Noch eine Kuriosität ...
In dem von dir verlinkten Artikel heißt es ja auf Seite 2:
Mit dem Wahlverfahren hatten SPD und Grüne ebenfalls Glück. Nur mit dem D'Hondt-Verfahren, das in Niedersachsen zur Berechnung der Landtagssitze dient, ist Rot-Grün möglich gewesen, so Zicht. Die anderen gängigen Verfahren nach Sainte-Laguë, das unter anderem bei der Bundestagswahl, der Europawahl sowie etlichen Landtagswahlen (Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und andere) angewendet wird, sowie Hare/Niemeyer unter anderem Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Bayern) hätten eine Sitzmehrheit für CDU und FDP ergeben.
Und was lesen wir auf der Seite von Wahlrecht.de?
Bis einschließlich der Landtagswahl 1974 wurden die Mandate nach dem d’Hondtschen Höchstzahlverfahren verteilt. Die FDP setzte sich dann jedoch gegen ihren Koalitionspartner CDU mit ihrer Forderung nach Einführung des Bruchzahlverfahrens Hare/Niemeyer durch, das im Gegensatz zu d’Hondt kleine Parteien nicht benachteiligt. Zur Wahl 1986 wurde von der damals alleinregierenden CDU dann aber wiederum das Verfahren nach d’Hondt eingeführt, das bis heute angewandt wird.
Wahlsystem Niedersachsen
VanDyck
++ schreibt nun heute auch die FAZ:
Niedersachsen: Wie die CDU an ihrem eigenen Wahlrecht scheiterte - Wahl in Niedersachsen 2013 - FAZ
Antworten
Ergebnis 31 bis 40 von 56
Thema: Wahl in Niedersachsen
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21.01.2013, 19:24
AW: Wahl in Niedersachsen
Geändert von VanDyck (22.01.2013 um 09:19 Uhr)
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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21.01.2013, 19:55
AW: Wahl in Niedersachsen
Wenn die Linkspartei in den Landtag gekommen wäre, dann sicher auf Kosten von Stimmen für SPD und Grünen. Also wäre entweder nur schwarz-gelb oder rot-rot-grün möglich gewesen -> Horrorvorstellung.
Mal sehen, was die nun in Niedersachsen anstellen. Gabriel, Trittin, Griefahn ... die habe ich alle noch in unguter Erinnerung. Der Weil scheint aber ganz vernünftig zu sein. Schlimmer ist aber die Situation im Bundesrat.
Na, vielleicht rafft sich die FDP ja wirklich noch mal zu einem brauchbaren Programm auf, so dass ich die jetzt nicht immer nur als Sozialismus- und Frauenquoten-Verhinderungspartei wählen muss ...Geändert von Alaska (21.01.2013 um 22:03 Uhr)
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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21.01.2013, 23:39Zeige den Menschen die Realität und sie werden dich beschimpfen, dich schlagen, dich verachten, dich ignorieren...
Zeige ihnen eine Lüge, an der sie kaputt gehen und du bist ihr Gott...
Am 13.juli 2013 hab ich nach
6 jahren meinen 5000.beitrag geschrieben.viele
Mädels schaffen das bei der BRI an einem Tag
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22.01.2013, 08:08
AW: Wahl in Niedersachsen
Ich bin da leider nicht so informiert, was kann denn da noch groß verhindert werden? Mir fällt jetzt nur das Betreuungsgeld ein und da sage ich doch: hurra!
Wir haben nur noch 8 Monate bis zur Bundestagswahl und wenn ich mich richtig erinnere, ist so kurz vor den Wahlen sowieso nichts verabschiedet worden.
Ich glaub, das können wir vergessen. Der kleine Philipp hat dem großen Rainer mal gezeigt, wo der Frosch die Locken hat. Ob die bis zum September noch was gescheites gebacken kriegen, wage ich zu bezweifeln.Na, vielleicht rafft sich die FDP ja wirklich noch mal zu einem brauchbaren Programm auf, so dass ich die jetzt nicht immer nur als Sozialismus- und Frauenquoten-Verhinderungspartei wählen muss ...Moderatorin in
*Gesundheit* und *Frauengesundheit*
*Fasten* und *Welchen Nutzen haben Diäten?*
*Haushalt - Tipps und Tricks*
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22.01.2013, 09:31
AW: Wahl in Niedersachsen
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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22.01.2013, 09:56Inaktiver User
AW: Wahl in Niedersachsen
Die ca. 100.000 Wähler, die der FDP ihre Leihstimmen gaben, wollten unbedingt Schwarz-Gelb, aber anscheinend lieber Rot-Grün als eine Große Koalition unter Führung einer starken CDU.
Kann mir mal jemand diese "Strategie" erläutern?
