Antworten
Seite 3 von 16 ErsteErste 1234513 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 159
  1. User Info Menu

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    DerJunge,

    da muß ich Dir wiedersprechen. Die SPD hat zugestimmt, als im Jahr 2006 die Mehrwertsteuererhöhung auf 19 % beschlossen wurde. Das war für eine große Menge eine Steuererhöhung.
    Das ist Vergangenheit. Und eine Mehrwertsteuererhöhung steht wohl aktuell nicht zur Debatte. Erst wenn es aufgrund der Eurorettung richtig teuer wird, gibts vermutlich keine andere Wahl. Aber da wäre dann auch die CDU vorne mit dabei.

  2. Inaktiver User

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Was bringt es auch konkrete Zahlen zu nennen, wenn nachher in einer Koalition sowieso Kompromisse geschlossen werden müssen?
    Und es dürfte mich sehr wundern, wenn die SPD nach der Wahl massive Steuererhöhungen für eine breite Mehrheit durchsetzt.
    Meine Antwort bezog sich auf diese Aussage von Dir. Sicher ist das Vergangenheit, aber es wirkt bis heute nach :-)

  3. Inaktiver User

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Das ist Vergangenheit. Und eine Mehrwertsteuererhöhung steht wohl aktuell nicht zur Debatte. Erst wenn es aufgrund der Eurorettung richtig teuer wird, gibts vermutlich keine andere Wahl. Aber da wäre dann auch die CDU vorne mit dabei.
    Ich denke, es gibt auch andere Möglichkeiten, die Steuerlast nicht auf die unteren und mittleren Einkommen zu verteilen. Das Barvermögen ab einer gewissen Höhe, z. B. Aber das kann man ja schlecht vor der Wahl sagen, denn dann würde man ja nicht mehr gewählt werden .

  4. Inaktiver User

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Ziemlich naiv
    zu glauben, dass ein Kanzlerkandidat im Wahljahr folgendes verspricht:

    - Erhöhung der Einkommenssteuer
    - Erhöhung der Kapitalertragssteuer
    - Einführung einer Vermögenssteuer
    - Abschaffung des Ehegattensplittings

    und zu glauben, dass er derartige "Versprechen" nicht halten würde.

    Wie sollte ihn die Opposition angesichts etwaiger Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat daran hindern? Und warum sollte sie ihn daran hindern wollen sich bei den Wählern unbeliebt zu machen?

    Damit die Bürger sich nicht schon vorher ausrechnen, ob sie zu den Geschröpften oder zu den Nutznießern einer rot-grünen Steuerpolitik gehören, gibt Steinbrück keine Details bekannt und hat bei Anne Will deutlich gemacht: ich wäre ja schön blöd, das vor der Wahl schon zu sagen.
    Das kam geradezu schelmisch 'rüber
    und Anne Will sowie die Deppen im Publikum haben darüber nur amüsiert gelacht.

    Aber gerade weil Steinbrück bereits vor den Wahlen von massiven Steuererhöhungen spricht, könnte er hinterher mit Fug und Recht sagen, die Bürger seien damit einverstanden, denn sonst hätten sie ihn nicht gewählt.
    Sein Trick ist es so zu tun, als wenn nur wirklich Reiche mehr Steuern zahlen müssen, aber der Bund der Steuerzahler kommt zu ganz anderen Ergebnissen.
    .
    Geändert von Inaktiver User (22.03.2013 um 10:04 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke, es gibt auch andere Möglichkeiten, die Steuerlast nicht auf die unteren und mittleren Einkommen zu verteilen. Das Barvermögen ab einer gewissen Höhe, z. B. Aber das kann man ja schlecht vor der Wahl sagen, denn dann würde man ja nicht mehr gewählt werden .
    Tja. Millionen von Menschen freuen sich, dass andere stärker besteuert werden und gehen davon aus, dass es sie selbst nicht betrifft, aber wenn man nur die Reichen besteuert, kommt man nie auf die Einnahmen, die Steinbrück offenbar anstrebt.
    Mit der Abschaffung des Ehegattensplittings ist viel mehr zu erreichen als mit einer Vermögenssteuer, denn eine solche Steuermaßnahme reicht bis tief in die untere Mittelschicht hinein und man kann sie so schön als "modern" verkaufen, auch wenn das Quatsch ist.

    Was das Barvermögen betrifft: die frühere Vermögenssteuer war verfassungswidrig, und zwar deshalb, weil v.a. Kapitalvermögen besteuert wurde, Immobilienvermögen aber nicht oder nur zu einem sogenannten "Einheitswert", der weit unter dem Marktwert lag.
    Also entweder berücksichtigt die von Steinbrück geplante Vermögenssteuer Immobilien in gleicher Weise wie Kapitalvermögen, oder sie wird wieder vom Bundesverfassungsgericht einkassiert.
    Geändert von Inaktiver User (16.03.2013 um 16:05 Uhr)

  6. User Info Menu

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Nam'd

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hast du dir auch die Interpretation des Vertreters des Bundes der Steuerzahler dazu nochmal angehört? Oder den von mir verlinkten Artikel in der FAZ zur Sendung gelesen?

