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  1. Inaktiver User

    AW: Kinder aus einer Samenspende haben das Recht den biologischen Vaters zu kennen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Okay, so hab ich Promethas Aussage zwar nicht interpretiert aber ich kann diesem Gedankengang von Dir folgen.

    Was hier definitiv bagatellisiert wird sind die Empfindungen und Gefühle derjenigen um die es auch geht und zwar die der entstandenen Kinder.
    Ich stimme da auch eher Dir, segres oder Amarena zu, (wenn ich Euch richtig verstehe) da ich eben die Vater- und Mutterbindung schon als bedeutend erlebe. Auch bei Adoptionen (wo es ja keine andere Wahl gibt) gibt es ja teilweise Krisen der Kinder und auch der Eltern mit diesen Kindern.
    Natürlich kann so etwas auch sehr sehr gut laufen und Hut ab vor denen die beispielsweise Kinder adoptieren.
    Aber soweit ich weiß, ist es doch mittlerweile eine weitverbreitete Ansicht, dass die Bindung an die leiblichen Eltern schon eine große Rolle spielt. Die Bindung an den leiblichen Vater wird auch in anderen Bereichen derzeit durch gesetzliche Änderungen gefördert.

    Und auch deshalb ist die Entscheidung ein Kind beispielsweise aus einer "kaputten" Familie zu nehmen immer auch zwiegespalten und es gibt auch immer wieder die Versuche die Kinder dort zu lassen auch wenn die Verhältnisse nicht optimal sind.
    Geändert von Inaktiver User (13.02.2013 um 18:17 Uhr)

  2. Moderation

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    AW: Kinder aus einer Samenspende haben das Recht den biologischen Vaters zu kennen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Na, wie das in der Regel läuft mit dem Samenspenden und dass da für einen Spender durchaus 10.000 Euro an Honorar zusammenkommen können, steht ja in dem von mir in #293 verlinkten Artikel.
    Dafür müssen aber Millionen an anderer Stelle "zusammengekommen" sein.
    Das sollte man schon als Paket sehen und nicht diejenigen, die am wenigsten beim Geschäft mit dem Kinderwunsch unfruchtbarer Eltern verdienen, alleine an den Pranger stellen. Darum geht's mir.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was hier definitiv bagatellisiert wird sind die Empfindungen und Gefühle derjenigen um die es auch geht und zwar die der entstandenen Kinder.
    Das sehe ich seit Seiten so. Drum mal was Positives: Die wenigsten Kinder dieser Welt können so sehr mit Fug und Recht von sich sagen, dass sie erwünscht waren.
    *
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    'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit


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  3. Inaktiver User

    AW: Kinder aus einer Samenspende haben das Recht den biologischen Vaters zu kennen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und wofür soll Deine Aussage ein Argument sein?

    Der Punkt ist doch, dass die allermeisten nur dann spenden wenn sie sich einen Vorteil davon versprechen. Wenn dann noch zusätzlich ein plausibler und scheinbar altruistischer Grund vorliegt dann ist die Schwelle noch geringer zu "spenden".

    Will heissen, die Verpackung und Aufmachung ist entscheidend, der Inhalt interessiert nur am Rande, wenn überhaupt, die Konsequenzen werden fast nie bedacht.
    Du, das ist aber schon der Hammer was du da schreibst.

  4. Inaktiver User

    AW: Kinder aus einer Samenspende haben das Recht den biologischen Vaters zu kennen

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Das sehe ich seit Seiten so. Drum mal was Positives: Die wenigsten Kinder dieser Welt können so sehr mit Fug und Recht von sich sagen, dass sie erwünscht waren.
    Als vollwertige Menschen oder als Accessoire zum Lebensstil?

  5. Moderation

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    AW: Kinder aus einer Samenspende haben das Recht den biologischen Vaters zu kennen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Als vollwertige Menschen oder als Accessoire zum Lebensstil?
    Gemeinheit.
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


    'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit


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    AW: Kinder aus einer Samenspende haben das Recht den biologischen Vaters zu kennen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Viele Kinder entstehen in einer Art Hormonrausch, der typischerweise nicht durchdacht und nicht immer schön ist. Viele dieser Kinder sind dankbar, dass sie leben. Das, was zwei Menschen untereinander ausklamüsern, um ein Kind zu machen, ist sowieso weitgehend unkontrollierbar.

    Wenn aber eine dritte Partei auftritt, die im weitesten Sinne zur Reproduktionsmedizin gehört, dann ist Kontrolle möglich. Da ist zumindest bei einem Beteiligten keine Leidenschaft und kein Hormonrausch dabei. Und dann sollte man verdammtnochmal auch an das entstehende Kind denken.
    Andererseits kann man sich sicher sein, dass die sozialen Eltern und die Mutter nichts unversucht liessen um einen zu bekommen, einen gegen viele Widerstand unbedingt wollten. Adoptivkinder habens da doch noch schwerer.

    Letztlich sind diese Dinge doch zweitrangig hinter dem, unter welcher Art Fittiche man aufwachsen durfte bzw. musste. Und tangiert auch die Frage nach dem Erzeuger nur wenig, denke ich. Ebenso wie bei Adoptivkindern geht es doch manchmal nur um so Dinge, wie sieht der Vater aus, was ist der für ein Typ, welche gtren oder schlechten Anlagen hat er mir vielleicht vererbt, welche Krankheiten hat der womöglich.

