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    AW: Der Fall Jeremie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer mehr wissen will in wie fern sich wirtschaftlich ein Pflegekind lohnt sollte sich einmal anhören was ein guter Steuerberater dazu weiß.

    Amazone, deine Wortwahl bzw. mir SO zu begegnen, ist daneben, lass das !
    Aber gerne. Belege mir doch mal Deine Aussage, inwiefern sich ein PK wirtschaftlich lohnt. Hast Du konkrete Zahlen dazu??

    Falls nicht, würde ich Dir empfehlen, Dich selbst erstmal schlau zu machen, bevor Du mit haltlosen Vorurteilen um Dich wirfst.

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    AW: Der Fall Jeremie

    Laut neuestem Spiegel: Der Junge brachte erhebliche Probleme mit sich - war z.B. nicht beschulbar, verschmierte seinen Kot usw. Die Pflegemutter wurde intensiv und regelmäßig geschult und auch gut bezahlt.

  3. gesperrt

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    AW: Der Fall Jeremie

    Zitat Zitat von ClaudiaK59 Beitrag anzeigen
    Laut neuestem Spiegel: Der Junge brachte erhebliche Probleme mit sich - war z.B. nicht beschulbar, verschmierte seinen Kot usw. Die Pflegemutter wurde intensiv und regelmäßig geschult und auch gut bezahlt.
    Das glaube ich auch alles ... klingt alles wahrscheinlich.

    Nur finde ich, wir dürften es nicht erfahren.
    ich sehe die Privatsphäre des Kindes ist verletzt, wenn solche Dinge allgemein bekannt werden.
    Es geht uns alle nix an ...

    Gruß, B.

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    AW: Der Fall Jeremie

    Das sehe ich auch so ......nur: irgendwie müssen das Jugendamt und auch die Pflegefamilie Erklärungen liefern.

  5. gesperrt

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    AW: Der Fall Jeremie

    Richtig.. aber auch ein Mißstand, den man erklären kann, bleibt ein Mißstand.

    Gruß, B.

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    AW: Der Fall Jeremie

    Ich sehe das ganz genauso wie Du.
    Und ich will ja nicht gleich alle Zirkusse im vornhinein schlecht machen, aber trotzdem: Ein(e) Zirkus(familie) ist ein meinen Augen der grottenfalsche Unterbringungsort für den Jungen. Finde ich einfach viel zu unstet; die ständige Rumfahrerei und überhaupt das gesamte dortige unstete Leben. Wenn man im Zirkus und als Schausteller aufgewachsen ist; OK; das ist etwas ganz anderes, aber nicht einen Jungen, der da nicht entstammt, unterbringen. Was hat sich das Jugendamt eigentlich dabei gedacht?! Ich habe so das Gefühl, dass die auch immer mal großen Mist machen.

    Wenn schon Pflegefamilie - aber dann doch bitte auch eine SEHR HARMONISCHE und INTAKTE Pflegefamilie!
    Pauschales Schubladendenken zeugt von mangelnder Bildung, Engstirnigkeit und Naivität.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
    (Oscar Wilde)

    Der Kluge bemerkt alles, der Dumme macht über alles eine Bemerkung.

    Es ist leichter, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil.
    (Albert Einstein)

    Optimismus rückwärts gelesen heißt Sumsi mit Po. (Für alle, die das noch nicht wussten ;-)

  7. Inaktiver User

    AW: Der Fall Jeremie

    Zitat Zitat von Knuffilein Beitrag anzeigen
    Ich sehe das ganz genauso wie Du.
    Und ich will ja nicht gleich alle Zirkusse im vornhinein schlecht machen, aber trotzdem: Ein(e) Zirkus(familie) ist ein meinen Augen der grottenfalsche Unterbringungsort für den Jungen. Finde ich einfach viel zu unstet; die ständige Rumfahrerei und überhaupt das gesamte dortige unstete Leben. Wenn man im Zirkus und als Schausteller aufgewachsen ist; OK; das ist etwas ganz anderes, aber nicht einen Jungen, der da nicht entstammt, unterbringen. Was hat sich das Jugendamt eigentlich dabei gedacht?! Ich habe so das Gefühl, dass die auch immer mal großen Mist machen.

    Der Junge entstammt einer Sintifamilie. Mir ist klar, dass die allermeisten Sinti in D seit Generationen sesshaft sind, andererseits haben fast alle Sinti, die ich kenne (und ich kenne einige), Schausteller und/oder Zirkusleute in der (weiteren) Verwandtschaft. Also war das Milieu dem Kind womöglich nicht ganz fremd. Dazu kommt, dass viele Sinti auf ihre kulturelle Identität pochen. Z.B. wurde das Einverständnis zu einer Heirat mit einem Nicht-Sinto verweigert oder bei einer Drogentherapie die Ausführung bestimmter Arbeiten verweigert, weil diese von keinem Sinto verrichtet würden. Ich weiß nun nicht, inwiefern evtl. die Zirkusfamilie selbst aus Sinti besteht, evtl. kennt man dort aber zumindest solche Besonderheiten. Dazu kennt man dort, dass Kinder nicht dauerhaft beschult werden, wie es ja auch bei Jeremie der Fall sein sollte.

    Welche Qualifikationen die Zirkusleute genau haben, weiß keiner von uns. Also ist es auch nicht möglich, darüber zu urteilen. Davon abgesehen, bleibt bei derart schweren "Fällen" oft wirklich nur die Psychiatrie, da ist viell. auch eine nicht ganz optimale Pflegefamilie besser.



    Wenn schon Pflegefamilie - aber dann doch bitte auch eine SEHR HARMONISCHE und INTAKTE Pflegefamilie!
    Die wachsen leider nicht auf Bäumen.

  8. VIP

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    AW: Der Fall Jeremie

    Nun, wer bewertet denn, was harmonisch und intakt ist? Der Bild-Leser? Das ist mit unter nicht einfach zu bewerten. Hinzukommt der eklatante Mangel an geeigneten Pflegefamilien für Kinder, die in Obhut genommen werden müssten, aber in ihren schädigenden Familien verbleiben, weil kein Platz für sie gefunden wird.

    In der Pflegeelternvermittlung ist es eine große Diskussion, ob Kinder milieunah untergebracht werden sollen oder nicht. Viele glauben, dass eine milieunahe Unterbringung einen 'Kulturschock' verhindert. Andererseits könnte in diesem Fall die Idee mit dem Zirkus gar nicht so falsch gewesen sein, da der Junge in der Zeit in der er dort war, durchaus etwas gelernt hat und sich eingefügt hat. Siehe hier im Spiegel-Artikel.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Der Fall Jeremie

    Klar ist es nicht so einfach zu bewerten und zu beurteilen, was harmonisch und intakt ist (und was nicht). Aber ich verstehe darunter ganz einfach, wenn das Kind viel Liebe und Geborgenheit sowie auch Bildung in der (Pflege)familie erfährt. Und mit Bildung meine ich, dass das Kind bzw. seine Begabungen und Talente gefördert werden; es ggf. ein Musikinstrument lernen darf, einen Sportverein oder sonst irgendeinen Verein.

    Kenne nämlich auch so einen Fall "am Rande": Die Kinder einer Bekannten meines Bekannten leb(t)en auch in einer Pflegefamilie (sind jedoch z.T. wohl schon groß und aus dem Haus) und die hatten es dort richtig gut: Harmonie und Geborgenheit pur; diese Familie tat und tut echt alles für die Kinder, die durften z.B. ein Instrument und auch Ballett lernen; also deren Talente und Hobbies wurden dort so richtig gefördert. Und so sollte das auch sein - was aber nun um Himmels Willen nicht bedeuten soll, dass das Kind/die Kinder alles in den Allerwertesten geschoben bekommen - das meine ich damit nicht! Aber dem Kind soll es dort schon gut gehen und es sollte auch optimal gefördert werden.
    Pauschales Schubladendenken zeugt von mangelnder Bildung, Engstirnigkeit und Naivität.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
    (Oscar Wilde)

    Der Kluge bemerkt alles, der Dumme macht über alles eine Bemerkung.

    Es ist leichter, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil.
    (Albert Einstein)

    Optimismus rückwärts gelesen heißt Sumsi mit Po. (Für alle, die das noch nicht wussten ;-)

  10. Inaktiver User

    AW: Der Fall Jeremie

    Zitat Zitat von Knuffilein Beitrag anzeigen
    Klar ist es nicht so einfach zu bewerten und zu beurteilen, was harmonisch und intakt ist (und was nicht). Aber ich verstehe darunter ganz einfach, wenn das Kind viel Liebe und Geborgenheit sowie auch Bildung in der (Pflege)familie erfährt. Und mit Bildung meine ich, dass das Kind bzw. seine Begabungen und Talente gefördert werden; es ggf. ein Musikinstrument lernen darf, einen Sportverein oder sonst irgendeinen Verein.

    Kenne nämlich auch so einen Fall "am Rande": Die Kinder einer Bekannten meines Bekannten leb(t)en auch in einer Pflegefamilie (sind jedoch z.T. wohl schon groß und aus dem Haus) und die hatten es dort richtig gut: Harmonie und Geborgenheit pur; diese Familie tat und tut echt alles für die Kinder, die durften z.B. ein Instrument und auch Ballett lernen; also deren Talente und Hobbies wurden dort so richtig gefördert. Und so sollte das auch sein - was aber nun um Himmels Willen nicht bedeuten soll, dass das Kind/die Kinder alles in den Allerwertesten geschoben bekommen - das meine ich damit nicht! Aber dem Kind soll es dort schon gut gehen und es sollte auch optimal gefördert werden.

    Alles super, keine Frage. Aber:

    1. geht es hier um eine sehr viel elementarere Versorgung; das Kind hat offenbar in der Ursprungsfamilie keine Strukturen erlebt, ist gegen sich selbst und gegen andere so aggressiv, dass es als unbeschulbar gilt; damit dürften Instrumental- und Ballettunterricht schon deshalb flachfallen und - mit Verlaub - auch derzeit nicht wichtig sein;

    2. Wer sagt, dass in einer Zirkzusfamilie keine Förderung stattfindet?

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