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    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Zitat Zitat von kubus Beitrag anzeigen
    .......

    Meine Frage zielte explizit auf die Reue ab. Scheinbar ist es wichtig, dass jemand / Armstrong Reue zeigt.
    Um ihm etwas zu verzeihen?
    Um auf Besserung zu hoffen?

    - Das wären Aspekte, die die Umwelt betreffen.

    Wäre ihm mit einem Reue-Empfinden selbst auch geholfen?
    Natürlich wäre auch ihm geholfen.

    Reue bedeutet ja das man sich mit dem was man falsch gemacht hat auseinandergesetzt hat und verstanden hat was falsch lief.

    Ich denke es fällt jedem leichter einem reuigen Menschen zu verzeihen weil man sich dann sicher ist, das der Sünder etwas gelernt hat und das nicht wieder passiert.

    Was im übrigen auch der Grund für mildere Strafen vor Gerichten ist.

    Und man selbst hat etwas davon weil man zum einen daran gewachsen ist und zum anderen man von der Gesellschaft und dem eigenen Umfeld nicht fallen gelassen wird.

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    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen
    Natürlich wäre auch ihm geholfen.

    Reue bedeutet ja das man sich mit dem was man falsch gemacht hat auseinandergesetzt hat und verstanden hat was falsch lief.

    Ich denke es fällt jedem leichter einem reuigen Menschen zu verzeihen weil man sich dann sicher ist, das der Sünder etwas gelernt hat und das nicht wieder passiert.

    Was im übrigen auch der Grund für mildere Strafen vor Gerichten ist.

    Und man selbst hat etwas davon weil man zum einen daran gewachsen ist und zum anderen man von der Gesellschaft und dem eigenen Umfeld nicht fallen gelassen wird.
    Ja, das ist das Idealbild dahinter. Manchmal mag es auch klappen.

    Zu mir hat mal einer, der viel falsch - im Sinne von anderen zu schaden - gemacht hat, gesagt, dass er weiß, dass das falsch war, dass er es aber nicht spürt. Und wenn er es spüren würde, wäre er ein anderer Mensch und hätte es wohl nicht gemacht.

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    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Zitat Zitat von kubus Beitrag anzeigen
    Ja, das ist das Idealbild dahinter. Manchmal mag es auch klappen.

    Zu mir hat mal einer, der viel falsch - im Sinne von anderen zu schaden - gemacht hat, gesagt, dass er weiß, dass das falsch war, dass er es aber nicht spürt. Und wenn er es spüren würde, wäre er ein anderer Mensch und hätte es wohl nicht gemacht.
    Dann bereut er sein handlen auch nicht.
    In jedem Fall auch ehrlicher als Reue zu heucheln die man nicht empfindet.

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  4. gesperrt

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    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Um noch innerhalb des moralischen Rahmens einer Gesellschaft zu bleiben? Als Zeichen der Einsicht, etwas falsch gemacht zu haben?

    Kann in anderen Fällen zutreffend und ehrlich sein, wo es um einen Einzelfall geht und jemand ausgetickt ist. Bei Armstrong wäre es nur Lippenbekenntnis, um sich einen Vorteil zu verschaffen. - Unglaubwürdig. Ich brauche das nicht.
    Wer so lange, so gezielt und so umfassend dopt und das ganze Team in dieses System zwingt, weiß zu jedem Zeitpunkt, was er tut und bereut höchstens, dass er nicht schlau genug war, den Kontrollen zu entgehen.
    Und: Er würde wieder so handeln, das Unrechtsystem weiterführen, um zu gewinnen. Und da gibt's keine mildernden Umstände mehr, die zu einer zweiten Chance führen.
    Das sehe ich auch so.
    Die Frage nach der Reue des Lance Armtrong ist ziemlich überflüssig und hat vor allem das Potenzial, die Emotionen der Leser / Zuschauer anzusprechen.