    Viele Menschen denken doch, dass es Ihnen hilft sich selbst besser kennen zulernen, wenn sie ihre biologischen Vorfahren kennen.
    Geändert von Ahab (13.02.2013 um 18:58 Uhr)

  7. User Info Menu

    AW: Kinder aus einer Samenspende haben das Recht den biologischen Vaters zu kennen


  8. Inaktiver User

    AW: Kinder aus einer Samenspende haben das Recht den biologischen Vaters zu kennen

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Andererseits kann man sich sicher sein, dass die sozialen Eltern und die Mutter nichts unversucht liessen um einen zu bekommen, einen gegen viele Widerstand unbedingt wollten. Adoptivkinder habens da doch noch schwerer.
    Ist das aber ein ausreichender Grund, einem Kind seine genetischen Wurzeln zu verheimlichen?

  9. Inaktiver User

    AW: Kinder aus einer Samenspende haben das Recht den biologischen Vaters zu kennen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und auch deshalb ist die Entscheidung ein Kind beispielsweise aus einer "kaputten" Familie zu nehmen immer auch zwiegespalten und es gibt auch immer wieder die Versuche die Kinder dort zu lassen auch wenn die Verhältnisse nicht optimal sind.
    Ich kenne mehrere Familien, die Pflegekinder aufgenommen und später auch adoptiert haben. Ich finde das einen sehr mutigen und bewundernswerten Schritt und kann auch sagen, dass diese Kinder mit absoluter Sicherheit sonst nicht gut aufgewachsen wären - allenfalls eben im Heim.

    Im Unterschied zur Samenspende stellt sich aber die Frage nach Kenntnis der genetischen Herkunft der Kinder hier gar nicht. Es gibt keine rechtliche Grauzone, ganz im Gegenteil. Das gesamte Prozedere ist gesetzlich geregelt und wird von Jugendämtern begleitet. Außerdem haben die genetischen Eltern oftmals die Möglichkeit, trotz allem Kontakt zu ihren Kindern zu halten. Die gesamte Regelung ist also auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten, einschließlich ihres Rechts auf Wissen um die genetischen Eltern.

  10. Inaktiver User

    AW: Kinder aus einer Samenspende haben das Recht den biologischen Vaters zu kennen

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Und wenn einem unwohl dabei ist, von einem fremden Samengeber abzustammen, sollte man sich überlegen, dass die Alternative gewesen wäre nicht geboren zu sein. Denn wenn der nicht in ein Becherchen onaniert hätte, wäre das betreffende Kind nicht auf der Welt. Dann wäre die Mutter vielleicht irgendwie anders an ein Kind gekommen - aber eben dieses Kind als Produkt dieser Eizelle und dieses Samens wäre nicht auf der Welt.
    Das ist ein zentraler Punkt bei dieser Geschichte. Man kann diesen Umstand würdigen, das man nicht auf der Welt wäre wenn das so nicht passiert wäre. Das ist deswegen so wichtig weil man beide Teile in sich trägt und das kann man unter Umständen besser für sich einsortieren wenn man die Suche anfängt und beenden kann.



    Ich unterstelle einfach mal - ohne jeden Beweis - viele Kinder, insbesondere in früheren Jahren, waren keine geplanten Wunschkinder, sondern sind durch Zufall oder Unfall entstanden. Viele Kinder der Jahre 1940 bis 1946 dürfen aus Vergewaltigungen entstanden sein - oder auch nur aus einem one-night-stand aus Kriegsverzweiflung - für spätere Jahre gilt das genauso. Manches Kinder der 60er oder 70er Jahre entstand im Drogenrausch und auch die Mutter weiß nicht wer der Vater war. Und dann gibt es noch die Statistik zu 10 % Kuckuckskindern. Und über frühere Jahrhunderte will ich gar nicht reden.
    Ich erlebe es immer wieder, das das Gefühl "nicht gemocht", "nicht gewollt" worden zu sein auch spürbar ist und sich durch das Leben zieht. Die Drogenkinder beispielsweise haben das Gefühl ständig mit einer Wolke im Kopf rumzulaufen, benebelt zu sein oder werden selbst abhängig.
    Nur die Frage, die sich hier für mich herauskristallisiert - welche Bedeutung hat das tatsächlich für das jeweilige Kind ?
    Das hat für das jeweilige Kind eine zentrale Bedeutung. Es gibt welche, die deswegen in Therapie gehen, andere gehen in die Depression usw.

    Nur stellt sich für mich auch die Frage, welche Bedeutung ich den Umständen der Zeugung geben will.
    Und ich sage ganz klar, darauf habe ich keine Antwort. Deswegen finde ich die Diskussion darüber ja auch so wichtig.
    Es gibt mehrere Ebenen, es ist nicht nur der biochemische Akt der Zeugung entscheidend sonst wäre es ja in der Tat egal wie das Kind gezeugt wurde. Und selbst beim biochemischen Akt weiss man mitlerweile, dass der Hormoncocktail entscheidend auf das Kind einwirkt. Und die Haltung in der das Kind gezeugt wurde ist entscheidend.


    Ich sehe schon, ich habe viel mehr Fragen als Antworten.
    Du stellst schon die richtigen Fragen!

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