Wo sind denn unsere Zeitungen noch unabhängig?
Unsere Medien sind längst willfährige Huren geworden. Nur das System ist perfider weil nicht gleich durchschaubar.
Im Endeffekt lautet Deine Aussage: Was hast denn uns gehts doch gut.
Das was Du beschreibst ist doch der Endanschlag, davor gibts noch einige Zwischenschritte, die Mechanismen haben sich nicht geändert. Weder in der Argumentation einen Krieg zu beginnen noch ihn aufrechtzuerhalten.
Vielleicht glaubst Du auch noch, daß Du sämtliche Informationen bekommst wenn Du sie in google suchst?
Die Nachrichten werden von den Nachrichtenagenturen zu den jeweiligen Sendeanstalten geschickt und das wird vorgelesen oder über den Äther geschickt. Den Journalisten, der hier noch kritisch nachfrägt gibts fast nicht mehr.
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Thema: Manhunt in Boston
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23.04.2013, 08:28Inaktiver User
AW: Manhunt in Boston
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23.04.2013, 08:57Inaktiver User
AW: Manhunt in Boston
@stecher36Hast Du jemals einen Talibankämpfer in Originalsprache im Interview gehört? Nein? Warum wohl nicht? Weil da vielleicht Informationen rüberkommen würden, die so gar nicht dem Feindbild entsprechen das man uns ständig vorsetzt?
Und selbst wenn ... wer könnte des Taliban Originalsprache verstehen?
Du?
Ich nicht.
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23.04.2013, 08:58Inaktiver User
AW: Manhunt in Boston
Wahrscheinlich gar nicht, die Interessen der Ausführenden sind nur anders gelagert.
Aber es stimmt schon, spätestens seit dem zweiten Golfkrieg ist die gesamte westliche Berichterstattung sagen wir mal mehr als einseitig, nicht nur die deutsche.
Zu diesem Fall:
Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass die Anschläge des 11.9. nicht von den USA selber inszeniert worden sind, muss man auch als jemand, der die USA nicht immer kritiklos für die einzigen Guten auf dieser Welt hält zum Schluss kommen, dass die Tat an Hinterhältigkeit und feiger Menschenverachtung doch nur schwer zu überbieten ist.
Vor diesem Hintergrund ist es für mich zumindest nachvollziehbar, dass nun halt bei jedem weiteren Anschlag kompromisslos und vor allem rigoros vorgegangen wird mit der klaren Signalwirkung an die Akteure, was sie im Fall des Falles erwarten wird.
Es bleibt die Hoffnung, dass sie Hinweise hatten, die uns Dummen vorenthalten wurden und sie die richtigen erwischt haben.
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23.04.2013, 09:05Inaktiver User
AW: Manhunt in Boston
Kann man ja mit Untertiteln gestalten. Es geht darum, daß Informationsfreiheit auch bedeutet beide Seiten zu Wort kommen zu lassen. Das wäre eigentlich aufgabe von Journalisten. Das was passiert ist einseitige Berichterstattung.
Wer kann sich beispielsweise noch an den Bierbauchträger erinnern, der mit einer Flasche Bier, halbnackt am Strang gestanden ist, als der Tsunami in Thailand war? Ich glaub die Bild Zeitung hat dann sinngemäss getitelt, dass sich Touristen am Leid der Einheimischen ergözen und ihren Urlaub im Angesicht des Leides fortführen.
Der Mann war Schweizer und hat den Opfern beim Aufräumen geholfen und gerade eine Pause gemacht, das war die eigentliche Wahrheit.
Aber sowas verkauft sich halt schlecht als Reißer.
Ich bins leid noch weiter Beispiele zu nennen wie uns unsere Medien verarschen. Erst letztens wurde festgehalten, daß der Kommentar zu einem Gerichtsurteil bereits voher schon abgedreht wurde als das Urteil noch gar nicht gesprochen wurde.
Usw. usf.
Im Fall von Boston würde mich auch interessieren warum da ein Mann Lt. Nick Vogt mit abgesprengten Beinen, nur noch der Unterschenkelknochen bis zum Knie ist zu sehen gezeigt wird, dieser Mann aber nachweislich bereits schon während Kriegszeiten beide Beine amputiert bekommen hatte?Geändert von Inaktiver User (23.04.2013 um 09:10 Uhr)
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23.04.2013, 09:17Inaktiver User
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23.04.2013, 09:25Inaktiver User
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23.04.2013, 09:58
AW: Manhunt in Boston
Dieses Gerücht von dem Nick Voigt hab ich auch in den SPON Foren gelesen.
Wie gut, dass daraufhin dort gleich jemand die FB Seite vom Vater des Anschlagopfers postete, auf dessen älteren Fotos man seinen Sohn, nämlich den im Rollstuhl in Boston, gut erkennen konnte.
