Treffender Kommentar über den Regierungsgipfel am Wochenende:
Nach der Koalitionsrunde - Nach dem Gipfel ist vor dem Streit - Politik - sueddeutsche.de
Zu großen Taten, großen Reformen war und ist die Koalition nicht in der Lage. Und selbst die kleinen Taten und kleinen Reformen sorgen für Dauerzoff in Kabinett und Fraktionen. Dieses sogenannte bürgerliche Bündnis, mal angetreten als Wunschkoalition, hat unter den Bürgern nur einen Wunsch verstärkt: dass es bald ein Ende haben möge.
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Ergebnis 1 bis 10 von 14
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05.11.2012, 14:07
Schwarz-Gelb, eine ernüchternde Bilanz nach drei Jahren
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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05.11.2012, 19:03
AW: Schwarz-Gelb, eine ernüchternde Bilanz nach drei Jahren
- Eltern bekommen/behalten die Wahlfreiheit, ob sie ihr Kind selber erziehen wollen oder es erziehen lassen wollen.
- Die Praxisgebühr, gegen die die ganze Nation gewettert hat, wird abgeschafft.
Das hört sich doch schon mal nicht schlecht an.
Obwohl, wäre es nicht besser, das angesparte Geld für schlechtere Zeiten, die man schon kommen sieht, zu reservieren?
Dass man diese "Wohltat" (Abschaffung der Praxisgebühr) nicht zu kurz vor... aber gerade noch rechtzeitig vor der Wahl verteilt, ist schon sehr verdächtig.
- Schon ein Mal versprach Ursula v.d. L., dass niemand gezwungen werde, sein Kind von einer Tagesstätte erziehen zu lassen. Dieses Versprechen wurde gebrochen. Jetzt wurde dieser Fehler korrigiert.
Respektabel!
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05.11.2012, 19:16
AW: Schwarz-Gelb, eine ernüchternde Bilanz nach drei Jahren
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06.11.2012, 01:24
AW: Schwarz-Gelb, eine ernüchternde Bilanz nach drei Jahren
Zum Beispiel so
Das ist allerdings die Frage, ob die Wahlfreiheit auch für Alleinerziehende gilt.Und warum wurde das durchs Betreuungsgeld geändert?
Sollte man nicht erst mal abwarten, wie viele sich für das Eine und wie viele sich für das Andere entscheiden?So lange nicht genug Betreuungsplätze vorhanden sind, besteht übrigens auch keine Wahlfreiheit.
Nicht, dass man am Ende zu viele Kitas hat, weil zu viele von Ihrem Recht Gebrauch machen, Ihre Kinder selber zu erziehen und damit ihre eigene und die Persönlichkeit ihres Kindes frei entfalten.
Ob man es glaubt oder nicht, es gibt noch etwas viel Wichtigeres, als bloße Bildung:
Man nennt es 'Herzensbildung'. Was fehlende Herzensbildung anrichten kann, kann man an den sinnlosen und immer brutaleren Schlägereien sehen.
Selbstverständlich wird jede Mutter/jeder Vater, die/der ihr/sein Kind, so bald als möglich nach der Geburt in eine staatliche Erziehungsanstalt gibt, felsenfest behaupten, ihr/sein Kind sei dennoch rundum normal.
Wie sich das auswirkt, wenn ein Mensch von frühester Kindheit an zu wenig Elternliebe erfährt, das merkt man erst viel später. Die Einen stecken es weg - Andere zerbrechen daran. Bei den Einen erwächst unstillbarer Ehrgeiz daraus, der ihn/sie zu Höchstleistungen treibt, nach dem Motto, "Wenn besser möglich ist, ist gut nicht gut genug (besser ist immer möglich)", und wird somit erfolgreicher Einsteiger in das gesellschaftliche Hamsterrad (staatliches/wirtschaftliches Ziel erreicht); Ein Anderer sucht den Liebesersatz in den verschiedensten anderen Ecken des Lebens - oftmals vergebens.
Wer von Klein auf nicht gelernt hat, zu lieben, der wird später schwerlich lieben können.
Wird der kleine Türke gezwungen, anstatt in seiner Familie, in einer Kita groß zu werden, lernt er zwar perfekt die deutsche Sprache, jedoch nicht, diese auch liebevoll einzusetzen.
Aber wie gesagt, der Eine steckt das weg, bei dem Anderen bricht es irgendwann heraus.
Allerdings gibt es auch Familien, die sind, man mag es 'aus Tradition' oder auch 'seelische Verwahrlosung' nennen, selber nicht fähig, ihren Kindern mehr Zuwendung zu geben, als eine Kita das kann.
Da würde eine Kita wieder Sinn machen. Aber, ob genau diese Eltern ihr Kind in die Kita schicken?
Ein Dilemma.
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06.11.2012, 09:25
AW: Schwarz-Gelb, eine ernüchternde Bilanz nach drei Jahren
Für ein mehrere tausend Mann und Frau starkes Kompetenzteam innerhalb dieser doch "recht kurzen " Zeit eine veritable Leistung .
Nur was kommt danach ? Versinkt Deutschland am sozialistisch linksgrünen Rand oder langweilen wir uns noch ein paar Jährchen mit Merkel und den Sozialisten in einer Koalition und retten " systemrelevante " Länder und Banken . Steinebrück fällt ja scheinbar aufgrund seines lächerlichen Minijobnebenhergedingens komplett aus .
Wenn nicht , wer wird ihn wählen ? Schwarz / Gelb war auch mal wieder schlecht und langweilig wie Rot/schwarz zuvor , solange wir nicht komplett zu den Bayern überlaufen und sie Monarchie im Freistaat ausrufen wird sich da nicht viel ändern fürchte ich .
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06.11.2012, 16:52
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22.11.2012, 16:19
AW: Schwarz-Gelb, eine ernüchternde Bilanz nach drei Jahren
Faktencheck zu der Aussage Merkels, Diese Bundesregierung ist die erfolgreichste seit der Wiedervereinigung
Merkel im Münchhausen-Check: "Die erfolgreichste Bundesregierung" - SPIEGEL ONLINE:
Hier können schon mal ein paar Jahre vergehen, bis die Wirtschaftspolitik ihre Wirkung auf die Beschäftigung - sprich die Arbeitslosenquote - zeigt.
Die schwarz-gelbe Regierung erntet hier also gerade die Früchte der Mühen ihrer Vorgänger und rühmt sich damit. Insbesondere auch mit den Früchten der rot-grünen Agenda-2010-Reformen, für die Kanzler Gerhard Schröder (SPD) von den Genossen bis heute geprügelt wird.
Die seit 2006 stark zunehmende Beschäftigung führte dann zu einem Ansteigen der Steuereinnahmen und zu einer besseren Finanzsituation der Sozialkassen.
Bleibt die Frage danach, wie die Regierung Angela Merkel/Philipp Rösler das ihr in den Schoß gefallene Glück genutzt haben?
Kanzler Schröder übergab 2005 bei einem Stand von 68,5 Prozent. Peer Steinbrück (SPD), Finanzminister der Großen Koalition, erhöhte im Krisenjahr 2009 auf 74,5 Prozent. Wolfgang Schäuble (CDU) wird Ende 2012 Eurostat zufolge bei 81,7 Prozent angelangt sein!
Ökonomisch gesehen ist also die Aussage der Kanzlerin, .. nicht zu halten. Insgesamt ist die Bundesrepublik eben nicht stärker aus der Krise 2008 und 2009 herausgekommen, als sie hineingegangen ist. Die schwarz-gelbe Regierung Merkel hat im Gegenteil unkontrollierbare Haushaltsrisiken in einem Maße aufgehäuft, das alles bisher Gewesene in den Schatten stellt.
Note: "Fünf"Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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11.02.2013, 12:00
AW: Schwarz-Gelb, eine ernüchternde Bilanz nach drei Jahren
Was muss ich heute von der "besten" aller Regierungen lesen? Sie erwartet eine wirtschaftliche Trendwende zum Besseren! Das verstehe wer will, bisher hiess es doch immer, es laufe alles blendend?
Aber, wer soll da schon noch durchblicken, wenn sich der BundesWIRTSCHAFTSminster heute wohl vermeindlich wohlfeil und werbewirksam über Bild ein "deutsches Apple" wünscht.
Eine Firma also, deren volkswirtschaftlich wirksame Wertschöpfung und Produktion komplett im Ausland liegt?
Wie blöd muss man eigentlich sein um dieses Amt auszufüllen? Wer hätte gedacht, dass der Müllermeister an öffentlich zur Schau gestellter Inkompetenz noch zu toppen ist?
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19.05.2013, 17:58
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20.05.2013, 09:43
AW: Schwarz-Gelb, eine ernüchternde Bilanz nach drei Jahren
Da wir nicht in einer Meritokratie leben ist das auch in Ordnung. Rösslers Sprüchlein verdeutlichte hingegen ganz grundsätzliche Uninformiertheit in Wirtschaftsfragen, fehlenden gesunden Menschenverstand und offenbar nicht vorhandenes Urteilsvermögen das über einen Marketinghype hinausblickt.
Was ist eigentlich aus der wirtschaftlichen Trendwende geworden, die "die beste aller Regierungen" im Februar verkündet hatte? Hat "überraschend" nicht geklappt? Na das war ja mal wieder völlig unvorhersehbar...


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