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    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Das Kind bis zum dritten Lebensjahr überwiegend zu Hause betreuen. Und wer davon die Betreuung wie übernimmt, müsste man verhandeln. Es hängt ja an den finanziellen Gegebenheiten und den beruflichen Plänen die vorhanden sind oder nicht.
    Wie macht denn derjenige, der aussetzt seine beruflichen Nachteile usw wieder wett. Es kommt ja nicht darauf an, wer was verdient. Sondern wer überlebensfähig bleibt.

    Es ist generell inakzeptabel 3 Jahre auszusetzen, wenn man sowieso schon das geringere Gehalt hat und dann vielleicht nach 2 Jahren auf der Straße sitzt und sich komplett ernähren muss.

    Geht nicht.


    Aber ich glaube auch, dass der Idealfall sowieso ziemlich unrealistisch ist.
    Welcher Idealfall?

    Und mir fehlt ja nicht nur das Kind, sondern sogar noch die Frau.

    Ich habe 2 Exen genau wegen meiner dieser meinen Einstellung. Bzw. in dem Fall, weil ich mehr verdient habe. Mach dir nichts draus ....

  2. Moderation

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    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Es ist generell inakzeptabel 3 Jahre auszusetzen, wenn man sowieso schon das geringere Gehalt hat und dann vielleicht nach 2 Jahren auf der Straße sitzt und sich komplett ernähren muss.
    Es muss bei diesem Modell ja nicht zwingend einer drei Jahre aussetzen. Schon das Erziehungsjahr können sich beide teilen und danach Teilzeit arbeiten (beide!). Ich kenne auch solche Beispiele, wo sich dann Frau und Mann in durchaus gehobener Position dann die Erziehungsarbeit teilen. Auch wenn es sie noch nicht so häufig gibt.

    Die Beispiele, die ich kenne, sind die Frauen übrigens alle "späte" Mütter und haben studiert und keine Lust mit Hochschulabschluss ausschließlich für Haus, Hof und Kinder zuständig zu sein. Es ist tatsächlich eine Frage der Verhandlung.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
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    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Wie macht denn derjenige, der aussetzt seine beruflichen Nachteile usw wieder wett. Es kommt ja nicht darauf an, wer was verdient. Sondern wer überlebensfähig bleibt.

    Es ist generell inakzeptabel 3 Jahre auszusetzen, wenn man sowieso schon das geringere Gehalt hat und dann vielleicht nach 2 Jahren auf der Straße sitzt und sich komplett ernähren muss.

    Geht nicht.
    Es kommt ja auch immer darauf an, welchen Beruf man ausübt. Da könnte die Nachteile nach drei Jahren groß oder klein sein.
    Und wenn man das nicht möchte, muss man es ja auch nicht machen. Und der Besserverdienende kann den anderen ja auch absichern.

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Welcher Idealfall?
    Der Idealfall ist, dass man sich über das finanzielle keine großen Sorgen machen muss. Wie gesagt, dass ist eine theoretische Überlegung, die Eintrittswahrscheinlichkeit ist sehr gering.

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen

    Ich habe 2 Exen genau wegen meiner dieser meinen Einstellung. Bzw. in dem Fall, weil ich mehr verdient habe. Mach dir nichts draus ....
    Beim mir liegts weder an meinem Verdienst noch an meiner Einstellung zu diesem Thema hier. Und mit einer Frau die mehr verdient als ich, hätte ich null Probleme.

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    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Und der Besserverdienende kann den anderen ja auch absichern.
    Wie? Wie lange? Was ist mit den Spätfolgen: Stichwort Altersarmut. Thema Scheidung?


    Und mit einer Frau die mehr verdient als ich, hätte ich null Probleme.
    Auch wenn das hieße, dass du Zuhause bleiben würdest für min. 2 Jahre?
    Mit mir haben glatt zwei meiner Exen Schluss gemacht deshalb. Daher, kommen mir diese Lippenbekenntnisse immer ein bissl Spanisch vor. Lippenbekenntnisse eben.


