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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Genau. Ich denke auch, dass die Religionsvertreter zu feige sein werden, für einen Artikel 12b GG zu stimmen, wenn es dann zum Normenkontrollverfahren kommt.
    es besteht nicht die geringste Notwendigkeit, einen neuen Artikel oder Absatz ins Grundgesetz hineinzuschreiben. Zumindest die ersten Artikel sind nur Grundsatzaussagen. Alles andere bestimmen Gesetze.

    Sowohl von Tierschützern wie Kinderrechtlern wird seit Jahrenden gefordert, den Tierschutz und die Kinderrechte ins GG einzutragen. Ist nicht notwendig, weil entsprechende Gesetze seit Jahrzehnten existieren und auch angewandt werden. Sie würden durch Aufnahme im GG nicht bedeutender werden.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  2. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Frau Schwarzer kann ich jetzt echt auch nicht mehr ernst nehmen.

    Bedauerlicherweise fließt in die Diskussion ja weniger persönliche Betroffenheit von wirklich von der Sache persönlich Betroffenen ein.
    Keine Betroffenen bei der Anhörung zur Beschneidung von Jungen im Justizministerium | MOGiS e.V. - Eine Stimme für Betroffene --
    Geändert von Inaktiver User (20.07.2013 um 13:24 Uhr) Grund: offtopic gelöscht :-)

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    es besteht nicht die geringste Notwendigkeit, einen neuen Artikel oder Absatz ins Grundgesetz hineinzuschreiben. Zumindest die ersten Artikel sind nur Grundsatzaussagen. Alles andere bestimmen Gesetze.
    Warst Du es nicht, der in dieser Diskussion auf den Artikel 12a GG hingewiesen hat?
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Frau Schwarzer kann ich jetzt echt auch nicht mehr ernst nehmen, ...
    Frau Schwarzers Expertise zur heterosexuellen uns insbesondere männlichen Sexualität konnte ich noch nie ernst nehmen:

    Keine tut es aus Lust, alle tun es aus Angst. Viele empfinden ihre sexuellen Kontakte mit dem Ehemann oder Freund als Prostitution. Alle Frauen fühlen sich benutzt ...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bedauerlicherweise fließt in die Diskussion ja weniger persönliche Betroffenheit von wirklich von der Sache persönlich Betroffenen ein.
    Denen kann Frau Schwarzer das ja mal persönlich mit der "sehr, sehr geringen Verletzung" erklären, da wäre ich wirklich gern dabei.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Warst Du es nicht, der in dieser Diskussion auf den Artikel 12a GG hingewiesen hat?
    Ja als Beispiel, dass das GG in bestimmten Fragen eben nicht zu einer Gleichbehandlung steht, hier Wehrpflicht.

    Es gibt auch genügend Gesetze, die eindeutig Frauen mehr beschützen als Männer, vor allem wenn sie schwanger sind oder Mütter. Sollte ich dagegen klagen, weil die Privilegien mir als Mann nicht zugebilligt werden?
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ja als Beispiel, dass das GG in bestimmten Fragen eben nicht zu einer Gleichbehandlung steht, hier Wehrpflicht.
    Eben. Und das ist auch nötig, so lange in §1631d BGB das Wort "männlich" steht.
    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Es gibt auch genügend Gesetze, die eindeutig Frauen mehr beschützen als Männer, vor allem wenn sie schwanger sind oder Mütter. Sollte ich dagegen klagen, weil die Privilegien mir als Mann nicht zugebilligt werden?
    Wenn es Dir nicht ungerecht erscheint: Warum solltest Du?
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

  7. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Und so lange das so ist, werde ich definitv nicht mehr in eine christliche Kirche eintreten, also Kirchensteuer zahlen. Das kann meine Frau aber gern weiterhin tun. Ich habe meine Kirchenbesuche fairerweise auch auf ein Minimum beschränkt (von Gewitterregen überrascht usw.).
    Es ist ein freies Land, aber mich erstaunt, dass Dir dieses Thema so wichtig ist, dass Du deshalb aus der Kirche austrittst.
    Es betrifft ja die Kirche wirklich nur peripher und in absoluten Ausnahmen.

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist ein freies Land, aber mich erstaunt, dass Dir dieses Thema so wichtig ist, dass Du deshalb aus der Kirche austrittst. Es betrifft ja die Kirche wirklich nur peripher und in absoluten Ausnahmen.
    Für mich ist das tatsächlich eine Gewissensfrage.

    Es könnte ein katholisches Krankenhaus gewesen sein, in dem Önder Özgeday völlig legal misshandelt wurde. Wenn ein Soldat in Afghanistan ums Leben kommt, dann bekommt er ein Staatsbegräbnis. Wenn jemand wie Önder Özgeday drogenabhängig wird oder irgendwann von einer Brücke springt, dann interessiert das keinen, nicht mal einen Artikel 12b GG. Er und all die anderen Betroffenen sollen ohnehin besser nicht so laut ihren Mund aufmachen und den Seelenfrieden der Glücklichen stören, die gut davongekommen sind.

    Und das stört mich gewaltig.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

  9. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es betrifft ja die Kirche wirklich nur peripher
    WAs ist denn für Dich "die Kirche"? Das, was schriftlich festgehalten wird? Oder was gepredigt wird? Nur das von Bischöfen, oder auch das, was in einer kleinen Gemeinde gepredigt wird? Das was die sonstigen Angestellten der Kirche tun, ist das auch Kirche? Und wie sieht es mit ihren Mitgliedern aus, sind die "die Kirche" und deren Verhalten ein Maßstab? Und das, was nicht gesagt wird, obwohl es gewußt wird, ist das auch Kirche?
    Für mich macht alles das eine Institution aus, nicht nur Kirchen, was wissentlich -kommentiert oder unkommentiert- geduldet wird. Und jedes Mitglied trägt all dies mit. Jedenfalls dann, wenn es dann ebenfalls davon Kenntnis hat.

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Wie gesagt, es ist für mich eine Frage der Werte und der Berufsethik. Wenn es möglich ist, einer misshandelten Frau in einem kirchlichen Krankenhaus die Nothilfe zu verweigern, dann muss es dort auch möglich sein, Eltern, die dort mit einem kerngesunden Jungen auftauchen, um ohne Not an seinen Genitalien herumoperieren zu lassen, an eine andere Adresse zu verweisen.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

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