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  1. User Info Menu

    AW: Energiewende schon gescheitert?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich halte die Kosten für unwesentlich - verglichen mit den Kosten einer Kernschmelze, und es geht ja genau darum, diese Kosten zu vermeiden.
    Vielleicht bist du Millionär und kannst die Kosten deswegen für unerheblich halten? Für mich sind sie nicht unerheblich.

    Das Argument mit der Kernschmelze ist auch wenig hilfreich. Es ist ja gar nicht die Frage Atomkraft oder nicht. Das Thema ist doch durch.

    Man kann die Energiewende aber entweder vernünftig machen, oder so dumm und kostspielig wie es heute läuft. Derzeit stecken wir den größten Batzen Fördermittel und Subventionen in die Solarenergie, die nur aber nur einen Bruchteil des Stroms erzeugt (zig Milliarden € für 3% des Stroms). Die Förderung der Solarenergie hat m. E. rein gar nichts mit Energieerzeugung zu tun. Es geht dabei allein um Subventionierung von Arbeitsplätzen und Strukturmaßnahmen und natürlich den Interessen einer mittlerweile extrem starken Lobby.

    Vernünftig wären mehr Windanlagen (dort wo es Wind gibt), Energiespeicheranlagen, mehr Biostrom aus Abfällen anstatt aus Lebensmitteln, Gas/Kohlekraftwerke mit CO2-Speicherung, dezentrale Stromerzeugung mit kleinen Generatoren in Wohnhäusern, usw.

  2. Inaktiver User

    AW: Energiewende schon gescheitert?

    Zitat Zitat von Triologe Beitrag anzeigen
    Naja ich sage ja das es eine Europageschichte sein muß ohne Europa wird das nix . Deutschtümelei ist fehl am Platz da ich mir vorstellen könnte daß die meisten Einwohner in D eher von ausländischen AKW`s "bedroht sind " als von den paar eigenen die wir haben allein schon wegen der Tatsache daß da ein paar mehr rumstehen z.B. Frankreich .
    Genauso könntest du sagen:
    solange nicht jeder Autofahrer in Frankreich / Europa / weltweit sich anschnallt, so lange schnallst du dich auch nicht an.

    Nochmal: Je näher man an einem AKW dran ist (Umkreis 50, 100, 200 km), desto größer ist die Gefahr, im Falle eines atomaren Unglücks selber betroffen zu sein. Deshalb kann dir schnurzegal sein, ob andere ihre AKW abschalten, wenn wir von Gefahren für uns sprechen.

    Das ist natürlich nur eine grobe Vereinfachung: Insgesamt ist die Gefahr nämlich eine, die über die eigene Nachbarschaft weit hinaus geht: national, da der Staat bzw. die Gesellschaft die Kosten eines Atomunfalls aus Steuereinnahmen wuppen muss. Und geographisch, je nach Luftströmung und Wetter zum Zeitpunkt des Unfalls und in den Wochen danach.
    Außerdem spielt es eine Rolle, ob ausländische AKW irgendwo stehen oder in der Nähe des deutschen Territoriums.
    Aber deine Argumention ist in jedem Falle unsinnig, ganz egal, von welcher Seite man sie betrachtet.
    .
    Geändert von Inaktiver User (09.08.2012 um 18:00 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Energiewende schon gescheitert?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hab mir grad nochmal die Quellen von BT_auf-Besuch angesehen.

    Aber was mir fehlt ist folgendes:

    In diesen Auflistungen wird der Benzinpreis verglichen, ich dachte es geht darum sich neue Energiequellen zu erschliessen damit dieses Ölverbrennen aufhört, damit die Umweltbelastungen zurückgehen?

    Und diese Quellen betrachten ja nur einen Aspekt, klar sind die Autos und die Technik effizienter und effektiver geworden aber gegenüber damals als die Statistik begann gibts ja heute viel mehr Autos, die unseren Globus bevölkern.
    Als hier von Rollkragenpullovern im Wohnzimmer und von nicht sozialverträglichen Strom- und Heizkosten der Zukunft die Rede war, wollte ich lediglich darauf hinweisen,

    dass man Energiekosten nicht über lange Zeitreihen extrapolieren d.h. in die Zukunft fortschreiben kann.

