteil am realen Familienleben: Einelternfamilien, Adoption, Stiefeltern, Pflegefamilien, Patchwork etc., was man dann alles mit den gleichen Argumenten verbieten müsste.
    Hallo Ahab,

    darum geht es mir überhaupt nicht.
    Ich finde alternative Familienmodelle gehören zu unserer Gesellschaft dazu.

    Aber es zeigt sich, dass die Bindung an die biologischen Eltern eine sehr große Rolle spielt. Das wird in allen den von Dir genannten Konzepten (außer der Adoption) gepflegt und respektiert.

    Nur in der Reproduktionsmedizin bisher kaum.

    Es geht doch darum ethische Grenzen zu definieren, die die Kinder im Mittelpunkt haben.
    Viele Schwule und Lesben finden Modelle, in denen die Vater- und Mutterrolle respektiert werden (s. gemeinsame Kinder von Schwulen- und Lesbenpaaren).

    Bei anderen Modellen von Heteros oder Homos ist der Samenspender unbekannt.
    Das birgt ziemlich viele Gefahren für alle Beteiligten und es ist eine Gesetzeslücke da, weil niemand sich mit dem Thema befasst.

    Ich gebe zu, der Artikel im SZ-Magazin hat mir Angst gemacht - in diesem Fall wurden in meinen Augen moralische Grenzen überschritten - und diese Familie wird in dem Artikel als Ideal dargestellt. Das kann ich einfach nicht sehen in einem Fall in dem das Kind nicht mal zum Stillen bei der Leihmutter bleiben darf. Da habe ich gedacht - wenn das die Folge der Homo-Ehe ist, dann bitte nicht.

    Es gibt aber genau so Fälle von Heteros, die so etwas machen s. der Fußballer Ronaldo, der ein Kind von einer Leihmutter bekommen hat. Elton John, Sarah Jessica Parker.
    Eine weitere Frage ist, ob es besser ist, dass wenigstens eine "Ersatzmutter" für das Kind da ist, also eine Frau, oder eben "nur" ein Mann sich um das ganz winzige Baby kümmert.
    Gut kann ich es aber auch nicht finden, wenn eine Frau wie Sarah Jessica Parker eine Leihmutter nutzt, vielleicht hat sie ja auch ihre eigene Eizelle genutzt und das Kind wäre biologisch ihres.

    Das ansonsten hier Frauen ihren Körper (und ihr Kind) "freiwillig" verkaufen macht die Sache in meinen Augen nicht besser.

    Das darf man kritisieren und hat nichts damit zu tun, dass man gegen Homos ist.
    Ich gehe auch mal davon aus, dass der sehr viele Schwule und Lesben das ebenfalls ablehnen würden.

    Hast Du Dir mal die Seite der Spenderkinder angesehen?

    Ich finde die Fragen wichtig:
    Wie weit geht man und hat jeder ein "Recht" auf ein Kind?

  6. gesperrt

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    AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Viele Schwule und Lesben finden Modelle, in denen die Vater- und Mutterrolle respektiert werden (s. gemeinsame Kinder von Schwulen- und Lesbenpaaren).

    Was hat das Familienbild mit den paar tausend Homosexuellen zu tun?
    Was hat die Singlefrau mit Kinderwunsch mit den religiös orientierten Protesten gegen die Homoehe zu tun?

    Es gibt aber genau so Fälle von Heteros, die so etwas machen s. der Fußballer Ronaldo, der ein Kind von einer Leihmutter bekommen hat. Elton John, Sarah Jessica Parker.
    Weitaus mehr heterosexuelle benutzen Samenspenden und Leihmütter. Wie gesagt die 100.000 aus deinem Link müssen von heterosexuellen Paaren "gewollt" worden sein, da es in Deutschland nicht erlaubt ist für homosexuelle Paare.

    Klär bitte den Bezug zur Homosexualität auf.
    Geändert von _Farmelli (25.04.2013 um 19:02 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Klär bitte den Bezug zur Homosexualität auf.


    Ich habe glaube ich schon 100.000 Beispiel genannt, in denen ich Heteros kritisiere.
    Genau wie Homosexuelle.

    Schade, dass Du auf die grundlegende Frage nach guten Rahmenbedingungen für Kinder in diesen Konstellationen nicht eingehen willst.
    Auch nicht darauf, wie Menschen damit umgehen, die einen Kinderwunsch haben und ihn nicht mit einem Partner erfüllen können, die aber sowohl den Eltern wie auch den Kindern gerecht wird.

    Für mich ist die grundlegende Frage:
    Gibt es ein Recht auf ein Kind?

    Oder ist es eher so: Kinder haben Rechte.

    Für Homosexuelle mit Kinderwunsch wird die Frage nach dem "Wie" immer essentiell bleiben.
    Nur wenn man darüber reden darf, wird man Rahmenbedingungen finden, die allen gerecht werden.

