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  1. Inaktiver User

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Zitat Zitat von Brochti Beitrag anzeigen
    Ebenso wie erwähnt wurde, dass die meisten froh wären, ein zu versteuerndes Einkommen in dieser Höhe zu haben. Damit ist man sicher noch nicht reich, aber auch nicht mehr so arm, dass eine etwas höhere Steuerbelastung die Existenz oder auch nur nennenswert den bisherigen Lebensstil bedroht.
    Dass Bürger der Unterschicht froh wären ein zu versteuerndes Einkommen von 65.000 Euro zu haben, ist kein Argument dafür diesen Mittelbau unserer Gesellschaft, der schon unter Rot-Grün stark belastet wurde, noch stärker zu belasten.
    Im übrigen darf ein hochqualifizierter Arbeitnehmer in unserem Land auch mehr erhoffen, als dass seine Existenz nicht bedroht sei.


    Ersparnisse sind ja nicht das gleiche wie Kapitalerträge.
    Das wollte ich damit auch nicht sagen.
    Wenn man aber auf seine Ersparnisse nur einen Zins von 0 oder 1 komma irgendwas erhält, und die Inflationsrate darüber liegt, und bei einem emsigen Sparer auch noch erhöhte Kapitalertragssteuern hinzu kommen, dann handelt es sich dabei um eine schleichende Entwertung dieser Ersparnisse.


    Die momentane Pauschalbesteuerung ist doch ein Witz und nützt - wenn sie überhaupt greift - Leuten mit großem Vermögen immer noch eher als Kleinsparern und Altersvorsorgern. Denn erstmal gibts ja Freibeträge, die man mit "Minimalzinsen" eh nicht so leicht knackt. Dann zahlt man die Pauschalen 25%, statt wie früher abhängig vom Gesamteinkommen - was für Kleinsparer (=i.A. auch Kleinverdiener) eher weniger, bei großem Vermögen aber mehr gewesen wäre.
    Die momentane Pauschalbesteuerung ist tatsächlich ein Witz, und zwar, weil der Staat so tut, als wenn Erträge, die unterhalb oder an der Inflationsrate liegen, tatsächliche Geldmehrung bedeuten würde.
    Außerdem sollte man den Begriff des Kleinsparers nicht zu eng fassen. Es gibt viel Raum zwischen Minisparbüchern und großen Vermögen.


    Bei der Vermögenssteuer sollte es ja durchaus nicht unmöglich sein, das gerecht zu gestalten, ohne Immobilien ganz auszunehmen und Verfassungswidrig zu werden. Z.B. auch wiede mit Freibeträgen, die Omma ihr klein Häuschen und Sparbuch in Ruhe lassen, ohne dass größere Vermögen ganz aussen vor bleiben.
    Ich habe kein klein Häuschen und würde mich ganz, ganz herzlich bedanken, wenn andere Leute mietfrei in vermögenssteuerfreien Häusern wohnen können, während bei Leuten mit Kapitalvermögen direkt zugegriffen wird.


    Die 65.000€-Grenze, ab der sich Steuererhöhungen bemerkbar machen würden, wurde doch schon genannt. Dazu wurden 100.000€ als Grenze für den Spitzensatz angepeilt, wenn ich mich recht entsinne.
    Der Herr hat zwar wiederholt betont, dass er nur in der Funktion als Vertreter des Steuerzahlerbunds spricht, war aber zuuufällig (auch in dieser Funktion sonst recht aktiver) CDUler...
    Seine Bewertung klang für mich auch mehr nach Klientelpopulismus für Einkommensstärkere Zielgruppen.
    Unbedingt! Der Bund der Steuerzahler ist eine Interessensgemeinschaft von Steuerzahlern, daher naturgemäß "Klientelpopulismus für einkommensstärkere Zielgruppen", wenn du es denn derartig haaresträubend formulieren willst.
    Der Paritätische Wohlfahrtsverband bietet demgegenüber "Klientelpopulismus für die einkommensschwachen Zielgruppen".

    Das nennt man Pluralismus.


