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  1. Inaktiver User

    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und warum wird die Verantwortung, die Alleinerziehende für ihre Kinder übernehmen, nicht honoriert?
    Wird denn die Verantwortung von Verheirateten, die sie für ihre Kinder übernehmen, nochmal extra honoriert? Frage. Ich habe das noch nie weiter bedacht. Wie ist das denn, ist das bei Verheirateten anders als bei Alleinerziehenden?


    Doch, man kann. Wieso nicht? Passiert doch tagtäglich.
    Natürlich kann man, man wird nicht staatlich gezwungen, beieinanderzubleiben. Aber es kostet Zeit und Geld. Und ein paar Nerven meist auch noch.

    Nein, das stimmt so nicht. Man kann, unter ganz bestimmten Bedingungen, den Trennungsunterhalt beanspruchen. Danach ist - im "Normalfall" - Ende der Fahnenstange.
    Und der Zugewinnausgleich. Und die Rentenanteile.

    Trennungen aus einer Ehe heraus kosten viel eher Zeit, Nerven und vor allem oft viel Geld.
    Geändert von Inaktiver User (13.08.2012 um 01:17 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das strotzt ja von Klischees.

    Schon mal was von Ehen gehört, bei denen einer der Partner berufstätig ist, der andere studiert oder in Ausbildung ist? Oder von Paaren, bei denen einer bereits im Ruhestand ist, der andere noch arbeitet?

    Schon mal was von Ehen gehört, in denen einer krank oder behindert ist, der andere arbeitsfähig? Oder einer ungewollt arbeitslos ist, der andere einen Job hat?

    Kannst du dir Ehen vorstellen, in denen einer Künstler ist, der andere einen Brotberuf hat? Oder dass ein Paar vereinbart, dass er/sie an einer Dissertation schreibt, während sie/er für beide den Lebensunterhalt verdient?

    Was meinst du wohl, wie sich Ehegattensplitting auswirkt, wenn einer der beiden Partner Teilzeit arbeitet? Oder wenn beide Partner Vollzeit arbeiten, aber sehr unterschiedliche Gehälter verdienen?


    Das alles und mehr gibt es. All diese Paarkonstellationen profitieren vom Ehegattensplitting.

    Wo schreibe ich, dass es das nicht gibt?
    Nirgendwo.

    Und für diese Paare ist es ja auch wunderbar, und die sollen das so machen.

    Im Prinzip finde ich es aber sinnvoller Menschen steuerlich besser zu stellen, die bspw. wie Du schreibt behindert oder krank sind oder eben, Kinder haben, unabhändig vom Familienstand.

    Und natürlich profitieren Ehen davon in denen einer Teilzeit arbeitet und der andere Volzeit oder sie unterschiedlich viel verdienen. Aber ich verstehe nicht warum das bei Verheirateten steuerlich gefördert werden soll...solche Entscheidungen sind meines Erachtens Privatsache.

    Anders ist es eben bei Mehrbelastungen durch Krankheit, Kindererziehunge etcpp. - da hat der einzelne einfach keine Wahl udn tun etwas für die Gesellschaft - ganz egal ob hetero- oder homosexuell. Aber eben auch egal ob verheiratet oder verpartnert.

  3. Inaktiver User

    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Zitat Zitat von Boeses-Maedchen Beitrag anzeigen

    Ich fürchte, das wird eh nur wieder eine Neiddebatte.
    Aha.
    So kann man auch jede Diskussion totkriegen...
    Geändert von Inaktiver User (13.08.2012 um 09:06 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Zitat Zitat von Boeses-Maedchen Beitrag anzeigen
    Aber auch sie könn(t)en adoptieren - und sollten in diesem Fall ebenfalls in den Genuß der Steuervorteile für Eltern kommen.. Schlechtere Eltern als ein heterosexuelles Paar sind sie deswegen noch lange nicht.
    Aber dafür müsste erst einmal das Adoptionsrecht geändert werden...
    noch dürfen sie wohl nur vorhandene Kinder des Partners adoptieren.

    Und klar fände ich es dann richtig dies auch zu fördern.

    Allerdings wird - genau wie bei heterosexuellen Paaren - wohl nur ein kleiner Prozentsatz adoptieren wollen bzw. auch können, da die Vorgaben recht streng sind und es glaube ich auch mehr Adoptionswillige als Kinder gibt.

  5. Inaktiver User

    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wo schreibe ich, dass es das nicht gibt?
    Nirgendwo.
    Offenbar dominieren im Bewusstsein die Klischees. Und das heftig.

    Dieses Gequatsche von den DINKs zeigt deutlich, dass v.a. die Singles, die glauben zum Ehegattensplittung unbedingt eine Meinung haben zu müssen, oft weder Ahnung vom Splitting noch von der real exisierenden Ehe haben.