    Das sind durchaus Menschen, halt welche mit besonderen Talenten. Drum finden sich auch die wenigsten im Spitzensport wieder. Es ist ein Kick, das Äußerste aus sich rauszuholen und das, was auch andere, die in ihren Gebieten überdurchschnittlich gut sind, erleben. Lieber seine Möglichkeiten deckeln, um ja nicht aufzufallen, kann's ja auch nicht sein.
    Natürlich sind es Menschen mit besonderen Talenten. Wobei mir die Talente eines Profiradfahrers schon unheimlich sind. Die Talente von jemandem, der zusätzlich 7x gewinnt, so eine Show abzieht, "den Krebs überwindet" und den ganzen Dopingzirkus im Griff hat - sind für mich unvorstellbar.
    Es bleibt schlicht zu hoffen, dass der Mann seine Energie zukünftig sozial verträglicher kanalisiert.

  5. Inaktiver User

    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Zitat Zitat von kubus Beitrag anzeigen
    Ähm, nein.
    Ich rechtfertige mein Verhalten nicht, ich versuche anderes Verhalten zu verstehen.
    Wie schaffte es Lance Armstrong, glaubwürdig zu erscheinen?
    Ganz einfach weil er immer wieder wiederholt hat was andere erwartet haben und auch glauben wollten.
    Weil man sich selbt auch vielleicht nicht vorstellen kann oder will, das andere so dreist sind und sich hinstellen und sich und andere so belügen können?

    Armstrong ist tatsächlich kein Normalbürger, das steckt in meinen Fragen mit drin. Meine Antwort wäre: Ein (vermeintlicher) Held, kann nur ein Held sein, weil er irgendwo eine extrem-Ausprägung hat - und dient deshalb schon mal per se - und ehrlicherweise - kaum zum Vorbild. Maximal zur Anbetung.
    Na er hat anscheinend eine Begabung, er kann super Radfahren (der fährt auch jedem anderen wahrscheinlich ohne Dope noch davon).
    Nur was bringt so eine Begabung für die Gemeinschaft?
    Eben und die Anbetung ist es. Viele wollen schlicht auch ver-führt werden, suchen nach Führung und rennen jedem hinterher der auch nur den Hauch davon verpricht und geben dabei ihre Kritikfähigkeit ab.

    Abgesehen von Armstrong gibt es viele andere "Nicht-Normalbürger", die ihre Möglichkeiten nicht so drastisch nutzen. Wie erklärst Du dir diese Unterschiede?
    Natürlich ist bei Armstrong auch eine psychische Komponente enthalten, die sein Verhalten so ausufern hat lassen. Da Dope ja nicht nur auf die Muskeln wirkt sondern auch Gehirnchemie durcheinanderbringen kann würde es mich nicht wundern wenn sich da was verselbständigt hat.


    Weil es eine spezielle Art von Größenwahn ist, die L.A. an den Tag legt.
    Das ist eine andere Kategorie als ich, die morgens einen Kaffee trinkt und abends eine Runde joggen geht.
    Dabei ist es egal, was angelegt ist oder elterliche Prägung.
    Oder verstärkt durch Umwelt / Lebensführung / Medikamente / Krankheit.
    Es gibt nur einen Lance Armstrong unter 7 Milliarden.
    Und genau das wollte er wohl der Welt auch zeigen.
    Bei 7 Milliarden Menschen gibt es einige, die links und rechts der Gaußschen Normalverteilung rangieren.

    Aber!

    Würden wir davon erfahren wenn es diesen medialen Hype nicht gäbe? Würde ein L.A. so ein breites Publikum haben würden die Medien nicht jeden Furz berichten?

    Ist ein gefundenes Fressen und eine super Ablenkung hinter der uns grade unsere Demokratie unter dem Arsch weggezogen wird (nur als Beispiel)
    Aber ein L.A. ist ja sooooooo wichtig.

  6. Inaktiver User

    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn Du glaubst, das das was Dir als gesetzliche Versicherter als Krebstherapie verkauft wird das Maximum an Therapiemöglichkeit darstellt muss Du aufwachen.

    Promis haben zwar nicht das Leben gepachtet und können sich das auch mit nochsoviel Geld nicht erkaufen aber sie können sich eine ganze Armada an Unterstützern besorgen, Aufbaukuren machen usw.
    Die holen sich für diese Zeit persönliche Coaches, die fast rund um die Uhr dafür bezahlt werden die Gensung voranzutreiben.
    Die müssen sich nicht mit den alltäglichen Verrichtungen beschäftigen, werden kurz vom Pflegedient besucht, der im Minutentakt abrechnen muss und nur das nötigste verrichten kann, zweimal übern Kopf streichenl, ein "wird schon wieder murmeln" und abdampfen.