Oder meinst du, dass diese Fotos plus Postings des Vaters auch vom CIA getürkt waren?
Und nein, ich hab den Link nicht mehr und ich geh auch nicht suchen."I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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23.04.2013, 09:58Inaktiver User
AW: Manhunt in Boston
Du scheinst keine kritischen Rückfragen zu mögen. Ich neige sehr stark dazu, Informationen oder Behauptungen zu filtern. Und wenn mir jemand eine Tatsachenbehauptung mit konkreten Zahlen präsentiert, dann ist mir daran gelegen, diese zu überprüfen und die Zahlen zu intepretieren.
Zitat von Inaktiver User
Wenn jemand Rückfragen mit persönlichen Angriffen kontert, dann werde ich misstrauisch.
Von dem norwegischen Journalisten Paul Refsdal gibt es einen Bericht über "Das Leben der Taliban" die Kämpfer sprechen selbstverständlich in Originalsprache. Dieses Video ist mir als erstes eingefallen, es ist sicherlich nicht das einzige seiner Art.Hast Du jemals einen Talibankämpfer in Originalsprache im Interview gehört? Nein? Warum wohl nicht? Weil da vielleicht Informationen rüberkommen würden, die so gar nicht dem Feindbild entsprechen das man uns ständig vorsetzt?
Allerdings scheinst Du Paschtu zu verstehen, damit hast Du mir etwas voraus. Ich bin auf die Übersetzungen angewiesen und ziehe somit keinen Gewinn aus den Originaltönen.
Ich verstehe allerdings nicht, von welchem vorgesetzten Feindbild Du sprichst. Unter den Talibankämpfern sind massenweise pubertierende Jugendliche, die ihre Eltern verloren haben und dann von den "Gotteskriegern" rekrutiert worden sind, entwurzelte Bauern, Analphabeten... Kurz gesagt: Arme Schweine. Zum Feindbild taugen diese Leute so wenig wie die Kindersoldaten im Kongo, die mit Drogen vollgepumpt ganze Dorfgemeinschaften massakrieren. Das ist übrigen seit mehr als zehn Jahren jedem politisch interssierten Zeitgenossen bekannt.
Aber bitte: So wenig, wie die Taliban pauschal als Feidbild taugen, so wenig taugen sie zur romantischen Verklärung. Das Leben von afghanischen Kämpfern ist nicht heroisch und abenteuerlich, sondern verdammt elend, verdammt dreckig und verdammt kurz.
Interessant wird es bei den Herrschaften am oberen Ende der Hierarchie. Die sich nicht selber den Sprengstoffgürtel umschnallen, sondern zwölfjährige Buben vorschicken. Den fundamentalistischen Islam predigen, aber prächtig am Drogenhandel verdienen... Nenn mich gehirngewaschen, aber ich mag diese Leute nicht.
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23.04.2013, 10:18Inaktiver User
AW: Manhunt in Boston
Was du da beschreibst, ist eine Form von Hysterie. Wenn du die Stimmung in USA als hysterisch bezeichnen willst, hast du meinen Segen.
Ich bleibe jedenfalls dabei: die USA verhalten sich extrem ungewöhnlich.
Weder in Madrid (ETA) noch in London (IRA) oder Rom (Rote Brigaden) pflegt(e) man in Nationalflaggen gewickelt zu feiern, wenn ein Attentäter "zur Strecke gebracht" wird/wurde. Und weder in Madrid, London, Paris oder Rom pflegt man Ausgangssperren zu verhängen, mit Panzern aufzumarschieren und in Häuser einzubrechen, um einen Verdächtigen zu suchen (wobei Großbritannien auf einem sehr unguten Weg ist und sich besorgniserregend den USA annähert).
Diese wie du sagst "ureigensten Ängste" sind weitgehend den US-Amerikanern vorbehalten und werden von dort wie eine Infektionskrankheit weitergegeben. So "ureigen" wie in Cowboyland sind sie bis heute in keinem anderen Land, von dem ich wüsste.
Ja, natürlich. Warum denn nicht.Ich rede von gesundem Patriotismus! Mir ist schon klar, warum wir keinen haben. Ich bedauere es dennoch außerordentlich
Vergleichst Du gerade den Nationalstolz der USA mit Nazi-Deutschland? Ernsthaft?
Ich vergleiche militaristischen und mit Überlegenheitsphantasien befrachteten Nationalchauvinismus mit militaristischem und mit Überlegenheitsphantasien befrachteten Nationalchauvinismus.
(Der Holocaust des Dritten Reichs hat mit Patriotismus rein gar nichts zu tun.)
Die USA haben viele völkerrechtswidrige Angriffskriege geführt, oder ist dir das etwa nicht bekannt?
Angriffskrieg ist Angriffskrieg, Völkerrechtsverletzung ist Völkerrechtsverletzung, Folter ist Folter.