    Ich finde es schon bedenklich, wieviel Sorgen man sich allenthalben um die armen Reichen macht
    Wer ist "reich"? Das ist offenbar immer eine Frage der Perspektive.

    Ich finde es schon bedenklich, wieviel Sorgen man sich allenthalben um die armen Reichen macht und lieber weiter die schröpfen möchte, bei denen eigentlich eh nix mehr zu holen ist, statt mal eine Umkehrung dieses Zustands anzustreben. Damit könnte der Staat nämlich weit mehr einnehmen, ohne den Betroffenen auch nur annähernd "alles wegzunehmen" (wie die potentiellen "Opfer" immer gern beklagen). Und auch zur Entlastung der Mittelschicht wäre dann vielleicht wieder etwas Spielraum.
    - Erhöhung der Einkommenssteuer, spätestens ab einem Einkommen von 65.000 Euro
    - Erhöhung der Kapitalertragssteuer
    - Einführung der Vermögenssteuer
    - Abschaffung des Ehegattensplittings

    das sind die Programmpunkte, die Rot/Grün für die Mittelschicht vorsieht.
    Geändert von Inaktiver User (19.03.2013 um 15:11 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Wie heißt es so schön: glaube nur den Statistiken, die du selber gefälscht hast.

    Ein schönes Beispiel dafür findet sich im ARD-Faktencheck der gestrigen Hart-aber-fair-Sendung:


    Thomas Oppermann meint, das durchschnittliche Jahreseinkommen der Arbeitnehmer in Deutschland liegt bei 28.000 Euro. Stimmt das?

    Markus Gangl antwortet:" Thomas Oppermann hat Recht. Er bezieht sich auf das durchschnittliche Jahresbruttoeinkommen aller Beschäftigten, d.h. einschließlich von Beamten, Selbständigen, sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, Vollzeit- wie Teilzeitbeschäftigten, Midi- und Minijobbern."



    Mit solchen Taschenspielertricks will man in der SPD also Steuererhöhungen für angeblich Reiche rechtfertigen.
    .
    Geändert von Inaktiver User (19.03.2013 um 15:10 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dass Bürger der Unterschicht froh wären ein zu versteuerndes Einkommen von 65.000 Euro zu haben, ist kein Argument dafür diesen Mittelbau unserer Gesellschaft, der schon unter Rot-Grün stark belastet wurde, noch stärker zu belasten.
    Im übrigen darf ein hochqualifizierter Arbeitnehmer in unserem Land auch mehr erhoffen, als dass seine Existenz nicht bedroht sei.
    Da ham wa jetzt aber gekonnt die relevante hälfte weggelassen, nichwa? Ich Ergänze:
    Zitat Zitat von mir Beitrag anzeigen
    [...] die Existenz oder auch nur nennenswert den bisherigen Lebensstil bedroht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das wollte ich damit auch nicht sagen.
    Wenn man aber auf seine Ersparnisse nur einen Zins von 0 oder 1 komma irgendwas erhält, und die Inflationsrate darüber liegt, und bei einem emsigen Sparer auch noch erhöhte Kapitalertragssteuern hinzu kommen, dann handelt es sich dabei um eine schleichende Entwertung dieser Ersparnisse.
    Selbst bei 2% und 800€ Freibetrag (in der Größe bewegt er sich glaube ich), kannst Du schonmal 40.000€ zusammensparen, bevor Du einen Cent auf die Erträge zahlst.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe kein klein Häuschen und würde mich ganz, ganz herzlich bedanken, wenn andere Leute mietfrei in vermögenssteuerfreien Häusern wohnen können, während bei Leuten mit Kapitalvermögen direkt zugegriffen wird.
    Die Idee des Freibetrags ist Dir (obwohl mitzitiert) entschlüpft?


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Unbedingt! Der Bund der Steuerzahler ist eine Interessensgemeinschaft von Steuerzahlern, daher naturgemäß "Klientelpopulismus für einkommensstärkere Zielgruppen", wenn du es denn derartig haaresträubend formulieren willst.
    Der Paritätische Wohlfahrtsverband bietet demgegenüber "Klientelpopulismus für die einkommensschwachen Zielgruppen".

