Überlegenswert ist es allemal, ab drei frühestens würde ich sagen. Meine Tochter hat mit knapp vier einen Platz bekommen, war drei Jahre (nicht sehr regelmäßig, weil wir viel verreist waren) dort und ist mit knapp sieben (regelgerecht) in die Schule gekommen. Das würde ich immer wieder so halten.
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10.11.2012, 23:13Inaktiver User
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
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10.11.2012, 23:44Inaktiver User
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
In Kitas beispielsweise.
Eine Tagesmutter ist keine Kita.Mein Kind konnte ich anfangs nach dieser Eingewöhnung bei der Tagesmutter lassen - Vater und Oma waren dagegen zu der Zeit eine Katastrophe, die wir uns nicht freiwillig angetan haben.
Ja aber die Realität sieht anders aus.Was ich wichtig finde, ist feinfühlige und direkte Reaktion auf Bedürfnisse. Dazu muss man eine Betreuungsperson haben, die das kann und auch die Rahmenbedingungen hat, um es auszuüben - also entsprechend wenig Kinder. Ob Blutsverwandtschaft existiert oder nicht, ist m. E. weitgehend irrelevant für die Qualität der Beziehung.
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10.11.2012, 23:53Inaktiver User
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
Haben wir alles durch, die Probleme entstehen ganz woanders und was wir, wieder mal, machen ist Symptombekämpfung.
Der Kindergarten ist für Kinder ein Segen, die aus Zuwandererfamilien kommen, nur hilft das herzlich wenig wenn die Eltern daheim ausschliesslich Landessprache sprechen und eine fehlgeleitete Politik diese Menschen in Wohnblöcken konzentriert.
Und dann wird sich erstmal auf die konzentriert die am schwächsten sind, eigentlich ja löblich, nur wenn diese Kinder in die Schule kommen müssen die Lehrer erstmal die grundlegendsten Sachen beibringen was aber im Lehrplan so nicht vorgesehen ist. Andere Kinder, die auch der Förderung bedürften bleiben schlicht auf der Strecke.
Da wird dann beispielsweise der Mathenachhilfeunterricht ersetzt gegen Deutschnachhilfeunterricht.
Wenn man fremd in einem Land ist, dann sucht man sich erstmal immer Gleichgesinnte und das sind nunmal die eigenen Landsleute.
Das ist aber nur eine Facette von Problemen, die mitlerweile existent sind, eine weitere ist, dass wir krampfhaft versuchen immer schneller höher und weiter zu etablieren und dabei diejenigen vergessen die der Hilfe bedürfen und nicht erst wenn das Kind im Brunnen gelandet ist sondern vorher.
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11.11.2012, 07:44
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
Elterngeld bekommt man in den ersten 14 Lebensmonaten. Zu so einem frühen Zeitpunkt bekommt man in der Regel keinen Krippenplatz. (Ich glaube, in der Krippe meines Sohnes werden Kinder ab 8 Monaten aufgenommen, falls die Eltern überhaupt einen Platz ergattern.) Und wenn doch: Natürlich kann man dann auch weiterhin Elterngeld beziehen, sofern man den Krippenplatz ohne Arbeitsplatznachweis bekommen hat.
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Ich möchte gerne mal eins wissen: Wenn es sooo wichtig ist, dass ein Kind in den ersten drei Lebensjahren betreut wird, warum bleiben dann nicht auch die Väter zuhause? Warum ermöglicht das die Gesellschaft/Wirtschaft nicht? Warum wird stattdessen lieber Müttern ein schlechtes Gewissen gemacht, dass sie ihr Kind schädigen, wenn sie es in eine Krippe geben?
Irgendwie lese ich immer nur: Ein Kind soll 3 Jahre zuhause betreut werden - und am besten von der Mutter! Jaja, es wäre schon nett, wenn das auch Väter übernehmen würden, aber nee, eigentlich soll es doch lieber die Mutter machen. Am besten eine Akademikerin, die mit ihrem Kind in 3 Sprachen Kinderlieder singen und mit Sandförmchen alle 7 Weltwunder nachbacken kann. Und wenn die Akademikermutter das nicht möchte, dann ist sie eine böse egoistische Karrierefrau, deren Kind später ein krimineller Hartz-IV-empfangender Neonazi wird.
