Die Logik soll mal einer verstehen. In dem Fall drängt doch sowohl Kachelmann als auch die Ex-Freundin an die Medien. Und einer von beiden muss ja das Opfer sein.
Irgendwie ist die ganze Geschichte glatt zum Verzweifeln. Entweder, ein Mann ist falsch beschuldigt und dann monatelang als mutmaßlicher Vergewaltiger durch die Medien gezerrt worden. Oder eine Frau ist vergewaltigt worden und wird jetzt als Lügnerin und Falschbeschuldigerin diffamiert. Das will man sich beides nicht vorstellen.
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Thema: Kachelmann gestern bei Jauch
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15.10.2012, 20:05Inaktiver User
AW: Kachelmann gestern bei Jauch
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15.10.2012, 20:05
AW: Kachelmann gestern bei Jauch
Vorab: Ich habe die gestrige Sendung zum Großteil gesehen - das Buch nicht gelesen.
Das Kachelmann-Paar wirkte auf mich sehr bizarr.
Die Frau kannte Kachelmann gerade mal ein Jahr.
Erfährt wahrscheinlich zeitgleich mit der Verhaftung, dass sie nicht sein einziges Lausemädchen war.
Dann wird noch während des Prozesses öffentlichkeitswirksam geheiratet und jetzt setzt sich die Dame in eine Talkshow und spricht von "unserem Fall".
Mindestens seltsam mutet das alles an.
Wer im Fall Kachelmann gelogen hat und wer Opfer und wer Täter ist, maße ich mir nicht an zu beurteilen.
Aber:
Er stilisiert sich jetzt ein meinen Augen ein bisschen sehr zum Opfer - das Mindeste wäre gewesen, seine Verfehlungen ebenso zu thematisieren, denn sie haben zum Verlauf sehr wohl beigetragen (Wer einmal lügt .. ).
Des weiteren finde ich es sehr anmaßend, seinen Fall herzunehmen und daraus eine allgemeine Justizschelte und ein Opfer-Abo für Frauen abzuleiten.
Sein Auftritt gestern war auch mehr als schwach.
Das Buch schlägt momentan u.a. deshalb so hohe Wellen, weil er den Klarnamen der Klägerin nennt. Sie hat dagegen eine einstweilige Verfügung erwirkt.
Frage: Warum tut er das, wenn es ihm wie behauptet, um eine allgemeine Kritik am Rechtsstaat und nicht um Rache an seiner Ex geht, die er immerhin 11 Jahre beschissen haben soll.
Also mein Mitgefühl mit dem Opfer Kachelmann hält sich in Grenzen.
Und dass es auch anders geht, zeigt der Fall Türck.
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15.10.2012, 20:09Inaktiver User
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15.10.2012, 20:11Inaktiver User
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15.10.2012, 20:13Inaktiver User
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15.10.2012, 20:14Inaktiver User
AW: Kachelmann gestern bei Jauch
O je, das Argument ist aber gefährlich. Falls er wirklich falsch beschuldigt worden ist, hat er ja allen Grund, sich als Opfer zu fühlen. Er mag ja ein Mistkerl sein, aber in dem Zusammenhang haben seine Verfehlungen nichts zu suchen. Von einer Frau, die vergewaltigt worden ist, verlangt man ja auch nicht, ihre eigenen Verfehlungen zu thematisieren. Selbst wenn sie anderen Leuten früher ganz übel mitgespielt hat.
Falls er allerdings schuldig ist, wäre die ganze Aktion schweinisch ohne Ende.
Das stimmt allerdings.Des weiteren finde ich es sehr anmaßend, seinen Fall herzunehmen und daraus eine allgemeine Justizschelte und ein Opfer-Abo für Frauen abzuleiten.
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15.10.2012, 20:21Inaktiver User
AW: Kachelmann gestern bei Jauch
Das schon. Aber wenn Kachelmann kein Prominenter wäre, hätten beide nach dem Prozess zumindest eine gewisse Chance, neu anzufangen. Stattdessen gibt es jetzt eine mediale Schlammschlacht ohne Ende. Das ist wirklich eklig. Wer auch immer von den beiden Opfer und wer Täter ist. So etwas wünscht man seinem ärgsten Feind nicht.
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15.10.2012, 20:36
AW: Kachelmann gestern bei Jauch
Also wenn ich mal davon ausgehe, dass Kachelmann das Opfer ist, dann benimmt er sich in meinen Augen sogar noch zurückhaltend. Also ich wüsste nicht, was ich an seiner Stelle machen würde.
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15.10.2012, 20:44Inaktiver User
AW: Kachelmann gestern bei Jauch
Wieso zurückhaltend? Er beizeichnet die Frau in aller Öffentlichkeit als Falschbeschuldigerin und nennt ihren vollen Namen und zieht mit der Story durch die Medien. Viel offensiver kann er doch kaum vorgehen. (Außer mit illegalen Methoden.)
Aber verständlich ist es allemal, wenn er das Opfer ist. Wenn nicht, ist es die größte Schweinerei aller Zeiten.
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15.10.2012, 21:00Inaktiver User
AW: Kachelmann gestern bei Jauch
Natürlich wird das Opfer genauso durch die Mangel gedreht - das lässt sich einfach nicht vermeiden. Man kann eine Tat nicht isoliert betrachten, das muss man immer im Zusammenhang zur Persönlichkeitsstruktur und zum Vorleben bewerten.
Ich versteh überhaupt nicht, wie man meinen kann, seine "Verfehlungen" hätten mit dem Tatvorwurf nichts zu tun und müssten außen vor bleiben.
Man muss das miteinbeziehen, sowohl als nögliches Motiv der Frau, die allen Grund hatte sich rächen zu wollen wie auch um seine Persönlichkeit zu beurteilen als die eines Mannes, der meint für ihn gelten keine Regeln und er hat alle Fäden in der Hand.
Das unterscheidet eben diesen Fall auch so klar von dem in der Sendung angeführten Fall Arnold:
Aktenlage - Die Schuld in Person - Wirtschaft - sueddeutsche.de
Hier hatte die Frau keinerlei Ursache den Mann zu beschuldigen, hier ist es (leider erst im Nachhinein, aber immerhin) klar erwiesen dass die Vergewaltigung nicht stattgefunden hat.



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