Antworten
Seite 11 von 33 ErsteErste ... 91011121321 ... LetzteLetzte
Ergebnis 101 bis 110 von 328
  1. User Info Menu

    AW: Manhunt in Boston

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Worum geht es also? Zum Beispiel um verletzten Stolz einer Nation, die sich für die absolut größte und für unbesiegbar hält und mit ungeheurer Aggression reagiert, wenn dieses Selbstbild angekratzt wird.
    Ja, darum geht es. Wenn auch ein Amerikaner eine etwas nettere und positive Wortwahl dafür hätte.

    Bei den vielen Toten, die durch privaten Gebrauch einer Waffe gestorben sind, geht es nicht um die Bedrohung der USA. Bei dem Unglück in Texas geht es nicht um die Bedrohung der USA.

    Aber mitten im Marathon, wenn alle Menschen feiern, als Sinnbild von Offenheit und Gemeinschaft, und was zudem ein historisches Ereignis amerikanischer Lebensart ist, ein Attentat zu begehen, ist ein direkter Angriff auf ebendiese Werte und den Nationalstolz.

    Dieses Denken ist die Grundlage dieser gigantischen Suchaktion.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  2. Inaktiver User

    AW: Manhunt in Boston

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Aber mitten im Marathon, wenn alle Menschen feiern, als Sinnbild von Offenheit und Gemeinschaft, und was zudem ein historisches Ereignis amerikanischer Lebensart ist, ein Attentat zu begehen, ist ein direkter Angriff auf ebendiese Werte und den Nationalstolz.

    Dieses Denken ist die Grundlage dieser gigantischen Suchaktion.
    Hm. Nagelbomben auf dem Oktoberfest würden auch für eine größere Suchaktion sorgen. Ganz unabhängig vom Nationalstolz. Die Menschen mögen es nicht, wenn sie aus dem Nichts verstümmelt und getötet werden. Das gilt sogar für die Menschen in Bagdad. Auch dort sucht und findet man. Das waren dann meistens die Typen mit den schicken Gürteln, da ist die Fluchtgefahr allerdings ziemlich gering.

    Ach, und bei der Düngemittelfabrik wird man auch den Grund suchen und finden, weil s.o.

  3. User Info Menu

    AW: Manhunt in Boston

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nochmal:

    Was mich entsetzt, sind folgende Dinge:
    - die extreme Unverhältnismäßigkeit, mit der die Staatsgewalt hier aufgetreten ist
    Wie schon mehrfach erwähnt:
    3 Menschen starben,
    180 wurden wurden z.T. erheblich verletzt (Verlust der Gliedmaßen etc.)
    Zwei, anscheinend bis zu den Zähnen bewaffenete Verdächtige und zu allem bereit, streifen durch Wohngebiete.
    Da kann die Staatsmacht schon mal nervös werden.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    - dieser brünstig-klebrige Patriotismus und
    Als Patriotismus wird eine emotionale Verbundenheit mit der eigenen Nation bezeichnet und ist nicht zu verwechseln mit Nationalismus oder Chauvinismus (für den u.a. wir Deutschen bekannt waren). Patriotismus zeigen viele Menschen, auch außerhalb der USA, z.B.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    - die Menschenjagd auf Twitter und YouTube
    Der von der Staatgewalt so wohl nicht angeordnet war. Ich für meinen Teil würde allerdings nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass so etwas nach einem derartigen Anschlag, nicht auch bei uns im Land geschehen würde.
    Nichtsdestotrotz finde ich es furchtbar, egal ob Amerikaner, Asiaten oder Europäer.
    Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)