  8. gesperrt

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    AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin

    Schade, dass Du auf die grundlegende Frage nach guten Rahmenbedingungen für Kinder in diesen Konstellationen nicht eingehen willst.
    Da sie Wunschkinder sind haben sie es mit Sicherheit besser als so manches Kind in der absolut unguten Verteilung Hausfrau/Ernährervater, der nie da ist.

    Leider ist das in Westdeutschland immer noch das vorherrschende Model, inkl. 6 Mio alleinerziehende.
    Ich sehe keinerlei Bezug auf Homosexuelle.

    Für Homosexuelle mit Kinderwunsch wird die Frage nach dem "Wie" immer essentiell bleiben.
    Nur wenn man darüber reden darf, wird man Rahmenbedingungen finden, die allen gerecht werden.
    Ich nehm dir das Thema in dem Zusammenhang nicht ab.
    Meiner Meinung nach missbrauchst du das wichtige Thema Kinderrechte um gegen die Homoehe Stimmung zu machen: Homosexuelle sind gar nicht das Problem der Reproduktionsmedizin, da sie in D. momentan zu 100% heterosexuellen Pärchen zu gute kommt.

    reine Stimmungsmache auf Rücken der Kinder.

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    AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich persönlich finde, das im Vordergrund von Familienpolitik die Rechte der Kinder stehen sollten und nicht die Rechte von Eltern. Viele Fragen sind dabei offen.
    Richtig, aber findest auch nicht in jeder "normalen Familie" statt, also - warum sollte dies bei Homo-Paaren nicht gewährleistet sein. Einem Kind Liebe, Fürsorge, Geborgenheit, Sicherheit etc. zu geben ist meines Erachtens völlig unabhängig von Geschlecht oder wen man als Partner liebt.

    Homo-Paare werden es sich vielleicht genauer überlegen, ob sie eine Familie gründen wollen. Bei so manchen Hetero-Paaren kommt diese Idee ja oft erst, wenn das Kind sich schon längst angemeldet hat.
    Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)

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    AW: Die Zukunft der Familie - Reproduktionsmedizin

    Mit der Homo-Ehe an sich hat es insoweit zu tun, dass diese auf natürliche Weise keine gemeinsamen Kinder bekommen können
    Diese Techniken werden, wie schon richtig gesagt wurde, bei weitem häufiger von Heteros angewandt, die auch auf natürliche Weise keine Kinder bekommen können.

    Ich kann mit der "natürlichen Weise" nicht viel anfangen. Wenn es um den Erhalt der Natürlichkeit geht, dann hätte ich in meinem Leben schon einiges nicht überlebt. Mit dem Argument wäre ich vorsichtig. Ich begrüße es zwar auch nicht, dass alles gemacht ist, was machbar ist, aber hier finde ich nichts anstößiges, soweit es das eigene genetische Material ist, denn das Thema der Herkunft ist ein für uns Menschen sehr wichtiges Thema. Darauf müssen wir Antworten finden, wenn wir solche Techniken benutzen.

    Mit dieser ganzen Argumentation gegen Homoehen und andere Gruppierungen kann ich nicht mit. Ich habe auch den Eindruck, dass die durchaus wichtige Diskussion über Reproduktionstechniken für Stimmungsmache gegen bestimmte Gruppen mißbraucht wird.

    Es ist anscheinend auch wieder stärker im kommen, Mütter für alles mögliche Versagen der Gesellschaft wieder mal allein verantwortlich zu machen. Bei jedem psychologisch schwierigen Furz ist eine Bindungsstörung mit der Mutter die Ursache. Und jetzt sinds auch noch die gleichgeschlechtlichen Eltern usw? Ich finde diese geschlechtsbezogenen Bindungsargumentationen einfach nur scheinheilig. Es geht darum, dass das Kind Bezugspersonen und die Voraussetzungen für eine gute Sozialisierung hat. Punkt.

    Sch.. egal, ob das nun Männer oder Frauen sind. Fast jeder Mensch hat mehr als nur eine Bezugsperson und zwei Schwule in den prägenden Jahren wären mir wesentlich lieber als irgendwelche Heteros, die ihre kaputte Persönlichkeit versuchen in einer Illusion von der schönen bunten Ramafamilie zu kitten. Und das ist heute sehr weit verbreitet.

    Ich finde es auch generell problematisch, wenn die Kinder(er)zeugung zum Lebensinhalt wird. Aber da ich selbst nie den Druck der Kinderlosigkeit hatte, möchte ich mir kein Bild machen von Schuhen, in denen ich nie gelaufen bin. Ich stelle mir das jedenfalls sehr schwierig vor, wenn es dann so weit ist und alle Mühen und Anstrengungen und Hoffnungen auf dem Kind lasten. Das ist vll nochmal verschärfter bei einer künstlichen Befruchtung, weil die macht man ja i.d.R. nicht so einfach nebenher..
    Geändert von Amelie63 (25.04.2013 um 22:52 Uhr)
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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