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    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das mit den Export-Rechnungen = u. a. Staatsschulden, die aus dem Rettungsschirm beglichen werden, war wohl falsch von mir gedacht.


    Wenn aber z. B. italienische Industrie-Betriebe deutsche Industrie-Maschinen kaufen, wird das deutsche Exportunternehmen bestimmt auf Begleichung der Rechnung oder Einhaltung der Kreditraten bestehen, die Waren ansonsten wieder einkassieren.

    Italien wird für Deutschland sicher nicht als bedeutendes Exportland gelten, wenn Industrie und Privatleute ihre Rechnungen nicht begleichen.
    Doch, letztlich bedeutet das ca. 250Mrd MINUS des Italienischen Target2 Saldos + die höchste Verschuldung genau das!

    Nochmal meine Theorie aus # 507:

    Durch DM steigende Preise können den Export gefährden.


    Durch DM steigende Preise können auch ohne Italien etc. den Export gefährden. Aber das ist nicht zwangsläufig so, gleichzeitig werden Importe (Rohstoffe, Vorprodukte) billiger, und ausserdem wertet die DM eben nicht zwangsläufig auf.

  2. Inaktiver User

    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was würde aus Deutschlands Export, wenn Deutschland zur DM zurückkehrte?

    Andere Euro-Austrittsländer würden keine hohen DM-Preise bezahlen wollen oder können, was wiederum sehr negative Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt hätte.

    Wer in dem Fall mit Lohnerhöhungen rechnet, hat sich wohl in den Finger geschnitten.
    Kann man das nicht ganz gut an der Schweiz sehen, was dann passieren würde?

    Absatzmärkte würden vielleicht weg brechen?
    Probleme mit Tourismus, Verlagerung von Arbeitsplätzen (Service und Produktion).
    Die Schweizer reagieren aber anscheiend nicht mit einer Abwertung ihrer Währung. Vielmehr scheinen sie auch anzufangen in Euro abzurechnen.

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    AW: Alternative für Deutschland

    2 Deiner Artikel sind von 2011, bei dem dritten handelt es sich um einen Umsatzrückgang von sage und schreibe 1,4 %!

    Ausserdem managed die Schweiz ihre Währung sehr wohl, unproblematisch ist der Aufwertungsdruck natürlich nicht.

    Aber merke: Die Schweiz hat eine echte Fluchtwährung mit sehr hoher Kaufkraft und ist trotzdem eine der wenigen europäischen Nationen mit ausreichend Wachstum, und zwar rund 1,5 % des BIP MEHR als Deutschland! Deutlich weniger Zinsen zahlen die Schweizer auch, und die Inflationsrate liegt trotzdem unter den Zinsen. Die Löhne sind in allen Bereichen gut, Mindestlohn einer Kassiererin liegt bei ca. 3600,-, wovon sie viel weniger Steuern bezahlt, insbesondere weil die Mehrwertsteuern nur bei 8% liegen.


    Den Deutschen damit zu drohen das es ihnen sonst bald so gehen wird wie den Schweizern hat Frau Merkel zwar vor 2 Jahren auch schon getan: aber, mit Verlaub, das ist doch an Blödheit kaum zu überbieten!

    99% der Deutschen würden da doch freudestrahlend entgegnen: Ja bitte! So gut hätt ich's gern!
    Geändert von Ahab (29.05.2013 um 20:30 Uhr)

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    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    .... Ausserdem managed die Schweiz ihre Währung sehr wohl, unproblematisch ist der Aufwertungsdruck natürlich nicht. Aber merke: Die Schweiz hat eine echte Fluchtwährung mit sehr hoher Kaufkraft .....
    ...ach ja und wieso hat die Schweiz den Franken im September 2011 fest an den Euro gekoppelt?

