"Vom Ergebnis her" kann noch prekärer werden, wenn es um Informationen auf dem künftigen Krankenkassen-Chip geht.
Wenn eh schon ein paar Leute (Arzt, Mitarbeiter, Apotheker, Mitarbeiter) wissen, wo's bei mir lahmt und hinkt, dann können das ruhig alle wissen. - Ne, wehret den Anfängen!^^
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Thema: Staat als Datenverkäufer
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12.07.2012, 13:51
AW: Staat als Datenverkäufer
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Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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12.07.2012, 15:11
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12.07.2012, 15:39Inaktiver User
AW: Staat als Datenverkäufer
Frank13,
es geht keineswegs darum, ob und wie viele Werbebriefe du gern haben möchtest. Das ist allein dein Bier. Du hast das verfassungsgemäße Recht zu bestimmen, ob du in deinem Briefkasten solche Werbebriefe haben willst oder nicht, und an wen du deine Personenstandsdaten verteilen willst.
Aber nicht nur du hast ein informationelle Selbstbestimmungsrecht: auch ich habe dieses Recht, und ganda55 hat das Recht, und wir sowie unzählige andere verwahren uns ganz entschieden dagegen, dass die Meldeämter mit unseren Daten Handel treiben.
Deshalb: wenn du diese Werbebriefe tatsächlich willst, gibt es eine ganz einfache Methode: jedes Preisausschreiben, in dem man Autos etc. gewinnen kann, mitmachen, brav alle Angaben zur Person ausfüllen und abschicken.
Aber es ginge definitiv zu weit, wolltest du (oder sonstwer) auch darüber entscheiden, dass wir solche Werbebriefe zu dulden hätten.Geändert von Inaktiver User (12.07.2012 um 16:11 Uhr)
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12.07.2012, 15:43
AW: Staat als Datenverkäufer
Hier mal ein kleiner Ausschnitt, woher Adressenhändler ihre Informationen beziehen:
-Telefon-, Telefax-, Branchenbücher
-Webseiten
-Preisausschreiben
-Kundenkarten
-Handelsregister
-Melderegister
-Schuldnerverzeichnisse
-öffentlichen Bekanntmachungen
-Visitenkarten von Messeständen
-Vertragsabschlüsse
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12.07.2012, 16:04Inaktiver User
AW: Staat als Datenverkäufer
Wie bereits gesagt: es gibt keine Telefonbücher, in denen Familienstand, Alter bzw. Geburtsdatum und digital verwertbare Geschlechtsbezeichnungen stehen.
Preisausschreiben auszufüllen und seine Daten auf Webseiten einzutragen ist eine freiwillige Angelegenheit, auf die man sich ganz nach gusto einlassen kann oder nicht.
Kundendaten stelle ich prinzipiell nur der Firma zur Verfügung, die sich verpflichtet, diese Daten nicht weiterzugeben.
Auf Visitenkarten steht niemals Alter und Familienstand, meist auch keine private Adresse.
Und diejenigen Unternehmen, in deren Vertragsabschlüssen solche Daten stehen, sind gesetzlich zu Vertraulichkeit verpflichtet. (Bank, Versicherung, Arzt, Arbeitgeber).
Im übrigen wüsste ich wirklich nicht, was darüber noch zu diskutieren wäre.
Du hast ganz einfach nicht zu befinden, ob, wo und wie ich welche meiner Daten frei geben soll.
Du entscheidest das für dich, ich entscheide das für mich.
Das nennt man informationelles Selbstbestimmungsrecht.
Es wurde vom Bundesverfassungsgericht als Grundrecht bestätigt.Geändert von Inaktiver User (12.07.2012 um 16:15 Uhr)
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12.07.2012, 16:32
AW: Staat als Datenverkäufer
Ja, will ich ja gar nicht für dich entscheiden. Mir gefällt das Gesetzt so auch nicht. Ich wundere mich nur über den Hype deswegen.
Meines Wissens, aber korrigiere mich wenn ich da falsch liege, sind die Regelungen schon seit 30 Jahren so, nur eben uneinheitlich pro Bundesland.
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12.07.2012, 17:01Inaktiver User
AW: Staat als Datenverkäufer
Man wird eben zunehmend empfindlich, weil so offensichtlich jeder Daten sammeln will und unsere Persönlichkeitsrechte in Frage stellt.
Vorratsdatenspeicherung - Verkauf von persönlichen Daten durch Meldeämter - der Versuch ELENA zu etablieren - Internetüberwachung - Bundestrojaner - Gesichtserkennung - Bodyscanner am Flughafen ... ES REICHT !
Ohnehin ist diese "Hype", wie du sie nennst, nicht annähernd mit der Reaktion zu vergleichen, die es damals bei der (aus heutiger Sicht harmlosen) Volkszählung gab.
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12.07.2012, 17:08
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12.07.2012, 17:24Inaktiver User
AW: Staat als Datenverkäufer
Die sollen mal schön das Maul halten.
Wenn Dummheit weh täte, gäbe es dort ein Heulen und Zähneklappern.
Das erinnert mich an dieses Video
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12.07.2012, 18:46Inaktiver User
AW: Staat als Datenverkäufer
Das ist echt zuu geil

Und irgendwie schon ... recht amerikanisch


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