Die Niedersachsen-Wahl hat bei den Unionsparteien zu der Erkenntnis geführt, dass Leihstimmen-Kampagnen, egal, ob explizit oder implizit, unkontrollierbar sind und zu unerwünschten Ergebnissen führen.
In Bayern und im Bund wird es das nicht nochmal geben. Und auch die CDU-Wähler sollten sich gut überlegen, ob sie lieber "ihre" Partei direkt unterstützen oder mit solchen Spielchen riskieren wollen, die CDU zu schwächen statt zu stärken.
In Niedersachsen heißt es nun: CDU und FDP gehen beide in die Opposition. Vielleicht wäre das auch ohne Leihstimmen passiert, aber nun sieht es so aus, dass die CDU-Abgeordneten, die einen guten Job gemacht hatten, ihr Mandat zugunsten von FDP-Nullen verloren haben, denen barmherzige Seelen unerwartet viele Mandate verschafften, auch ohne dass sie persönlich oder als Partei überzeugt hätten.
Gut gemacht! Finden jedenfalls SPD und Grüne.Geändert von Inaktiver User (22.01.2013 um 10:11 Uhr)
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22.01.2013, 10:24Inaktiver User
AW: Wahl in Niedersachsen
Probier doch, einem nackten Mann in die Tasche zu fassen.
Schau dir doch mal das Personal dieser ex-liberalen Lobbyisten-Partei an. Wo sind in der FDP die Köpfe, die imstande wären ihre schmalspurige Lobbyisten-Vertretung beiseite zu schieben, ihre wirtschaftsliberale Beton-Ideologie zu überarbeiten und ein Programm zu machen, das sich für mehr als eine Handvoll Menschen zu wählen lohnen würde?
Schau dir doch die vergangenen 3 Jahre an; dann weißt du Bescheid über die politischen Potenziale der FDP. Kubicki ist ein einsamer Leuchtturm in diesem Meer aus Inkompetenz, Blödheit und Eigennutz.
Was war die erste Amtshandlung der FDP? Genau: ein Geschenk an den FDP-Sponsor Möwenpick. Außerdem wollte die FDP einen schlankeren Staat - und was macht sie: sie stockt das Personal in den Ministerien auf. Sie will die überbordende Bürokratie und das übermäßig komplizierte Steuerrecht vereinfachen, und macht sie noch komplizierter. Klasse.
Ein Arzt als Wirtschaftsminister und ein Betriebswirtschaftler im Gesundheitsministerium, und dazu ein Rauswurf: der engagierte Leiter des Instituts für Qualitätssicherung im Gesundheitswesen musste gehen, sobald die FDP an die Regierung kam. - Das ist FDP-Personalpolitik; das ist FDP-Gesundheitspolitik.
Dazu ein Ex-Big-Brother als Außenminister, dessen größte Leistung darin besteht gelernt zu haben seriös aufzutreten (Mimikry). Da kann man wirklich sehr zufrieden sein - vorausgesetzt, man stellt keine Ansprüche an die fachliche Kompetenz eines Außenpolitikers.
In der Tat: es hat schon seine Gründe, warum die FDP nur noch über Bluttransfusionen der CDU existiert.Geändert von Inaktiver User (22.01.2013 um 10:34 Uhr)
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22.01.2013, 10:31
AW: Wahl in Niedersachsen
Wenn die FDP nicht in den Landtag gekommen wäre, dann hätte es keine große Koalition, sondern auch Rot-Grün gegeben. Und die SPD ist halt mehr so eine Quotenfrauenpartei:
... Die SPD wird Niedersachsen zum Vorbild konsequenter Frauenförderung machen. Dazu wird sie das Niedersächsische Gleichberechtigungsgesetz modernisieren und seinen Geltungsbereich wieder auf selbstständige Betriebe der öffentlichen Hand einschließlich der kommunalen Eigenbetriebe erweitern. ...
Naja, die Unionsparteien wollen natürlich nicht nur Stimmen abgeben, sondern auch welche dazugewinnen.
Bleibt abzuwarten.
Das denke ich auch.
Also, wenn ich den Eindruck hätte, dass sich die CDU in bestimmten Dingen gegenüber der SPD durchsetzen würde, dann würde ich vielleicht wieder CDU wählen. Aber Frau Merkel scheint mir ohnehin eine verkappte Sozialdemokratin zu sein. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als bis auf Weiteres die FDP zu wählen."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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22.01.2013, 10:34
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22.01.2013, 10:50Inaktiver User
AW: Wahl in Niedersachsen
Und....mit der Wulff Affäre hat das Ergebnis nichts zu tun?
Es gab doch auch hier in den Foren mächtigen Unwillen bei der Bevölkerung vor allem, dass er seinen Ehrensold bekommt...
Jedenfalls hat Merkel jetzt einen Ministerpräsidenten weniger, der an ihrem Stuhl hätte sägen können.




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