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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Deshalb ist es so wichtig, dass die Menschen eine Vorstellung davon bekommen, was die Beschneidung konkret bedeutet, auf welche Weise sie vorgenommen wird und mit welchen Folgen sie verbunden ist.
    .


    Welche Folgen meinst du?
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
    carpe diem
    Alles wird gut
    Lieber groß gemustert, als keinkarriert

    BVB
    Cuba oder Kuba

  2. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Die in diesem Strang besprochenen (bitte nachlesen).

    Insbesondere macht es mich sehr stutzig, dass die nichtreligiöse Jungen-Beschneidung im viktorianischen Zeitalter aufgekommen ist, um Masturbation zu erschweren.
    Ich finde, schon das macht deutlich, dass die Beschneidung einen massiven Eingriff in das sexuelle Selbstbestimmungsrecht darstellt.

    Zugleich erinnern die Motive viktorianischer Beschneidung daran, dass es ein biblisches Verbot der (männlichen) Selbstbefriedigung gibt.
    Vielleicht ist das ja der physiologisch-religiöse Hintergrund der Vorhaut-Amputation bei Juden und Muslimen, deren Religion ja ebenso wie das Christentum auf dem Alten Testament beruht.
    .
    Geändert von Inaktiver User (10.07.2012 um 10:50 Uhr)

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist wenig plausibel, denn an Themen wie Günter Grassens Israel-Kritik, Kopftuch/Minarette, Sarrazin etc. kann man sehen, dass sich kaum jemand scheut kontroverse Meinungen zu vertreten.
    Eine Meinung vertreten und damit auf die Straße gehen, ist aber zweierlei.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Den meisten Menschen ist die Beschneidung egal, weil sie das einerseits nicht betrifft und weil sie andererseits nicht sehen, was daran so schlimm sein sollte - zumal sich der Vorgang im Privaten abspielt und sich daher der allgemeinen Anschauung für gewöhnlich entzieht.

    Deshalb ist es so wichtig, dass die Menschen eine Vorstellung davon bekommen, was die Beschneidung konkret bedeutet, auf welche Weise sie vorgenommen wird und mit welchen Folgen sie verbunden ist.
    Richtig. Die meisten Menschen verbinden die männliche Beschneidung mit der Entfernung eines überflüssigen Hautstücks. Bei der weiblichen Beschneidung dagegen herrscht Konsens, daß es sich um eine Verstümmelung und eine schwere Menschenrechtsverletzung handelt. In Wirklichkeit ist es lediglich ein quantitiver Unterschied: Der Junge wird nur ein kleines bißchen verstümmelt, und das ist dann schon in Ordnung.

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Gestern habe ich eine Sendung von Anne Will zum Thema gesehen.
    Streit ums Beschneidungs-Urteil - Religionsfreiheit ade? - Anne Will - Aktuelle Sendung | DasErste.de

    @Ahab,

    speziell der Rabbi hat sich ja ganz eindeutig positioniert, sinngemäß: wer nicht zur vorgesehenen Zeit beschnitten wird, kann kein Jude sein - ohne Beschneidung kein Judentum.
    Die Säuglinge sollen nicht im Krankenhaus, sondern vom Beschneider beschnitten werden. Gesetz hin oder her, es wird und soll alles so bleiben, wie es vorgeschrieben ist.

    Da waren ganz klar keinerlei Spielräume (z.B. Ritus mehr symbolisch oder bei Religionsmündigkeit) zu erkennen.

    lg lenita

  5. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    wer nicht zur vorgesehenen Zeit beschnitten wird, kann kein Jude sein - ohne Beschneidung kein Judentum.
    Deutlicher kann man nicht demonstrieren, dass Frauen im Judentum keine Rolle spielen bzw. dass ihnen allenfalls eine dienende Rolle zugewiesen wird.

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Es gibt Gesetze, die geben den Rahmen vor. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist ein hohes Gut. Verstümmelungen sind nicht die Ausübung einer Religion. Da haben wir ja wohl noch Glück gehabt, dass den Anhängern einer Religion lediglich eine Verstümmelung heilig ist- es gab schon Zeiten, da wurden hier auch Hexen in Ausübung religiöser Tradition und Riten verbrannt.

