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  1. Inaktiver User

    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Jeder SportProfi weiss, dass die Tage seiner Siege gezählt sind. Dass er einmal wird abtreten müssen. Die Vehemenz, mit der Amstrong dies bekämpft hat, mit wieviel Kampf und Anderen schaden und Lug finde ich schon über gewöhnliche sportliche Masse hinaus...

  2. Inaktiver User

    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    In meinen Augen ist aber Armstrong keineswegs ein besonders impertinenter Lügner. Auch in anderen Bereichen, keineswegs im Sport allein, wird mit allem gekämpft, was sofortigen Erfolg verbricht - legal, illegal, scheissegal.

    Und schon im alten Rom waren Gladiatoren gefeierte Menschen und Helden - solange sie siegten.
    Armstrong hat eine Autobiographie verfasst, dort seine Krebserkrankung detailliert beschrieben und immer wieder betont, dass er, nachdem ihm ein 2. Leben geschenkt worden sei nie seinen Körper mit Doping schädigen könne...Armstrong hat nachweislich während dem Schreiben (bzw. mit Coautor mitschreiben) des Buches gedopt...finde ich persönlich impertinent gelogen - das Buch wurde zum Bestseller...kann jeder anders sehen...

    Und dann seine Krebsstiftung, die sich nun von ihm distanziert...dort hat er wiederholt beteuert, nicht zu dopen...

    ...und unter Meineid zu sagen, nicht zu dopen, finde ich auch impertinent gelogen..

  3. Inaktiver User

    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Lance Armstrong ist einer von uns: will sagen, viele verhalten sich -bei anderen Gelegenheiten und in anderem Kontext- genauso, wenn es dem eigenen Vorteil dient.

    Ich denke dabei nicht zuletzt an die Arroganz vieler Banker angesichts der Finanzkrise und auch heute noch.

    Wenn ich dran denke, wie Leute angefeindet wurden (wie Prof. Franke und seine Frau), die Doping öffentlich gemacht und über Jahrzehnte verfolgt haben, könnte ich nur plärren.

    Wichtig wäre es, dass eine Gesellschaft klar kommuniziert, welche Verhaltensweisen toleriert und welche klar geächtet werden. Und letzteres dann auch öffentlich tun !

    Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sich an der Misere groß etwas ändert. Die Methoden werden halt raffinierter, aber besser macht es das nicht.

    Gruß, Elli

  4. Moderation

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    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Sein ungefährer Nettowert wird auf 125 Mio $ geschätzt (2005 waren es geschätzte 28 Mio Dollar...so vernahm ich es). Immenser Profit aus seiner Radsportkarriere, vor allem als siebenfacher Tour de France-Winner, die er wiederum nur sieben mal gewann, weil er leistungssteigernde Substanzen einnahm.
    Bringe hier mal ein Zitat von Feinsinn aus dem Fassungslosen.
    Sehen so Opfer aus?

    Für mich war Armstrong schon Täter. Opfer eher die, die seinem Team angehörten und schikaniert wurden, wenn sie sich dem Doping-System nicht anschließen wollten.
    Armstrong hat bei jeder Tour-Teilnahme mehrfach gesagt, dass er nur teilnimmt, um zu gewinnen.
    Jedes Mittel war ihm anscheinend recht.

    Ich verstehe nur eins nicht: Er war ja schon mal an Krebs erkrankt. Dass Dopingmittel massive Schäden am Körper anrichten, besonders auch auf lange Sicht, muss er doch gewusst haben.
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


    'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit


    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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  5. Inaktiver User

    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen

    Ich verstehe nur eins nicht: Er war ja schon mal an Krebs erkrankt. Dass Dopingmittel massive Schäden am Körper anrichten, besonders auch auf lange Sicht, muss er doch gewusst haben.
    habe ich kürzlich gelesen sinngemäss übersetzt: durch die tatsache, dass er dem teufel von der schippe gesprungen ist- meinte er wohl: wenn ich luzifer veräppeln kann- kann ich die menschen noch viel einfacher veräppeln.

  6. Inaktiver User

    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    habe ich kürzlich gelesen sinngemäss übersetzt: durch die tatsache, dass er dem teufel von der schippe gesprungen ist- meinte er wohl: wenn ich luzifer veräppeln kann- kann ich die menschen noch viel einfacher veräppeln.
    Dies ist eine Erklärung dafür, dass ein Mann 2000 eine Autobiographie veröffentlich, in der er ausführlich beschreibt, seinem Körper keine Dopingmedikamente zuzumuten nach einer Krebserkrankung - die Antidoping Behörde hat ihm jedoch sämtliche Titel ab 1998 aberkannt...

    liebe brighid - herzlichen Dank für dieses anschauliche Bild...

