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13.08.2012, 12:02Inaktiver User
AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen
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13.08.2012, 12:14
AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen
Das mag Deine private Erfahrung sein. Hass ist ein starkes Wort.
Ist es so, dass vorallem verheiratete Paare in den Städten wohnen, und Familien im Einfamilienhaus im Grünen, die gleichzeitig DINKS hassen? Das scheint mir vor Klischees und Komplexen zu strotzen.
Es gibt in beiden Fällen solches und solches. Bei den einen erscheint es Dir subventionswüdig, bei den anderen nicht?Ehegattensplitting bedeutet nichts anderes, als dass Geld, das in einen gemeinsamen Topf kommt, auch gemeinsam besteuert wird.
Wo ist das ohne Trauschein denn schon der Fall? Das ist nach meiner Erfahrung doch echt die Ausnahme. Vielmehr heißt es gegenüber dem Lebensabschnittsgefährten doch schön sauber eingeteilt: "dein Geld", "mein Geld".
Dieses separat gehaltene Einkommen dann auch getrennt zu besteuern, ist da nur folgerichtig.
Schlussendlich ist der Wegfall der Subvention einer von der gesellschaftlichen Realität längst egalisierten historischen Institution ein ganz anderes Thema.
Die Ausweitung dieser Subvention ist meiner Meinung nach die falsche Richtung.
Ich sehe nicht wieso es legitim sein sollte, Schwule und Lesben bei dieser Massnahme zu benachteiligen.
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13.08.2012, 12:27Inaktiver User
AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

Nicht lachen, ist doch so
Es ist ja schon eine Wertung des Staates die sich zunächst auf Ehe und Famlie bezog, die zu fördern sein.
Mittlerweile leben alle kunderbunt, scheiden, heiraten neu, leben in gleichgeschlichen Beziehungen, leben allein, leben in wilder Ehe oder in Patchworkfamilien.
Ich konnte es irgendwo verstehen, dass Familien als traditioneller Kern der Gesellschaft besonders gefördert werden. Eine gleichgeschlechtliche Beziehung ist in erster Linie kein Kern einer Familie sondern eine sehr individuelle Lebensentscheidung. Darum frage ich mich schon ob man dann nicht allgemein aufhören sollte Unterschiede zu machen.
Die Kirchen können ja ihre Einstellung beibehalten, da muss ja niemand Mitglied sein der so nicht leben will.
Aber der Staat sollte dann auch eigentlich neutral sein und eben da Geld hingeben wo es gebraucht wird.
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13.08.2012, 12:27Inaktiver User
AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen
Oi. Deine ganze "Argumentation" hängt an einer Formulierung.

Es reicht dir nicht, wenn "im Schnitt" ein sinnvolles Ergebnis zustande kommt?Es gibt in beiden Fällen solches und solches. Bei den einen erscheint es Dir subventionswüdig, bei den anderen nicht?
Du willst noch mehr Einzelfallgerechtigkeit?
Diese beiden Sätze widersprechen sich.Die Ausweitung dieser Subvention ist meiner Meinung nach die falsche Richtung.
Ich sehe nicht wieso es legitim sein sollte, Schwule und Lesben bei dieser Massnahme zu benachteiligen.
In einem Steuerrecht, in dem Zahnspangen und Wohnorte steuerlich relevant sind, sehe ich jedenfalls kein Problem darin, schwule und lesbische Lebensgemeinschaften mit Ehen gleichzustellen.
Allerdings erreicht man das am Bestem dadurch, dass man eine "Ehe für alle" einführt, d.h. nicht mehr soviel Gedöns um die sexuelle Orientierung der Paare macht.
Ansonsten - wie gesagt: statt Ehegattensplitting kann man m.E. gern die Einführung eines Familiensplittings erwägen, sofern die dann nicht mehr zur Steuersystematik passenden Fördermaßnahmen abgeschafft werden.
Das betrifft viele Milliarden Euro an Einzelmaßnahmen, von der kostenfreien Krankenversicherung über die steuerliche Absetzbarkeit von Zahnspangen, Kindergärten, Nachhilfeunterricht bis zur besonderen Förderung von Wohneigentum (Baukindergeld).
Wenn dieser Subventionsdschungel radikal gelichtet wird, dann - und nur dann - findet das Familiensplitting meine Zustimmung.
.Geändert von Inaktiver User (13.08.2012 um 13:12 Uhr)
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13.08.2012, 16:23Inaktiver User
AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen
Ahab, ich habe das als eine "salopp und unterhaltsam" umschriebene Darstellung verstanden, die nicht wörtlich zu nehmen ist, sondern aussagen soll, daß es eher eine Neiddebatte ist, wenn etwas anderen statt einem selbst zukommt. Auch noch anderen, die eh schon "irgendwas haben", was u.U. zu neiden ist.
Die geäußerte Ansicht muß man nicht teilen, es muß einem auch die Art der Darstellung nicht gefallen, aber persönliche Rückschlüsse finde ich unangebracht.
Ach so und, nö, es geht mich nichts an, falls das gleich jemand sagen möchte. Mir fiel das nur gerade so auf.
Sorry für OT! Kommt nicht wieder vor.
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13.08.2012, 17:40Inaktiver User
AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen
Niemand profitiert vom Ehegattensplitting mehr als kinderlose Hausfrauenehen: Ein wunderbares Betätigungfeld für das Gießkannenprinzip. Warum diese Ehen "zielorientiert gefördert" werden sollen, will sich mir nicht entschließen. Kinderlose Hausfrauen erbringen - im Gegesatz zu den Müttern - überhaupt keine gesellschaftsrelevante Leistung.
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13.08.2012, 19:05Inaktiver User
AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen
Aha. Hat man doch immer gedacht, sich auch nur um einen Haushalt kümmern, um einen Mann, um die eine Nachbarin, die eine Freundin, das eine Ehrenamt, keinen Kindergartenplatz zu brauchen, keinen Spielplatz, keine Jugendhilfe, also einfach nur ein kostengünstiges gut "funktionierendes" aber unauffälliges gesellschaftliches kleines Rädchen sein, sei auch schon "irgendwie was".
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13.08.2012, 20:09Inaktiver User
AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen
@Libentia, "irgendwie was" ist es schon, nur warum dieses "Irgendwiewas" vom Staat gefördert wird, verstehe ich einfach nicht. Gefördert werden soll, wer förderungsbedürftig ist. Das sind vor allem sozial schwache Kinder und Jugendliche. Werden sie nicht gefördert, sind sie verloren.
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13.08.2012, 20:17Inaktiver User
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13.08.2012, 20:44Inaktiver User
AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen



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