Also, ehrlich! Es muss doch auch andere Lösungen geben, als dass Frauen sich gegenseitig beharken!
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11.11.2012, 08:07
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
In meinen Augen diskutiert ihr völlig am Thema vorbei. Das Betreuungsgeld hat nichts damit zu tun, ob Kinder zu Hause oder in Krippen besser betreut werden, es hat nichts damit zu tun, dass Familien unterstützt werden. Ruck zuck wird hier eine ganze Berufsgruppe abqualifiziert - ohne dass verstanden wurde, dass das Betreuungsgeld natürlich dafür eingesetzt werden kann, sein Kind in einer Krippe betreuen zu lassen.
Beispiel:
Ein 3/4 Platz in einer privaten Elterninitiative mit Elterneinsatz 2x im Monat kostet 400€. Dank dem Betreuungsgeld nur noch 250€. Die Kinder werden also auch hier 'fremdbetreut'
oder 5 Frauen schließen sich zusammen, 4 wollen arbeiten gehen, 1 will zuhause bleiben und ist bereit die Kinder der anderen zu betreuen. Für das Betreuungsgeld, macht zusammen 750€. Die Frau, die die Kinder zuhause betreut ist mit ihrem Mann krankenversichert. Allerdings sprengt die Einnahme durch die Kinderbetreuung die Summe, die sie verdienen darf. Muss ja aber keiner Wissen, oder?
Das heißt für die Kinder 'Fremdbetreuung'.
Das Betreuungsgeld streut Traumsand in die Augen und das hat ja schon seine Wirkung gezeigt, wie ich hier im Strang lesen kann.
Eltern im AlgII-Empfang erhalten kein Betreuungsgeld. Warum? Um welche Kinder geht es hier? Sollten nicht alle gleich unterstützt werden? Wenn die Betreuung zuhause so toll ist, warum erhalten dann Eltern im AlgII-Empfang kein Elterngeld? Die haben doch richtig Zeit für ihre Kinder.
Meine Kinder wurden von mir, vom Vater, der Tagesmutter und beiden Großeltern betreut, bis sie 3 Jahre alt waren. Das war ein guter Mix. Was sie von der Tagesmutter oder den Großeltern gelernt haben, hätten wir Eltern ihnen nicht beibringen können. Von der emotionalen Seite, zu wissen, dass man von vielen Menschen gemocht/geliebt wird mal abgesehen.
Und das ging im Kindergarten so weiter. Dort konnten sie Erzieherinnen jeden Alters und unterschiedlicher Nationen kennenlernen, die mit unterschiedlichem Schwerpunkten engagiert mit den Kindern gearbeitet haben. Aktionen wie mit der Museumspädagogin oder das sezieren von Schweinefüßen - wären nur unter meiner Betreuung nicht möglich gewesen.
Hinzukommt der psychosoziale Kontakt unter Gleichaltrigen. Dieser fördert andere Kompetenzen als der Umgang mit Erwachsenen. Nur unter gleichaltrigen Kindern kann gelernt werden, selbst Nähe und Distanz herzustellen, Kompromisse zu finden und so Beziehungen aufrechtzuerhalten.
Dies findet spätestens in der Schule statt. Dennoch finde ich, darf man das nicht unterschätzen und abtun. Nur weil einem die Idee der 'Fremdbetreuung' nicht gefällt.
Das schöne ist ja, dass man seine Kinder nicht 'fremdbetreuen' lassen muss. Man kann wenn man will oder die Umstände (meist finanzieller Art) es fordern. Und hier scheitert die Berufstätigkeit oft daran, dass es keine Betreuungsplätze gibt.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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11.11.2012, 09:34
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
Ich bin überzeugt von Tagesmüttern im u3-Bereich. Trotzdem finde ich auch für Kitas die Formulierung "Betreuung durch fremde Personen" vollkommen realitätsfern und den Erzieherinnen gegenüber, die sich wirklich viel Mühe geben, ungerecht.
Eine Tagesmutter wird genauso staatlich gefördert wie eine Kita. Und sie ist erst mal genauso fremd wie eine Kitaerzieherin. Mir geht es um den Mythos, Familienmitglieder seien immer besser als externe Personen zur Betreuung. Meine enge Familie besteht übrigens durchgehend aus empathischen Menschen, die für mein Kind wirklich alles tun würden. Trotzdem funktionierte es nicht in den ersten 12-18 Monaten.Eine Tagesmutter ist keine Kita.
Ja, u. a. so, dass bei weitem nicht alle Eltern in der Lage sind, adäquat auf ihre Kinder zu reagieren. Wenn ich ein Säugling/Kleinkind im Einkaufszentrum oder bei McDonalds im Buggy weinen/schreien höre und sich die Eltern nicht kümmern, sondern lieber mit Freunden quatschen, frage ich mich wirklich, ob die Reaktionsfähigkeit von Kitapersonal wirklich so viel schlechter ist.Ja aber die Realität sieht anders aus.
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11.11.2012, 10:16Inaktiver User
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
Was soll man nun dazu oder dagegen sagen oder schreiben?
Dann sind die Kinder in den Heimen ja doch ganz gut dran oder wie?
Von morgens bis abends von best geschultem Personal betreut?
Nee, ich bin einfach nicht so für Masse.
Selbst auf die Gefahr hin, dass irgendwas eben nicht so klappt oder perfekt ist.
Im umgekehrten Falle wirft man ja auch "alten Leuten" die nicht im Heim oder überhaupt so viel mit Alten zu tun haben wollen vor, sie wären ja selber alt.
Na und?
Das Leben sollte bunt und gemischt sein.
Und lebendig und herzlich und so weiter.
Kinder haben übrigens ihr eigenes Tempo.
Kann ich ein Lied von singen.
Da tut sich manchmal oder regt sich gar nichts - und dann machen sie einen Riesensprung.
Also, ich stand jedenfalls nicht immer mit so einem Plan da und hab abgehakt.
Liebe und Vertrauen zu den Kindern gibt ihnen Sicherheit.
Eines meiner Kinder schrieb ne Zeitlang immer die 3 obwohl schon ganz andere Zahlen dran waren, die ihr aber nicht gefielen.
Und ich dachte ein bisschen: das kann ja heiter werden.
Wurde es auch.
Schönen Sonntag noch von mir
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11.11.2012, 10:43Inaktiver User
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
Und wieder einmal fällt mir auf, dass hier und auch bei den Politikern munter die Begriffe "Krippe" und "Kindergarten" durcheinander gewürfelt werden.für die wäre ein Kindergarten ein großer Schritt zur Chancengleichheit.
Bei dem Betreuungsgeld geht es m. E. doch um die unter Dreijährigen und nicht um Kindergartenkinder.
Das Betreuungsgeld soll doch nicht bis zum Schuleintritt gezahlt werden, also ist das obige Argument völlig ohne Belang. Natürlich sollen die Kinder etwa ab 3 Jahren in den Kindergarten gehen. Aber es ist nicht zwingend notwendig, dass Kinder schon ab den ersten Monaten in eine Krippe gehen müssen, um adäquat gefördert zu werden.
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11.11.2012, 10:51Inaktiver User
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11.11.2012, 10:56
AW: Betreuungsgeld - Pro und Contra
Tagesmütter dürfen, glaube ich, bis zu fünf Kinder zusätzlich zu ihren eigenen betreuen. Wenn sie schlau sind, nehmen sie allerdings nicht lauter Einjährige, sondern eine bunte Mischung. Und reich wird man damit garantiert auch nicht. Ein bisschen mehr als 750 EUR werden's wohl sein, aber Reichtümer sicher nicht.



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