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Deutlicher kann man nicht demonstrieren, dass Frauen im Judentum keine Rolle spielen bzw. dass ihnen allenfalls eine dienende Rolle zugewiesen wird.
    Öh... ich steh grad auf dem Schlauch. Was genau hat das mit keine Rolle spielenden Frauen zu tun?
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
    -
    Schau auf deine Haut und lies
    Such wo meine Zunge war
    Such mein Lied in deinem Haar
    Willst Du mein Gefühl verstehen
    Mußt Du Dich in Dir ansehen
    Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
    (c) ASP
    -

  8. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Öh... ich steh grad auf dem Schlauch. Was genau hat das mit keine Rolle spielenden Frauen zu tun?
    Gegenfrage: Wo kommen in einer solchen Definition des Jüdisch-Seins Mädchen und Frauen vor?

    Aussage war doch: Jude ist, wer an sich eine Penisbeschneidung vornehmen hat lassen. Ohne Penisbeschneidung kein Judentum.

    In einer Definition der religiösen Identität über den Penis ist kein Platz für Frauen.

    Offenbar ist das Judentum also eine peniszentrierte Religion, in der Frauen nur eine Funktion haben, nämlich die der Mutter von Juden.
    .
    Geändert von Inaktiver User (12.07.2012 um 13:25 Uhr)

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    : Wo kommen in einer solchen Definition des Jüdisch-Seins Mädchen und Frauen vor?
    Ich bin kein Jude und kenne diesen Glauben nicht gut. Ich meine aber mal gelesen zu haben, das Frauen von Geburt an Jüdisch sein dürfen. Genaue Begründung hab ich leider nicht mehr im Kopf. Aber schlimm finde ich das nicht. Ist es Dir lieber, wenn auch Frauen das Genital verstümmelt wird, damit sie "dazu gehören"? Wohl kaum (mir auch nicht).

    Aussage war doch: Jude ist, wer eine Penisbeschneidung vornehmen hat lassen.

    In einer Definition der religiösen Identität über den Penis ist kein Platz für Frauen.
    Es geht in der Diskussion nur um die religiöse Identität zukünftiger Männer. Da wundert es Dich, das in der Diskussion keine Frauen vorkommen?
    Generell finde ich den Einwand irritierend. Wir diskutieren, ob eine Körperverletzungen bei Jungs 100% zur Religion gehören muss. Und Deine Beschwerde geht in die Richtung, das es sowas nicht für Frauen gibt, oder? Also ich wäre, wenn ich weiblich wäre, da eher froh drum.
    Oder verstehe ich Deinen Ansatz falsch?

    Offenbar ist das Judentum also eine peniszentrierte Religion, in der Frauen nur eine Funktion haben, nämlich die der Mutter von Juden.
    Das weiß ich nicht, glaube ich so pauschal aber nicht. Allerdings... wer, wenn nicht Frauen, sollen die Mütter von Juden sein?

    Das hat nicht die Religion so eingerichtet, sondern die menschliche Entstehung.
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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    (c) ASP
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  10. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Ich bin kein Jude und kenne diesen Glauben nicht gut. Ich meine aber mal gelesen zu haben, das Frauen von Geburt an Jüdisch sein dürfen.
    Das ist nicht richtig.
    Es heißt vielmehr: Jude ist, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde. (Voraussetzung 1)
    Und: Jude ist, wer beschnitten wird. (Voraussetzung 2)
    Das bedeutet: Frauen kommen im Judentum nur als Mütter vor. Ihre Beziehung zu Gott ist keine direkte, eigenständige, sondern verläuft über den Mann.


    Es geht in der Diskussion nur um die religiöse Identität zukünftiger Männer. Da wundert es Dich, das in der Diskussion keine Frauen vorkommen?
    Da ich weiß, dass das Judentum - ebenso wie der Islam - eine streng patriarchalische Religion ist, wundere ich mich nicht, dass bei Fragen der religiösen Identität Frauen nicht vorkommen.

    Was mich allerdings wundert, ist die extreme Penisfixierung der Juden, die sich daraus ergibt, dass sie an den Penis ihre religiöse Identität knüpfen.
    Denn eigentlich sollte man annehmen dürfen, dass religiöse Identität mit dem Menschen, und nicht mit dem Geschlechtsteil verbunden ist.
    .
    Geändert von Inaktiver User (12.07.2012 um 14:28 Uhr)

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