    Es geht nicht nur um den Spitzensteuersatz, sondern auch um den Gesamtverlauf der Besteuerungskurve. Offenbar wird die Einkommenssteuererhöhung bereits ab einem Jahreseinkommen von ca. 65.000 zu spüren sein.
    Aber noch nicht mit dem Spitzensteuersatz. Dass man das evtl. noch durch Änderungen an der Progressionskurve beeinflussen könnte, wurde im übrigen auch gesagt. Ebenso wie erwähnt wurde, dass die meisten froh wären, ein zu versteuerndes Einkommen in dieser Höhe zu haben. Damit ist man sicher noch nicht reich, aber auch nicht mehr so arm, dass eine etwas höhere Steuerbelastung die Existenz oder auch nur nennenswert den bisherigen Lebensstil bedroht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Außerdem: wieso starrt alle Welt nur auf den Spitzensteuersatz?
    Steinbrück will Vermögen besteuern und Ersparnisse, d.h. Kapitalerträge, stärker besteuern.
    Passt natürlich prächtig zu der Vorstellung der Politik, man solle privat Vorsorge für das Alter treffen. - Können vor Lachen: die Zinsen sind minimal und liegen unterhalb der Inflationsrate. Und wenn man doch ein bisschen was erspart hat oder in rentablere Anlagen geht, besteuert einem Rot/Grün die Erträge unter dem Hintern weg.
    Ersparnisse sind ja nicht das gleiche wie Kapitalerträge.
    Die momentane Pauschalbesteuerung ist doch ein Witz und nützt - wenn sie überhaupt greift - Leuten mit großem Vermögen immer noch eher als Kleinsparern und Altersvorsorgern. Denn erstmal gibts ja Freibeträge, die man mit "Minimalzinsen" eh nicht so leicht knackt. Dann zahlt man die Pauschalen 25%, statt wie früher abhängig vom Gesamteinkommen - was für Kleinsparer (=i.A. auch Kleinverdiener) eher weniger, bei großem Vermögen aber mehr gewesen wäre.

    Bei der Vermögenssteuer sollte es ja durchaus nicht unmöglich sein, das gerecht zu gestalten, ohne Immobilien ganz auszunehmen und Verfassungswidrig zu werden. Z.B. auch wiede mit Freibeträgen, die Omma ihr klein Häuschen und Sparbuch in Ruhe lassen, ohne dass größere Vermögen ganz aussen vor bleiben.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Damit die Bürger sich nicht schon vorher ausrechnen, ob sie zu den Geschröpften oder zu den Nutznießern einer rot-grünen Steuerpolitik gehören, gibt Steinbrück keine Details bekannt[...]
    Die 65.000€-Grenze, ab der sich Steuererhöhungen bemerkbar machen würden, wurde doch schon genannt. Dazu wurden 100.000€ als Grenze für den Spitzensatz angepeilt, wenn ich mich recht entsinne.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sein Trick ist es so zu tun, als wenn nur wirklich Reiche mehr Steuern zahlen müssen, aber der Bund der Steuerzahler kommt zu ganz anderen Ergebnissen.
    .
    Der Herr hat zwar wiederholt betont, dass er nur in der Funktion als Vertreter des Steuerzahlerbunds spricht, war aber zuuufällig (auch in dieser Funktion sonst recht aktiver) CDUler...
    Seine Bewertung klang für mich auch mehr nach Klientelpopulismus für Einkommensstärkere Zielgruppen.


    Ich finde es schon bedenklich, wieviel Sorgen man sich allenthalben um die armen Reichen macht und lieber weiter die schröpfen möchte, bei denen eigentlich eh nix mehr zu holen ist, statt mal eine Umkehrung dieses Zustands anzustreben. Damit könnte der Staat nämlich weit mehr einnehmen, ohne den Betroffenen auch nur annähernd "alles wegzunehmen" (wie die potentiellen "Opfer" immer gern beklagen). Und auch zur Entlastung der Mittelschicht wäre dann vielleicht wieder etwas Spielraum.


    Gruß Brochti

  7. User Info Menu

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Zitat Zitat von Brochti Beitrag anzeigen
    Ersparnisse sind ja nicht das gleiche wie Kapitalerträge.
    Die momentane Pauschalbesteuerung ist doch ein Witz und nützt - wenn sie überhaupt greift - Leuten mit großem Vermögen immer noch eher als Kleinsparern und Altersvorsorgern. Denn erstmal gibts ja Freibeträge, die man mit "Minimalzinsen" eh nicht so leicht knackt. Dann zahlt man die Pauschalen 25%, statt wie früher abhängig vom Gesamteinkommen - was für Kleinsparer (=i.A. auch Kleinverdiener) eher weniger, bei großem Vermögen aber mehr gewesen wäre.
    Das klingt als ob nur die Upper Class Kapitalertragssteuer zahlen muss. Mittlerweile sind aber immer mehr Bürger Fondsanleger, die ebenfalls Kapitalerträge erhalten. Das sind dann keineswegs Großanleger, sondern Menschen, die mit kleinen monatlichen Raten beispielsweise für ihre Altersvorsorge sparen.