  4. User Info Menu

    AW: Manhunt in Boston

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie haben es einem Taxifahrer erzählt? Das glaube ich selbstverständlich sofort. Niemals käme ich auf die Idee, dass sich da ein Taxifahrer wichtig machen will.
    Ebenso ein Opfer des Marathon-Anschlags: soeben hat es ihm beide Beine weggerissen, aber Schock hin, Schock her - kaum aus der Bewusstlosigkeit erwacht konnte er eine zuverlässige Beschreibung abgeben. - Auch das glaube ich selbstverständlich sofort.
    Also geht man dem nicht nach, sondern wartet vielleicht lieber mal noch ein paar Bomben ab, bis man konkretere Hinweise hat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So wie ich auch jederzeit glaube, dass es verdächtig ist Baseballkappen und Rucksäcke zu tragen oder einen etwas dunkleren Teint zu haben.
    Woraus entnimmst Du, dass das die "Verdachtsmomente" waren, und nicht andere Dinge?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich gab es zig oder hunderte von Beschuldigungen in alle Richtungen gegenüber unbescholtenen Bürgern, die zufällig in der Nähe waren.
    Hier haben sie sich aber offenbar bestätigt - soll man das dann ignorieren, nur weil es zu gut ins Klischee passt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jetzt haben die pöhsen, pöhsen Amis einen armen unschuldigen Muslim einfach so erschossen und einen zweiten gefangen, den sie jetzt so lange foltern werden, bis er sagt, was sie hören wollen.
    Derweil sitzen die beiden uramerikanischen Bombenlegerinnen entspannt in einem Coffeeshop in Philadelphia, tauchen gerade ein Donut in ihren Kaffee und freuen sich über die vorurteilsbehaftete Mörderjagd in ihrem Land.
    Ein Skandal allererster Güte, der NUR in Amiland möglich ist.
    Wahrscheinlich hältst du das für umwerfend witzig, aber sehr gründlich kannst du über die Thematik nicht nachgedacht haben, wenn man bedenkt, dass weder der Bomber von Oklahoma City noch der Urheber der Anthrax-Anschläge Moslems waren.
    Es handelt sich hier, glaube ich, um den (nur etwas) überspitzten Umkehrschluss aus Deiner Argumentation, die jetzigen Verdächtigen könnten ja nur Opfer von Vorverurteilungen sein, weil Muslime gerade eh unter Generalverdacht stehen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du meinst:
    Menschenrechte sind völlig überschätzt.

    Auf eine solche Aussage konnte man mit der Stoppuhr warten..
    Sie waren verdächtig und haben rumgeballert, als die Polizei angerückt ist. Was wäre denn in Deinen Augen die angemessene Reaktion darauf gewesen? Vielleicht erstmal abwarten, bis sie sich wieder etwas beruhigt haben?


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Etwa zeitgleich ist außerdem in Texas eine Düngemittelfabrik explodiert.
    80 Häuser sind eingestürzt. Es gab mindestens 14 Tote.

    Aber diese Tragödie ging beim Spiel "Eine Stadt jagt einen 19-jährigen" völlig unter..
    Darüber wurde genauso berichtet, wie über Boston auch. Wo ist das Problem?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wieso sind diese 14 Toten eine Tragödie und die Toten von Boston s.o.?
    80 Häuser eingestürzt und 14 Menschen gestorben; Verletzte nicht mitgerechnet.
    Aber was zählt das? Wenig.
    Immerhin 3 Menschen gestorben und weit über hundert teilweise schwerst verletzt.
    Ab wann darf man denn von einer Tragödie sprechen?
    Disclaimer - These opiini^H^H damn! ^H^H ^Q ^[ .. :w :q :wq :wq! ^d X^?
    exit X Q ^C ^c ^? :quitbye CtrlAltDel ~~q :~q logout save/quit :!QUIT
    ^[zz ^[ZZZZZZ ^H man vi ^@ ^L ^[c ^# ^E ^X ^I ^T ? help helpquit ^D ^d
    man help ^C exit ?Quit ?q CtrlShftDel "Hey, what does this button d..."

    Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren was er bewahren möchte.

  5. VIP

    User Info Menu

    AW: Manhunt in Boston

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie stellst du dir praktisch vor, dass die Polizei in einer Krisensituation klären soll, ob jemand "zweifelsfrei" ein Täter ist oder nicht? Was hättest du gemacht, wenn du der Polizeipräsident von Boston gewesen wärst? Wenn alle Kameras auf dich gerichtet wären? Wenn schon zur Jagd auf Unschuldige geblasen worden ist?
    Ich wünsche mir, dass, solange die Täterschaft der Brüder bzgl. des Boston-Marathons nicht einwandfrei bewiesen ist, parallel weiter ermittelt und weiteren Spuren nachgegangen wird.

    Die auf den Polizeipräsidenten gerichteten Kameras sollten ihn nicht zu vorschnellen Erfolgsmeldungen verleiten.

