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    AW: CSU art von politik?

    So lange ist das noch nicht her, da waren derartige Einflussnahmen nicht unüblich.

    Aber diese Zeit IST definitiv vorbei und das ist ja auch gut so.

    Früher hatten, egal ob Heute, Tagesschau oder die Politmagazine, den Politikern mehr oder weniger einfach nur Redezeit zur Selbstdarstellung zur Verfügung gestellt. Das nannte sich damals Interview. Heute wird wird wirklich nachgefragt und ggfs. auch nachgehakt. Journalismus eben.

    Tja, werte CSU, dumme Aktion ...
    aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

  2. Inaktiver User

    AW: CSU art von politik?

    tagesschau.de: Wie oft bekamen Sie in Ihrer Zeit als Berlin-Korrespondent Anrufe von Pressesprechern und Politikern mit dem Versuch, Einfluss auf Ihre Berichterstattung zu nehmen?

    Werner Sonne: Mir selber ist es sehr selten passiert. (...)
    Ich weiß aber von meinem ehemaligen Intendanten Fritz Pleitgen, dass bei ihm viel auf dem Tisch landete. Er bekam regelmäßig Anrufe von den Parteien, Gewerkschaften, Kirchen. (...)
    Es gibt also immer wieder Versuche, Einfluss zu nehmen. Umso wichtiger ist es, dass die Medien sich nicht darauf einlassen.


    tagesschau.de: Sind die Beziehungen zwischen Journalisten und Pressesprechern und Politikern zu eng?

    Sonne: Die engen Kontakte sind wichtig, um auf dem Laufenden zu sein. Auch Hintergrundgespräche und Treffen sind wichtig. Gut vernetzt zu sein, gehört zum Beruf des Journalisten. Die Frage ist, ob der Journalist dabei seine Unabhängigkeit wahrt und, wenn es drauf ankommt, Rückgrat zeigt. Das ist seine Aufgabe. (...)

    tagesschau.de: Sie sind sehr lange im Geschäft gewesen. Hat sich in den Jahrzehnten ihrer journalistischen Arbeit im Verhältnis zwischen Politikern und Journalisten was geändert?

    Sonne: (...) Das Spannungsverhältnis zwischen Nähe und Distanz, das jeder einzelne Akteur für sich austarieren muss, ist (...) gleich geblieben.

    tagesschau.de: Müssten Politiker zu mehr Distanz verpflichtet werden?

    Sonne: Auch jeder Politiker muss mit sich selbst ausmachen, wie weit er gehen darf. Das kann man nicht verordnen. Für so etwas kann man keine Vorschriften oder Gesetze erlassen. Das Feingefühl im Umgang mit der jeweils anderen Seite gehört zum Berufsethos - sowohl bei den Journalisten als auch bei den Politikern.

    tagesschau.de: (...) Müsste die Politik sich nicht mehr zügeln?

    Sonne: Dazu gehören immer zwei: die einen, die denken, sie können es versuchen. Und die anderen, die diesen Druck im Alltag aushalten müssen und sich nicht beugen dürfen.



    "Es wird immer Versuche der Einflussnahme geben", Interview tagesschau.de mit Werner Sonne


    Diese letzte Bemerkung von Werner Sonne erinnert mich an einen Journalisten im Presseclub, der gefragt wurde, ob Einflussnahmen wie jene von Christian Wulff öfter vorkämen. - Er bejahte das und fand, damit müsse man als Journalist umgehen können. Wörtlich sagte er: "wer die Hitze nicht verträgt, soll nicht in die Küche gehen".

    Genau so sehe ich das auch. So wie ein Politiker erkennen können sollte, wie weit er gehen darf, so erwarte ich von Journalisten Standfestigkeit gegen Einflüsterungen und gegen politischen Druck.
    Dass dies eine fromme Hoffnung ist, weiß allerdings jeder, der die Berichterstattung und Kommentierung in den Medien aufmerksam verfolgt.

    Auf jeden Fall sehe ich absolut keinen Grund, den Schwarzen Peter allein der Politik zuzuschieben. Es gäbe diese Versuche der Einflussnahme nicht immer wieder, wenn sie nicht sehr wohl oft, allzu oft, erfolgreich wären.
    .
    Geändert von Inaktiver User (26.10.2012 um 12:43 Uhr)

  3. gesperrt

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    AW: CSU art von politik?

    Zitat Zitat von Kraaf Beitrag anzeigen
    So lange ist das noch nicht her, da waren derartige Einflussnahmen nicht unüblich.

    Aber diese Zeit IST definitiv vorbei und das ist ja auch gut so.
    Nein ist sie nicht . Es handelt sich nach wie vor hier um einen öffentlich rechtlichen Sender . Der Spiegel beschreibt es m.M. ganz trefflich und spricht vom schwarzen Kanal und Systemjournalismus


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
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    Auf jeden Fall sehe ich absolut keinen Grund, den Schwarzen Peter allein der Politik zuzuschieben. Es gäbe diese Versuche der Einflussnahme nicht immer wieder, wenn sie nicht sehr wohl oft, allzu oft, erfolgreich wären.
    100 % Zustimmung

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    AW: CSU art von politik?

