Von dieser Einstellung leben alle, die ihre Positionen durchdrücken wollen.
Quark im Quadrat: Die NSU-Geschichte ist Dauerthema (s. Rücktritt gestern), und auch der Rest ist immer wieder Thema.NSU, fehlende Kitaplätze und Herdprämie scheint ja kaum noch jemanden zu interessieren.
Inzwischen scheinbar Seehofers allein. Warum nehmen sie ihn nicht mal beim Wort?Schöner Schrecken für ihn, wenn er es halten und gehen müsste.
Mit sicherer Hand greift sie immer zum dümmsten und schwächsten Argument. Läppische Personalie, nur tauglich zur Schwächung der Verbraucherschutzgesetze.
Der Vorgang ist das eine, Inhalt das andere.
Dass in Zukunft bundesweit keine Züge mehr fahren dürfen, ist auch reine Beschlusssache. Bist du trotzdem damit einverstanden?
Das Beispiel Meldegesetz ist mir an sich gleichgültig (nicht der Inhalt!!). Mir ist alles Recht, was den Regierenden lebhaft zeigt, dass nicht alles machbar ist.
Antworten
Ergebnis 131 bis 140 von 165
Thema: Staat als Datenverkäufer
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12.07.2012, 11:04
AW: Staat als Datenverkäufer
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Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
Arnulf Rating
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12.07.2012, 11:14
AW: Staat als Datenverkäufer
Die Frage ist ja jetzt, was folgt aus diesem ganzen Drama. Wird die CDU dafür abgestraft? Wohl eher nicht, dafür ist das ganze Thema vermutlich trotz der riesigen Aufregung doch zu unwichtig.
Und wie schützen die Bürger selbst in Zukunft ihre Daten? Über den Staat kann man sich leicht aufregen, aber die Dinge die man selbst beeinflussen kann, scheinen relativ uninteressant zu sein.
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12.07.2012, 11:33
AW: Staat als Datenverkäufer
da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblogcarpe diem
Alles wird gut
Lieber groß gemustert, als keinkarriert
BVB 
Cuba oder Kuba
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12.07.2012, 12:14
AW: Staat als Datenverkäufer
Ja, eher so. Aber es ist halt wieder ein weiterer Kiesel auf den Berg der sog. Politikverdrossenheit, des Misstrauens und der Resignation.
Letztendlich schadet es nicht den Parteien, solange sie keiner abschafft, sondern der Demokratie.
Fragst du das zum konkreten Fall bei den Meldeämtern?Und wie schützen die Bürger selbst in Zukunft ihre Daten? Über den Staat kann man sich leicht aufregen, aber die Dinge die man selbst beeinflussen kann, scheinen relativ uninteressant zu sein.
Das geschieht aber aktiv und freiwillig.*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
Arnulf Rating
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12.07.2012, 12:36Inaktiver User
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12.07.2012, 13:16
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12.07.2012, 13:34Inaktiver User
AW: Staat als Datenverkäufer
Die Entscheidung über die Weitergabe persönlicher Daten liegt beim Bürger, und nicht beim Staat. Das nennt man informationelles Selbstbestimmungsrecht, und das ist gemäß Rechtsauslegung des BVerfG ein Grundrecht (siehe Wikipedia).
Verlegen wir das Ganze kurz auf ein anderes Feld, das deinen Standpunkt deutlicher macht:
Stell dir mal vor, der Staat würde, ähnlich wie die Moon-Sekte, die Leute per Gesetz oder Verordnung in Massenhochzeiten verheiraten wollen.
Würdest du dann auch sagen: "Ich kann Leute nicht ernst nehmen, die sich über staatlich angeordnete Hochzeiten aufregen, aber selbst gern heiraten" ?
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12.07.2012, 13:34
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12.07.2012, 13:38Inaktiver User
AW: Staat als Datenverkäufer
Im Telefonbuch steht oft nicht einmal ein Vorname. Das Geschlecht ist also nicht immer zuordenbar, geschweige denn, dass es EDV-gerecht aufbereitet wäre.
Und das Alter bzw. Geburtsdatum sowie der Familienstand stehen schon gar nicht im Telefonbuch.
Telefonbuch-Daten sind für Adresshändler von begrenztem Interesse. Richtig interessant wird es erst, wenn man Geschlecht (digitalisiert), Alter und Familienstand weiß. Und zwar als konkret verwendbare Massendaten und nicht nach dem Motto: mühsam nährt sich das Eichhörnchen.
Und was den Preis betrifft: den zahlt man als Adresshändler einmal, greift alle erreichbaren Daten ab, und gibt sie portioniert und aufbereitet an Unternehmen weiter, die an qualitativ hochwertigen Massendaten interessiert sind. - Das relativiert die Kosten doch ganz beträchtlich.
Möchtest du im Alter gern bombardiert werden mit Angeboten bezüglich Inkontinenzmittel, Viagra und Prostatakapseln? Das wartet nämlich auf dich, wenn die Unternehmen an hochqualifizierte Massendaten herankommen.
Jetzt lohnt sich sowas nicht, da die Streuung von Werbebotschaften enorm bzw. Kosten und Nutzen nicht im Verhältnis stehen. Aber das würde sich radikal ändern.
Und du könntest dich auch nicht mit "Bitte keine Werbung"-Klebern am Briefkasten davor schützen, da es sich um individuell adressierte Briefe handeln würde.Geändert von Inaktiver User (12.07.2012 um 14:45 Uhr)
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12.07.2012, 13:46



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