Das habe ich auch gesehen, die Lanz-Sendung, Palma, und die Dame hat u.a. übrigens auch gesagt, daß es nicht alle Juden machen lassen an ihren Babys. Ich müßte es nochmal ansehen, aber ohne das jetzt nochmal getan zu haben, meine ich, daß sie außerdem sagte, sie selbst habe auch überlegt. Bei Gelegenheit sehe ich es mir nochmal an, und werde das berichtigen, falls es nicht stimmen sollte.
Aber es steht ohnehin außer Frage, daß es nicht alle machen lassen, deren Religion es an sich irgendwie vorgibt.
@lenita
Du solltest vielleicht besser auch die Quelle nochmal angeben. Nur als Hinweis.
P.S.: Oh, hast Du ja schon.![]()
Antworten
Ergebnis 921 bis 930 von 3687
-
16.07.2012, 12:17Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Geändert von Inaktiver User (16.07.2012 um 12:24 Uhr)
-
16.07.2012, 12:26Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Es mag schon was mit Hygiene zu tun zu haben.
Vielleicht scheuert ja der Sand, wenn er ins Getriebe kommt (mal salopp formuliert).
Die meisten Regeln, die aus der jüdischen Wüsten-Religion entanden sind sind hygienischer Art (koscher - was z.B Mikwe und Waschungen bei beiden Geschlechtern umfasst...)
Und natürlich die Kontrolle üvber die sexuellen Funktionen (nicht umsonst wurde Onan bestraft).
Ziel war es logischerweise möglichst viele Religionsanhänger möglichst früh und sicher zu binden.
Schon deshelb sind Onanieren, homosexueller Sex oder Sex während der Periode nicht erwünscht. Und erklärt auch die frühe Beschneidung vor der Onaniererfahrung und die Verbindung mit erfühltem Schmerz (sprich, der Verzicht auf Betäubung).
Dass Männer wohl kaum über ihre negativen Erinnerungen sprechen wollen, sie verdrängen oder sublimieren (sprich der nächsten Generation aufdrängen) ist zu erklären. Man denke nur an das Stockholm-Syndrom als Verarbeitung von Traumatas.
Die Erklärung, es wäre ein Geschenk: nee, das ist mir zu zynisch, typisch für einen alten Mann (wobei ich da Frauen nicht ausnehme- es gibt da bestimmt ganz engagierte Pro-Klitoris-Beschneiderinnen)
Ich glaube i.Ü. nicht als Voyeurismus, wie von Broder "erklärt".
Sondern eher in der Verschiebung in der Gesellschaften, der Bedeutungen der Religionen im täglichen Leben und einer Werte-Verschiebung, z.B Stärkung der Tier- und Kinderrechte. Und der negativen Religionsfreiheit (Danke für die neue Bezeichnung)
-
16.07.2012, 12:53
-
16.07.2012, 12:58
-
16.07.2012, 13:02Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
also, die Beschneidungen sind ja nicht im Verborgenen , sondern wie ein Party-Event.
Schweinereien sind was Anderes und auch sonst kann ich keine entdecken (und auch das Wort unpassend im Kontext)
Bechneidungen ohne Betäubung finde ich nicht ok, wie gesagt.
Übrigens noch nachträglich ne Klarstellung zu meinem Comment zum schwedischen Verbot:
Ich meinte die Entscheidung (des schwedischen Parlaments?), nicht die Nicht-Existenz schwedischer Nazis.
Diese gibts leider sehr wohl, wie wohl weltweit.
-
16.07.2012, 13:04
-
16.07.2012, 13:05Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Ich will mir gar nicht vorstellen, wie der Sand scheuert, wenn das gute Stück des Mannes seines Schutzes komplett beraubt ist.

Ach so, der Rabbiner Ehrenberg sagte noch, die Beschneidung sei ein Geschenk. Ein Geschenk, das man nicht ablehnen darf.
Nur habe ich nicht verstanden, wer was wem und warum schenkt. Kaum vorstellbar, dass es Gottes Absicht sein könnte, Neugeborene mit Schmerzen zu beschenken. Oder meinte er vielleicht, dass alte Männer den Knaben die Vorhaut rauben, um sie Gott zu schenken und sich damit Gottes Wohlwollen zu erkaufen ...
Geändert von Inaktiver User (16.07.2012 um 13:11 Uhr)
-
16.07.2012, 13:17Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Dem ist doch nur peinlich, dass die Leute seine Argumente mühelos gegen ihn selber richten können.
Gegen ihn, der oft in flammenden Reden die Sonderregeln für Muslime aufs Schärfste kritisierte - die Befreiung vom Schwimmunterricht, das Kopftuch, und all die anderen gutmenschlichen Toleranzäußerungen einer schafsdummen Mehrheitsgesellschaft gegenüber den Religiösen, die immer noch im Mittelalter lebten und unfähig seien, sich in der modernen Gesellschaft zu integrieren.
Nun haben seine Leser sich des Themas Beschneidung angenommen.
Betrachten also des Broders bestes Stück.
Da selbst ein wortgewandter Broder keine Argumente pro Beschneidung hat, die in seine sonstige Rhetorik bezüglich der Vorgestrigkeit der Muslime passen, ist der Mann quasi sprachlos. Und wenn einer wie Broder sprachlos ist, dann nennt er eine unbequeme Diskussion eben "voyeuristisch".
Falls jemand ausführlichere Stellungnahmen Broders zum Thema Beschneidung gefunden haben sollte, dann wäre ich übrigens sehr dankbar für einen Link.
Das Thema ist so bitterernst. Ich möchte auch mal wieder herzlich lachen: sehen, wie Broder sich aalgleich windet, bei der rigorosen Ablehnung des Kopftuchs und der Verteidigung der Beschneidung.
.Geändert von Inaktiver User (17.07.2012 um 14:06 Uhr)
-
16.07.2012, 14:38
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Atme mal durch.
Die Hintergründe und Entstehungsbedingungen mögen uns "Ungläubigen" dubios oder überholt erscheinen.
Du mußt aber schon davon ausgehen, daß die Eltern ihrem Kind nicht schaden wollen.
Wenn es einem tatsächlich um das Kindeswohl geht, und nicht in erster Linie um Ab- und Ausgrenzung, scheint es mir nicht hilfreich, mit solchen Begriffen zu hantieren und sich vor allem selbst zu echauffieren.
lg lenita
-
16.07.2012, 15:04Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Auch Friedman verteidigt die Beschneidung - mit Argumenten, über die ich nur staunen kann. Friedman(s bestes Stück) ist beschnitten und er ließ auch seine beiden Söhne beschneiden, obwohl er ... Zitat: "Obwohl ich nicht fromm bin, habe ich mich als bewusster Jude in dieser Tradition wiedergefunden. Das wesentliche und wichtigste Motiv für meine Entscheidung war allerdings, den medizinischen Aspekt umzusetzen. So ging es und geht es vielen auch."


Zitieren
naja, wenn es dem Glauben dient...
