Die Frage von mir bitte im Zusammenhang (Diskussionsverlauf) lesen.
Ich habe kein Problem damit, dass Reiche steuerlich mehr belastet werden - ich wunderte mich nur, dass derjenige, den ich ansprach, damit einverstanden ist.
Leider steckt hinter dieser Forderung der AfD aber wohl nicht sehr viel, denn ihnen schwebt eine Steuerreform nach dem Modell von Paul Kirchhof vor (das hat bei der Einkommensteuer einen Spitzensteuersatz von 25%).
Antworten
Ergebnis 101 bis 110 von 604
Thema: Alternative für Deutschland
-
18.03.2013, 07:08Inaktiver User
AW: Alternative für Deutschland
-
18.03.2013, 07:43Inaktiver User
AW: Alternative für Deutschland
Ich gebe mich eben nicht mit dem "politischen Kern" zufrieden, sondern ich will wissen, was die da druhmerum so alles vorhaben.
Ich bin inzwischen auf ihr "Wahl-Wiki" gestoßen.
Zu anderen Punkten des Programmentwurfs der AfD komme ich später noch, zuerst zitiere ich sie mal zum Thema „Wettbewerbsfähigkeit durch Bildung, Einwanderung und Integration“ im Entwurf des Parteiprogarmms der Wahlalternative 2013
Meta:Gemeinschafts-Portal
Da grenzt sich die Afd zwar von diesem Standpunkt Sarrazins ab:
Es macht nichts, wenn die Deutschen immer weniger werden, wir können auch mit 30 Mio Deutschen glücklich sein. Eine Gefahr entsteht nur dann, wenn fremde Völker mit ihren Kulturen in unser Land kommen und wir gleichzeitig immer weniger werden.
um dann aber Folgendes auszuführen:
Die falsche Annahme, Zuwanderer aus islamischen Ländern würden ihre Gewohnheiten und Kulturen, ihre Familienclans und Moscheen nicht in das Aufnahmeland mitbringen, hat bis heute große Verunsicherungen in der Gesellschaft und eklatanten Schaden angerichtet, ja einen stillen, innerlichen Bürgerkrieg verursacht.
Bei der Auswahl von Zuwanderern muss folglich differenziert vorgegangen werden und neben der fachlichen Qualifikationen auch darauf geachtet werden, welche Einwanderergruppen in den Wertekanon des Aufnahmelandes passen. An den Opferzahlen der durch Migranten verübten Verbrechen an der einheimischen Bevölkerung ist ebenso zu messen, welche rechtlichen Maßnahmen die Integrationspolitik flankieren müssen wie an der durch Studien belegten Tatsache, dass jeder vierte junge Muslim Integration ablehnt und aktuell 46% der Migranten auf eine muslimische Bevölkerungsmehrheit hoffen.
Die Zuwanderung muss konsequent unter allen Gesichtspunkten gesteuert werden. Das Einwanderungskonzept von Kanada arbeitet hinsichtlich der qualifizierten Einwanderung mit einem erfolgreichen Punktesystem. Ein ergänzendes Auswahlverfahren auf der Grundlage unseres Wertesystems ist unerlässlich. Fehlt dieses, so hat dies fatale Auswirkungen auf alle politischen Felder.
Geändert von Inaktiver User (18.03.2013 um 10:43 Uhr)
-
18.03.2013, 09:22Inaktiver User
AW: Alternative für Deutschland
Programmentwurf der AfD
Programmentwurf
In ihrem Grundsatz redet die AfD von ihrer Besorgnis über die fortschreitende inhaltliche Erstarrung und Entdemokratisierung der etablierten Parteien, hält die traditionenllen Parteien für zunehmend unfähig, wichtige gesellschaftliche Grundentscheidungen sachgerecht zu treffen und sieht Deutschland in eine tiefe Krise geraten.
Den Erfolg Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg führt die AfD auf das harmonische Zusammenwirken von Rechtsstaat, Gewaltenteilung, Demokratie, Subsidiarität und sozialer Marktwirtschaft zurück und begründet die heute von ihnen gesehene Krise mit einem kulturellen Verfall des Parlamentarismus, mangelndem Respekt vor verfassungsrechtlichen und vertraglichen Bestimmungen auf Regierungsebene, einer zunehmend beeinträchtigten Gewaltenteilung sowie einem Versagen der Ordnungspolitik, die eine leistungsfähige Marktwirtschaft erst ermöglicht.