    Apropos Rente. Kapitalauszahlungen aus Lebens- und Rentenversicherungen fallen da übrigens auch drunter. Und es gibt genug Deutsche, die genau mit diesen Instrumenten für ihre Zukunft vorsorgen.
    Zitat Zitat von Brochti Beitrag anzeigen
    Bei der Vermögenssteuer sollte es ja durchaus nicht unmöglich sein, das gerecht zu gestalten, ohne Immobilien ganz auszunehmen und Verfassungswidrig zu werden. Z.B. auch wiede mit Freibeträgen, die Omma ihr klein Häuschen und Sparbuch in Ruhe lassen, ohne dass größere Vermögen ganz aussen vor bleiben.
    Ich hoffe mal sehr, dass es gerecht zugehen wird, glauben tue ich aber nicht daran. Oma klein Häuschen kann in Meck-Pomm gerade mal 50.000 Euro Wert sein, im Münchner Umland gerne und gut eine dreiviertel Million, ohne Haus.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  8. User Info Menu

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sein Trick ist es so zu tun, als wenn nur wirklich Reiche mehr Steuern zahlen müssen, aber der Bund der Steuerzahler kommt zu ganz anderen Ergebnissen.
    .
    Wie will der Bund der Steuerzahler ohne konkrete Vorgaben denn zu konkreten Ergebnissen kommen? Also ich kann aus den oben genannten Schlagwörtern noch keine Steuererhöhungen auf breiter Front erkennen.
    Die Abschaffung des Ehegattensplittings wird übrigens auch in der CDU vermehrt diskutiert.

  9. User Info Menu

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Moin

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Das klingt als ob nur die Upper Class Kapitalertragssteuer zahlen muss.
    Momentan ja gerade nicht.
    Vor Einführung der Pauschalbesteuerung wurden aber Kapitalerträge mit von der Einkommenssteuer erfasst - was bei höheren Einkommen auch (u.U. deutlich) höher ausgefallen wäre, bei kleinen bis mittleren ungefähr gleich oder sogar etwas niedriger. Gerade letzteren wurde die Pauschale aber großartig als Entlastung verkauft, die sie dann für andere war. (Scheint generell ganz gut zu funktionieren; siehe Spitzensteuersatz, von dem sich wohl irgendwie jeder schon betroffen fühlt, so wie dessen Erhöhung Leute verschrecken kann...)


    Gruß Brochti
    Disclaimer - These opiini^H^H damn! ^H^H ^Q ^[ .. :w :q :wq :wq! ^d X^?
    exit X Q ^C ^c ^? :quitbye CtrlAltDel ~~q :~q logout save/quit :!QUIT
    ^[zz ^[ZZZZZZ ^H man vi ^@ ^L ^[c ^# ^E ^X ^I ^T ? help helpquit ^D ^d
    man help ^C exit ?Quit ?q CtrlShftDel "Hey, what does this button d..."

    Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren was er bewahren möchte.

  10. Inaktiver User

    AW: Die Parteien im Bundestagswahljahr

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Wie will der Bund der Steuerzahler ohne konkrete Vorgaben denn zu konkreten Ergebnissen kommen?
    Er geht davon aus, dass die Erhöhung des Spitzensteuersatzes nicht abrupt erfolgt, sondern in einer Kurve - so wie es ja auch sonst in der Einkommenssteuer üblich ist. - Im übrigen sind das Schätzungen von Steuerfachleuten, auf Basis der Parteiprogramme.

    Steinbrück weigerte sich Konkretes dazu zu sagen, aber das legt nahe, dass der Bund der Steuerzahler so falsch nicht liegt.

    Übrigens sagte Steinbrück bei Anne Will, es träfe die "obersten 20% der Einkommen".
    Hört sich erstmal für viele beruhigend an.
    Gestern bei Frank Plasberg wurden die "obersten 10% der Einkommen" bei der Grenze von 65.000 Euro festgemacht.
    Die Schlüsse aus diesen beiden Aussagen darfst du selber ziehen.

    Also ich kann aus den oben genannten Schlagwörtern noch keine Steuererhöhungen auf breiter Front erkennen.
    Ich bin da ganz unbesorgt. Spätestens nach der Wahl werden auch Blinde sehend.

    Die Abschaffung des Ehegattensplittings wird übrigens auch in der CDU vermehrt diskutiert.
    Kontrovers diskutiert wird dort nur die Anwendung des Ehegattensplittings für gleichgeschlechtliche Paare, aber nicht die Abschaffung.
    .
    Geändert von Inaktiver User (19.03.2013 um 14:08 Uhr)

Antworten
Seite 3 von 16 ErsteErste 1234513 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •