Es ist eine Verstümmelung- und das Risiko von Nachblutungen und schweren Komplikationen wie in dem Fall, der das Gerichtsurteil ausgelöst hat, nehmen sie in Kauf um ihren Kindern quasi das Brandmal ihrer Religion aufzudrücken. Nein, vielleicht ist es wirklich nur Ignoranz- dafür wird jetzt ja um so ausführlicher über diese "traditionellen Rituale" gesprochen. Und das ist gut so.
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16.07.2012, 15:07
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
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16.07.2012, 15:11
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
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16.07.2012, 15:31
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Das m.E. Interessanteste aus dem Weltartikel:
Ist die Beschneidung bei den Gläubigen unumstritten?
Sowohl innerhalb des Judentums
als auch im Islam gibt es heute Bewegungen,
die sich mit der Tradition kritisch auseinandersetzen.
Schon innerhalb des in Deutschland im 19. Jahrhundert aufkommenden
Reformjudentums gab es Stimmen, die das alte Ritual abschaffen
oder zumindest modifizieren wollten.
So hatte auch Theodor Herzl, der Wegbereiter des jüdischen Staates,
sich geweigert, seinen Sohn Hans beschneiden zu lassen.
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16.07.2012, 15:41
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Eine pornographische Debatte führt Broder vor allem mit sich selbst.
Ging es damals den Juden an den Kragen, sollen sie heute nur dazu angehalten werden, auf eine Art von "Privileg" zu verzichten. Angeblich führt die Beschneidung zu einer Desensibilisierung des männlichen Organs und reduziert damit die Anfälligkeit für vorzeitigen Samenerguss ("ejaculatio praecox"), was wiederum für die Dauer des Akts von Vorteil sein kann.
Ob das stimmt, weiß man nicht. Die einen sagen ja, die anderen nein. Gleiches gilt für die den Schwarzen zugesprochenen Übergrößen. Aber unterhalb der Gürtellinie kommt es nicht auf überprüfbare Fakten sondern auf Angst befördernde Faktoren an. Deswegen kann man nicht ausschließen, dass die Kölner Richter ein politisches korrektes Urteil zugunsten der Chancengleichheit fällen wollten.
Ich kann mir vorstellen, daß derlei Phantasien in den 30er Jahren eine Rolle spielten.
Vom Brunnenvergifter bis zum Kinderschänder gab es ja über die Jahrhunderte allerlei mystifizierte Verleumdungen, die Idee der veränderte Penis könnte irgendwie "überlegen" sein, mag einige "Rassenkundler-Nazis" umgetrieben haben.
Daß das nun heute der Hauptgrund der Debatte ist, bezweifel ich mal.
Und wie schon weiter vorne gesagt: es geht um einen Mythos - meiner Erfahrung nach völlig unbegründet.
lg lenita
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16.07.2012, 15:48
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
In der Absicht die religiösen Hintergründe begreifbar zu machen, hatte ich Auszüge aus Artikeln zum Judentum, zu Abaraham und zur Opferung Isaaks zitiert und verlinkt. Nachzulesen in Beitrag #864; #865; #871-
Ich zitiere aus #864:
Die Juden berufen sich dabei auf das erste Buch Mose, in dem es heißt:
„Das aber ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Geschlecht nach dir: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden; eure Vorhaut sollt ihr beschneiden. Das soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch. Jedes Knäblein, wenn's acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen. […] Wenn aber ein Männlicher nicht beschnitten wird an seiner Vorhaut, wird er ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er meinen Bund gebrochen hat.“
– Gen 17,10–14 LUT
Könntest Du dazu bitte eine Quellenangabe nachreichen.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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16.07.2012, 16:09Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Für mich liest sich der Artikel von Broder wie die männliche Variante vom freudschen Penisneid. Die weibliche Variante hat IMHO nie existert, vielleich eher der Neid auf die gesellschaftliche Besserstellung des Mannes bzw die damalige Bevormundung der Frau
Anscheinen hat sich noch nicht herumgesprochen, daß es nicht bei der Stimulation des Uterus mit Hilfe des Penis aufhört.
Andere sexualle Varianten., die halt nicht gleich die Massenproduktion von neuen Gläubigen anschmeissen...
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16.07.2012, 16:30
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Auf jeden Fall klingt es, als ob es jemand schreibt, der zur Sexualität kein entspanntes Verhältnis hat. In der Verbindung mit dem Herumschnippeln am Geschlechtsorgan von Kindern erscheint mir das alles recht widerlich- sicher kein Zufall, wenn so einem Greis dazu der Begriff "Porno" einfällt.
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16.07.2012, 16:53Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Abraham hat seinen Sohn Isaak nicht opfern müssen, denn Gott selbst hat eingegriffen und verhindert, dass Isaak durch seinen Vater getötet wurde. Die Lektion, die in der Abraham-Geschichte steckt, könnte lauten: Gott will keine Menschenopfer. Das ist das, was ich begriffen habe.
Der Rabbiner Ehrenberg sprach von einem Geschenk. In deinem Zitat lese ich nichts von einem Geschenk.
Bitte sehr. Quelle
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16.07.2012, 16:58
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Aus: Welt onlineAuch Regierungssprecher Steffen Seibert betonte erneut, die Bundesregierung arbeite nach dem umstrittenen Urteil des Landgerichtes Köln auf eine zügige Lösung hin. In Deutschland sei man seit Jahrhunderten zu dem Schluss gekommen, dass die Beschneidung von Jungen ein akzeptabler Eingriff sei, sagte Seibert. Bereits am Freitag hatte die Bundesregierung angekündigt, eine gesetzliche Regelung zu schaffen, um den religiösen Ritus weiter zu ermöglichen.
Merkel - "Wir machen uns zur Komikernation"
Mich bestürzen diese Argumtene. Da können wir ja von Glück sagen, dass Frauen nicht mehr von ihren Männern geschlagen werden dürfen, einen Beruf ausüben dürfen etc. hier war schließlich auch, nicht nur Deutschland, seit Jahrhunderten zu dem Schluss gekommen, dass es akzeptabel ist.
Auch ich denke, dass die Lösung hier in den Gemeinden selber gesucht werden muss und es keine politische Lösung geben sollte. Aber dieses scheuklappen behaftete Abnicken - ohne ein Hinterfragen - aus Regierungskreisen, finde ich einfach nur billig.----------------------------------------------------------------------------
...Und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn,
Dass andere ganz anders als wir glauben...(Ringelnatz)
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16.07.2012, 17:01
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Das macht nichts, dass Du meine Vergleiche nicht intelligent findest. Denn genau mit Deiner Erklärung machst Du die Unsinnigkeit der Erklärungen der Juden deutlich:
Da es eben irgendwann mal jemanden gab, der der erste Jude war und demzufolge auch die erste Jüdin, hatte diese ganz sicher eben keine jüdische Mutter. Demnach kann sie aber keine Jüdin sein, denn wenn man weder beschnitten ist noch eine jüdische Mutter hat, ist man laut den Aussagen kein Jude.
Und ich finde, Deine Aussage, dass die Diskussion etwas seltsam sei, seltsam. Du argumentierst mit: "Andere schmeißen ihren Dreck auch in den Wald!"
Das finde ich wenig intelligent.Geändert von NurZuGast (16.07.2012 um 18:29 Uhr) Grund: Wort vergessen



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Nur habe ich nicht verstanden, wer was wem und warum schenkt.