So ist es. "Ein bisschen tot" gibt es halt nicht.
Davon ist auszugehen; wenn nicht, wäre das mal was Neues.
Das ist in Deutschland aber (bislang) auch nicht geplant. Wer von der KK den Brief bekommt, muss entweder explizit zustimmen - oder ggf. entscheiden dann weiterhin die nächsten Angehörigen.
Bei einer Widerspruchslösung würde ich ganz gewiss auf die Straße gehen, weil ich es absolut unethisch finde, Menschen als Ersatzteillager zu betrachten.
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Thema: Organspendeausweis
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07.08.2012, 22:27Inaktiver User
AW: Organspendeausweis
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07.08.2012, 22:29Inaktiver User
AW: Organspendeausweis
Nein, man dürfte das Gesundheitssystem nicht dem Kapitalismus überlassen und privaten auf Profit ausgerichteten Firmen. Da werden bereits wie in grossen Konzernen Zielvereinbarungen abgeschlossen mit halbpsychologischem Wissen ausgestattet und Chefärzte quasi verpflichtet eine Quote an Operationen durchzuführen. Falls die Quote nicht erfüllt wird wird halt der Boni gestrichen.
Du kannst Dir ausmahlen wie im Zweifelsfall die Entscheidung lauten wird.
Dann muss um dieser Perversität Einhalt zu gebieten, die Krankenkasse aktiv werden, die sich ein Gegenmodell überlegt um unnütze Operationen zu vermeiden, die aufgrund der anderen Regelung eingeführt wurde.
Der Mensch genannt Patient verkommt zur Nummer zum durchlaufenden Posten, zum Kostenfaktor. Und Exceljunkies, die von Menschlichkeit herzlich wenig verstehen bestimmen wann welche Nummer etwas bekommt oder nicht. Das ist keine Zukunftsvision, diesen Zustand haben wir bereits in den Krankenhäusern, in der Pflege usw.
Die Werbung für Organspende ist völlig okay, die Einrichtung eines Gesetzes hingegen, die im vorauseilendem Gehorsam mir ihren Willen aufzwingt und ich aktiv dagegen vorgehen muss dagegen nicht.Und ich verstehe nicht, warum die Propaganda pro Organspende beklagt wird. Denn bisher hatte die doch gar keinen nennenswerten Erfolg, wenn man sieht wie wenig Menschen sich bisher eindeutig zur Organspende bekennen.
Manche Leute verstehen nicht mal im Ansatz was damit erreicht wird wenn das durchgeht, die systematische Abschaffung des Mitbestimmungsrechtes, eine Umkehr der Last. Nicht mehr Du bestimmst ob Du überhaupt spenden möchtest, nein es wird ein Blankocheck ausgestellt und Du hast gefälligst dagegen zu intervenieren, tust Du das nicht hast halt Pech gehabt.
Ich mag weder von irgendwelchen Telefonzentralen um 20:00 Uhr abends genervt werden noch von meiner Krankenkasse. Schlimm genug, dass man ständig Briefe von der GEZ bekommt.
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07.08.2012, 22:33Inaktiver User
AW: Organspendeausweis
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07.08.2012, 22:40Inaktiver User
AW: Organspendeausweis
Das ist sowieso meine Kritik, es wird ein gesellschaftlicher Druck erzeugt unter dem Deckmantel des Altruismus.
Ich reagiere auf sowas sehr allergisch, das gleiche ist wenn man sagt: Iß Deinen Teller auf, in Afrika sterben die Kinder weil die nix haben.
Hier lautet die indirekte Botschaft: Wenn Du einen Organspenderausweis besitzt, dann rettest Du mit Deinen Organen das Leben von anderen Menschen, dann ist Dein Tot noch zu etwas nütze.
Was nicht ausgespochen wird ist:
Tust Du es nicht, finde ich das völlig okay, Du hast ja Selbstbestimmungsrecht, aber Du weisst ja schon, Deine Organe retten dann kein Leben Du Egoist!
Und weil man wieder Impulse benötigt im Gesundheitssystem muss dem gemeinen Volk halt das unter die Nase gerieben werden, die normale Werbung reicht anscheinend nicht aus, also wirds verordnet.
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07.08.2012, 22:42Inaktiver User
AW: Organspendeausweis
Das stimmt einfach nicht, und wenn Du es noch so oft wiederholst. Dazu die Frankfurter Rundschau.stecher36;18149726]
Die Werbung für Organspende ist völlig okay, die Einrichtung eines Gesetzes hingegen, die im vorauseilendem Gehorsam mir ihren Willen aufzwingt und ich aktiv dagegen vorgehen muss dagegen nicht.
Manche Leute verstehen nicht mal im Ansatz was damit erreicht wird wenn das durchgeht, die systematische Abschaffung des Mitbestimmungsrechtes, eine Umkehr der Last. Nicht mehr Du bestimmst ob Du überhaupt spenden möchtest, nein es wird ein Blankocheck ausgestellt und Du hast gefälligst dagegen zu intervenieren, tust Du das nicht hast halt Pech gehabt.