    Der Benzinpreis war lediglich ein Beispiel, und außerdem der Beweis für die Richtigkeit meiner These,
    dass Kostenbelastungen sogar sinken können, wenn der Preis pro Einheit steigt.

    Man sollte also keine Milchmädchenrechnung aufstellen und die steigenden Strompreise unnötig dramatisieren. Darum ging es mir.
    .
    Geändert von Inaktiver User (09.08.2012 um 11:47 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Energiewende schon gescheitert?

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Vielleicht bist du Millionär und kannst die Kosten deswegen für unerheblich halten? Für mich sind sie nicht unerheblich.
    Man muss kein Millionär sein, um die Kostensteigerungen beim Strompreis im Verhältnis zu den Kosten im Falle eines Atomunfalls für unerheblich halten.

    Selbst Dauerbezieher von Hartz-IV, die
    - steigende Steuerbelastungen aufgrund der Kosten der Bewältigung eines Atomunfalls,
    - wirtschaftliche Verluste aufgrund von Störungen im Zulieferbetrieb oder aufgrund verstrahlter Waren,
    - verstrahlte Eigenheime und Gärten anderer
    usw. nicht interessieren, müssten im Falle eines schweren Atomunfalls zumindest die immateriellen Kosten steigender Krebsrisiken tragen.

    Anders ausgedrückt: spätestens wenn man einen Fall von Leukämie in der Familie hat, werden die Strompreise wieder sehr unerheblich.


    Das Argument mit der Kernschmelze ist auch wenig hilfreich. Es ist ja gar nicht die Frage Atomkraft oder nicht. Das Thema ist doch durch.
    So schnell, wie Merkel in Sachen Laufzeitverlängerung/Atomausstieg ihre Meinung geändert hat, so schnell könnte sich die Meinung der Regierung auch in Zukunft wieder ändern - wenn man als Bürger nicht aufpasst.
    Deswegen: nein, das Thema ist nicht durch. Man muss weiterhin wachsam bleiben.

    Besonders dann, wenn von einem "Scheitern der Energiewende" und von einer angeblich nicht tragbaren Strompreisentwicklung die Rede ist, sollte man sehr hellhörig werden.


    Man kann die Energiewende aber entweder vernünftig machen, oder so dumm und kostspielig
    Über das Wie kann - und soll - man immer reden, solange das Ob nicht zur Disposition steht.
    Geändert von Inaktiver User (09.08.2012 um 12:24 Uhr)

  5. User Info Menu

    AW: Energiewende schon gescheitert?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man muss kein Millionär sein, um die Kostensteigerungen beim Strompreis im Verhältnis zu den Kosten im Falle eines Atomunfalls für unerheblich halten.
    Die Freude darüber die Atomenergie überwunden zu haben, kann doch jetzt nicht zu einem Freifahrtschein für Alternativen werden, nach dem Motto: Weg von der Atomenergie, Geld spielt da keine Rolex!

    Ich würde mir wünschen, Merkel würde sich an ihre Ausbildung zur Physikerin erinnern und sich bei der Energiewende nicht von Lobbyisten und Lokalpolitikern strukturschwacher Gebiete leiten lassen.

  6. Inaktiver User

    AW: Energiewende schon gescheitert?

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Die Freude darüber die Atomenergie überwunden zu haben, kann doch jetzt nicht zu einem Freifahrtschein für Alternativen werden, nach dem Motto: Weg von der Atomenergie, Geld spielt da keine Rolex!

    Ich würde mir wünschen, Merkel würde sich an ihre Ausbildung zur Physikerin erinnern und sich bei der Energiewende nicht von Lobbyisten und Lokalpolitikern strukturschwacher Gebiete leiten lassen.
    Einverstanden.

  7. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Energiewende schon gescheitert?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Genauso könntest du sagen:
    solange nicht jeder Autofahrer in Frankreich / Europa / weltweit sich anschnallt, so lange schnallst du dich auch nicht an.

