Die Daten zu Rüstungsetats und Wirtschaftskraft beziehen sich auf 2011.
Man muss also im Hinterkopf behalten, dass diese gigantischen, ja unvorstellbar großen Summen Jahr für Jahr ausgegeben werden.
Natürlich ist man "machtlos".Bei "Katrina" und "Sandy" muss man allerdings schon unterscheiden. Die Zerstörung in New Orleans waren zum großen Teil hausgemacht.
Bei "Sandy" ist man allerdings schon sehr machtlos.
Erstens ist es etwas vollkommen Neues, dass es in USA Wirbelstürme gibt. Das ist sozusagen völlig überraschend, genauso wie es überraschend ist, dass sich durch die Klimaveränderungen solche Wettererscheinungen verstärken.
Zweitens ist man freilich in der konkreten Situation "machtlos", wenn Stromleitungen an Holzpfähle genagelt sind, wenn Häuser ohne Fundamente gebaut werden und mit ihren dünnen Holzwändchen wie Kartenhäuser in sich zusammenstürzen.
Natürlich ist man in der konkreten Situation "machtlos", wenn man keine Stromverbunde kennt, wie sie für Deutschland und Mitteleuropa so selbstverständlich sind, dass wir darauf keinen Gedanken mehr verschwenden.
Ich weiß von einem konkreten Fall, dass in einer US-amerikanischen Stadt für ein ganzes Stadtteil einen Tag lang der Strom ausgefallen ist, nachdem ein Truck versehentlich gegen einen Strommast gefahren war ..
Aber glaubst du, dass man in USA auf die Idee käme, zumindest nach einem solchen Ereignis mal darüber nachzudenken, wie man diese Anfälligkeit der Infrastruktur für die Zukunft beseitigen könnte? Weit gefehlt.
Ich finde es nicht arrogant auf die Schwächen der US-amerikanischen Infrastruktur hinzuweisen und sie den absolut unvorstellbar gigantischen Summen gegenüber zu stellen, die Jahr für Jahr in der Rüstung versenkt werden.Und ob es so gut ist, den arroganten deutschen Ingeneur raushängen zu lassen.
Um gut vorbereitet zu sein, muss man zuerst und vor allem auf die Idee kommen sich vorzubereiten. Was die USA nicht tun.Eine Sturmflut, wie 1962 könnte jederzeit wieder passieren und wie gut wir vorbereitet wären müsste sich auch erst zeigen.
Man muss auch nicht vollkommen passiv abwarten, ob sich ein Unglück wiederholt. Dem "arroganten deutschen Ingenieur" ist eine ganze Menge eingefallen, um ein solches Unglück für die Zukunft auszuschließen.
Nicht zu vergessen: das deutsche bzw. europäische Staatsverständnis beinhaltet die Verantwortung für solche Aufgaben; die Deutschen bzw. Europäer finden es auch sehr richtig, mit Steuereinnahmen solche Maßnahmen zu finanzieren. Das unterscheidet uns von den USA.
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Thema: Wahlen in USA
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06.11.2012, 09:19Inaktiver User
AW: Wahlen in USA
Geändert von Inaktiver User (06.11.2012 um 10:24 Uhr)
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06.11.2012, 09:39
AW: Wahlen in USA
Naja wenn hier so eine Sandy drüber fegt meinetwegen über die Stadt NRW würde GZSZ sicher auch für ein paar Tage ausfallen . Denke du bist da echt ein bisschen überheblich in deiner Einschätzung wir haben in Deutschland eben das grosse Glück in einer recht gemässigten Zone zu leben sonst nichts .
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06.11.2012, 09:47Inaktiver User
AW: Wahlen in USA
Was ist dann mit Ländern wie Japan, Südkorea, Singapur?
Hast du schon mal gehört, dass dort Wirbelstürme derartigen Schaden anrichten? Oder glaubst du, dort gibt es solche Stürme nicht?
