Ein guter Kommentar (auf SPON) zur Sache ...
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29.04.2013, 23:27Inaktiver User
AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern
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29.04.2013, 23:32
AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern
Hallo Zusammen,
sorry, ich kann diesen ganzen Affenzirkus nicht mehr hören, die Medien schaukeln sich einmal mehr mit ihren Meldungen gegenseitig hoch ...und wahrscheinlich haben sich gerade deswegen nun noch viele (auch unbedeutende) Vertreter um Plätze beworben und mitunter den Zuschlag erhalten.
Ja - es ist ein sehr trauriges Kapitel, was die NSU-Zelle über Jahre getrieben hat, aber wenn ich den Anteil des ganzen Hickhacks "nur" um diese Platzvergabe an den Nachrichten insgesamt betrachte: Haben wir keine anderen wertigen Meldungen über die es zu berichten lohnt? Gar nicht auszudenken wenn nächste Woche der Prozess beginnt, es wird Zeit dass der nächste Hoeness kommt ...
Viele Grüße aus Lower Bavaria
rennsemme
Die Geschichte vom alten Indianer - oder "Wer weiß wozu das gut ist?"
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29.04.2013, 23:59
AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern
Ja nee, ist klar.
Ich gehe davon aus, dass auch in "Lower Bavaria" das Internet einigermaßen funktioniert. Du solltest es nutzen.
Es ist mühelos zu googeln, dass sich für die Verlosung 324 Bewerber angemeldet haben. Darunter die etabliertesten deutschen Tageszeitungen.
Auf den nächsten Hoeneß kann ich übrigens gerne verzichten. Mir reicht die Medienhysterie um den einen und ich fände es viel spannender zu erfahren, wieviel Steuern möglicherweise mein Nachbar oder mein Chef hinterzogen haben.
Die sind aber nicht prominent und deshalb schreibt niemand was darüber. Mein Wissensbedarf wird also von der deutschen Presse nicht gedeckt. Wo bitte kann ich mich beschweren.
Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)
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30.04.2013, 07:33
AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern
brigitte, stern macht gruner & jahr, der konzern ist miteigentümer der news verlagsgruppe in österreich. das ist schon gut.
ich finde das vorteilhaft, dass durch das los kleinere blätter sowie ein frauenmagazin eine chance erhielten den prozess zu beobachten. warum sollten die paar führenden blätter zwangsläufig bessere redakteure haben?
angesichts des terrors müssen wir alle die demoktratie wieder stärken wollen, im konkreten ist das durch beobachtung eines prozesses möglich.
aus unserem land sind einige politisch rechts aktive nach ostdeutschland abgewandert, sie haben sich da eingekauft. das gebiet müssen sie als für ihre ideen geeigneter empfunden haben.
interessant.Geändert von legrain (02.05.2013 um 00:34 Uhr)
lg
legrain
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30.04.2013, 08:13Inaktiver User
AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern
Vielen Dank!
Das trifft sehr gut meine Gedanken zu dieser unguten Angelegenheit.
Mag ja durchaus interessant sein, was an Ideen und Sichtweisen von Seiten der "journalistischen Nebenplätze" so kommt - aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass z.B. in "seichten" minikleinen Radiosendern (und gewissen Zeitungen/Zeitschriften) Fachleute mit weltpolitischen Einsichten sitzen.
Bleibt zu hoffen, dass sie dann lieber den Mund halten, statt auch noch Mist zu verbreiten.
Peinlich peinlich für unser Land!
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30.04.2013, 08:43Inaktiver User
AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern
Dass die Friedrichsen sauer ist, kann ich mir vorstellen.
Ich finde es auch nicht sonderlich glücklich, dass einige große Blätter beim Losverfahren rausgeflogen sind.
Aber es geht bei diesem Hin und Her längst nicht mehr um Öffentlichkeit, die angesichts von 50 Journalistenplätzen durchaus gewahrt ist. Bei den jetzigen Klagen geht um wirtschaftliche Interessen der Blätter.
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30.04.2013, 12:35Inaktiver User
AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern
Ich denke auch, dass es beim aufjaulen der "großen" Blätter, die nicht zum Zug kamen, nur um die Auflage geht. Und nicht um die angeblich fehlende "seriöse" Berichterstattung, die -klaro!- eben nur diese Zeitungen gewährleisten können...

Sie fürchten wohl, dass die Leute statt der FAZ in den nächsten Wochen die Brigitte kaufen !

Gruß, Elli
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30.04.2013, 12:36Inaktiver User
AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern
Aber es geht nicht um die Redakteure sondern um die Gerichtsberichterstattung. Es macht einen sehr großen Unterschied aus, WER – entweder Gerichtsberichterstatter oder Journalist - von einem Prozess berichtet.
Es macht einen Unterschied aus, ob derjenige Ahnung hat von der Materie; sich also mit Strafprozessen auskennt, oder nicht. Jemand, der sich nicht auskennt, registriert vieles gar nicht als irgendwie bedeutungsvoll, obwohl es für den Prozess von Belang und sehr wichtig sein kann; weshalb Leute, die keine Ahnung von Strafprozessen haben, dazu neigen, aus Dingen, die sie hören oder sehen, völlig falsche Schlüsse zu ziehen.
Deshalb finde ich es schade, dass FAZ und ZEIT nicht akkreditiert wurden, denn beide Zeitungen sind ziemlich gut in der Berichterstattung über Strafprozesse. Wenigstens ist Frau Friedrichsen vom SPIEGEL dabei, obwohl sie an Gerhard Mauz nicht herankommt.
Wirklich gute Gerichtsberichterstatter sind sehr, sehr selten. Das muss jemand sein, der die schwierige, komplexe Materie auch noch so aufbereiten kann, dass sie der normalen Leserschaft begreiflich wird bzw. diese etwas damit anfangen kann. Das gelingt meistens noch nicht mal einem Strafrechtler, und bei einem Nichtjuristen fällt das Ergebnis inhaltlich entsprechend schlecht aus.
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30.04.2013, 12:43Inaktiver User
AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern
Brigitte kann den Prozess unter ganz besonderen Aspekten beleuchten und eine Umstylungsserie bringen: Beate Zschäpe … vorher/nachher
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30.04.2013, 12:59Inaktiver User
AW: NSU Prozess.: Gericht wird nichts am Vergabeverfahren für Journalisten ändern


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