    Nochmal: Je näher man an einem AKW dran ist (Umkreis 50, 100, 200 km), desto größer ist die Gefahr, im Falle eines atomaren Unglücks selber betroffen zu sein. Deshalb kann dir schnurzegal sein, ob andere ihre AKW abschalten, wenn wir von Gefahren für uns sprechen.

    Das ist natürlich nur eine grobe Vereinfachung: Insgesamt ist die Gefahr nämlich eine, die über die eigene Nachbarschaft weit hinaus geht: national, da der Staat bzw. die Gesellschaft die Kosten eines Atomunfalls aus Steuereinnahmen wuppen muss. Und geographisch, je nach Luftströmung und Wetter zum Zeitpunkt des Unfalls und in den Wochen danach.
    Außerdem spielt es eine Rolle, ob ausländische AKW irgendwo stehen oder in der Nähe des deutschen Territoriums.
    Aber deine Argumention ist in jedem Falle unsinnig, ganz egal, von welcher Seite man sie betrachtet.
    .

    Eigentlich ist das gar nicht so schwer zu verstehen nehmen wir einfach an du wirst von 30/40 EU AKW mit Kernschmelze bedroht die direkt vor deiner Nase stehen . Wieviel haben wir in Deutschland ? Sagen wir 10 OK ?
    So und jetzt kommts . Wieviel höher ist die Gefahr von einem EU AKW verstrahlt zu werden ?

    Mit einem Alleingang geben wir uns mal wieder der Lächerlichkeit preis wir werden Atomstrom von den anderen kaufen die z.T. echte Schrott AKW`s betreiben bzw wir machen das schon .

  8. User Info Menu

    AW: Energiewende schon gescheitert?

    eigentlich ist es gar nicht so schwer zu verstehen: ein Atomkraftwerk in direkter Nachbarschaft ist nicht nur bedrohlicher, sondern tatsächlich gefährlicher (es geht ja nicht immer gleich um den Supergau), als Eines das in einem anderen Land steht.

    Einige Nachbarländer Deutschlands haben sowieso keine AKWs oder werden die demnächst abschalten.

    Deutschland ist weiterhin Strom Exporteur. Irgendwann wird es Zeit die dümmsten Drohargumente die man von der Atomlobby übernommen hat mal über Bord zuwerfen, wenn sie mit der Realität einfach rein gar nichts zutun haben.

    Diese dümmliche Behauptung und Angst des Underdogs, "wir" würden uns der Lächerlichkeit preis geben, wenn "wir" unsere Gesellschaft nach unseren Werten ausrichten. Das ist doch wirklich Kindergarten, und kein Argument für die Bundesrepublik Deutschland.

  9. Inaktiver User

    AW: Energiewende schon gescheitert?

    Zitat Zitat von Triologe Beitrag anzeigen
    Mit einem Alleingang geben wir uns mal wieder der Lächerlichkeit preis
    1. Welcher Alleingang?

    Italien hat bereits nach Tschernobyl reagiert und seine AKW zwischen 1982 und 1990 abgeschaltet.
    Österreich hat sich in einer Volksabstimmung bereits 1978 gegen Atomkraftwerke entschieden.
    Irland kommt ohne AKW aus.
    Die Schweizer haben ein Bau-Moratorium.
    Frankreich, plant den Atromstromanteil an der Energieerzeugung deutlich zu verringern.
    Belgien baut keine neuen AKW mehr, steigt also mittelfristig ebenfalls aus.
    Die Niederlande steigen aus.
    Kroatien hat Baupläne auf Eis gelegt.
    usw.

    *Hier* kann man das nachlesen.

    Es gibt nach wie vor Länder in Europa, die auf Atomkraft setzen, aber von deutschen Alleingängen kann offensichtlich nicht die Rede sein.


    2. "sich der Lächerlichkeit preisgeben"

    Ich wüsste wirklich nicht, was dagegen spräche, dass im souveränen Staat Deutschland eigenständig Politik gemacht wird. Als eines der größten und technologisch stärksten Länder Europas paralysiert darauf zu warten, dass erst alle anderen Länder vordackeln - das hieße sich der Lächerlichkeit preisgeben.

    .
    Geändert von Inaktiver User (10.08.2012 um 12:36 Uhr)

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