    Als Strauss damals in Regensburg den Herzinfarkt erlitt, was meinst wurde da alles in Bewegung gesetzt, da wurde das Krankenhaus gepimpt bis zum geht nicht mehr. Er selbst hatte noch kurze Zeit davor verhindert, dass das Krankenhaus eine bestimmte Stufe erhalten soll. Diesen Luxus bekommen Normalos nicht.
    Ich muss nicht aufwachen.
    Die Unterschiede zwischen Krankenkassen kann ich mir vorstellen.

    Ich kann einfach meine Zweifel haben.
    Und die hab ich nun mal.

  7. Inaktiver User

    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, das schreibst Du sehr treffend und hast wohl leider ganz und gar recht. Nur so Naivlinge wie ich wollen dies nicht wahrhaben, und gehen deshalb immer wieder einem neuen Vorgaukler auf den Leim...
    Wieso Naivling?
    Ich interessiere mich nicht sehr für den Radsport, kann von da her nicht so sehr mit Detailwissen aufwarten.
    Es gab schon lange Gerüchte oder Hinweise von Leuten, die behaupteten, die Tour de France sei auf diesem Niveau für den Organismus ohne Doping nicht durchzustehen.
    Vor einiger Zeit wurde der Hämatokritwert auf einen Höchstwert begrenzt, darüber galt man als gedopt.
    Hämischer Kommentar einiger: seither fallen sie nicht mehr von den Rädern....

    Ich bin da indifferent:
    Mir geht es auf der einen Seite enorm gegen den Strich, wenn bei jeder sportlichen Höchstleistung meist von der unterlegenen Konkurrenz nach Doping geschrien wird und an diesem Punkt sind wir sehr oft.
    Auf der anderen Seite, wenn jemand überführt wird und er es von sich aus mit Wissen getan hat, kann ich nicht sagen, dass ich enttäuscht bin.
    Richtig mies find ich eher, wenn Kinder systematisch ohne deren Wissen gedopt werden wie früher im Ostblock und wer weiss wo sonst noch.

  8. Inaktiver User

    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen
    Natürlich wäre auch ihm geholfen.

    Reue bedeutet ja das man sich mit dem was man falsch gemacht hat auseinandergesetzt hat und verstanden hat was falsch lief.

    Ich denke es fällt jedem leichter einem reuigen Menschen zu verzeihen weil man sich dann sicher ist, das der Sünder etwas gelernt hat und das nicht wieder passiert.

    Was im übrigen auch der Grund für mildere Strafen vor Gerichten ist..
    Genau, total treffend für mich, würde mich diesem "schamlosen" Kerl gegenüber weicher stimmen, wenn Reue da wäre - wie von Mitschreibern bemerkt empfindet L.A. jedoch wohl kaum echte Reue - wohl allerhöchstens Reue, dass er ein Comeback nicht seinlassen konnte - und so in die offenen Doping-Messer-sich-stürzte...

  9. User Info Menu

    AW: Ist Lance Armstrong ein Opfer der Sportindustrie?

    der Strangtitel lautet ja "ist L.A. ein Opfer...".

    und Reue, das ist doch nur ein Teilaspekt und lenkt ja nur ab von dem strafrechtlichem Tatbestand der Zeugennoetigung etc. von L.A., siehe untenstehend.

    Wie schon in meinem Beitrag # 58 (und von anderen z.B. #57 und #59) genannt sind aber diejenigen Opfer von Lance Armstrong die versucht haben die Wahrheit ueber seinen Dopingkonsum zu benennen und die sind massiv bedroht, eingeschuechtert und verklagt worden von L.A.

    Dass das ein strafrechtlicher Tatbestand ist zeigt sich in dem heutigen Bericht zur entsprechenden Untersuchung der Staatsanwaltschaft.

    Vielleicht ist dies in D ja nicht strafrechtlich relevant, zumindest wurde es ja in diesem Strang recht wenig diskutiert was mich schon gewundert hat....
    Zeugeneinschuechterung und Diffamierung etc. kommt nicht gut, gar nicht gut!

    Lance Armstrong Under Criminal Investigation - Yahoo! News

    Investigators are not concerned with the drug use, but Armstrong's behavior in trying to maintain his secret by allegedly threatening and interfering with potential witnesses.

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