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Thema: Organspendeausweis
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08.08.2012, 17:02
AW: Organspendeausweis
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08.08.2012, 17:51Inaktiver User
AW: Organspendeausweis
Aber es gibt nunmal Menschen die sagen: wenn es mit mir vorbei ist, darf man ausbauen.
Und dann darf man sagen: OK ... wenn er keine Verwendung mehr und auch nix dagegen hat ... ich nehm's!
Nachdem ich's zweimal aus eigener Kraft schaffte, würde ich nun ohne mit der Wimper zu zucken versuchen, mit einem fremden Organ dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen. Wenn das Schicksal mir unbedingt an die Wäsche will, bekäme es von mir zu hören: du gibst dir Mühe, Schicksal ... ich aber auch.
Mit finanziellen Mitteln da irgendwelche Wartelisten zu umgehen, käme jedoch allein deshalb schon nicht in Frage, weil ich nicht genug Geld habe, da mitzumischen. Hätte ich es, würde ich aber auf jeden Fall meine Familie fragen, wie sie dazu stehen. Und würden sie sagen: Tomsten, Papa ... wenn wir uns das leisten können, und das ist der einzige Weg (weil man nicht mehr warten kann) dann kauf das Herz ... nun ja ... ich käme ins grübeln!
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08.08.2012, 18:02
AW: Organspendeausweis
Einverstanden.
Absolut menschlich nachvollziehbar.Nachdem ich's zweimal aus eigener Kraft schaffte, würde ich nun ohne mit der Wimper zu zucken versuchen, mit einem fremden Organ dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen. Wenn das Schicksal mir unbedingt an die Wäsche will, bekäme es von mir zu hören: du gibst dir Mühe, Schicksal ... ich aber auch.
Auch menschlich und nachvollziehbar.Mit finanziellen Mitteln da irgendwelche Wartelisten zu umgehen, käme jedoch allein deshalb schon nicht in Frage, weil ich nicht genug Geld habe, da mitzumischen. Hätte ich es, würde ich aber auf jeden Fall meine Familie fragen, wie sie dazu stehen. Und würden sie sagen: Tomsten, Papa ... wenn wir uns das leisten können, und das ist der einzige Weg (weil man nicht mehr warten kann) dann kauf das Herz ... nun ja ... ich käme ins grübeln!
Was mir aber missfällt ist das offenbar Ärzte dazu bereit sind um sich zu bereichern. Und das ist nicht in Ordnung.
Und was mir eben auch aufstösst ist das Menschen die aus welchem Grund auch immer, nicht spenden wollen, sich in eine Ecke stellen lassen müssen und ihnen Schuldgefühle eingeredet werden. Z.B. dieser Satzist schon eine Zumutung und geht genau in diese Richtung. Er soll genau das suggerieren "Spende oder du bist schuld wenn andere leiden. Das ist nicht nur falsch, sondern wirklich ganz mieser Stil. Und das schlimmste, es ist den Menschen die solche Aussagen machen oftmals gar nicht klar was sie da tun. Und dafür fehlt mir einfach das Verständnis.Wer von den Gegnern der Organspende hat denn schon mal Kontakt mit Organempfängern gehabt?
Wirklich direkt und nicht nur über Dritte?
Wer hat den schon mal erlebt, was für ein Zuwachs an Lebendqualität es ist, wenn z.B. ein Dialysepatient durch eine Spender-Niere nicht mehr 3x in der Woche an die Dialysemaschine muss?
Natürlich ist der Empänger weiter eingeschränkt und muss Medikamente schlucken. Ja und das neue Organ kann auch wieder versagen. Aber dann war es wenigstens ein paar Jahre besserGeändert von Michael_Collins (08.08.2012 um 18:05 Uhr)
Há gente que fica na história
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08.08.2012, 18:08
AW: Organspendeausweis
Ich verstehe irgendwie nicht, warum der aktuelle Skandal so viele Leute davon abhält, Organspender zu sein. Dass jemand auf der Warteliste zu Unrecht bevorzugt wird, ist schrecklich, weil es anderen, die dadurch später (oder gar nicht mehr) dran sind, schadet. Aber es ändert doch nichts daran, dass der Mensch, der das Organ kriegt - selbst wenn er es nur deshalb kriegt, weil sein Arzt zu seinen Gunsten beschi.... hat, ein kranker Mensch ist, dessen Leben möglicherweise durch die Organspende gerettet wird. Ist ein Mensch deshalb schlecht, weil er vielleicht aus Verzweiflung Geld dafür bezahlt, ein neues Organ zu bekommen?
Wenn man grundsätzlich für Organspende ist - und das ist eine ganz persönliche Entscheidung - ist es dann nicht besser, überhaupt jemanden zu retten, als niemanden?
Ich finde es ist Augenwischerei zu behaupten, die Menschen würden nicht aufgrund der fehlenden Spendenbereitschaft sterben. Sie haben eine Krankheit, die tödlich ist, aber sie könnten gerettet werden, wenn mehr Menschen darauf verzichten würden, ihre Organe verrotten oder verbrennen zu lassen.
Da ja eine große Anzahl von Menschen angibt, eigentlich nichts gegen Organspenden zu haben, aber trotzdem keinen Ausweis hat, finde ich die jetzige Gesetzesregelung das Mindeste, was nötig ist. Ist es denn wirklich zu viel verlangt, sich einmal darüber Gedanken zu machen, ob man Organe spenden will oder nicht und dann ein kleines Kreuzchen zu machen?
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08.08.2012, 18:14
AW: Organspendeausweis
Man kann und darf (noch) mit seinen Organen machen was man möchte. Man dar sich sogar die Freiheit nehmen in Ruhe zu sterben, d.h. bis zum wirklichen Tod an dem alle Körperfunktionen beendet und alle Organe ihren Dienst beendet haben.
Auch ein sterbender hat das Recht auf Menschenwürde. Und die beinhaltet auch am Stück zu versterben und beerdigt oder verbrannt zu werden.
Gerade solche Sätze wie gerade deiner machen mich zu einem Gegner der Organentnahme bei sterbenden. Ich gehe sogar noch weiter und würde ein Gesetz begrüßen das sie grundsätzlich verbietet.
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08.08.2012, 18:16
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08.08.2012, 18:20
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08.08.2012, 18:20
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08.08.2012, 18:29
AW: Organspendeausweis
Aha, verbieten! Und wo bleibt denn da die Selbstbestimmung, die für mich übrigens Teil der Menschenwürde ist? Ich persönlich finde es tröstlich, dass - falls ich zB durch einen Unfall hirntot bin - meine Organe einem oder mehreren anderen Menschen das Leben retten oder wesentlich verbessern können. Wenn keine Hirnfunktion mehr da ist, hat das Weiterfunktionieren des Körpers für mich nichts mehr mit Leben oder Sterben zu tun. Wenn das Hirn nicht mehr funktioniert, wird allenfalls der Körper durch Maschinen am Funktionieren gehalten. Ich bin nicht religiös. Alles, was Leben für mich ausmacht, ist nach dem Hirntod aus meiner Sicht nicht mehr da. Es ist nur noch ein Körper. Und wenn dieser Körper noch dazu dienen kann, anderen das Leben zu retten, ist das für mich allemal besser, als wenn man ihn vollständig irgendwo eingräbt.
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08.08.2012, 18:35
AW: Organspendeausweis
Was hat das mit "Zweck heiligt die Mittel" zu tun? Wenn man den Arzt betrachte, ist dessen Handlung durch gar nichts geheiligt oder gerechtfertigt. Weil sein Handlung dazu führt, dass derjenige, der eigentlich dran ist, das Organ nicht kriegt und vielleicht deshalb stirbt.
Wenn aus diesem Grund aber gar nicht gespendet wird, kann weder dem einen noch dem anderen Patienten geholfen werden. Was daran besser sein soll, kann ich nicht nachvollziehen.



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