    Aber ich verstehe nicht warum das bei Verheirateten steuerlich gefördert werden soll...solche Entscheidungen sind meines Erachtens Privatsache.
    Wieso ist es Privatsache, wenn arbeitslose, verrentete, studierende oder gering verdienende Partner mit versorgt werden, aber nicht Privatsache, sondern öffentlich förderwürdig, wenn Eltern gepflegt werden? Die Logik musst du mir mal erklären.

    Ich wüsste auch gern, ob diejenigen, die das Ehegattensplitting als "Privatsache" abschaffen wollen, zugleich für die Abschaffung der steuerliche Absetzbarkeit des Arbeitswegs eintreten. Auch der Wohnort ist nämlich Privatsache.

    Wieso kann man Nachhilfeunterricht für die lernunwilligen Sprösslinge von der Steuer absetzen? Das ist genauso Privatsache wie die hohe Zahnarztrechnung, die ebenfalls als Sonderausgabe abgesetzt wird. Es ist auch nicht einsehbar, wieso die viel geschmähten DINKs über die Steuern den Kauf eines Eigenheims für Familien finanzieren sollen, während sie selber womöglich in einer Mietwohnung leben.

    Kurzum: das Argument "Ehe ist Privatsache" zieht nicht. Entweder man streicht radikal alle diese steuermindernden Faktoren - womit ich mich sehr anfreunden könnte - oder man erklärt, wieso etwas nur deshalb nicht förderwürdig sein soll, weil man selbst davon zufällig nicht profitiert.
    .
    Geändert von Inaktiver User (13.08.2012 um 10:58 Uhr)

  6. User Info Menu

    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dass es das nicht gibt, das schreibst du nicht, aber offenbar dominieren im Kopf die Klischees.
    Und das nicht nur bei dir.

    Dieses Gequatsche von den DINKs zeigt deutlich, dass v.a. die Singles, die glauben zum Ehegattensplittung unbedingt eine Meinung haben zu müssen, oft weder Ahnung vom Splitting noch von der real exisierenden Ehe haben.
    quark.

    Wieso ist es Privatsache, wenn arbeitslose, verrentete, studierende oder kranke Partner mit versorgt werden, aber nicht Privatsache, sondern öffentlich förderwürdig, wenn Angehörige gepflegt werden? Die Logik musst du mir mal erklären.
    Wie? Das entspricht doch Deinr Einstellung, dass Pflege förderungswürdig ist nur mit Eheschein, sonst nicht.
    Ich wüsste auch gern, ob diejenigen, die das Ehegattensplitting als "Privatsache" abschaffen wollen, zugleich für die Abschaffung der steuerliche Absetzbarkeit des Arbeitswegs eintreten. Der Wohnort ist nämlich ebenfalls Privatsache.
    Absolut. Das ist mir schon lange ein Dorn im Auge.

    Es ist mir auch nicht klar, wieso man Nachhilfeunterricht für die lernunwilligen Sprösslinge von der Steuer absetzen kann. Das ist genauso Privatsache wie die hohe Zahnarztrechnung, die ebenfalls als Sonderausgabe abgesetzt wird.
    Es ist auch nicht einsehbar, wieso die viel geschmähten DINKs über die Steuern den Kauf eines Eigenheims für Familien finanzieren sollen, während sie selber womöglich in einer Mietwohnung leben.
    Da wird einiges vermischt. Was soll man von so einer trüben schwarz/weiss Sicht halten.

    Nur weil Ehe Privatsache sein sollte, können es Kinder und Familie noch lange nicht sein.

    Für die Gesellschaft ist es egal ob sich die Menschen mit oder ohne Trauschein umeinander kümmern - so sie es tun. Und es ist wohl kaum davon auszugehen, dass Paare die sich entschieden haben definitiv für einander einzustehen das nicht täten, wenn es die Institiution der Ehe nicht gäbe. Es glaubt doch wohl nicht ernsthaft jemand, dass die Haltekräfte einer Ehe im wesentlichen auf dem Trauschein beruhen?

    Der Staat hat allerdings ein existenzielles Interesse daran, dass die Kinder gesund aufwachsen und eine gute Ausbildung bekommen und das deswegen zu fördern.

    ... oder man erklärt, wieso etwas nur deshalb nicht förderwürdig sein soll, weil man selbst davon zufällig nicht profitiert.
    .
    Nervt es nicht selber, das Niveau sofort auf die immergleiche Tiefebene "Neid" zu zerren, sobald es um die Verteidigung von Pfründen geht?
    Geändert von Ahab (13.08.2012 um 11:03 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Absolut. Das ist mir schon lange ein Dorn im Auge.
    Dir vielleicht, aber die Absetzbarkeit des Arbeitswegs ist ein echter Hit, und zwar zuerst und vor allem bei jenen, die jammern, dass sie als Familien unterprivilegiert seien, die aber mit größter Selbstverständlichkeit den täglichen Weg zum Eigenheim mit Garten von den gern gehassten DINKs bzw. vom Fiskus bezahlen lassen.


