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  1. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat von 1Cheriemignonne
    Ich werde im Lebtag nicht verstehen, warum über den Körperteil eines Menschen - kleinen Jungen - der Bund mit Gott ... angeblich eingegangen wird.

    Zitat von Ganda
    ..."Das musst du nicht verstehen. Verstehen kommt von Verstand...."

    Aha, und da ich das nicht verstehe, habe ich keinen Verstand, oder wie meinen?

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist ja auch wirklich schwierig, da hier die Meinungen sehr kontrovers sind.
    Selbst wenn der allergrösste Teil der Beschnittenen glücklich und beschwerdefrei ist, und die Beschneidung natürlich niemanden davon abhalten wird, später selbst frei über seinen Glauben zu entscheiden:

    Die Risiken, dass es zu Komplikationen kommt, wie bsplsw. solchen die zum kölner Gerichtsurteil geführt haben, die allgemein bekannten Risiken der Zirkumzision, sowie die der Narkose wiegen doch allein schon schwer genug.

  3. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von meta1 Beitrag anzeigen
    Das sag mal einem betroffenen Mann.
    Wen meinst du mit "betroffenen" Mann? - Den beschnittenen Juden oder Muslim, der den unbeschnittenen Penis gar nicht kennt, es sei denn, er hätte gleichgeschlechtliche Erfahrungen mit einem unbeschnittenen Partner und dessen hochsensibler Vorhaut?

    Wie sollte er etwas vermissen, was er gar nicht kennt? Der Mann, der als Kind beschnitten worden ist, hat i.d.R. kein Bewusstsein für den Verlust. Nichtsdestotrotz ist der Verlust selbst durchaus real.

    Wer sich als Erwachsener in vollem Bewusstsein dennoch zu einem solchen Eingriff entscheidet, wägt für sich ab und übt so die Autonomie über seinen eigenen Körper aus. Aber ein Kind, das ungefragt beschnitten wird, hat diese Möglichkeit nicht und wird sie auch nie mehr haben.
    .
    Geändert von Inaktiver User (16.07.2012 um 10:24 Uhr)

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wen meinst du mit "betroffenen" Mann? - Den beschnittenen Juden oder Muslim, der den unbeschnittenen Penis gar nicht kennt, es sei denn, er hätte Erfahrung mit einem unbeschnittenen Partner und dessen hochsensibler Vorhaut?

    Wie sollte er etwas vermissen, was er gar nicht kennt? Der Mann, der als Kind beschnitten worden ist, hat gar kein Bewusstsein für den Verlust. Nichtsdestotrotz ist der Verlust selbst durchaus real.
    Allerdings würde ich dieses Argument nicht zu sehr im Blick haben. Da kommt es doch sehr auf die Art der Beschneidung an. Wenn nur wenig abgeschnitten wird, macht das vermutlich nicht so einen wesentlichen Unterschied.

    Schmerz und Risiken bleiben aber auch bei einer "kleinen" Beschneidung.
    Geändert von Ahab (16.07.2012 um 10:26 Uhr)

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wen meinst du mit "betroffenen" Mann? - Den beschnittenen Juden oder Muslim, der den unbeschnittenen Penis gar nicht kennt, es sei denn, er hätte gleichgeschlechtliche Erfahrungen mit einem unbeschnittenen Partner und dessen hochsensibler Vorhaut?

    Wie sollte er etwas vermissen, was er gar nicht kennt? Der Mann, der als Kind beschnitten worden ist, hat i.d.R. kein Bewusstsein für den Verlust. Nichtsdestotrotz ist der Verlust selbst durchaus real.

    Wer sich als Erwachsener in vollem Bewusstsein dennoch zu einem solchen Eingriff entscheidet, wägt für sich ab und übt so die Autonomie über seinen eigenen Körper aus. Aber ein Kind, das ungefragt beschnitten wird, hat diese Möglichkeit nicht und wird sie auch nie mehr haben.
    .
    Es ist eben leider so, dass es eben ganz offenbar ganz bewusst Kinder sein sollen und müssen, bevor sie in der Lage sind eigenverantwortlich für sich eine Entscheidung treffen zu können und dann später eben vor vollendeten Tatsachen stehen.

  6. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Allerdings würde ich dieses Argument nicht zu sehr im Blick haben. Da kommt es doch sehr auf die Art der Beschneidung an. Wenn nur wenig abgeschnitten wird, macht das vermutlich nicht so einen wesentlichen Unterschied.
    Das ist klar. Aber wie ich mit Entsetzen feststellen musste, wird - zumindest bei den Juden - die Vorhaut praktisch komplett entfernt. Wie es bei den Muslimen ist, weiß ich nicht, denn da liest man Unterschiedliches

    Vielleicht kann Meta das aufklären?
    Nicht dass wir womöglich aneinander vorbei reden.

  7. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Tipp: Die englische Wikipedia ist zum Thema Circumcision übrigens sehr aufschlussreich und mit dem deutschen Wikipedia-Eintrag nicht identisch.


    Soeben in der deutschen Wikipedia gefunden:


    Im 12. Jahrhundert n. Chr. befürwortete der jüdische Arzt und Rabbi Moses Maimonides die Beschneidung auch wegen ihrer angeblich sexualtrieb-dämpfenden Wirkung:[20] Die Geschlechtsorgane sollten so verletzt und geschwächt werden, dass sie zwar noch funktionieren, aber keine „überschüssige“ Lust mehr zulassen.


    und:


    In den USA (...) Ab 1860 erschienen einige Publikationen, die die Beschneidung als Prävention gegen "Selbst-Missbrauch" oder zur Bestrafung dafür propagierten. Beispiele:

    „In Fällen von Masturbation müssen wir, wie ich glaube, die Angewohnheit brechen, indem wir die betreffenden Körperteile in einen solchen Zustand bringen, dass es zu viel Mühe macht, mit der Praktik fortzufahren. Zu diesem Zweck, falls die Vorhaut lang ist, können wir den Patienten beschneiden mit gegenwärtigem und wahrscheinlich auch zukünftigem Vorteil. Auch sollte die Operation nicht unter Chloroform vorgenommen werden, so dass der erlittene Schmerz mit der Angewohnheit, die wir auszurotten wünschen, in Verbindung gebracht werden kann.[163]“

    „Eine Abhilfe für Masturbation, die bei kleinen Jungen fast immer erfolgreich ist, ist die Beschneidung... Die Operation sollte durch einen Chirurgen ohne Betäubung vorgenommen werden, da der damit verbundene Schmerz einen heilsamen Effekt auf den Geist hat, insbesondere wenn er mit der Vorstellung von Bestrafung verbunden ist. ... Bei weiblichen Personen fand der Autor, dass das Auftragen reiner Karbolsäure auf die Klitoris ein hervorragender Weg ist, um die abnormale Erregung zu dämpfen.[164]“

    „Clarence B. ergab sich dem geheimen Laster, das unter Jungen verbreitet ist. Ich führte eine Beschneidung an ihm aus ... Er verdiente die gerechte Bestrafung durch den Operationsschmerz nach seinen unerlaubten Lustempfindungen.[165]“


    .
    Geändert von Inaktiver User (16.07.2012 um 11:06 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Alles Dinge die sich bei bedarf behandeln lassen. Zwar nicht mit garantiertem Erfolg... aber zumindest mit der Option.
    Eine Beschneidung lässt sich nicht behandeln. Außer vielleicht, man investiert viel Geld. Das weiß ich nicht.
    Ich glaube, Du meinst das nicht zynisch, trotzdem......

  9. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Charly03 Beitrag anzeigen
    Seit Jahrtausenden wurden jüdische Knaben beschnitten. Selbst der Religionsgründer der Christen wurde beschnitten Hatte ursprünglich wohl was mit Hygenie zu tun.
    Wohl kaum. Hygiene war vor "Jahrtausenden" gänzlich unbekannt. Bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde zum Beispiel Sauberkeit selbst in der Medizin nicht als notwendig angesehen.


    Zitat Zitat von Charly03 Beitrag anzeigen
    Ich gehe davon aus, dass es hierzulande unter örtlicher Betäubung stattfindet.
    Eine örtliche Betäubung ist nicht üblich. Adriana Altaras, die Tochter der ehemaligen Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde von Gießen, hat bei Lanz erzählt, dass man die Babys mit Wein betäubt. Nein, nicht äußerlich, man gibt den Babys Wein zu trinken, um sie "schmerzunempfindlich" zu machen!!! Sie erzählte, dass sie in der Küche weinte, während ihr 8 Tage alter Sohn im Wohnzimmer - trotz Wein - geschrien hat.

    Der Berliner Rabbiner Ehrenberg ist der Meinung, dass die Knaben am 8. Tag nach der Geburt keine Schmerzen empfinden oder höchstens nur ganz wenig. (Gott, barmherzig, wie er nun mal ist, hat ganz offensichtlich verfügt, dass ausgerechnet der 8. Tag ein ganz schmerzfreier ist. ) Und die grünen Gutmenschen Renate Künast und Volker Beck verbreiten unbeirrt die "gute" Nachricht, die Beschneidung sei nicht schmerzhafter als ein Mückenstich.

    Das alles passiert nicht etwa in Ostanatolien, sondern in einem "modernen" Land mitten in Europa.
    Geändert von Inaktiver User (16.07.2012 um 12:10 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Hatte ich auch oben schon mal zitiert:

    http://www.circumstitions.com/Jewish-shalom.html

    It has also been shown that the newborn feels pain even more acutely than adults do, and that many of the infants who stop crying during circumcision are actually in a state of traumatic shock.

    Der Verfasser ist immerhin Kinderarzt und Jude, ich unterstelle mal, daß er weiß, wovon er schreibt.

    lg lenita
    Geändert von lenita (16.07.2012 um 12:19 Uhr)

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