Bitte missverstehe aber nicht die Ziele der AfD. Die AfD will nicht weniger Europa, sondern ein besseres, friedlicheres, wohlhabenderes Europa.
Die kulturellen Unterschiede, die es in den einzelnen europäischen Staaten gibt, haben sind über Jahrhunderte entwickelt. So wie man im Norden Europas gern ein deftiges Frühstück verzehrt, im Süden aber ein Croissant mit Kaffee ausreicht, so gibt es auch unterschiedliche Traditionen Geld gegenüber. Warum sollen die unterschiedlichen Staaten sich jetzt gegenseitig mit einer gemeinsamen Währung knechten und sich gegenseitig Vorwürfe machen, ihr Weg wäre der falsche und nur der eigene Weg wäre der einzig richtige? Das ist so, als würde die EU vorschreiben, was man zum Frühstück essen darf und was nicht.
Der Euro war ein historischer Fehler. Er ist die Ursache für die Uneinigkeit in Europa. Diesen Fehler gilt es zu korrigieren.
Die AfD hat nichts gegen Europa (im Gegenteil). Sie hat nur was gegen den Euro.
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Thema: Alternative für Deutschland
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01.06.2013, 09:47
AW: Alternative für Deutschland
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01.06.2013, 11:46Inaktiver User
AW: Alternative für Deutschland
@Frank13
Auch eine Einheitswährung kann mit ökonomischen Mitteln auf- bzw. abgewertet werden. Eine unter einer Reihe von Möglichkeiten sind Lohn- und Gehaltserhöhungen in Staaten mit hoher Produktivkraft. In Deutschland z.B.
Kulturelle Unterschiede in Ländern einer Gemeinschaft sollten eher in eine integrierte Vielfalt, von der alle Mitglieder profitieren, münden, als zu der Idee einer Rückführung in alte Verhältnisse verleiten.
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01.06.2013, 12:09Inaktiver User
AW: Alternative für Deutschland
@ Colonna
Auch ich bin nicht für einen Euro-Austritt, jedenfalls nicht der stärkeren Euro-Staaten.
Aber die bisherige Euro-Politik hat nicht sehr viel gebracht, und eine Kehrtwende sehe ich leider nicht, immer nur weiteres Flicken wollen.
Euro-Rettung ohne dass die schwachen Euro-Länder wettbewerbsfähiger werden, halte ich für keine Lösung.
Gegen den ESM läuft ja auch noch eine Verfassungsklage, da er lt. der Kläger gegen den Maastricher Vertrag verstößt. Das Verfassungsgericht hat darüber noch nicht entschieden.
Eine Lösung mit zwei Währungen für schwache Euro-Staaten (u.a. ein Vorschlag der AfD), halte ich mittlerweile gar nicht mal für dumm.
Allerdings kommt man bei der Euro-Politik m. E. nicht mit Neoliberalismus weiter, und darauf ist die AfD eindeutig ausgerichtet.
Die schwachen Euro-Staaten können bei starkem Konkurrenzdruck überhaupt nicht mithalten, haben keine Chance, wieder auf die Füße zu kommen.
Die starken Euro-Länder müssten meines Erachtens den schwächeren viel mehr Chancen zur Selbsthilfe einräumen.
Das mag sich vlt. contraire zu dem lesen, was ich am 29.05. schrieb.
Das war aber mehr an potenzielle AfD-Wähler gerichtet, die sich von der AfD möglicherweise schlaraffenartige Zustände nach einer Abkehr Deutschlands vom Euro für die Deutschen vorstellen.Geändert von Inaktiver User (01.06.2013 um 12:15 Uhr)
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01.06.2013, 12:18
AW: Alternative für Deutschland
Das hört sich immer so überzeugend an. Wäre doch viel einfacher und nicht so schmerzhaft, wie Lohnsenkungen oder Abwertungen.
Leider ist die Eurozone nicht die ganze Welt, und es geht nicht nur um Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Eurozone.
Deutschlands Export geht zu ca. 65% außerhalb der Eurozone, und dort muss Deutschland eben auch wettbewerbsfähig sein. Ebenso wie die Schwachlaender mit ihren dort eben auch nicht konkurenzfaehigen Produkten eben auch.
Daher hoert sich die Aufwertungsidee nett an,
ist aber utopisch.
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01.06.2013, 12:22
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01.06.2013, 12:24
AW: Alternative für Deutschland
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01.06.2013, 12:28Inaktiver User
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01.06.2013, 13:48Inaktiver User
AW: Alternative für Deutschland
@Ahab
Die Aufwertung in wirtschaftlich starken Staaten und die Abwertung in wirtschaftlich schwachen ist nicht utopisch, diese Maßnahmen wurden auch vor dem Euro gesetzt. Mit der Einheitswährung sind sie ebenfalls nötig, der Weg ist eben nur ein anderer als zur Zeit der europäischen Nationalwährungen.
Ein Teil der EU-Probleme ist dadurch entstanden, dass ein wirtschaftlich starkes Deutschland die Löhne und Gehälter über einen zu langen Zeitraum niedrig gehalten hat.
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01.06.2013, 14:14
AW: Alternative für Deutschland
Dies mag man innerhalb der Eurozone so auslegen können. Die Länder der Eurozone konkurrieren aber nicht im wesentlichen intern, dass ist doch das Problem. Wenn die Bewertung des Euros für die deutschen gegenüber dem US-Dollar fair ist, hat es keinen Zweck darauf zu bestehen, dass die Bewertung gegenüber dem Euro der Griechen zu niedrig ist. Die Musik spielt eben ganz wo anders.
Und die Zuschreibung der Verantwortung auf das "Niedrighalten" der Deutschen ist auch mehr als fragwürdig.
Wenn man schon glaubt, dass der eine zu wenig nähme, und der andere zu viel: Wie kommt man darauf die Verantwortung demjenigen zuschieben zu wollen, der zu wenig genommen hat?
Man kann das jetzt durch die ideologische soziale oder eine philantropische Brille anschauen: Es ändert nichts an den Tatsachen: Es führt kein weg daran vorbei, dass die Länder mit zu hohen Kosten sich anpassen. Du glaubst doch nicht wirklich (als Beispiel), dass Portugal, das von seiner Textilindustrie lebte, diese verloren hat wegen der niedrigeren Löhne Deutschlands? Oder lags doch eher an der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Asien?Geändert von Ahab (01.06.2013 um 14:18 Uhr)
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01.06.2013, 14:42
AW: Alternative für Deutschland
Klar, wäre man in Deutschland heute einen anderen Weg gegangen, dann ginge es uns heute wie Frankreich oder Spanien: wir wären nicht die wirtschaftlich Starke Nation auf die alle neidisch sind, wir wären beliebter in Europa und man würde uns bemitleiden, weil wir auch 25% Jugendarbeitslosigkeit hätten.
Ist es das was du willst?



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