    Das nennt man Pluralismus.
    Meine Betonung hätte auf "Populismus" gelegen, und zwar in dem Sinne dass er Aussagen verdreht und Mutmaßungen aufgestellt (und dann kritisiert) hat.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer ist "reich"? Das ist offenbar immer eine Frage der Perspektive.
    Durchaus ein Stück weit, ja.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    - Erhöhung der Einkommenssteuer, spätestens ab einem Einkommen von 65.000 Euro
    Die Anpassung der Progressionskurve, um das zu vermeiden, wurde auch angerissen. Und wenn nicht, dürfte es sich an der Stelle erstmal um eine Änderung im Bereich von 0,XX% handeln.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie heißt es so schön: glaube nur den Statistiken, die du selber gefälscht hast.

    Ein schönes Beispiel dafür findet sich im ARD-Faktencheck der gestrigen Hart-aber-fair-Sendung:

    Thomas Oppermann meint, das durchschnittliche Jahreseinkommen der Arbeitnehmer in Deutschland liegt bei 28.000 Euro. Stimmt das?
    Lass es bereinigt von Teilzeit & Co. 40.000 oder sogar 50.000 sein. Das ändert nichts daran, dass man mit 65.000 zwar noch lange nicht reich ist, aber schon ganz gut dasteht, oder?
    Disclaimer - These opiini^H^H damn! ^H^H ^Q ^[ .. :w :q :wq :wq! ^d X^?
    exit X Q ^C ^c ^? :quitbye CtrlAltDel ~~q :~q logout save/quit :!QUIT
    ^[zz ^[ZZZZZZ ^H man vi ^@ ^L ^[c ^# ^E ^X ^I ^T ? help helpquit ^D ^d
    man help ^C exit ?Quit ?q CtrlShftDel "Hey, what does this button d..."

    Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren was er bewahren möchte.

  4. Inaktiver User

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Zitat Zitat von Brochti Beitrag anzeigen
    Selbst bei 2% und 800€ Freibetrag (in der Größe bewegt er sich glaube ich), kannst Du schonmal 40.000€ zusammensparen, bevor Du einen Cent auf die Erträge zahlst.
    Und dafür kann ich mir dann ein Auto kaufen, oder was?
    Soll das etwa für die private Altersvorsorge, d.h. für 20-25 Jahre, ausreichen?

    Wenn man nicht in höher verzinsliche und riskantere Anlagen investiert, werden die Ersparnisse unter Berücksichtigung von Kapitalertragssteuer und Geldentwertung wie Butter in der Sonne schmelzen.


    Die Idee des Freibetrags ist Dir (obwohl mitzitiert) entschlüpft?
    Ich argumentiere auf der Linie des Bundesverfassungsgerichts, das es für einen Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgebot ansieht, wenn Immobilienvermögen bevorzugt behandelt werden.


    Meine Betonung hätte auf "Populismus" gelegen, und zwar in dem Sinne dass er Aussagen verdreht und Mutmaßungen aufgestellt (und dann kritisiert) hat.
    Aussagen verdreht? Inwiefern? - Mutmaßungen angestellt? Selbstverständlich.
    Denn der Herr Bundeskanzlerkandidat weigert sich ausdrücklich valide Zahlen mitzuteilen. Daher ist der Bund der Steuerzahler mit seinen Steuerfachleuten dazu gezwungen, aus Wahlprogrammen Aussagen zu extrahieren und sie in unser Steuersystem hineinzurechnen. - Was ist daran populistisch?


    Lass es bereinigt von Teilzeit & Co. 40.000 oder sogar 50.000 sein. Das ändert nichts daran, dass man mit 65.000 zwar noch lange nicht reich ist, aber schon ganz gut dasteht, oder?
    Ein höheres Einkommen geht normalerweise mit einer entsprechenden Ausbildung, Leistung sowie Wertschöpfung einher.

    Aber wie die rot-grünen Steuerpläne zu bewerten sind, bleibt jedem selbst überlassen.
    Man sollte auf jeden Fall wissen, dass von Rot/Grün substantielle Steuererhöhungen inklusive Einführung neuer Steuern und Wegfall von Steuerermäßigungen zu erwarten sind.
    Ebenso sollte jeder wissen, dass Rot/Grün keinerlei Steuererleichterungen vorgesehen hat, weder für Geringverdiener noch für Alleinerziehende noch für sonst irgendwen.
    .
    Geändert von Inaktiver User (20.03.2013 um 19:05 Uhr)

  5. User Info Menu

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Dabei wäre doch zuersteinmal zu erklären, wieso bei den höchsten Steuereinnahmen ever, überhaupt Steuererhöhungen notwendig sind die das Ziel der Einnahmeerhöhung haben, und nicht das schlichte Ziel einer gerechteren Einkommens- und Vermögensverteilung.

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    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kontrovers diskutiert wird dort nur die Anwendung des Ehegattensplittings für gleichgeschlechtliche Paare, aber nicht die Abschaffung.
    .
    Die Einführung eine Familiensplittings wird diskutiert, genauso wie bei eigentlich allen Parteien. Aber für solch eine Mammutreform braucht man ohnehin mehrere Jahre.

  7. gesperrt

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    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    "Erhöhung der Einkommenssteuer, Erhöhung der Kapitalertragssteuer, Einführung einer Vermögenssteuer und Abschaffung des Ehegattensplittings - hola! da darf man sich als Bürger der Mittelschicht so richtig drauf freuen.

    Ich glaub, ich überleg mir das noch mal, mit dem Kreuzchen für Rot/Grün"



    Rot/Grün? Schwarz/Gelb? Links/Rechts? Tatsache wird sein das deine Beispiele u.v.m für Deutschland den richtige Weg zeigen, nach der Agenda 2010 gibt es keine Alternative um weiter nach vorn zu kommen, und Schuldenbremse zu 100%. Machen wir es nicht werden uns andere Staaten den Rang abkämpfen, spätestens dann stehen wir da wie Griechenland. Du darfst gern mal in die Daten der Wirtschaft schnuppern, die Maßnahmekataloge großer Unternehmen, da wird noch sehr viel mehr auf uns alle zu kommen! Europa hat es so bestimmt und wir müssen uns danach richten, oder haben wir eine Wahl???

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    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    SPD/Grüne wollen Hartz4 erhöhen und dabei Sanktionen abschaffen, mehr Rente gegen Altersarmut, Eurobonds, mehr Geld für Kitas, Schule und Bildung. Da brauchen sie natürlich mehr Geld. Freilich ohne irgendwo anders etwas zu streichen.

    Mehr Geld für Kitas, Ganztagsschulen, etc. finde ich auch sehr gut, aber wenn die Kinder versorgt werden, soll man auch Kindergeld entsprechend reduzieren.

  9. gesperrt

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    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    @Frank13 Ja, und sie rechnen mit Wählerstimmen die sich noch nicht einmal im Land befinden! Ich gebe dir recht, Rot/Grün ist unser aller Untergang, die anderen auch, nur nicht ganz so schnell.

  10. User Info Menu

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    @ortrud-bernd, na ja, Untergang würde ich nicht gerade sagen. Aber SPD/Grüne werden die Mittelschicht in Deutschland noch mehr abschaffen und alles gleich machen. Jeder der was spart, sich ein Häuschen anschafft, sein Leben lang arbeitet schaut am Ende dumm aus der Wäsche. Es wird besteuert und doppelt besteuert. Das Häuschen muss so lange wärmeisoliert werden, bis es Energie produziert aber leider verkauft werden muss, um die Energiesparmaßnahmen zu bezahlen.

    Die Grünen meinen ja eh, ohne Auto lebt es sich besser und in Urlaub fahren kann man auch mit dem Fahrrad (wenn man Lehrer ist, mag das ja sogar stimmen). Es muss sich aber keiner Sorgen machen, denn egal ob Ziegenhirte, Hurenbock, Säufer, Handwerker, Maurer oder Banker, am Ende bekommt man ja die Grundrente.

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