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  1. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Alice-Schwarzer-Artikel sozusagen.
    *Prust*
    Alaska, wenn Du meinst.

    Soweit ich weiß, ist keine Grundgesetzänderung nötig gewesen um das Gesetz durchzulassen.
    Ich bin kein Prinzipien- oder Paragraphenreiter. Ich argumentiere vor einem reellen kulturellen und politischen Hintergrund. Die Diskussion um die Gestaltung eines Paragraphen musst Du mit jemandem anders führen.
    Geändert von Inaktiver User (19.07.2013 um 16:26 Uhr)

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Soweit ich weiß, ist keine Grundgesetzänderung nötig gewesen um das Gesetz durchzulassen.
    Nein, die wird dann erst im Rahmen des Normenkontrollverfahrens stattfinden.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun, ich plädiere nicht für einen Ausbau der Beschneidungen.
    Wobei ich dann aber auch nicht verstehe, warum Du etwas dagegen hast, wenn kirchliche Krankenhäuser keine unnötigen Beschneidungen mehr durchführen. Das würden dann doch eher sogar weniger als mehr.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

  4. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Wobei ich dann aber auch nicht verstehe, warum Du etwas dagegen hast, wenn kirchliche Krankenhäuser keine unnötigen Beschneidungen mehr durchführen. Das würden dann doch eher sogar weniger als mehr.
    Du, ich glaube ich bin da einfach zu realistisch.
    Was wäre das für ein riesiger Affront, wenn christliche Krankenhäuser das anders als andere staatliche machen würden? Schließlich stehen den Christen diese Religionen doch auch sehr nah, vor allem das Judentum.

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du, ich glaube ich bin da einfach zu realistisch.
    Was wäre das für ein riesiger Affront, wenn christliche Krankenhäuser das anders als andere staatliche machen würden?
    Wem gegenüber denn? Also, ich finde es gehört sowieso zur Berufsethik für Ärzte dazu:

    An der aktuellen Gesetzeslage in Deutschland wird die Kritik der internationalen Kinderärzte wohl nichts mehr ändern können. Sie kommt schlichtweg zu spät. Für den Verbandspräsidenten Hartmann liegt die Verantwortung jetzt bei den Eltern. "Der Gesetzgeber hat das Kindeswohl dem Erziehungsrecht untergeordnet. Eltern bestimmen letztendlich, was Kindeswohl ist." Hartmann und seine Kollegen appellieren daher an die Eltern, "zu warten, bis ihre Jungen alt genug sind, um selber über eine etwaige Beschneidung zu entscheiden".

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schließlich stehen den Christen diese Religionen doch auch sehr nah, vor allem das Judentum.
    Ja, alter Bund und neuer Bund eben. Aber deshalb müssen christliche Krankenhäuser doch keine jüdischen Riten "imitieren"?
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

  6. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Wem gegenüber denn? Also, ich finde es gehört sowieso zur Berufsethik für Ärzte dazu:

    An der aktuellen Gesetzeslage in Deutschland wird die Kritik der internationalen Kinderärzte wohl nichts mehr ändern können. Sie kommt schlichtweg zu spät. Für den Verbandspräsidenten Hartmann liegt die Verantwortung jetzt bei den Eltern. "Der Gesetzgeber hat das Kindeswohl dem Erziehungsrecht untergeordnet. Eltern bestimmen letztendlich, was Kindeswohl ist." Hartmann und seine Kollegen appellieren daher an die Eltern, "zu warten, bis ihre Jungen alt genug sind, um selber über eine etwaige Beschneidung zu entscheiden".
    Ich glaube im Islam ist das ja oft so, da sind die Kinder meist in einem Alter wo sie gefragt werden können. Im Judentum sind es *glaube ich* eher Säuglinge, da scheint die jüdische Religion mal wieder die strengere zu sein.
    Der Vorteil in meinen Augen bei Babies ist aber, dass der Eingriff noch leichter ist und noch schneller verheilt, denke ich. So hat das also auch sein Gutes.

    Ja, alter Bund und neuer Bund eben. Aber deshalb müssen christliche Krankenhäuser doch keine jüdischen Riten "imitieren"?
    Na, sie bieten es halt als Dienstleistung für andere an.
    Ein Ausstieg daraus wäre schon ein Affront, zumal wenn die Ärzte nicht den Eindruck haben, da irgendwelche unmenschlichen Praxen zu unterstützen. Und diese Meinung ist nunmal nicht die vorherrschende.

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube im Islam ist das ja oft so, da sind die Kinder meist in einem Alter wo sie gefragt werden können. Im Judentum sind es *glaube ich* eher Säuglinge, da scheint die jüdische Religion mal wieder die strengere zu sein.
    Der Vorteil in meinen Augen bei Babies ist aber, dass der Eingriff noch leichter ist und noch schneller verheilt, denke ich. So hat das also auch sein Gutes.
    Na, der wesentliche Unterschied ist doch, dass die christliche Religion gar keine Beschneidung erfordert. Sagt Opelius zumindest.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Na, sie bieten es halt als Dienstleistung für andere an.
    Für wen zum Beispiel?
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein Ausstieg daraus wäre schon ein Affront, zumal wenn die Ärzte nicht den Eindruck haben, da irgendwelche unmenschlichen Praxen zu unterstützen. Und diese Meinung ist nunmal nicht die vorherrschende.
    Immerhin rät der Verband der Kinderärzte davon ab, Jungen in dieser Entscheidung zu bevormunden. Das wäre für mich auch ausschlaggebend: Selbst entscheiden zu lassen. Ich habe noch von niemandem gehört, der sich bei seinen Eltern beschwert hätte, nicht als Kind beschnitten worden zu sein. Diejenigen, die sich als Erwachsene dann aus welchen Gründen auch immer dafür entscheiden, haben auch viel mehr Möglichkeiten der Mitgestaltung. Wie bei Frauen eben auch, die sich Intimoperationen unterziehen, wenn ihnen danach ist, selbstbestimmt eben.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

  8. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    "Der Gesetzgeber hat das Kindeswohl dem Erziehungsrecht untergeordnet. Eltern bestimmen letztendlich, was Kindeswohl ist." Hartmann und seine Kollegen appellieren daher an die Eltern, "zu warten, bis ihre Jungen alt genug sind, um selber über eine etwaige Beschneidung zu entscheiden".
    Das neue Gesetz wird sicherlich auch in der Diksussion um Impfungen wieder Interesse finden.

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das neue Gesetz wird sicherlich auch in der Diksussion um Impfungen wieder Interesse finden.
    Wenn die gesundheitlichen Vorteile doch nicht so doll sind, dann treten Schmerz, Narkose, Operationswunden und Komplikationen wieder mehr in den Vordergrund und das Kindeswohl halt wieder mehr in den Hintergrund.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

  10. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Na, der wesentliche Unterschied ist doch, dass die christliche Religion gar keine Beschneidung erfordert. Sagt Opelius zumindest.
    Klar, die gibt es nicht mehr.

    Für wen zum Beispiel?
    Na, ich vermute mal für jüdische und islamische Kinder.

    Wie gesagt, ich bin weiterhin froh, dass Eltern dieses Entscheidungsrecht behalten haben.
    Es gibt ja allgemein einen Trend die Erziehung in staatliche Fürsorge zu übergeben, das ist nicht so meins, bin da zu freiheitsliebend. Also - nichts gegen Kitas und so, aber grundlegende Entscheidungen traue ich der Mehrzahl der Eltern eher zu als staatlichen Einrichtungen.
    Den Rest meiner Meinung kennst Du ja.

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