    Wenns hart auf hart kommt, sieht es ganz anders aus meistens.

    Ich kenne auch zwei Männer, denen ich das abnehme, als sie so etwas gesagt haben. Die hatten allerdings auch konkrete Vorstellungen und kannten Varianten und Szenarien von Familien, die haben auch schon einige Kinder gewickelt oder länger als zwei Stunden betreut.

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    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    PS: aber eigentlich auch völlig wurscht...egal wie herum 100 € ändern nichts an den Tatsachen, sondern zementieren sie noch.



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    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Skrabador Beitrag anzeigen
    Und noch ein Grund für das BG:
    Jedes Kind soll einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kita-Platz erhalten.
    Kein Kind soll aber verpflichtet sein, eine Kita zu besuchen.
    Will eine Mutter/ein Vater sein Kleinkind zu Hause erziehen, so entsteht ihr/ihm dadurch eine Gerechtigkeitslücke, weil eine Kita eine staatliche Leistung darstellt, welche selbsterziehenden Eltern vorenthalten wird, wenn sie ihr Kind zu Hause betreuen. Wodurch sollte diese Ungleichbehandlung gerechtfertigt sein?

    Nicht zuletzt hat es für den Staat - also für die Gesellschaft - auch einen finanziellen Vorteil, wenn anstatt eines teureren Kita-Platzes ein Kind zu Hause betreut wird.
    Beide Argumente finde ich sehr unlogisch.
    Zum ersten: Wenn man diese Ueberlegung auf andere Bereiche uebertraegt, bedeutet das, dass ich prinzipiell ein Anrecht auf Ausgleich habe, wenn ich staatlich gefoerderte Einrichtungen nicht in Anspruch nehme. Beispiel: Bekomme ich Geld als Ausgleich, wenn ich mit dem Rad fahre, statt staatl. subventionierten oeffentlichen Personennahverkehr zu benutzen?
    Bekomme ich einen staatlichen Zuschuss fuer meinen Buecherkonsum, wenn ich dafuer nicht in die von der Gemeinde finanzierte Bibliothek gehe?
    Oder: Welchen Ausgleich bekommen eigentlich Eltern, deren Kinder leider keine staatlich finanzierte Universitaet besuchen? Gibts dafuer analog zum BG auch Entschaedigung?

    Zu deinem 2. Argument: Kinder, die nicht in die Kita gehen, moegen fuer den Staat kurzfristig guenstiger sein.
    Mittel- oder langfristig entstehen aber Kosten: Nichterwerbstaetige Eltern zahlen keine Einkommenssteuer, fallen dafuer aber evtl. spaeter dem Staat zur Last, weil sie im Berufsleben den Anschluss verpasst haben und Sozialleistungen in Anspruch nehmen, z.B. im Trennungsfall. Kinder aus sehr bildungsfernen Familien, die nicht in die Kita gehen, weil die Eltern lieber das BG verjubeln, verursachen Kosten, weil sie z.B. die deutsche Sprache nicht fruehzeitig lernen.

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    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Man kann das Ganze so zusammen fassen:

    die 100 oder 150€ nutzen derjenigen Familie wenig, wenn sie auf Geld von 2 Verdienern angewiesen sind. Wegen dieser Summe bleibt kein Elternteil zuhause und erzieht Kinder oder geht arbeiten und bezahlt eine Tagesmutter.

    Diejenige Familie, die eh ihr Kind zuhause erziehen wollen, kaufen sich von dem Geld einen Paschimaschal oder einen BluRay Player.

    Den Staat, also uns, kostet diese Giesskanne aber Milliarden. Dieses Geld würde man besser in die Infrastruktur von guten Krippeplätzen stecken. Wenn man es unbedingt ausgeben will.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Inska Beitrag anzeigen
    ... bedeutet das, dass ich prinzipiell ein Anrecht auf Ausgleich habe, wenn ich staatlich gefoerderte Einrichtungen nicht in Anspruch nehme.