Japaner, Koreaner und Singapurer haben regelmäßig Wirbelstürme, ohne dass deshalb die Heime der Menschen wie Kartenhäuser in sich zusammenfallen und Millionen für eine Woche und länger keinen Strom haben.
Wenn man in einer Zone lebt, in der der Wind etwas kräftiger pustet, muss man halt seine Infrastruktur dafür einrichten. Ganz einfach.
In einer Zeit, in der die Menschen längst auf den Mond fliegen und militärische Satelliten im Weltall aussetzen, die in der Lage sind ein Objekt in Größe einer Zigarettenschachtel aus dem All zu erkennen, da sollte man - zumindest als Industrieland - in der Lage sein Häuser und Stromnetze so zu bauen, dass sie nicht gleich flach liegen, sobald der Wind weht oder ein Truck-Fahrer fälschlich den Rückwärtsgang statt den Vorwärtsgang einlegt.
Aber in USA ist für sowas halt kein Geld vorhanden. Das steckt in der Rüstung.
Das Zerbröseln der Wirtschaftsmacht muss ausgeglichen werden durch einen riesigen Rüstungsetat, der doppelt so groß ist wie der aller anderen wichtigen Industrieländer zusammengenommen.
Bei nur zwei Dritteln deren Wirtschaftskraft.
Das nennt man "Prioritäten setzen".
.Geändert von Inaktiver User (06.11.2012 um 10:26 Uhr)
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06.11.2012, 10:30
AW: Wahlen in USA
Hängt vielleicht auch damit zusammen das zum einen die Zahlen von China allem voran sicher nicht richtig sind und natürlich dort Massenvernichtungs und normale Waffen einfach billiger produziert werden .
Der Hauptgrund ist aber daß US Amerika die Freiheit und die Demokratie in der ganzen Welt verteidigen muss , sogar in Deutschland , und Weltmacht zu spielen kostet halt ne Menge Geld . Klar die Russen hätten das natürlich billiger gekonnt China sicher auch . Wärst du dann glücklicher
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06.11.2012, 10:38Inaktiver User
AW: Wahlen in USA
Man kann es drehen, wie man will - der Verteidigungshaushalt Chinas, wie auch der von Japan, Großbritannien, Frankreich und Deutschland ist nun mal um Größenordnungen kleiner dimensioniert.
Das hängt vor allem mit der Prioritätensetzung zusammen.
Was die Chinesen betrifft: sie haben sich über Jahrzehnte darauf verlassen, dass eine Million Soldaten mit Bajonett am Gewehr genügend Abschreckungswirkung im Falle eines Krieges bedeuten. Erst jetzt beginnen sie ihr Militär technisch aufzurüsten.
Das ist der Punkt.Weltmacht zu spielen kostet halt ne Menge Geld .
Weltmacht zu spielen ist den USA halt wichtiger als die Infrastruktur im eigenen Land.
.Geändert von Inaktiver User (06.11.2012 um 11:06 Uhr)
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06.11.2012, 11:14
AW: Wahlen in USA
Ja und was machen wir jetzt ? Wenn das dem Volk gefällt ist das völlig Ok .
Was mich wirklich , ich muss schon sagen fasziniert , das überall aus der Welt Menschen in die USA gehen und sofort mit dem Fähnchen wedeln und ihr Leben für dieses Land geben . Vermutlich bekommen die da so eine Art Droge eingeflösst um sofort für den Reichtum einiger Weniger zu weltweit in der Army zu kämpfen . Motivieren kann man in den USA ganz anders als in der alten Welt .
Zum Thema Wahlen :
Übrigens fand ich Obama Auftritte die hier im deutschen TV gezeigt wurde ganz sympatisch . Als die Schwarzen im Süden abgesoffen sind war das für Bush damals ja nicht ganz so dringlich sich zu kümmern . Das kann der Sieg gewesen sein . Obwohl er ja wirklich nichts gerissen hat selbst das Konzentrationslager in Guantanamo ist noch für Unliebsame aus dem Morgenland zugänglich . An dem Punkt habe ich ihn gemessen das hätte ihn zumindest mal glaubwürdig gemacht , so bleibt er ein Diener des schnöden Mammon und wird in die US Geschichte nur als einer eingehen der mal Präsident mit einer anderen Hautfarbe war . Wieso aber gerade in Deutschland 99% Obahma gutfinden und den wieder haben wollen
ist der " Oberböörner " so ein knackiger Typ wie Romney wäre doch mal eine Massnahme um ein bisschen an der Achse des guten zu feilen .