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    ...Die Löhne sind in allen Bereichen gut, Mindestlohn einer Kassiererin liegt bei ca. 3600,-, wovon sie viel weniger Steuern bezahlt, insbesondere weil die Mehrwertsteuern nur bei 8% liegen. ....
    ...aus unserer Sicht mag das viel erscheinen, aber die Lebenshaltungskosten sind dort auch um einges höher! Nimmt man z.B. den Big-Mac-Index als Maßstab kostet der Burger umgerechnet 4,94$ in Deutschland, aber stolze 7,12$ in der Schweiz ((USA 4,37$)), bei Mieten und anderen Dingen ist es ähnlich. Nicht ohne Grund treibt es die Schweizer in Scharen über die Grenze in Deutsche und Österreichische Supermärkte & Discounter. Folglich: Mindestlohn (oder "bedingungsloses Grundeinkommen" wie von Manchen gefordert) ist alles schön und gut, hört sich prima an, es ist mittel- u. langfristig nur soviel wert wie manch sich in der Real-Wirtschaft auf Dauer dafür leisten können wird ....

    Viele Grüße aus lower bavaria

    rennsemme

    Die Geschichte vom alten Indianer - oder "Wer weiß wozu das gut ist?"

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    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Zitat von rennsemme Beitrag anzeigen
    ...ach ja und wieso hat die Schweiz den Franken im September 2011 fest an den Euro gekoppelt?
    Der Franken ist nicht fest an den Euro gekoppelt, die SNB hat eine Untergrenze festgelegt, von der der Kurs aber derzeit ohne aktiven Eingriff der SNB um einiges entfernt ist. Das sprach ich ja auch an. Die eigene Währung managen könnte Deutschland auch. Eine Währung abwerten ist nämlich nicht das Problem, sie gegen den Markt aufzuwerten praktisch unmöglich.

    ...aus unserer Sicht mag das viel erscheinen, aber die Lebenshaltungskosten sind dort auch um einges höher! Nimmt man z.B. den Big-Mac-Index als Maßstab kostet der Burger umgerechnet 4,94$ in Deutschland, aber stolze 7,12$ in der Schweiz ((USA 4,37$)), bei Mieten und anderen Dingen ist es ähnlich. Nicht ohne Grund treibt es die Schweizer in Scharen über die Grenze in Deutsche und Österreichische Supermärkte & Discounter. ...
    rennsemme
    Da glaubt einer an Wirtschaftsflüchtlinge aus der Schweiz. *schlapplach*

    Klar kaufen die Schweizer billiger, wenn es über die Grenze wesentlich billig er ist. Du verwechselst Sparsamkeit mit Not. Das ist Einkaufstourismus, genauso wie es Tanktourismus in die umgekehrte Richtung gibt. Das ändert doch nichts daran, dass die Schweizer wesentlich reicher sind als die Deutschen, und es mit dem derzeitigen deutlich besseren Wirtschaftswachstum trotz eigener Starkwährung auch bleiben.

    Darum ging es doch: die eigene Währung liesse die Wirtschaft abschmieren - und dafür ist die Schweiz nunmal ein ähnlich schlechtes Beispiel wie Schweden, Kanada etc. pp.

    Man sollte sich als Negativbeispiel wenigstens ein Land suchen das ein geringeres BSP und Wachstum hat, mehr Arbeitslose, mehr Schulden etc. als Deutschland, Holland, Frankreich etc.

    Da ausgerechnet Schweiz, Schweden usw. anzuführen, denen es in praktisch jeder Hinsicht deutlich besser geht ist doch komplett gaga.
    Geändert von Ahab (30.05.2013 um 09:29 Uhr)

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    AW: Alternative für Deutschland

    Ein Währung aufwerten kann man selbstverständlich. Man verknappt den Geldumlauf, s dass das Angebot sinkt. Die die unbedingt die Währung brauchen, müssen dann diese Währung teurer einkaufen.
    Genau das war das Problem des Franken, alle wollten ihre Euro gegen Franken tauschen, das Angebot an Franken auf dem Weltmarkt war aber nicht ausreichend, so dass der Kurs stieg.
    Deshalb hat die SNB die Euros aufgekauft, bis sie fast darin ersoffen sind.