Und ich dachte, die Krise sei durch dubiose Geschäfte von Banken und deren Folgen
entstanden
Alterssicherungssysteme
In Deutschland werden viel zu wenig Kinder geboren, um die Alterssicherung im Umlageverfahren aufrechterhalten zu können. Dies ist ein ungestraft sich vollziehender Bruch des Generationenvertrages, dem die Politik nicht wirksam entgegengetreten ist. Durch die Niedrigzinspolitik der Finanz- und Eurokrise gerät auch die kapitalgedeckte Altervorsorge in eine tiefe Krise. Unsere Alterssicherung droht langfristig zu kollabieren, ohne dass die herrschende politische Klasse sich dieses Problem annimmt.
Was die AfD da konkret machen will, würde mich schon interessieren.
Eine Möglichkeit den demographischen Niedergang zu beeinflussen besteht darin, die existierenden finanziellen Anreize besser sichtbar zu machen. Z. B. könnte der Mutter unmittelbar nach der Geburt eines jeden Kindes eine Kindspauschale von 25.000 Euro ausgezahlt werden – finanziert durch den Wegfall des monatlichen Kindergeldes in den ersten ca. 10 Jahren. Für junge Paare wäre dies ein erheblicher Anreiz zur Familiengründung und auch größere Familien mit drei oder vier Kindern fänden dies finanziell attraktiv. Aus naheliegenden Gründen wäre die sofortige Auszahlungsmöglichkeit aber auf Mütter zu beschränken, die in geordneten Verhältnissen leben: Antragsberechtigt wären z. B. nur Mütter, die ein bestimmtes Mindestalter erreicht haben, über eine abgeschlossene Berufsausbildung und ein festes Arbeitsverhältnis verfügen etc.
...
Der aktuarische Wert der Kinderförderung im Umlageverfahren sollte daher ab Geburt auf Abruf auszahlbar sein, wenn der ausgezahlte Betrag nachweislich zur Vermögensbildung verwendet wird.
Auch das Krankenversicherungssystem ist durch die demographische Entwicklung stark beeinträchtigt. Die Leistung der Krankenversicherung erfolgt heute zu großen Teilen im Umlageverfahren aus den aktuellen Einnahmen, die von arbeitenden Beitragszahlern geleistet werden, während die Ausgaben durch den wachsenden Anteil alter Menschen, die nicht mehr arbeiten, tendenziell schneller steigen als die Einnahmen. Die WA-Partei fordert die Ergänzung des heutigen Systems der Krankenversicherung um eine durch Kapitalbeiträge gedeckte Säule. Das Krankenversicherungssystem leider aber auch unter einer mangelhaften Prävention, einem Mangel an Pönalisierung gesundheitsschädlichen Verhaltens (und Belohnung gesundheitsfördernden Verhaltens) und daran, dass zahlreiche Leistungen erbracht werden, für die keine medizinische Wirksamkeit nachgewiesen ist. Deswegen müssen die Prävention signifikant gestärkt werden, die Beitragshöhe zu den Krankenversicherungen in Abhängigkeit vom Gesundheitsverhalten korrigiert und die Leistungen streng auf medizinisch wirksame Maßnahmen beschränkt werden.
Sozialversicherung und Arbeitsmarkt
Die deutschen Sozialversicherungssysteme, die mehr als 60% der staatlichen Ausgaben ausmachen, sind nicht in einer Weise aufgebaut, die über die Konjunkturzyklen hinweg budgetneutral sind. Zwar erwirtschaften die Systeme im Konjunkturhoch unter Umständen Überschüsse, doch sind diese meist niedriger als die in der Rezession entstehenden Defizite. Langfristig erhöht die Unterfinanzierung der Sozialversicherungen daher die Staatsverschuldung, dies gilt insbesondere für Rentenkassen und das Gesundheitssystem. Beide bekommen über die Konjunkturzyklen hinweg starke Subventionen aus Steuereinnahmen oder Neuverschuldung. Diese nicht nachhaltige Struktur der Sozialversicherungssysteme hat zwei Hauptursachen: die demographische Entwicklung und der Ausschluss gering Qualifizierter vom Arbeitsmarkt, der zu einer teuren und nicht zielführenden Finanzierung ihrer Arbeitslosigkeit über Sozialleistungen führt.