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06.11.2012, 11:23Inaktiver User
AW: Wahlen in USA
"Ja und was machen wir jetzt ?" - Wir nehmen es zur Kenntnis und denken uns unseren Teil.
"Wenn das dem Volk gefällt ist das völlig Ok ." - Kann man so sehen. Und ich sehe es auch genau so:
Deshalb lehne ich mich bequem zurück und schaue mir amüsiert im TV an, dass die Ostseite der USA zur Zeit aussieht, wie nach einem Weltkrieg.
Bedauern? Mitleid? Woher nehmen, und nicht von denen stehlen, die Mitleid eher verdienen.
Wenn es so ist, dann wäre es sicher interessant sich mit den Gründen hierfür zu befassen. Zumal ich anlässlich der Wahlberichterstattung gesehen habe, wie arm die Einwanderer in USA sind, wie ausgebeutet und wie hoffnungslos, dasss sich ihre Lage irgendwann ändert.Was mich wirklich , ich muss schon sagen fasziniert , das überall aus der Welt Menschen in die USA gehen und sofort mit dem Fähnchen wedeln und ihr Leben für dieses Land geben . Vermutlich bekommen die da so eine Art Droge eingeflösst um sofort für den Reichtum einiger Weniger zu weltweit in der Army zu kämpfen . Motivieren kann man in den USA ganz anders als in der alten Welt .
Vielleicht sind sie einer Legende zum Opfer gefallen und wissen nun nicht weiter.
Vielleicht ist diese Begeisterung aber selber Teil der Legendenbildung derjenigen Amerikaner, die alle Informationen ausklammern, die nicht ins Bild passen.
Ich kenne solche Leute aus eigener Anschauung. Man muss es erlebt haben, sonst glaubt man es nicht, denn die Ignoranz dieser Leute ist schier grenzenlos.
Obama wollte Guantanamo schließen. Aber niemand war bereit die Insassen aufzunehmen. Und angesichts dessen, was man mit ihnen gemacht hat, waren sie freilich Zeitbomben, die man nicht einfach sich selbst überlassen konnte. Er ist also an den praktischen Möglichkeiten gescheitert.Obwohl er ja wirklich nichts gerissen hat selbst das Konzentrationslager in Guantanamo ist noch für Unliebsame aus dem Morgenland zugänglich .
Immerhin hat er Waterboarding verboten - was Romney wieder erlauben will.
Was an dieser Behauptung dran ist, sieht man daran, wer der Kandidat der Finanzindustrie ist: eindeutig Romney.An dem Punkt habe ich ihn gemessen das hätte ihn zumindest mal glaubwürdig gemacht , so bleibt er ein Diener des schnöden Mammon (...).
Obama ist ziemlich europäisch in seinem Denken und verkörpert ansonsten das Beste, was Amerika zu bieten hat. - Der Mormone Romney hingegen stammt von einem anderen Planeten.Wieso aber gerade in Deutschland 99% Obahma gutfinden und den wieder haben wollen
(...) so ein knackiger Typ wie Romney (...).
.Geändert von Inaktiver User (06.11.2012 um 11:40 Uhr)
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06.11.2012, 13:59
AW: Wahlen in USA
Ja das ist natürlich ein riesen Fortschritt dass in der besten Demokratie der Welt mit den besten Feuerwehrmännern der Welt sowas möglich ist . Hätte er mal den Dostum gefragt der hatte da eine praktikable Lösung seinerzeit . Alternativ hätte ein Anruf bei Claudia Roth genügt wir könnten den Jungs ja ein bisschen politisches Asyl geben und hätten so unsere Position als Retter der Welt eindrucksvoll untermauert .Bereichern würden die uns sicher irgendwie denke viele von denen sind Leute wie du und ich die niemals was angestellt haben .