    Dass die beiden Brüder (einer tot, einer verletzt) durch ihr Fluchtverhalten Anlass gegeben haben, massiv vorzugehen, bestreite ich gar nicht.

    Fraglich ist - für mich - jedoch immer noch, ob die beiden tatsächlich für das Attentat bei Marathon verantwortlich sind oder etwas ganz anderes zu verbergen hatten... während die wahren Marathon-Attentäter längst ganz woanders die Aufregung aussitzen.

    Das ist natürlich ebenso Spekulation, wie vieles andere auch. Aber es sollte nicht ganz außer Acht gelassen werden, nur weil man jetzt zwei Personen vorweisen kann, wovon einer gar nichts mehr und der andere vorläufig nichts sagen kann.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  6. Inaktiver User

    AW: Manhunt in Boston

    Man sollte im Zusammenhang mit den beiden Brüdern aber nicht vergessen, dass sie schon seit 2 Jahren einschlägig (Vorbereitung möglicher Terroraktivitäten) unter Verdacht stehen.

    Und wenn dann genau so zwei Personen (direkt in der Nähe) bei so einem Anschlag regelrecht "ins Fadenkreuz" rennen, ist es nicht verwunderlich, dass augenblicklich das Feuer eröffnet wird.

    Was hätten die Verantwortlichen wohl antworten können, hätten sie anders entschieden, und es wäre bekannt geworden, dass man die beiden schon im Visier hatte aber eben nicht zugegriffen habe.
    Auf Verständnis hätten sie wahrscheinlich nicht hoffen dürfen ... auch nicht von ausserhalb der USA.

  7. VIP

    User Info Menu

    AW: Manhunt in Boston

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und wenn dann genau so zwei Personen (direkt in der Nähe) bei so einem Anschlag regelrecht "ins Fadenkreuz" rennen, ist es nicht verwunderlich, dass augenblicklich das Feuer eröffnet wird.
    Aber man darf dennoch jetzt, auch nachdem das bereits passiert ist, bei der Aufklärung den Fakt berücksichtigen, dass die beiden Männer in unmittelbarer Nähe des Tatorts wohnen. Das kann ein Indiz für die Tat sein, das kann aber auch ein Indiz für ihre zufällige Anwesenheit und ihr Erscheinen auf dem Überwachungsvideo sein. (Indiz = noch kein Beweis, nur ein Hinweis).
    Dass die beiden nach der Veröffentlichung ihrer Fotos so panisch reagierten und schwer bewaffnet flüchteten, kann die Ursache haben, dass sie die Attentäter sind. Kann aber auch andere Hintergründe haben.

    Ich will die beiden gar nicht verteidigen oder als unschuldig darstellen.
    Aber ich möchte auch keine Verurteilungen von (an diesem Attentat) Unschuldigen, nur damit sich die Behörden im schnellen Erfolg sonnen und glänzen können.
    Das ist genau der Punkt, an dem ich der USA und ihrer Rechtsstaatlichkeit seit längerem nicht so ganz über den Weg traue.

    Was hätten die Verantwortlichen wohl antworten können, hätten sie anders entschieden, und es wäre bekannt geworden, dass man die beiden schon im Visier hatte aber eben nicht zugegriffen habe.
    Auf Verständnis hätten sie wahrscheinlich nicht hoffen dürfen ... auch nicht von ausserhalb der USA
    Natürlich mussten sie zugreifen und konnten die Brüder in der Situation nicht einfach laufen lassen. Nur ob damit das Attentat beim Boston-Marathon auch tatsächlich aufgeklärt ist, ist die Frage.

    Ich hoffe aber, dass die USA den Fall nicht vorschnell und erfolgsgierig als "endgültig gelöst" betrachtet und weitere Spuren und Hinweise in eventuelle andere Richtungen vernachlässigt.