    Nichterwerbstaetige Eltern zahlen keine Einkommenssteuer, fallen dafuer aber evtl. spaeter dem Staat zur Last, weil sie im Berufsleben den Anschluss verpasst haben und Sozialleistungen in Anspruch nehmen,
    Volle Zustimmung.

    Zum ersten Punkt: Besonders die Logik des Ausgleichs, die hinter dem BG steht, ist absurd.
    Zum zweiten: je mehr der Staat fördert, dass Menschen nicht arbeiten gehen, umso mehr fehlen diese Menschen als Einzahler und als Wertschöpfer.

    Wobei ich aber hier keine Relevanz sehe, denn 100/150€ bewegen niemanden dazu, nicht zu arbeiten, dafür ist das viel zu wenig. Da müsste Seehofer schon 1.500€ zahlen, steuerfrei.
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    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Inska Beitrag anzeigen
    Beide Argumente finde ich sehr unlogisch.
    Zum ersten: Wenn man diese Ueberlegung auf andere Bereiche uebertraegt, bedeutet das, dass ich prinzipiell ein Anrecht auf Ausgleich habe, wenn ich staatlich gefoerderte Einrichtungen nicht in Anspruch nehme. Beispiel: Bekomme ich Geld als Ausgleich, wenn ich mit dem Rad fahre, statt staatl. subventionierten oeffentlichen Personennahverkehr zu benutzen?
    In der Tat, so ist es.
    Wo Fahrgeld bezahlt wird, wird es bezahlt, unabhängig davon, womit man fährt.


    Bekomme ich einen staatlichen Zuschuss fuer meinen Buecherkonsum, wenn ich dafuer nicht in die von der Gemeinde finanzierte Bibliothek gehe?
    Oder: Welchen Ausgleich bekommen eigentlich Eltern, deren Kinder leider keine staatlich finanzierte Universitaet besuchen? Gibts dafuer analog zum BG auch Entschaedigung?
    Diese Vergleiche hinken.

    Zu deinem 2. Argument: Kinder, die nicht in die Kita gehen, moegen fuer den Staat kurzfristig guenstiger sein.
    Mittel- oder langfristig entstehen aber Kosten: Nichterwerbstaetige Eltern zahlen keine Einkommenssteuer, fallen dafuer aber evtl. spaeter dem Staat zur Last...
    Kinder, die herzlos erzogen wurden, fallen evtl. später der Gesellschaft zur Last, wenn sie (scheinbar) grundlos und wahllos Bürger verprügeln - verbunden damit der Rattenschwanz, der dann folgt (Knast... etc.).

    weil sie im Berufsleben den Anschluss verpasst haben und Sozialleistungen in Anspruch nehmen, z.B. im Trennungsfall. Kinder aus sehr bildungsfernen Familien, die nicht in die Kita gehen, weil die Eltern lieber das BG verjubeln, verursachen Kosten, weil sie z.B. die deutsche Sprache nicht fruehzeitig lernen.
    Wer mit BG seine Kinder nicht in die Kita schickt, der tut es auch ohne BG nicht.

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    AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Volle Zustimmung.


    Zum zweiten: je mehr der Staat fördert, dass Menschen nicht arbeiten gehen, umso mehr fehlen diese Menschen als Einzahler und als Wertschöpfer.
    Das ist ein Schlag ins Gesicht jeder erziehenden Mutter/Vater.
    Als ob es keinen Wert hätte, wenn man "nur" seine Kinder erzieht!
    Als ob Kinder erziehen nicht auch mit Arbeit verbunden wäre!
    Als ob nur die Arbeit etwas wert wäre, bei der Geld fließt.

    Das ist das beste Beispiel dafür: Deutschland ist arm an Werten.

    Wobei ich aber hier keine Relevanz sehe, denn 100/150€ bewegen niemanden dazu, nicht zu arbeiten, dafür ist das viel zu wenig. Da müsste Seehofer schon 1.500€ zahlen, steuerfrei.
    Eben!

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