Die WA-Partei fordert deswegen eine Anpassung der Systeme, um diese Ursachen effektiv anzugehen. Zur Integration von gering Qualifizierten in den Arbeitsmarkt fordert die WA-Partei eine Liberalisierung des Arbeitsmarktes und die Subventionierung der Weiterbildung niedrig Qualifizierter nach Erhalt eines Arbeitsplatzes.
Geburtenprämie für "in geordneten Verhältnissen lebende" - ab Geburt auf Abruf auszahlbar - wenn das Kapital zur Vermögensbildung verwendet wird ... statt Kindergeld, wohlgemerkt ...
Beitragshöhe zu den Krankenversicherungen vom Gesundheitsverhalten abhängig machen,
die Leistungen streng auf medizinisch wirksame Maßnahmen beschränken (was immer man auch darunter verstehen mag) ...
Weitere Liberalisierung des Arbeitsmarktes, Subventionierung nur zur Weiterbildung niedrig Qualifizierter ...
Das alles ist Sozialabbau hoch drei,
und dazu kann ich nur sagen: nicht mit mir
Geändert von Inaktiver User (18.03.2013 um 10:44 Uhr)
-
18.03.2013, 10:39
AW: Alternative für Deutschland
Vor ein paar Tagen hast du noch kritisiert, das die AfD Geldgeschenke verteilen will und fragtest wie man die Mehrkosten denn finanzieren wolle. Jetzt stellst du plötzlich fest, dass man Steuern und Ausgaben begrenzen will.
Ich merke, dass du reingefallen bist auf das Geschwätz von CDU/CSU/FDP/SPD/Grüne, die bezüglich Kostensteigerungen im Gesundheitswesen, Rentenentwicklung, etc. nicht die Wahrheit sagen oder lieber gar nichts sagen (bis nach der Wahl). Dass die Kosten im Gesundheitswesen explodieren, und dass es so nicht weiter gehen kann, ist eigentlich jedem klar, der sich in der Materie auskennt.
Hast du das noch nicht beobachtet: Vor der Wahl macht die Opposition immer die tollsten Versprechungen. Nach dem Wahlsieg sagt man dann einfach, man hat die Lage analysiert und sie ist ja viel schlimmer, als man sich in der Opposition hat vorstellen können. Deswegen gibt es für die vor der Wahl versprochenen Wohltaten leider kein Geld und man muss sparen, statt Geschenke verteilen (siehe F und Hollande, da wars genau so).
-
18.03.2013, 11:07Inaktiver User
AW: Alternative für Deutschland
Das streite ich nicht ab, ich bin anfangs, beim ersten Lesen der Kurzform des Wahlprogrammes, die hier verlinkt war, erst mal auf einiges hereingefallen.
Werter Mit-Diskutant,Ich merke, dass du reingefallen bist auf das Geschwätz von CDU/CSU/FDP/SPD/Grüne, die bezüglich Kostensteigerungen im Gesundheitswesen, Rentenentwicklung, etc. nicht die Wahrheit sagen oder lieber gar nichts sagen (bis nach der Wahl). Dass die Kosten im Gesundheitswesen explodieren, und dass es so nicht weiter gehen kann, ist eigentlich jedem klar, der sich in der Materie auskennt.
wir diskutieren hier doch das Programm der AfD.
Hereingefallen bin ich anfangs auf deren schön formulierten Forderungen.
Aber inzwischen habe ich genauer hingesehen.
Was ich inzwischen gemerkt habe, ist, dass die Forderungen der AfD auf massiven Sozialabbau hinauslaufen.Hast du das noch nicht beobachtet: Vor der Wahl macht die Opposition immer die tollsten Versprechungen. Nach dem Wahlsieg sagt man dann einfach, man hat die Lage analysiert und sie ist ja viel schlimmer, als man sich in der Opposition hat vorstellen können. Deswegen gibt es für die vor der Wahl versprochenen Wohltaten leider kein Geld und man muss sparen, statt Geschenke verteilen (siehe F und Hollande, da wars genau so).