    Ich denke aber, dass wir (die Öffentlichkeit) eh nur das erfahren, was wir erfahren sollen.
    Und wir können das dann glauben, oder auch nicht.
    Geändert von Rotfuchs (21.04.2013 um 23:01 Uhr)
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  8. User Info Menu

    AW: Manhunt in Boston

    in amerikanischen zeitungen las ich, neben vielen anderen mit rucksäcken wären die zwei gesichtet worden.

    ein schwer verletzter habe noch einen der beiden später verdächtigten mit einem rucksack neben sich wahrgenommen. als dieser ihn nach nach dem hochgehen der bombe auf ganz eigenartige weise ansah, wurde ihm angst und bang. er gab ein treffende personenbeschreibung des ihm alas mutmassliche täter erscheinenden ab.

    auf den videos fand man den beschriebenen mit rucksack immer in abstand zum zweiten mit rucksack. beiden wären als einzige im tumult nach den explosionen ganz ruhig dagestanden, und hätten die szenerie betrachtet.
    alle anderen gehfähigen liefen aus angst vor weiteren detonationen um ihr leben, die schwerverletzen waren voll panik.

    inzwischen hatte man hinweise auf die identität der beiden erhalten, einer war bereits vorher unter terrorverdacht gestanden.
    Geändert von legrain (21.04.2013 um 23:27 Uhr)
    lg
    legrain

  9. Inaktiver User

    AW: Manhunt in Boston

    @ Rotfuchs:
    Volle Zustimmung zu deinen Postings.


    @ Contradictio:
    Es ist erstaunlich, wie klarsichtig du bist, wenn es um die Datensammelwut von Behörden geht und wie kurzsichtig, wenn es um die Methoden der Staatsgewalt bei der "Verbrechensbekämpfung" geht.
    .

  10. Inaktiver User

    AW: Manhunt in Boston

    Zitat Zitat von Lucii Beitrag anzeigen
    Zur "Menschenjagd auf Twitter und YT" kann ich nicht viel sagen, weil ich das auf den Kanälen nicht verfolgt habe. Es hat aber auch in Deutschland schon "Menschenjagden" auf z.B. Facebook gegeben. Das kann man nun bewerten wie man möchte, aber thematisch scheint es sich um nichts us-amerikanisches zu handeln.
    Auch wenn man nicht auf Twitter und YouTube unterwegs ist, konnte man darüber in den Zeitungen ausgiebig lesen.
    A propos "gab es auch schon in Deutschland": Viele gesellschaftlichen Entwicklungen und Fehlentwicklungen, die wir in Europa erleben, stammen aus USA. Übrigens auch Facebook.
    Dass manch Unerfreuliches aus USA zu uns herüberschwappt und sich auch hier festsetzt, macht es nicht besser, sondern schlimmer.


    Was die beiden anderen von Dir angesprochenen Punkte angeht, finde ich nicht, dass sich das mit Deutschland vergleichen lässt. Wir sind generell eher kein patriotisches Volk und insofern mögen uns patriotische Szenen anderer Länder zuweilen vll "brünstig-klebrig" vorkommen. In erster Linie sind sie aber einfach nur patriotisch und die Bewertung dessen steht Anderen m.E. gar nicht zu. Eigentlich sind wir die Merkwürdigen. Wir, die erst bei einer Fußball-WM auch mal eine Flagge in der hand gehalten haben.
    Den Deutschen wurde nach 1945 der Patriotismus, oder besser gesagt: der Nationalchauvinismus ausgetrieben, und das ist gut so. Damals begann den Deutschen zu dämmern, was für eine finstere und gefährliche Kraft der Nationalchauvinismus ist, vor allem, wenn er mit Überlegenheitsphantasien und Militarismus Hand in Hand geht.
    Nationalflaggen werden bei uns nur auf Fußballplätzen gezeigt, wo das - von kriminellen Hooligans abgesehen - eine spielerische Note hat.


    Was die Frage betrifft, ob uns eine Bewertung der Vorgänge in USA zusteht:

    Die USA haben soeben beschlossen in den syrischen Bürgerkrieg mit eintausend Millionen Dollar einzugreifen ...
    Ein Land, das so omnipräsent ist, in allen Bereichen, die man sich nur vorstellen kann, ein Land, das sich zum Maßstab aller Dinge macht und sich selbst auf ein Podest hebt, das steht natürlich im Scheinwerferlicht. Man kann das Offensichtliche dann ansehen oder die Augen zumachen; ich ziehe es vor hinzusehen.

    Und wenn ein Land einen derartig großen Einfluss auf die deutsche und europäische Kultur, gesellschaftliche Entwicklung, etc. hat, wie das bei den USA der Fall ist, dann ist Kritik nicht nur erlaubt (das sowieso), sondern dringend geboten.


    Was die "extreme Unverhältnismäßigkeit, mit der die Staatsgewalt hier aufgetreten ist" angeht, so hätte es das bei uns sicher nicht gegeben. Vermutlich wären uns die mutmaßlichen Täter dafür aber durch die Lappen gegangen. Ich fand die Bilder der ganzen Polizisten auch erschreckend und solche Szenen sind uns ja eh völlig fremd. Dafür nun ein ganzes Land zu verteufeln, finde ich aber völlig unsachlich.
    Diese Kritik akzeptiere ich nur dann, wenn du Belege liefern kannst, dass es auch innerhalb der USA nennenswerte Stimmen gab, die diese Unverhältnismäßigkeit und dieses martialische Auftreten der Staatsgewalt kritisiert haben - und damit meine ich nicht einen einzelnen Rufer in der Wüste, womöglich in einem bedeutungslosen Blog, sondern eine angesehene Stimme in einem gut beachteten Medium (Zeitung, TV).
    Wenn es solche Stimmen nicht oder nur als rare Ausnahme gibt, dann bleibe ich bei meiner Meinung. Von Unsachlichkeit kann in diesem Fall nicht die Rede sein.


    Den USA wird ja gern vorgehalten, dass sie sich für die tollsten halten und auch entsprechend auftreten. Deutschland in seiner üblichen Demut hätte in so einer Situation natürlich anders reagiert. Vermutlich hätte man sich als Erstes gefragt, wie man denn die mutmaßlichen Täter besser hätte integrieren können und wie man es zukünftig Einwanderern rechter machen kann.
    Du kannst ja mal unter "GSG9" googeln. Diese und vergleichbare, im LKA angesiedelte Spezialeinheiten sind die demütigen Hampelmänner, die angeblich in Deutschland die Situation nicht unter Kontrolle bekommen hätten.
    Interessant übrigens, dass die GSG9 bei ihren Einsätzen nur ganz, ganz selten die Schusswaffe gebraucht (lediglich 7 mal in bisher 1.700 Einsätzen). Von einem Zu-Hackfleisch-Zerschießen ist mir erst recht nichts bekannt.
    Allerdings liegen zwischen den Einsatzkräften in USA und unserer GSG9 sowohl charakterlich als auch ausbildungsmäßig Welten.


    Ich kann nicht sagen, dass ich diese Vorgehensweise besser gefunden hätte, ehrlich gesagt. Ich verstehe auch nicht, warum sich ein Land so einen Anschlag ungestraft bieten lassen sollte. Und gerade die USA können sich das aufgrund der Außenwirkung m.E. gar nicht leisten.
    Damit interpretierst du diese extreme Vorgehensweise - eigentlich ganz ähnlich wie ich - als Ausdruck verletzten Stolzes, mit dem Unterschied, dass du aus Gründen, die mir schleierhaft sind, zu glauben scheinst, dass für die USA andere Regeln gelten müssten als für jeden anderen Staat.


    Wobei das alles natürlich eh egal ist, wenn das Thema hier nur dazu dient, über ein anderes Land und seine Bewohner zu hetzen.
    Diese Behauptung habe ich sehr oft gelesen.
    Es begann schon auf der ersten Seite des Strangs, als ich von einer Userin allen Ernstes gefragt wurde, weshalb ich den Strang eröffnet hätte, und zog sich wie ein roter Faden durch die Antworten, die an mich gerichtet waren.
    Offenbar ist es legitim seitenweise über Bobbycars und Verwendung von Dienstwagen, wahlweise über das zu warme oder zu kalte Wetter zu lamentieren, aber wenn eine nie dagewesene Eskalation von staatlicher Gewalt dazu führt, dass man entsetzt und tief betroffen einen Strang eröffnet, muss man sich Seitenhiebe und Zynismen aller Art gefallen lassen, und als Krönung die Frage, weshalb ich diesen Strang überhaupt eröffnet habe, wenn nicht aus dumpfen Ressentiments.

    Ja, warum sollte man einen Strang in diesem Forum eröffnen?
    Das ist eine sehr gute Frage.
    Eine Frage, über die ich gründlich nachdenken werde. Versprochen.
    .
    Geändert von Inaktiver User (22.04.2013 um 17:24 Uhr)

Antworten
Seite 11 von 33 ErsteErste ... 91011121321 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •