Dann können die, denen er nichts nützt, darauf verzichten und die anderen schauen eben in die Röhre. Ist doch alles gut. Oder etwa nicht^^
Dann verstehe ich das Geschrei erst recht nicht. Wer schreit denn da? Die, denen es nichts bringt (wohl eher nicht, oder können die nicht rechnen) oder die, die es als Topic haben wollen? Ach, gehören wir zu denen? Na, denn ...
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25.07.2015, 21:14
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
Geändert von Fourthhandaccount (25.07.2015 um 21:32 Uhr)
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25.07.2015, 21:52Inaktiver User
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25.07.2015, 21:53Inaktiver User
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
Schön, und tut mir ehrlich leid für dich*, aber wir haben wenig Leute, die sich Gedanken über HEUTE machen und das ewige Gerede über Gestern geht mir persönlich ziemlich auf den Keks.
*ist nicht ironisch gemeint
Gibt es aber jetzt und hat mit Betreuung von Kleinkindern nichts zu tun.Vor 10 - 20 Jahren gab's da nix. Kannst du mir glauben.
Nein, ich habe ein Problem damit Geld auszugeben für Leute, die es nicht brauchen für Dinge, die sie auch ohne die 150€ Zuschuss vom Staat eh machen, während das Geld wo anderes fehlt, aus Gründen die da heißen "wenn Leute, die ernsthaft einen Job brauchen Kita Plätze haben wollen, wollen wir Zuschüsse für unseren Lebensstandard".
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27.07.2015, 11:55
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
Ich habe kein Problem damit, Krippen- und Hortplätze durch meine Steuern zu finanzieren, um Berufstätigkeit, wenn gewünscht oder einfach notwendig, zu ermöglichen, auch wenn ich weiß, dass die Betriebskosten für einen Krippenplatz viel höher sind, als das Betreuungsgeld.
Es macht mir aber auch nichts aus, Leuten, die ihre Kinder in der ersten Zeit lieber daheim selbst betreuen wollen, diesen kleinen Zuschuss zu zahlen.
Echte Wahlfreiheit wäre dann gegeben, wenn das Betreuungsgeld genauso hoch wäre. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses kleine Betreuungsgeld jemanden davon abhalten wird, wieder in den Beruf zurückzukehren.
DAs ist ein kleines Taschengeld, mehr nicht.
Ist echte Wahlfreiheit überhaupt gewünscht?
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30.07.2015, 23:15
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
Nö, echte Wahlfreiheit ist nicht erwünscht.
Derzeitig finden sich etliche Frauen für ihre Voll- oder Fastvollberufstätigkeit ab spätestens 9 Monate altem jüngstem Kind toll und hipp.
Dürfen sie ja, jedem das seine.
Nur sollten sie es sich echt verkneifen, andere Frauen, die das nicht toll und hipp finden, als zukünftige ältliche Teilzeitangestellte, die es nicht auf die Reihe bekommen haben, zu bezeichnen.
Ich bin in der Retrospektive froh, dass mein Geschäftsbereich im früheren stressigen Job - seit Kind trotzdem stressigen Teilzeit-Job - ins Ausland verlagert wurde.
So wie es jetzt im neuen schlechter bezahlten Teilzeit-Job ist, ist es für mich gut.
Ich weiß natürlich, dass ich mich sehr glücklich schätzen kann, früher sehr gut verdient zu haben und mir diesen Luxus deshalb jetzt leisten kann.
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30.07.2015, 23:32Inaktiver User
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
Aber Geld auszugeben für zwei Vollverdiener - die ja nicht alles Geringverdiener sind - und sich die Kinderbetreuung auch von ihren zwei Gehältern leisten können, damit hast du kein Problem?
Ich finde, da wird mit zweierlei Maß gemessen.
Den einen wird es nachgeschmissen, das soll okay sein, den andern wird schon der kleinste Zuschuss geneidet.
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31.07.2015, 07:09
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
ich hab jetzt nur Anfang und Schluss der Diskussion gelesen. Interessant dabei finde ich, dass ich dabei nur über die Mütter in Verbindung mit der einen oder anderen staatlichen Unterstützung gelesen habe. Was ich bei der ganzen Betreuung generell vermisse ist der Einsatz der Männer.
Aber in einem bin ich mir recht sicher: Das BG wird keinen Mann überlegen lassen, das Kind zuhause zu betreuen. Externe Betreuungseinrichtungen dürften jedoch auch für Männer, die sich mehr in die Familie einbringen wollen, eher ein Anreiz sein, dies auch zu tun.
Für mich ist es ein Widerspruch Geld in die Ausbildung der Frauen zu stecken (auch Steuergelder, z.B. in Studienplätze), und dann den Ausstieg auch noch zu belohnen (dieses BG hat ja von der Höhe her eher Signalwirkung als tatsächlichen Nutzen). Das wäre zu überlegen, wenn wir eine Arbeitskultur hätten, in der einer Frau das nicht sozusagen das "berufliche Genick bricht". Die haben wir aber nicht.
Insofern sehe ich die Vollprivatisierung, von der vielleicht Männe sogar noch mehr profitiert als die Kinder, als ein Privatvergnügen an, das nicht auch noch gesponstert werden muss. Das wird es schon genug mit dem Ehegattensplitting.
Wenn das Geld in die Infrastruktur für die Betreuung fließt, dann sehe ich das viel eher als gesellschaftliche Aufgabe an. Denn das ist nur die logische Konsequenz daraus, dass wir in den Bildungssektor investieren. Und das ist dann auch was, mit dem alle Schichten erreicht werden können, was, z.B. auch Alleinerziehenden hilft, und auch beiden Elternteilen.Geändert von Amelie63 (31.07.2015 um 17:43 Uhr)
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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31.07.2015, 07:37
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
Müsste man eine private Vollzeitbetreuung komplett aus eigener Tasche zahlen - quasi eine Nanny, die ins Haus kommt- dann bekommt das selbst mit zwei Vollverdienern wohl kaum hin.
Diejenigen, die wirklich gern zu Hause bleiben würden - über den Zahlungszeitraum des Elterngeldes hinaus- es aber aber finanziell nicht können, weil sie schon mit dem Elterngeld gerade mal so über die Runden kamen, ohne geht es gar nicht- denen hilft ein Betrag von 150 Euro gar nicht. Selbst der Sockelbetrag beim Elterngeld ist da schon höher.
Daher ist das kein Zuschuß, sondern ein Witz.
Ich kenne allerdings aus meinem Umfeld so gut wie keine Frauen, die schon nach ein paar Monaten wieder voll arbeiten. Meist bleibt zumindest ein Elternteil so lange zu Hause, wie Elterngeld gezahlt wird, also 12-14 Monate.
Hängt wohl auch davon ab, wo und wie man lebt.
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31.07.2015, 19:20
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
Echte Wahlfreihit wäre gegeben, wenn jede Familie mit Kindern = Eltern mit Kindern ein bedingungsloses Grundeinkommen gestaffelt nach der Region, in der sie wohnen, also gemäss der Lebenshaltungskosten, erhalten würden. Fertig.
Alles andere ist rausgeschmissenes Geld nach Methode Giesskanne. Es kommt unten wenig an, es muss aber viel oben rein.
Die jüngste Zahl, die ich im Kopf habe , sind sagenhafte 900 Millionen € pro Jahr.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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31.07.2015, 19:26
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
Generell wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen wohl am "fairsten". Jeder bekäme eine Summe X, von der Wiege bis zur Bahre.
Davon müsste dann allerdings noch die Kranken- und Pflegeversicherung bezahlt werden.
Alle andere Bezüge - Kindergeld, Kinderfreibetrag, ALGI und II, Wohngeld....- fielen weg.
Rentenansprüche würde man lediglich durch Erwerbstätigkeit ( wie heute in der gesetzlichen Rentenversicherung) erwerben.
In einem Aufwaschen könnte man das Ehegattensplitting etc. gleich noch mit abschaffen, so dass jeder Arbeitnehmer für sich allein besteuert wird.



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