Die AfD ist eine Mischung aus extrem-rechtskonservativ und extrem-liberal.
Aber was will man von der Nachfolgerin von "Bund freier Bürger", Bürger Konvent", "Freie Wähler", "Junge Freiheit" und "Hamburger Modell" auch anderes erwarten?
Meine Richtung ist das jedenfalls nicht, Frank.
Und ich hoffe nur, dass der Autor dieses Artikels hiermit recht haben wird:
Die "Alternative für Deutschland" erfährt überraschend viel öffentliche Aufmerksamkeit. Die Chancen, in den Bundestag einzuziehen, stehen aber schlecht. Sie könnte das Schicksal früherer CDU-Abspaltungen teilen.
Ganzer ArtikelGeändert von Inaktiver User (18.03.2013 um 11:26 Uhr)
-
18.03.2013, 11:24
AW: Alternative für Deutschland
Ich fürchte leider, dass eine SPD/Grüne-Regierung noch viel mehr Sozialabbau bedeuten würde. Siehe F/Hollande: die Arbeitslosigkeit in F war noch nie so hoch wie unter dem Sozialisten Hollande. Da wird das Rentenalter wieder auf 60 reduziert. Es fragt sich bloß für wen? Von den heutigen Jugendlichen in F werden viele niemals eine Rente sehen, weder mit 50, 60, 70 oder 80 Jahren. Die sehen nur ein Leben lang die Sozialhilfe.
Gutes wollen bedeutet leider nicht, dass man auch Gutes vollbringt. Spätestens wenn wir auch noch für Spanien, Italien und Frankreich Finanzhilfe zahlen werden und der Euro dann komplett den Bach runter geht, bleibt nicht mehr viel Geld für soziale Wohltaten übrig.
-
18.03.2013, 11:37Inaktiver User
AW: Alternative für Deutschland
Die Forderung nach so einer elitären Gesellschaft, wie die AfD sie anstrebt, stößt mich extrem ab.
(Siehe Einwanderungsprogramm, siehe Renten- und Familienprogramm, siehe Arbeitsmarktprogramm - überall Bevorzugung wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, also fernst von einer Gleichbehandlung der Menschen.)
Was ich von dem Punkt "Erneuerung des demokratischen Staatswesens" halten soll, weiß ich übrigens überhaupt noch nicht, da blicke ich noch nicht so richtig durch, was die da vorhaben, das ist mir jedenfalls alles höchst suspekt.Geändert von Inaktiver User (18.03.2013 um 11:43 Uhr)
-
18.03.2013, 11:48
AW: Alternative für Deutschland
Tja, da kann man dann nichts machen. Ich halte eine Einwanderungspolitik wie sie Kanada und Australien betreiben für sehr vernünftig und nachahmenswert.
Aber für dich bleiben dann ja genügend andere Parteien, die du wählen kannst. Die AfD will gar nicht alle Wähler erreichen.
-
18.03.2013, 11:58Inaktiver User
AW: Alternative für Deutschland
Die haben ja wohl auch ganz andere Voraussetzungen.
Zum Beispiel in den 60ern nicht wie die BRD Gastarbeiter angeworben, was bspw. das Sozialabkommen mit der Türkei zur Folge hatte.
Und der Zusammenschluss der EU ermöglichte Zuwanderungen aus EU-Staaten.
Dazu kommt noch die Verpflichtung aus Abkommen und Verträgen, Asylanten aufzunehmen.
Die AfD will sich scheinbar nur die Rosinen rauspicken, stellt sich scheinbar nur Wirtschafts-Handel mit anderen europäischen Staaten vor, aber ohne jegliche sonstige Verpflichtungen.
Anders kann ich mir das nicht vorstellen.
Und Einwanderungspolitik war auch nur ein Beispiel von mir für die Vorstellung der AfD von einer elitären Gesellschaft, die mich abstößt.Geändert von Inaktiver User (18.03.2013 um 12:14 Uhr)
-
18.03.2013, 12:16



Zitieren