    Für die Gesellschaft ist es egal ob sich die Menschen mit oder ohne Trauschein umeinander kümmern - so sie es tun.
    Ehegattensplitting bedeutet nichts anderes, als dass Geld, das in einen gemeinsamen Topf kommt, auch gemeinsam besteuert wird.
    Wo ist das ohne Trauschein denn schon der Fall? Das ist nach meiner Erfahrung doch echt die Ausnahme. Vielmehr heißt es gegenüber dem Lebensabschnittsgefährten doch schön sauber eingeteilt: "dein Geld", "mein Geld".
    Dieses separat gehaltene Einkommen dann auch getrennt zu besteuern, ist da nur folgerichtig.



    Der Staat hat allerdings ein existenzielles Interesse daran, dass die Kinder gesund aufwachsen und eine gute Ausbildung bekommen und das deswegen zu fördern.
    Ja. Deshalb soll der Staat das auch tatsächlich zielorientiert fördern, statt wie bisher mit der Gießkanne: in Form von Ganztagsunterricht, Krippenplätzen und Kindergartenplätzen gemäß Nachfrage, bei der Ausstattung von Schulen, öffentlichen Bibliotheken und vieles mehr.

    Von mir aus kann man auch gern das Familiensplitting einführen - bei gleichzeitigem Wegfall der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Nachhilfeunterricht, Zahnspangen, Kindergarten, Au-Pair, bei Wegfall der kostenlosen Krankenversicherung, des Baukindergelds usw. usw. usw.
    Unter Wegfalls also all jener milliardenteuren Fördermaßnahmen, die steuersystematisch nicht zu einem Familiensplitting passen.
    .
    Geändert von Inaktiver User (13.08.2012 um 11:43 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Ich finde, die katholische Kirche sollte sich überlegen, ob sie das christlich aus ihren Selbstbezeichnungen besser streicht ...

    Und ansonsten bin ich für die Abschaffung des Ehegattensplittings und für die Gleichstellung überhaupt, insbesondere im Adoptionsrecht.
    Monogam wäre nett, aber bestünde noch Regulierungsnotwendigkeit? Da könnte ich mal drüber meditieren.
    Geändert von Inaktiver User (13.08.2012 um 11:45 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kurzum: das Argument "Ehe ist Privatsache" zieht nicht. Entweder man streicht radikal alle diese steuermindernden Faktoren - womit ich mich sehr anfreunden könnte - oder man erklärt, wieso etwas nur deshalb nicht förderwürdig sein soll, weil man selbst davon zufällig nicht profitiert.
    .
    Ehe ist nicht unbedingt Privatsache, aber die Ausgestaltung der Ehe schon.

    Und eine Meinung als Single darf ich ja wohl auch haben, oder?

    Ich profitiere auch nicht von Familienförderung und setze mich trotzdem dafür ein.

    Ich bin auch nicht unbedingt für eine Abschaffung des Ehegattensplitting aber ich finde man darf auch als Single schonmal fragen: Warum wird meine Lebensform in keinster Weise irgendwo als was wertvolles anerkannt. Anscheinend bin ich in den Augen vieler anscheinend verantwortungslos, oder karrieregeil oder der Staat hilft mir, wenn ich krank, arbeitslos oder sonst etwas werde.

    Nö, ich muss dafür selber vorsorgen und das versuche ich auch. Ich sehe einfach einen so großen Wert für die Gesellschaft nicht darin ob jemand verheiratet ist oder nicht - zumindest ist er nicht in seiner beruflichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt, wie das bei Familien der Fall ist.

    Aber es stimmt schon ... wenn es bei Hetero-Paaren bei der steuerlichen Förderung bleibt, dann sollte es für Homo-Paare auch gelten, zumal sie ähnliche Verpflichtungen haben.

    Nur kann man zugleich das Prinzip Ehegattensplitting schonmal hinterfragen, wenn aus Ehen eben keine Kinder hervorgehen, es gibt ja auch Diskussionen um eine Familiensplitting oder eben doch um eine Individualbesteuerung und Kinderfreibeträge - ist vielleicht kompliierter für den Fiskus, aber vermutlich gerechter.

  10. Inaktiver User

    AW: Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Monogam wäre nett, aber bestünde noch Regulierungsnotwendigkeit?
    Wie meinst Du das?

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