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    Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Endlich kommt Bewegung in die Sache.
    Eine Gruppe von 13 CDU Abgeordneten, zusammen mit Familienministerin Schröder, will die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen.

    An sich keine neue Idee und m.E. lange überfällig.

    Was mich ärgert:

    - Das es so lange gedauert hat bis sich auch in der CDU etwas bewegt.
    - die ablehnende Haltung von extrem konservativen Teilen der CDU und der CSU
    - die ablehnende Haltung der katholischen Kirche, obwohl sie nicht gefragt wird.
    Katholiken lehnen Homo-Ehe ab

    In der katholischen Kirche hingegen herrscht eine klare Ablehnung der Homo-Ehe vor. Der streitbare Trierer Dominikaner und christliche Sozialwissenschaftler Wolfgang Ockenfels reagierte scharf auf den Vorstoß aus der CDU: Es enttäusche ihn sehr, dass die Union ausgerechnet staatliche Subventionen für homosexuelle Verbindungen mit programmierter Kinderlosigkeit befürworte.

    Die Homo-Ehe sei eine Fehlkonstruktion und aus christlicher Perspektive abzulehnen. Die CDU sollte das "C" endlich aus ihrem Parteinamen streichen, meinte Ockenfels. Die Begünstigung homosexueller Partnerschaften habe mit der christlichen Soziallehre, welche Ehe und Familie in den Vordergrund rückt, sowie mit christlicher Moral und Tradition nichts zu tun.
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    Was mich freut:

    - das endlich Abgeordnete der CDU das Thema aufgreifen. Besser spät als nie.
    - die Haltung der evangelischen Kirche, obwohl auch sie nicht gefragt wird.
    Die Kirchen bewerten die Frage, ob die eingetragene Partnerschaft Homosexueller der Ehe von Mann und Frau gleichgestellt werden darf, sehr unterschiedlich. Für die Evangelische Kirche im Rheinland erklärte ein Sprecher, dass es sich mehr um eine juristische als eine theologische Frage handele. Zwar wende sich die Bibel gegen praktizierte Homosexualität, aber zur Entstehungszeit der Heiligen Schrift habe es gleichgeschlechtliche Beziehungen nur in Form von Ausbeutung gegeben, zum Beispiel von Knaben durch Männer.

    Zwei theologische Sichtweisen

    Theologisch könne man mit zwei Blicken auf die Bibel sehen: In den heute eingegangenen eingetragenen Lebenspartnerschaften stehe jedenfalls wie bei der Ehe zwischen Mann und Frau der Gedanke gegenseitiger Versorgung, des Einstehens füreinander im Vordergrund. Man müsse als Kirche heute hinterfragen, ob sich die Rahmenbedingungen der Bibel noch eins zu eins übertragen lassen und ob nicht die Leitplanken der Bibel heute an einer anderen Fahrbahn stehen.
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    Meiner Meinung nach ist es an der Zeit diese Gleichstellung herbeizuführen. Zudem bietet es der Politik endlich mal die Möglichkeit Realitäten anzuerkenn bevor sie wieder vom BVerfG dazu gezwungen wird.

    Ich hoffe das sich bald eine entsprechende Mehrheit findet.

    Há gente que fica na história
    Da história da gente


    Ja zur EU

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    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Grundsätzlich ist eine Gleichstellung natürlich längst überfällig. Ich wäre aber eher für die Abschaffung des Ehegattensplittings als es nun noch auszuweiten.

    Hier mal ein interessanter Kommentar von Jan Fleischhauer, dem ich ansonsten eigentlich nie zustimmen kann.

    Jan Fleischhauer zu steuerlicher Gleichbehandlung von Homo-Paaren - SPIEGEL ONLINE

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    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    .... das die Kirchen so reagieren war doch klar, es wird höchste Zeit das die Gleichstellung/Gleichbehandlung in diesem Bereich angepasst wird. Von der Europäischen Union ist dieser Sachverhalt nämlich schon lange in Richtlinienform vorgegeben- weiter so

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    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Zitat Zitat von lovecats Beitrag anzeigen
    .... das die Kirchen so reagieren war doch klar, es wird höchste Zeit das die Gleichstellung/Gleichbehandlung in diesem Bereich angepasst wird. Von der Europäischen Union ist dieser Sachverhalt nämlich schon lange in Richtlinienform vorgegeben- weiter so
    So klar war das für mich nicht. Das die katholische es ablehnt, ja ok, da konnte man sich denken.
    Was die evangelische sagt war mir nicht klar. Ich hatte gehofft das sie sich nicht dagegen stellt. Und daher bin ich froh das sie es wirklich nicht tut.