  7. Moderation

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    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dies ist eine Erklärung dafür, dass ein Mann 2000 eine Autobiographie veröffentlich, in der er ausführlich beschreibt, seinem Körper keine Dopingmedikamente zuzumuten nach einer Krebserkrankung
    Daran konnte ich mich eben gut erinnern. Es schien mir so logisch. Deshalb habe ich ihm - gegen allen Anschein - auch lange geglaubt.
    Ehemalige DDR-Sportler waren ja bisher die einzigen, die detailliert darüber berichtet haben, wie ihnen von Trainern, Ärzten und Funktionären eingeredet worden war, dass Dopingmittel völlig harmlos wären. Armstrong kann das nicht für sich in Anspruch nehmen. Es ist längst bekannt, welchen Schaden sie anrichten. (Vom übertragenen Sinn gar nicht zu reden.)

    brighid, deine Übersetzung hat was.
    *
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  8. Inaktiver User

    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Für mich war Armstrong schon Täter. Opfer eher die, die seinem Team angehörten und schikaniert wurden, wenn sie sich dem Doping-System nicht anschließen wollten.
    Armstrong hat bei jeder Tour-Teilnahme mehrfach gesagt, dass er nur teilnimmt, um zu gewinnen.
    Jedes Mittel war ihm anscheinend recht.
    Ich habe diesen Threat hier eröffnet nach dem Lesen des Interviews von Amstrong, wo sich mir der Eindruck immer mehr erhärtete: Dieser Kerl erdreistet sich, sich hier als Opfer zu inszenieren....

    ...nachdem die Anti-Doping-Behörde USADA Armstrong einen weiteren Titel verliehen hat: er habe das höchstentwickelte, professionellste und erfolgreichste Dopingprogramm entwickelt, das es in der Sportwelt je gegeben hat.

    Finde ich schon eine unglaubliche Dreistigkeit, weiterhin sich als Opfer sich medialst zu vermarkten....

    Andere Sportprofis haben auch viel verdient, haben auch gedopt - und konnten doch irgendwann loslassen, das Dopen zugeben, aus der Öffentlichkeit abtreten - Armstrong jedoch kämpft weiter und weiter...

    ungeheuerlich - ein Wort trifft dies gut: luziferisch

  9. Inaktiver User

    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Daran konnte ich mich eben gut erinnern. Es schien mir so logisch. Deshalb habe ich ihm - gegen allen Anschein - auch lange geglaubt.
    Ehemalige DDR-Sportler waren ja bisher die einzigen, die detailliert darüber berichtet haben, wie ihnen von Trainern, Ärzten und Funktionären eingeredet worden war, dass Dopingmittel völlig harmlos wären. Armstrong kann das nicht für sich in Anspruch nehmen. Es ist längst bekannt, welchen Schaden sie anrichten. (Vom übertragenen Sinn gar nicht zu reden.)

    brighid, deine Übersetzung hat was.
    Das besonders gruslige ist, dass Armstrong sich diesen "Heiligenschein umgehängt hat: Kreuzritter des sauberen Kampfes gegen Krebs und Doping". Es gab doch, überall zu lesen und sehen, seine Geschichte, dass er mit krebskranken Menschen Kettchen mit Kreuzen dran ausgetauscht hat - er hat selber ein Kreuz getragen und dies überall medial in die Kameras gestreckt - einer Frau, die an Krebs gestorben ist.

    Was ich daran so gruselig finde ist, dass ich dies als Täuschmanöver empfinde:
    - Vornherum der von-Krebs-geheilte-dankbare-Gönner spielen
    - hintenrum ein Doping-Imperium mit kriminellen Mitteln präsidieren....

  10. Inaktiver User

    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    So und ich oute mich als absoluten Armstrong Fan. Jawohl. (Und Jan Ullrich Fan.)
    Obwohl ich nicht gerne radl.

    Ich stelle mir immer die Frage bei all dem Gezeter das da um den Radsport gemacht wird,
    "Dopen nicht alle Profiradrennsportler?" So und wenn ja, ist dann ein Mann wie Lance Armstrong nicht doch ein verdienter Sieger seiner Wettkämpfe, weil er im Grunde auch nur das tat was alle taten und dann letztendlich, wenn auch unter Doping, durch seine Leistung die "dazukam" gewonnen hat?

    Was ich sagen will: Wenn alle dopen im Profigeschäft im Radsport, fangen dann nicht alle auch unter gleichen Bedingungen an?

    Für mich ist Lance Armstrong ein Bauernopfer und ich finde es eine Sauerei wie er vorgeführt wird.
    Genauso wie sie Jan Ulrich vorführten.

    Ich bin keine Profirennradlerin, aber ich habe enormen Respekt vor dieser Sportart, vor allem vor diesen Touren die da abgefertigt werden.

    Ich mag Lance Armstrong..sogar sehr... ich habe ihn bewundert auf seinen Touren...ob gedopt oder nicht.

    Natürlich ist Dopen eine Sauerei, aber bitteschön... das sollten dann auch bitte mal alle so sehen.


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