    Egal ob Euro oder DM. Finanzkrisen dauern 6 –9 Jahre, wir sind erst im Jahr 6, also nicht ungeduldig werden.
    Am Ende hat der Markt recht. Politik und Notenbanken können nur kurzfristig die Stimmung ändern.
    Gegen den Markt kommt keine Politik an, zumindest nicht auf Dauer. Mittlerweile sprechen wir von Billionen an faulen Verbriefungen. Logisch, alles versichert.

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    AW: Alternative für Deutschland

    Zeitbombe für deutsche Sparer: 720 Milliarden Euro faule Kredite in Europa | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN
    Das kleine Übel.
    WestLB: In Düsseldorf tickt eine 1,5 Billionen Euro Derivaten-Bombe | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN
    Hier wird es schon etwas anspruchsvoller.
    Deutsche Bank gefährdet alle: 48 Billionen Euro in riskanten Wetten | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN
    Die sind dann schon mal etwas heftiger unterwegs.
    Europaweit sind es weitere Billionen.
    Wer hier noch ernsthaft über die Zukunft des Euro diskutiert ………….
    Tut mir leid. 3 Jahre, maximal, danach gibt es weitere europäische Währungen.

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    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Ein Währung aufwerten kann man selbstverständlich. Man verknappt den Geldumlauf, s dass das Angebot sinkt. Die die unbedingt die Währung brauchen, müssen dann diese Währung teurer einkaufen.
    Das geht am Thema vorbei. Der Punkt ist doch nicht ob eine Notenbank einer gesunden Volkswirtschaft mit gefragter Hartwährung diese verknappen könnte.

    Die Währung aufwerten kann eine Notenbank nur, solange eine wesentliche Nachfrage besteht. Das ist ja genau das Problem der inflationären Schwachwährungen:

    Die Währung einer maroden Volkswirtschaft mit inflationärer Währung die keiner haben will, wie Simbabwe-Dollar, argentinischen Pesos in den '80ern/'90ern, oder Drachme, Lira etc. bei Euroaustritt mit Parallelwährung kann keine Notenbank der Welt aufwerten, da diese Währung keiner braucht und keiner haben will, sonst wären einige Staatspleiten ausgeblieben.

    Eine Währung einer strukturell gesunden Volkswirtschaft wie der Schweiz oder Deutschlands abzuwerten durch Ausweitung der Geldmenge ist hingegen für einen Notenbank kein Problem (wenn auch nicht risikolos), so wie es die Schweiz getan hat.

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    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Zitat von rennsemme Beitrag anzeigen

    ...aus unserer Sicht mag das viel erscheinen, aber die Lebenshaltungskosten sind dort auch um einges höher! Nimmt man z.B. den Big-Mac-Index als Maßstab kostet der Burger umgerechnet 4,94$ in Deutschland, aber stolze 7,12$ in der Schweiz
    Ohne Währungsbereinigung und Berücksichtigung der Lohnunterschiede usw. ist das nur Augenwischerei. Der Zweck des Big Mac Indexes ist nicht ein Preisvergleich sondern ein Kaufkraftvergleich um über bzw. Unterbewertung einer Währung gegenüber dem Dollar darzustellen. Obige Zahlen sagen somit nur, dass der Schweizer Franken stark überbewertet ist, da man sich für einen Schweizer Big Mac fast anderthalb deutsche Big Macs kaufen kann.

    Die Wahrheit bezüglich des Wohlstandes ist:

    Durchschnittlich benötigte Arbeitszeit um einen Big Mac kaufen zu können:

    Zürich = 13 Minuten
    München = 20 Minuten

    So scheint mir die Sorge der Deutschen vor schweizer Verhältnissen schlecht begründbar.
    Geändert von Ahab (30.05.2013 um 11:05 Uhr)

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    AW: Alternative für Deutschland

    @Ahab
    Bei deiner These unterstellst du, dass keiner die Währung haben möchte. Wenn es so wäre, dann gäbe es die Währung überhaupt nicht.
    Ein Angebot wird nur auf Nachfrage generiert. Ein Angebot ohne Nachfrage gibt es nicht, außer bei Politikern, die bieten und biedern sich selbst regelmäßig an.
    Wenn das Land nur wenig zu bieten hat, dann kann es eben nur wenig Geld drucken. Ganz einfach ist das.

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