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    AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Frauenzeitschrift die alle zwei Wochen erscheint und sich hauptsächlich den Themen Mode, Diät, Frisuren, Reise und Liebe widmdet - was hat die mit der NSU-Prozessberichterstaung zu tun?
    Zu diesem Satz zwei Bemerkungen:
    1. Mein Eindruck ist, dass die Brigitte durchaus über das hinausgreift, was du an Themen benannt hast - bzw. innerhalb der genannten Themen ist immer auch ein gewisses Plädoyer hinsichtlich eines toleranten und solidrischen Miteinanders zu bemerken.
    2. Aus meiner Sicht ist es auch eine Chance für die Brigitte, eine Zulassung für diesen Prozess bekommen zu haben: eine Chance, um sich mglw. noch besser zu positionieren als eine Zeitschrift, die zwar vornehmlich Lifestyle-Themen im Blick hat doch zugleich erkennnen lässt, wie wichtig eben auch das Bekenntnis zu einer freiheitlichen, toleranten und solidarischen Gesellschaft ist - denn letzteres ist die Grundlage dafür, damit man sich überhaupt mit den schönen Dingen des Lebens beschäftigen kann, wie etwa Mode und Reisen und Liebe.

    VanDyck
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  2. Inaktiver User

    AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern

    Elli07,

    es geht nicht darum, welche Medien man bevorzugt, sondern welche Medien eine gewisse Bedeutung haben. Das lässt sich z.B. an der Verbreitung festmachen, oder an einem gewissen Qualitätsanspruch (obwohl ich bitte nicht haben will, dass Richter über Qualitätsfragen befinden).

    Außerdem geht es um die Schwerpunkte eines Mediums, und das Blatt, das für Diätwillige die erste Wahl ist, ist nun mal nicht das ideale Blatt für eine Berichterstattung über einen Prozess, in dem es um rassistische Terroranschläge geht.

    Ähnliches gilt für Radiosender, die den lieben langen Tag Muzak dudeln und unterbelichtete Sprüche absondern.

    Im übrigen ist es nicht sehr realitätsnah, auf die 50 freien Plätze im Gerichtssaal zu verweisen. Der Andrang wird enorm sein, und der Job eines Journalisten ist auch so hart genug, auch ohne dass man ab Mitternacht vor dem Gerichtsgebäude campiert.
    Geändert von Inaktiver User (30.04.2013 um 15:15 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Muss man denn bei beschränkter Platzwahl unbedingt die eigene Lieblingszeitung unter den "Auserwählten" sehen ? Meine Lieblingszeitung ist die FAZ zum Beispiel eher nicht, aber das ist auch wurscht.
    Ich finde um "Lieblingszeitung" geht es nicht.
    Es geht um eine breite Berichterstattung - und da ist ganze Spektrum von FAZ bis taz ausgeschlossen.
    Tatsächlich ist nur eine (!) überregionale Tageszeitung vertreten, das ist die BILD.

    Ich bleibe dabei - absolut unprofessionell und an der Sache vorbei.

    Genau wie man Kontingente für ausländische Medien geschaffen hat, hätte man auch hier Kontingente schaffen müssen. Oder regionale Medien überhaupt nur zulassen, wenn relevantes Interesse vorliegt, weil beispielsweise Opfer aus dieser Region betroffen sind.

    Information der Öffentlichkeit bei so einem zentralen Prozess darf nicht vom Zufall abhängen.

  4. Inaktiver User

    AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern

    Naja, die Plätze dürfen jetzt ja plötzlich interessanteweise getauscht werden von da her sehe ich das jetzt nicht so drastisch.
    Ausserdem müssen ev einige Damen und Herren, die es nicht mehr so gewöhnt sind, etwas früher aus den Federn um doch noch einen Platz zu ergattern.

    Je grösser ein Gerichtssaal, desto mehr Risiko für die Sicherheit, in diesem Prozess sicher nicht zu vernächlässigen, ich warte schon lange auf den Aufmarsch der Sympathisanten von Zschäpe und co, da kann uns ev noch einiges ins Haus stehen.

    Das mit den etablierten Blättern seh ich nicht so einseitig.
    Wenn man weiss, dass im Deutschland der Nachkriegszeit etliche sogenannte etablierte Posten von den Braunen und ihren Konsorten besetzt wurden, ganz abgsehen davon was überhaupt eine etablierte Zeitung sein soll und wer dort schreiben darf (ihr wollt mir doch nicht weismachen die *besten* Journalisten, was das wiederum sein soll), ist es nicht mal das schlechteste, wenn nun auch mal eine etwas weniger bekannte Zeischrift nun auch die Chance bekommt.
    Wer weiss ev ist es ein Sprungbrett für den einen oder anderen Journalisten, was immer das heissen mag.

  5. Moderation

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    AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich möchte nicht den Aufschrei hören, wenn das Gericht vorab befunden hätte, wer denn nun zu den "verbreiteten" Zeitungen gehört und denen einen Platz vorab fest reserviert hätte. Nach der Auflage etwa ? Da wäre die Blöd-Zeitung auch dabei gewesen, von demher passt's doch, meine Güte. Oder ginge es nach dem Ausbildungsgrad der Journalisten ? (Akademiker?) Bei beschränkten Platz-Kontingenten ist der Zoff immer vorprogrammiert, egal wie man es macht denke ich mal.
    Ich auch.
    Wohlweislich wurde deshalb die Vergabe auch nie von der Meinung eines Richters oder dessen Kollegenrat festgemacht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde um "Lieblingszeitung" geht es nicht.
    Es geht um eine breite Berichterstattung - und da ist ganze Spektrum von FAZ bis taz ausgeschlossen.
    Tatsächlich ist nur eine (!) überregionale Tageszeitung vertreten, das ist die BILD.

    Ich bleibe dabei - absolut unprofessionell und an der Sache vorbei.

    Genau wie man Kontingente für ausländische Medien geschaffen hat, hätte man auch hier Kontingente schaffen müssen. Oder regionale Medien überhaupt nur zulassen, wenn relevantes Interesse vorliegt, weil beispielsweise Opfer aus dieser Region betroffen sind.

    Information der Öffentlichkeit bei so einem zentralen Prozess darf nicht vom Zufall abhängen.
    Hängt sie ja auch nicht. Es gibt nicht drei Medienstimmen, sondern über 50; breitgefächert GsD.
    Warum sollte in einem "Dudelsender" kein Verantwortlicher sitzen, der die Dinge auch nicht falscher sieht als die hehren Schreiber/innen der ZEIT? Was du forderst, ist Selektion - in meinen Augen undemokratisch. Unsere Gesellschaft setzt sich aus sehr vielen und sehr bunten Teilen zusammen.
    Zugeständnisse außerhalb des Zufalls hätte in meinen Augen allein für Medien aus den Ländern der Opfer geben müssen.
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


    'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit


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  6. VIP

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    AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ausserdem müssen ev einige Damen und Herren, die es nicht mehr so gewöhnt sind, etwas früher aus den Federn um doch noch einen Platz zu ergattern.
    .
    Diesen Satz finde ich ziemlich überheblich.

    Weißt Du eigentlich, welche Arbeitszeiten Journalisten haben, damit der geneigte Leser morgens in der S-Bahn schon detailliert nachlesen kann, wie das Champions-League-Spiel am Vorabend (bis 22:30 Uhr) gelaufen ist?

    Oder wie lange Redaktionen und Newstables bis in die Nacht besetzt sind, weil gerade auf der Welt irgendwo irgendeine Krise ausbricht, die Dir morgens frisch gedruckt zum Frühstück präsentiert wird?
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  7. Inaktiver User

    AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Zugeständnisse außerhalb des Zufalls hätte in meinen Augen allein für Medien aus den Ländern der Opfer geben müssen.
    Die hat es ja beim 2. Durchlauf gegeben ... wobei die meisten Opfer ja deutsche Staatsbürger sind.
    Wenn sich da jetzt winzig-kleine-kommunale Medien und Unterhaltunsgsender aus der Türkei beworben hätten und nicht die großen türkischen Medien, hätte ich mich genau so gewundert, wie über den großen Ansturm regionaler Medien aus Deutschland.

    Und auch bei regionalen sollte man unterscheiden: hier stammen beispielsweise 3 Opfer aus Nürnberg, trotzdem sind die Nürnberger Nachrichten nicht dabei.
    In dem Fall hätte es aber sehr viel Sinn gemacht.

  8. Inaktiver User

    AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Ausserdem müssen ev einige Damen und Herren, die es nicht mehr so gewöhnt sind, etwas früher aus den Federn um doch noch einen Platz zu ergattern.
    Diesen Satz finde ich ziemlich überheblich.

    Weißt Du eigentlich, welche Arbeitszeiten Journalisten haben, damit der geneigte Leser morgens in der S-Bahn schon detailliert nachlesen kann, wie das Champions-League-Spiel am Vorabend (bis 22:30 Uhr) gelaufen ist?

    Oder wie lange Redaktionen und Newstables bis in die Nacht besetzt sind, weil gerade auf der Welt irgendwo irgendeine Krise ausbricht, die Dir morgens frisch gedruckt zum Frühstück präsentiert wird?

  9. Inaktiver User

    AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Diesen Satz finde ich ziemlich überheblich.

    Weißt Du eigentlich, welche Arbeitszeiten Journalisten haben, damit der geneigte Leser morgens in der S-Bahn schon detailliert nachlesen kann, wie das Champions-League-Spiel am Vorabend (bis 22:30 Uhr) gelaufen ist?

    Oder wie lange Redaktionen und Newstables bis in die Nacht besetzt sind, weil gerade auf der Welt irgendwo irgendeine Krise ausbricht, die Dir morgens frisch gedruckt zum Frühstück präsentiert wird?
    Also für mich müsste der ganze Stress nicht sein, wenn ich die Katastrophen dieser Welt ein paar Stunden späger erfahre, reicht es mir auch, mich interessieren in diesem Zusammenhang meist ohnehin ganz andere Dinge, die in den Zeitungen eher nicht stehen.

    Ausserdem fallen mir spontan etliche weitere Berufe ein, bei denen nicht immer nur zu Bürozeiten gearbeitet wird und man am nächsten Tag trotzdem zur Stelle zu sein hat, aber es geht mir jetzt nicht mal um diese Diskussion.

    Etwas mehr Fingerspitzengefühl im Vorfeld hätte die Situation wohl am ehesten entspannt.

  10. Moderation

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    AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn sich da jetzt winzig-kleine-kommunale Medien und Unterhaltunsgsender aus der Türkei beworben hätten und nicht die großen türkischen Medien, hätte ich mich genau so gewundert, wie über den großen Ansturm regionaler Medien aus Deutschland.
    Hätten aber genauso zum Zug kommen müssen wie die überregionalen. Alles andere wäre wieder dem Gericht angelastet worden.

    Mir gefällt nicht, wie einige große Blätter hierzulande aufgehen, weil das Los an ihnen vorbei ist. Fehlt nicht viel, und sie erklären das Gericht für befangen und sowieso ungeeignet, den Prozess abzuhalten. Das eigentliche Thema scheint gar nicht mehr wichtig.
    *
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