    Selbst Herr Strepp sieht das wohl inzwischen anders.
    aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

  5. Inaktiver User

    AW: CSU art von politik?

    Zitat Zitat von Kraaf Beitrag anzeigen
    Selbst Herr Strepp sieht das wohl inzwischen anders.
    Was sieht er anders?

  6. Inaktiver User

    AW: CSU art von politik?

    Zitat Zitat von Dwix Beitrag anzeigen
    Nein ist sie nicht . Es handelt sich nach wie vor hier um einen öffentlich rechtlichen Sender . Der Spiegel beschreibt es m.M. ganz trefflich und spricht vom schwarzen Kanal und Systemjournalismus
    "Die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten verdanken ihre Existenz einem Geschäft auf Gegenseitigkeit: Die Politik stellt sicher, dass dort alles so weitergeht, wie man es seit der Gründung gewohnt ist, dafür übt sie die Kontrolle darüber aus, wer beim Programm das Sagen hat. Jeder halbwegs einflussreiche Posten ist streng nach Parteizugehörigkeit quotiert, vom Intendanten abwärts. Auch Frey ist sicherlich ein großartiger Journalist, aber seine Berufung an die Spitze des ZDF verdankt er nicht seinen herausragend kritischen Interviews mit den politischen Größen der Republik, sondern vor allem seiner politischen Berechenbarkeit."

    Damit hat Fleischhauer im Grundsatz Recht: Die Politik hat auf die öffentlich-rechtlichen Sender in der Tat großen Einfluss. Wenn sie diesen Einfluss dazu nutzt, Ausgewogenheit und eine Berücksichtigung aller gesellschaftlichen Gruppen sicherzustellen, ist das ja durchaus vertretbar. Leider wird dieser Einfluss von den üblichen Verdächtigen aber oft dazu missbraucht, die Journalisten in ihrem Sinne zu "disziplinieren".

    Nur ist es immer besonders leicht, andere zu kritisieren statt sich selbst.
    Was Fleischhauer unter Journalismus versteht, müsste in seinem Fall allzu oft mit der Vorsilbe "Schmieren-" versehen werden. Von politischer Neutralität habe ich bei ihm noch nichts erkennen können.
    Also: wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

    Abgesehen davon sehe ich in diesem Artikel nicht den Hauch einer kritischen Haltung gegenüber Kommerzsendern und deren Programmgestaltung, auch kein Hinweis darauf, wie Medienmagnaten die politische Berichterstattung manipulieren (Murdoch, Berlusconi, Springer), es also keine Lösung ist den öffentlich-rechtlichen Medienauftrag für hinfällig zu erklären.
    Stattdessen sabbelt hier ein Verlag, der gemeinsam mit anderen Zeitungsverlagen in den letzten Jahren öfter gegen die öffentlich-rechtlichen Sender geklagt hat, im ureigenen Geschäftsinteresse irgendwelchen Schwachsinn.
    O-Ton Fleischhauer: "Die GEZ heißt künftig "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice"
    .
    Geändert von Inaktiver User (26.10.2012 um 14:21 Uhr)

  7. gesperrt

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    AW: CSU art von politik?

    Zitat Zitat von Kraaf Beitrag anzeigen
    Selbst Herr Strepp sieht das wohl inzwischen anders.
    Herr Strepp ist doch nicht das Thema . Sein Parteichef ist Seehofer und der sitz an auch gleich noch im Verwaltungsrat des ZDF . Bei allem Verständnis und mit grösster Toleranz sehe ich da keine absolute jourmalistische Unabhängigkeit . Das ist m.M. eher so eine Art gespielter Witz .

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    AW: CSU art von politik?

    Gespielter Witz?? Seehofer hat da zurecht gerade ein echtes Problem.
    aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

  9. gesperrt

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    AW: CSU art von politik?

    Zitat Zitat von Kraaf Beitrag anzeigen
    Gespielter Witz?? Seehofer hat da zurecht gerade ein echtes Problem.
    Man wird sehen , persönlich glaube ich da nicht dran das es für ihn eng wird . Der wird das an sich abperlen lassen .

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    AW: CSU art von politik?

    ich vermute mal auf dem land wird die CSU wohl weiter punkten weil da die wähler nach tradition in ihrer entscheidung gehen.wette das die lokalpolitiker dort den leuten einreden können das die sache ein komplott von SPD und ZDF sei.
    Zeige den Menschen die Realität und sie werden dich beschimpfen, dich schlagen, dich verachten, dich ignorieren...
    Zeige ihnen eine Lüge, an der sie kaputt gehen und du bist ihr Gott...


    Am 13.juli 2013 hab ich nach
    6 jahren meinen 5000.beitrag geschrieben.viele
    Mädels schaffen das bei der BRI an einem Tag

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