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    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo Mandelblüte,

    ich habe eben mal mit einem Brutto-Netto-Rechner "rumgespielt"... habe ein Bruttoverdienst von 30.000€/Jahr (die Zahl habe ich aus dem Stang im Fassungslosen-Forum geliehen)... Steuerklasse IV, 0,5 Kinderfreibeträge, Jahrgang 1980, alte BL eingegeben... und kam auf etwa 900€ Abgaben/Monat...
    Hallo,

    hast Du auch die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung berücksichtigt? Die Sozialversicheurng macht ja gut 35 % aus, d.h. bei EUR 30.000 EUR 10.500 im Jahr. Plus Lohnsteuer.

    Andererseits muss man berüchsichtigen, dass durch die Lohnzahlungen sich der Gewinn der Arbeitgebers und damit seine Steuerlast verringert. Wieder andererseits aber auch, dass Personal in Kinderbetreuungseinrichtungen Geld verdient und Beiträge bezahlt. Einfach wird man nicht rechnen können.

    Im Ergebnis glaube ich aber, dass die Zahl von 1000,00, die ein Krippenplatz den Staat "kostet", so einfach nicht stimmt. Aber das Wahlvolk erwartet keine detaillierten Berechnungen, sondern einfache Informationen.

    Mandelblüte

  2. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Um einem Kind Bildung angedeihen zu lassen, muss es geboren sein. Damit es geboren wird, will die Politik Anreize schaffen.
    ja natürlich...

    aber... ich sagte irgendwo weiter vorn (oder auch in dem anderen Starg schon mal) ... in den letzten 25 Jahren hat sich in der Familienförderung eine ganze Menge getan... aber... meiner Meinung nach hat das eben nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt... oder ist die Geburtenrate in der Zeit etwa wesentlich gestiegen?

    Also müsste man doch eigentlich mal das ganze Konzept überprüfen... und sich Gedanken um neue Ansätze machen...

    ich behaupte einfach mal dass potentiellen Eltern mehr damit gedient wäre wenn sie mehr Sicherheit hätten, dass ihre (noch ungeborenen) Kinder auch eine mehr oder weniger sorgenfreie Zukunft hätten...

    darum komme ich eben auf das Thema Bildung... und würde sogar noch einen Schritt weiter gehen... und würde ja auch die Ausbildung hinzufügen...

    die Zahl der ausbildenden Betriebe hat sich (zumindest gefühlt) in den letzten Jahren immer mehr verringert... und klar... wer nicht ausbildet hat auch keine Fachkräfte... wäre es da nicht sinnvoll die Unternehmer mit ins Boot zu holen und sie ggf. bei der Ausbildung von jungen Menschen zu unterstützen... ja, auch von denen, die im Moment (aus irgendwelchen Gründen) als "nicht ausbidungfähig" abgestempelt werden?

    na ja... ich schweife wohl tatsächlich zu weit ab...


    Gleich ist nur eins: Sobald es Geld kostet, sind alle vollmundigen Versprechungen Lippenbekenntnisse. Und deshalb gibt es das Betreuungsgeld. Es ist preisgünstiger, Eltern das Geld zu geben, als Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren zu bauen und das Personal dazu auszubilden und anzustellen. Man hat dem Sparprogramm nur das Etikett "Wahlfreiheit" aufgepappt.
    ja... das ist wohl so...

  3. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Ich betone ausdrücklich, dass ich DIESE Schiene nicht betreten möchte und den Begriff "Hartz IV" oder "Geringverdiener" nicht eingebracht habe. Schon gar nicht auf diese abwertende Weise.

    Es gibt genug Eltern, die durch unglückliche Umstände (z.B. Umstrukturierungen und Entlassungen in Betrieben bei gleichzeitig desolater Arbeitsmarktsituation) in finanzielle Not gerutscht sind.
    Das ist überhaupt nicht der Maßstab, ob sie ihre Kinder gut oder schlecht betreuen.

    Es gibt nicht wenige Mütter, die finanziell ganz gut dastehen, z.B. durch den Verdienst des Ehemannes, aber einfach andere Interessen haben, als ihre Kinder zu betreuen. Da sitzt das Kind eben - statt mit anderen Kindern im Kindergarten - gelangweilt im Nagelstudio oder beim Frisör rum.... wofür ja auch die 100 Euro gut einzusetzen sind.
    Nö,
    ist doch auch egal. Ob es nun kindergartenbetreute oder Elternbetreute Kinder sind.

    Manchmal hab ich auch den Eindruck, manche Eltern haben ihre Kinder einfach nicht im Griff.
    Und statt Therapie oder sonstwas fehlt ne anständige Mutterschelle....war nur Quatsch.

    Seine Kinder im Griff zu haben halte ich aber wirklich für sehr wesentlich.
    So, im Sinne von: lass das sein, ich möchte das nicht.
    Es kann auch mal egal sein warum und wieso und weshalb.

  4. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    und weiter gehts... noch ein bisschen "Familienförderung" ... schon cool was da immer wieder an tolle Ideen kommt...

    ach ja...

    ich bin Mutter und arbeite schon seit Ewigkeiten Vollzeit... ich will natürlich auch so einen Gutschein!...

  5. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    und weiter gehts... noch ein bisschen "Familienförderung" ... schon cool was da immer wieder an tolle Ideen kommt...
    Bin gespannt, ob es dann dafür auch einen so hämischen Namen gibt - wie wäre es mit "Putzprämie"? Obwohl auch "Herdprämie" dafür besser passen würde.

  6. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bin gespannt, ob es dann dafür auch einen so hämischen Namen gibt - wie wäre es mit "Putzprämie"? Obwohl auch "Herdprämie" dafür besser passen würde.
    also mich würde inzwischen eher interessieren ob es "da oben" überhaupt noch so etwas was wie einen Plan gibt...

  7. Moderation

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    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich bin Mutter und arbeite schon seit Ewigkeiten Vollzeit... ich will natürlich auch so einen Gutschein!...
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    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    also mich würde inzwischen eher interessieren ob es "da oben" überhaupt noch so etwas was wie einen Plan gibt...

    Das fragst Du Dich erst jetzt ?
    .

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  9. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Jolanda_40 Beitrag anzeigen
    Das fragst Du Dich erst jetzt ?
    *lach*... na ja... ich bin halt naiv und gutgläubig...

  10. User Info Menu

    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Hier mal eine interessante Gegenüberstellung mit Schweden....

    Vergleichstudie zu Deutschland und Schweden: Deutsche glauben nicht an sozialen Aufstieg

    Unser europäisches Nachbarland Schweden ist da schon einen Schritt weiter: Dort ist sowohl das Netz der Kitas gut ausgebaut, und es gibt das Betreuungsgeld. In dem Land allerdings werden rund 90 Prozent der Zweijährigen in einer Kita oder von einer Tagesmutter betreut. Das liegt laut der Studie sowohl an den Einstellungen der Eltern als auch an der Politik.

    Demnach sind schwedische Eltern fest davon überzeugt, dass ihre Kinder davon profitieren, wenn sie sehr früh in die Kita gehen. In Deutschland dagegen seien die Eltern eher der Auffassung, dass es für die Entwicklung des Kindes am Besten ist, wenn es in den ersten drei Jahren ausschließlich von der Familie betreut wird.

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