Das ist lächerlich!Ich mag weder von irgendwelchen Telefonzentralen um 20:00 Uhr abends genervt werden noch von meiner Krankenkasse. Schlimm genug, dass man ständig Briefe von der GEZ bekommt.
Angesichts der Bedeutung der Sache halte ich es für absolut zumutbar, alle paar Jahre auf schriftliche Anfrage ein Kreuzchen machen zu müssen.
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07.08.2012, 22:48Inaktiver User
AW: Organspendeausweis
Jofi,
im Beitrag steht genau drin welche Hauptmotivationen dahinterstehen, Du kannst das sehen wie Du willst, der Hauptmotor ist Geld.
Und der grösste Missbrauchsmotivator in diesem System ist ebenfalls Geld.
Und mit Geld meine ich nicht, dass jeder seinen ihm zustehenden Lohn erhalten soll, sondern das es schlicht um Kostensenkung geht und um Bereicherung auf der anderen Seite.
Das ganze wird unter dem Deckmantel des Altruismus verkauft und an das gemeine Volk gebracht.
Woher nimmst Du Dir eigentlich die völlige Sicherheit, dass ich mit dem was ich schreibe falsch liege?
Im übrigen kommt gerade raus, dass die meisten Organspenden an den offizielle vorgesehenen Wartelisten vorbei vorgenommen wurden und das keine Ausnahmen waren sondern die Regel.
Es gibt ein paar Lebensgesetze, die haben immer noch Gültigkeit, sich hinzustellen, die Hände vor die Augen zu halten und laut aufzustampfen, Du siehst mich nicht mag als Kind ganz amüsant sein, im Erwachsenenalter muss man auch das betrachten was wirklich passiert und sich nicht blenden lassen und mit wehenden Fahnen hinterherhecheln nur weils grad so schön glitzert.Geändert von Inaktiver User (07.08.2012 um 22:52 Uhr)
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07.08.2012, 22:48Inaktiver User
AW: Organspendeausweis
Das regt mich auch auf, und dann diese Unterstellungen, die Leute wären gegen eine Organspende weil sie gefühlsduseligen Vorstellungen nachhingen und daher nur besser aufgeklärt werden müssten damit sie endlich so gescheit wären wie die Spendenbefürworter.
Vielleicht wär es ja auch anders, dass nämlich sehr viel weniger Menschen dazu bereit wären ein Organ zu spenden wenn sie besser aufgeklärt wären?
Ich finde es jedenfalls unverschämt mir unterstellen zu lassen, ich wäre aus Unwissenheit dagegen und man müsste mir nur auf den rechten Weg helfen.
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07.08.2012, 22:54Inaktiver User
AW: Organspendeausweis
Welche Bedeutung? Für wen hat es denn eine Bedeutung?
Im Artikel steht genau das drin was schnellschnell bereits als Kritikpunkt angemerkt hat, es wird mit emotionaler Erpressung gearbeitet.
Für jährlich 1000 Patienten dauert das Warten zu lange: Sie sterben, weil nicht rechtzeitig ein geeignetes Organ gefunden werden konnte
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07.08.2012, 23:00Inaktiver User
AW: Organspendeausweis
Zum letzten Mal:stecher36;18150046]
Woher nimmst Du Dir eigentlich die völlige Sicherheit, dass ich mit dem was ich schreibe falsch liege?
Ich habe mich ausschließlich dagegen gewandt, dass Du konstant behauptest, in Deutschland solle das Widerspruchsmodell eingeführt werden - tut man das nicht, werden Organe entnommen. Und das ist FALSCH.
Was willst Du denn wem damit sagen?Es gibt ein paar Lebensgesetze, die haben immer noch Gültigkeit, sich hinzustellen, die Hände vor die Augen zu halten und laut aufzustampfen, Du siehst mich nicht mag als Kind ganz amüsant sein, im Erwachsenenalter muss man auch das betrachten was wirklich passiert und sich nicht blenden lassen und mit wehenden Fahnen hinterherhecheln nur weils grad so schön glitzert.Geändert von Inaktiver User (07.08.2012 um 23:05 Uhr)
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07.08.2012, 23:14Inaktiver User
AW: Organspendeausweis
Warts ab, es lebe die Salamitaktik.
Ich hatte grad meinen philosophischen.Was willst Du denn wem damit sagen?
Ich will damit sagen, dass wenn die Kacke am Dampfen ist, der Zweck die Mittel heiligen wird.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten Menschen in eine bestimmte Richtung zu lenken und die, die an der Macht sind beherrschen das per Excellence.
Im übrigen hab ich mir grad mal Dein Avatarbild näher betrachtet, ich glaub der Stock ist für mich bestimmt...
Geändert von Inaktiver User (07.08.2012 um 23:20 Uhr)



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