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10.07.2012, 09:47
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblogcarpe diem
Alles wird gut
Lieber groß gemustert, als keinkarriert
BVB 
Cuba oder Kuba
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10.07.2012, 10:14Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Die in diesem Strang besprochenen (bitte nachlesen).
Insbesondere macht es mich sehr stutzig, dass die nichtreligiöse Jungen-Beschneidung im viktorianischen Zeitalter aufgekommen ist, um Masturbation zu erschweren.
Ich finde, schon das macht deutlich, dass die Beschneidung einen massiven Eingriff in das sexuelle Selbstbestimmungsrecht darstellt.
Zugleich erinnern die Motive viktorianischer Beschneidung daran, dass es ein biblisches Verbot der (männlichen) Selbstbefriedigung gibt.
Vielleicht ist das ja der physiologisch-religiöse Hintergrund der Vorhaut-Amputation bei Juden und Muslimen, deren Religion ja ebenso wie das Christentum auf dem Alten Testament beruht.
.Geändert von Inaktiver User (10.07.2012 um 10:50 Uhr)
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10.07.2012, 20:44
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Eine Meinung vertreten und damit auf die Straße gehen, ist aber zweierlei.
Richtig. Die meisten Menschen verbinden die männliche Beschneidung mit der Entfernung eines überflüssigen Hautstücks. Bei der weiblichen Beschneidung dagegen herrscht Konsens, daß es sich um eine Verstümmelung und eine schwere Menschenrechtsverletzung handelt. In Wirklichkeit ist es lediglich ein quantitiver Unterschied: Der Junge wird nur ein kleines bißchen verstümmelt, und das ist dann schon in Ordnung.
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12.07.2012, 10:22
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Gestern habe ich eine Sendung von Anne Will zum Thema gesehen.
Streit ums Beschneidungs-Urteil - Religionsfreiheit ade? - Anne Will - Aktuelle Sendung | DasErste.de
@Ahab,
speziell der Rabbi hat sich ja ganz eindeutig positioniert, sinngemäß: wer nicht zur vorgesehenen Zeit beschnitten wird, kann kein Jude sein - ohne Beschneidung kein Judentum.
Die Säuglinge sollen nicht im Krankenhaus, sondern vom Beschneider beschnitten werden. Gesetz hin oder her, es wird und soll alles so bleiben, wie es vorgeschrieben ist.
Da waren ganz klar keinerlei Spielräume (z.B. Ritus mehr symbolisch oder bei Religionsmündigkeit) zu erkennen.
lg lenita
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12.07.2012, 10:39Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Deutlicher kann man nicht demonstrieren, dass Frauen im Judentum keine Rolle spielen bzw. dass ihnen allenfalls eine dienende Rolle zugewiesen wird.wer nicht zur vorgesehenen Zeit beschnitten wird, kann kein Jude sein - ohne Beschneidung kein Judentum.
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12.07.2012, 12:31
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Es gibt Gesetze, die geben den Rahmen vor. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist ein hohes Gut. Verstümmelungen sind nicht die Ausübung einer Religion. Da haben wir ja wohl noch Glück gehabt, dass den Anhängern einer Religion lediglich eine Verstümmelung heilig ist- es gab schon Zeiten, da wurden hier auch Hexen in Ausübung religiöser Tradition und Riten verbrannt.
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12.07.2012, 12:54
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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Schau auf deine Haut und lies
Such wo meine Zunge war
Such mein Lied in deinem Haar
Willst Du mein Gefühl verstehen
Mußt Du Dich in Dir ansehen
Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
(c) ASP
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12.07.2012, 13:04Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Gegenfrage: Wo kommen in einer solchen Definition des Jüdisch-Seins Mädchen und Frauen vor?
Aussage war doch: Jude ist, wer an sich eine Penisbeschneidung vornehmen hat lassen. Ohne Penisbeschneidung kein Judentum.
In einer Definition der religiösen Identität über den Penis ist kein Platz für Frauen.
Offenbar ist das Judentum also eine peniszentrierte Religion, in der Frauen nur eine Funktion haben, nämlich die der Mutter von Juden.
.Geändert von Inaktiver User (12.07.2012 um 13:25 Uhr)
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12.07.2012, 13:34
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Ich bin kein Jude und kenne diesen Glauben nicht gut. Ich meine aber mal gelesen zu haben, das Frauen von Geburt an Jüdisch sein dürfen. Genaue Begründung hab ich leider nicht mehr im Kopf. Aber schlimm finde ich das nicht. Ist es Dir lieber, wenn auch Frauen das Genital verstümmelt wird, damit sie "dazu gehören"? Wohl kaum (mir auch nicht).
Es geht in der Diskussion nur um die religiöse Identität zukünftiger Männer. Da wundert es Dich, das in der Diskussion keine Frauen vorkommen?Aussage war doch: Jude ist, wer eine Penisbeschneidung vornehmen hat lassen.
In einer Definition der religiösen Identität über den Penis ist kein Platz für Frauen.
Generell finde ich den Einwand irritierend. Wir diskutieren, ob eine Körperverletzungen bei Jungs 100% zur Religion gehören muss. Und Deine Beschwerde geht in die Richtung, das es sowas nicht für Frauen gibt, oder? Also ich wäre, wenn ich weiblich wäre, da eher froh drum.
Oder verstehe ich Deinen Ansatz falsch?
Das weiß ich nicht, glaube ich so pauschal aber nicht. Allerdings... wer, wenn nicht Frauen, sollen die Mütter von Juden sein?Offenbar ist das Judentum also eine peniszentrierte Religion, in der Frauen nur eine Funktion haben, nämlich die der Mutter von Juden.
Das hat nicht die Religion so eingerichtet, sondern die menschliche Entstehung.Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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12.07.2012, 14:07Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Das ist nicht richtig.
Es heißt vielmehr: Jude ist, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde. (Voraussetzung 1)
Und: Jude ist, wer beschnitten wird. (Voraussetzung 2)
Das bedeutet: Frauen kommen im Judentum nur als Mütter vor. Ihre Beziehung zu Gott ist keine direkte, eigenständige, sondern verläuft über den Mann.
Da ich weiß, dass das Judentum - ebenso wie der Islam - eine streng patriarchalische Religion ist, wundere ich mich nicht, dass bei Fragen der religiösen Identität Frauen nicht vorkommen.Es geht in der Diskussion nur um die religiöse Identität zukünftiger Männer. Da wundert es Dich, das in der Diskussion keine Frauen vorkommen?
Was mich allerdings wundert, ist die extreme Penisfixierung der Juden, die sich daraus ergibt, dass sie an den Penis ihre religiöse Identität knüpfen.
Denn eigentlich sollte man annehmen dürfen, dass religiöse Identität mit dem Menschen, und nicht mit dem Geschlechtsteil verbunden ist.
.Geändert von Inaktiver User (12.07.2012 um 14:28 Uhr)



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