    Also so klar waren die Reaktionen der Kirchen nicht.

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    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Vielleicht hast du recht , was die Positionierung der Evangelischen Kirche angeht. Die katholische Kirche wird auch in 3000 Jahren noch Ihre "Weltanschauung"vertreten wollen;

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    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Zitat Zitat von lovecats Beitrag anzeigen
    Vielleicht hast du recht , was die Positionierung der Evangelischen Kirche]angeht.
    Immerhin hat sie sich ja entsprechend positioniert.

    Aber wie auch immer, zu entscheiden haben beide nichts.

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  7. Inaktiver User

    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    GHier mal ein interessanter Kommentar von Jan Fleischhauer, dem ich ansonsten eigentlich nie zustimmen kann.

    Jan Fleischhauer zu steuerlicher Gleichbehandlung von Homo-Paaren - SPIEGEL ONLINE
    Seine Artikel eignen sich nicht mal zum Fische-Einwickeln.


    "Das Echo ist, wie in diesem Fall nicht anders zu erwarten, nahezu einhellig. Die SPD hat bereits signalisiert, einem entsprechenden Gesetzesvorschlag ohne große Diskussion zustimmen zu wollen. Auch die Grünen sind mit im Boot, was nicht allzu sehr verwundert, schließlich ist man auf der Linken seit langem gewohnt, das Institut der Ehe vorzugsweise unter dem wirtschaftlichen Aspekt des Steueroptimierungsprojekts zu sehen".

    Was soll das sein? Journalismus?

    Wer klärt den Mann endlich darüber auf, dass die Grünen die ersten waren, die eine volle Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften gefordert haben? Was soll diese Unterstellung, es ginge ihnen um "Steueroptimierung".
    Ist für "Steueroptimierung" nicht vielmehr die FDP die erste Adresse?

    Den Rest des Artikels habe ich mir gespart, denn so jemanden kann ich nicht ernst nehmen.
    .
    Geändert von Inaktiver User (09.08.2012 um 18:29 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Dass sich 13 (in Worten: dreizehn) Unions-Abgeordnete gefunden haben, die eine weitere Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften wollen, reißt mich echt nicht vom Stuhl.

    Für Linke, Grüne, Sozialdemokraten und Liberale ist das eine selbstverständliche politische Position.

    Und gerade eben hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften bei Grundstücksgeschäften Eheleuten steuerlich gleichgestellt werden müssen.
    Immer wieder hat das BVerfG zugunsten von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften entschieden. Die Linie ist eindeutig.

    Der Protest von Katholiken gegen weitere Schritte auf diesem Weg riecht nach pflichtbewusster Routine ohne Herzblut, weil sie an den Erfolg ihres Protests ja nicht mal selber glauben.

    Umgekehrt ist das weitere Abbröckeln der nicht mehr zu haltenden Front gegen die Gleichstellung von lesbischen und schwulen Paaren kein Grund gleich in Jubel auszubrechen.
    .
    Geändert von Inaktiver User (09.08.2012 um 18:58 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Gleiches Recht für alle, keine Frage.

    Schlimm finde ich allerdings den Begriff "Homo-Ehe". Wieso nicht gleich "Schwuchtel-Heirat".

  10. Inaktiver User

    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schlimm finde ich allerdings den Begriff "Homo-Ehe". Wieso nicht gleich "Schwuchtel-Heirat".
    Irgend eine Kurzbezeichnung braucht man ja schließlich, angesichts des 10-silbigen Wortungetüms "Gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft".

    Warum nicht "Homo-Ehe"?
    Im Gegensatz zu "Schwuchtel" ist "Homo[sexuell]" kein Schimpfwort.
    Geändert von Inaktiver User (10.08.2012 um 09:14 Uhr)

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