Ich bin nicht der Meinung, dass in Fragen der ethischen Bewertung solcher Vorgänge "Rabatte" für "befreundete" Staaten angebracht sind.
Na klar. Kritik an Exzessen der Staatsmacht ist "Kritik um der Kritik willen".Sofern es nicht nur Kritik der Kritik wegen ist....
Völlig undenkbar, dass jemand die Sache an sich ernst nehmen könnte. *Ironie*
Wie ich bereits ausgeführt habe: Kritik ist selbstverständlich legitim, und da die USA einen enormen Einfluss in der Welt, in Europa, in Deutschland ausüben, sogar dringend geboten.
Da bin ich überfragt. Ich weiß nur, dass die GSG9 in 1.700 Einsätzen lediglich 7 mal überhaupt Schusswaffen gebraucht hat. Und du wirst ja wohl nicht glauben, dass die GSG9 für Kinderkram eingesetzt wird.Wie oft zerschießen denn us-amerikanische Spezialeinheiten Jemanden zu Hackfleisch?
Ich bin der Überzeugung, dass derartige Zurückhaltung, derartiges Augenmaß und derartige Professionalität den Amis zutiefst wesensfremd ist, und es gibt leider gar nichts, was americophile Leute dieser Überzeugung entgegen zu setzen hätten.
Dies gilt übrigens auch für "normale" Polizei. Man liest durchaus öfters, dass in USA auf zu Recht oder zu Unrecht Verdächtigte ganze Pistolenmagazine geleert wurde; in Großbritannien ist das einmal passiert; in Deutschland und anderen Ländern Europas ist das m.W. noch nie vorgekommen.
Aber dass die Einstellung zu Schusswaffen und zu Schusswaffengebrauch in Europa (zum Glück noch) gänzlich anders ist als in USA, das dürfte dir bekannt sein, und ich wüsste wirklich nicht, was es darüber zu streiten gäbe.
Wer hat hier verlangt, dass ein solches Verbrechen "ungestraft" bleiben soll? Niemand. Es geht um Prinzipien der Rechtstaatlichkeit und um Prinzipien der Verhältnismäßigkeit, wie sie in jedem Staat einzuhalten sind, der den Anspruch erhebt als Rechtstaat zu gelten.Alles eine Frage der Betrachtung. Jemand, der soviel Hass ausgesetzt ist, wird zwangsläufig mehr Stärke demonstrieren müssen. Da kann es nicht sein, dass Fremde ins Land kommen und die Bevölkerung ungestraft in die Luft sprengen.
Was jetzt: findest du es vollkommen in Ordnung die beklemmenden Szenen aus Boston zu hinterfragen, oder siehst du keinen Sinn in so einer Diskussion?Ich möchte ja gar nicht sagen, dass Szenen, wie wir sie jüngst sahen, nicht auch Beklemmungen verursacht haben. Ich finde es auch vollkommen in Ordnung, die Dinge zu hinterfragen. Wenn aber Jemand wirkt, als gucke er gar nicht mehr links und rechts, und als wäre ein Kompletturteil eh schon gefällt, kann ich keinen Sinn in so einer Diskussion sehen.
.Geändert von Inaktiver User (23.04.2013 um 12:42 Uhr)
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23.04.2013, 10:24Inaktiver User
AW: Manhunt in Boston
Donnerwetter. Da bringst Du ja wirklich differenzierte Erkenntnisse jenseits des Mainstreams.

Es ist immer gut, wenn man klare Verhältnisse hat, stimmt's? Es gibt meine Seite und es gibt "die anderen". "Die anderen" sind willfährige Huren/Schädlinge/Knechte des Kapitals/Knechte des Zionismus/Knechte des Internationalismus/der USA/der UNO/ des Gutmenschentums/ der DDR2/ der politischen Korrektheit.
Witzigerweise ist es völlig egal, ob man auf Antiamerikanismus und Antikapitalismus oder auf Wirtschaftsliberalismus oder auf Nationalismus abfährt. Die einen sind überzeugt davon, dass unsere Medien gleichgeschaltet links sind und uns in die DDR2 führen, für die anderen ist es klar, dass die Medien vom Kapital und den USA gesteuert werden und für manche ist dieser Punkt unerheblich, weil Kapitalismus und DDR ja am Ende das Gleiche sind und von den Weisen aus Zion gelenkt werden.
Ich bin halt wahnsinnig naiv. Ich käme überhaupt nie auf die Idee, mir über die Funktionsweise von Suchmaschinen Gedanken zu machen. Genau genommen habe ich immer geglaubt, Google sei gewissermaßen organisch gewachsen. Dass da mit menschengemachten Algorithmen gearbeitet werden könnte, die es durchaus erlauben, Informationen vorzufiltern, dämmert mir jetzt zum ersten Mal.Vielleicht glaubst Du auch noch, daß Du sämtliche Informationen bekommst wenn Du sie in google suchst?



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