Also kurzum ich habe da kein Mitleid mit Obahma ganz im Gegenteil ist er keine Spur besser als sein Vorgänger in dieser für uns Philanthröpchen wichtigen Frage . Die Geister haben die Amis gerufen sollen sie sie auch wieder sozialverträglich auswildern.
Oben in deinem Post liest sich das wie ein bisschen Schadenfreude mit deinem nichtvorhandenen Mitleid . Das passt so gar nicht zu deinen ansonsten qualitativ recht hochwertigen Beiträgen . Das wünsche ich nicht meinem ärgsten Feind ( glaube ich zumindest muß nochmal in mich gehen ).
Für den echten Ami ist er ein Exote und auch nicht wählbar deshalb ist er glaube ich auch gewählt worden das wäre vor 20 Jahren undenkbar gewesen und einfach der massiven Einwanderung geschuldet . Das siehst du auch bei den Staaten in denen er vorne liegt in den Flächenstaaten wählt man dann doch eher " amerikanisch "Obama ist ziemlich europäisch in seinem Denken und verkörpert ansonsten das Beste, was Amerika zu bieten hat
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06.11.2012, 15:02
AW: Wahlen in USA
Himmel, es langt.
Habe die Nase gestrichen voll vom Wahlkampf und Präsidentenrummel in den USA.
Keinen der beiden Kandidaten mag man wirklich gerne wählen.
Also, ein eindeutiges blondes: weder - noch !!!
Obama hat gezeigt, daß er es nicht wirklich gekonnt hat.. da war nix los, mit "Yes, we can" ...
und Mitt Romney... sorry, aber wie der und was der alles kann, möchte ich gar nicht rausfinden.. gruselige Vorstellung.
Gruß, B.Geändert von Blondine (06.11.2012 um 15:10 Uhr)
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06.11.2012, 15:15Inaktiver User
AW: Wahlen in USA
Du hast es ja bald überstanden.

Heute ist Wahltag in USA, und wenn sich die Schiebereien und Betrügereien in Grenzen halten, die Wahl also nicht langwierig überprüft wird, dann hast du bald wieder deine Ruhe.
Bis dahin empfiehlt es sich um Politikforen, Zeitung und TV-Nachrichten einen großen Bogen zu machen. Heute abend wird es ganz, ganz schlimm. Und morgen wird das Wahlergebnis aufgearbeitet; das wird auch nochmal ganz schlimm.
Tja, so ist das eben, wenn einem schon kurze Zeit nach der Präsidentschaftswahl die Mehrheit im Senat entzogen wird, weil die Bürger Angst vor der eigenen Courage bekommen haben.
Obama hat wohl auch nicht damit gerechnet, dass ihm solcher Hass entgegenschlagen würde, und ein solcher Mangel an Bereitschaft zu politischer Zusammenarbeit und Kompromissbereitschaft.
Bisher war es in den USA üblich, dass der neu gewählte Präsident eine Zeitlang von allen politischen Kräften akzeptiert wurde, z.B. jene berühmte 100-Tage-Frist gewährt wurden. Pragmatismus war üblich, auch Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg.
Nicht so nach der Wahl von Obama: von Anfang an stand für Republikaner, Tea Party und alle weißen Rassisten fest: oberstes Ziel ist nicht die Gesundung des Landes und die Aufarbeitung von Problemen, sondern die Verhinderung der Wiederwahl. Also musste Obama Erfolgsbilanz möglichst schlecht ausfallen. Darauf haben sie 4 Jahre hingearbeitet und über ihre Senatsmehrheit jedes Projekt verhindert, das sie verhindern konnten.
.Geändert von Inaktiver User (06.11.2012 um 15:58 Uhr)



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