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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von ironmade Beitrag anzeigen
    Das bleibt ihnen überlassen. Oder soll die BRD Ausnahmeregelungen vom GG erlauben ? Das kann es nicht sein und verletzt eindeutig das Verbot der Selbstjustiz. Es gibt allgemeingültige Regeln für ALLE !
    Wenn ich das richtig verstanden habe, soll es gesetzlich doch keine Ausnahme für die Religionen werden, sondern für alle.

    Davon ganz abgesehen... wo ist die Heimat der Moslems oder der Juden? Es gibt kein Moslemland oder Judenland. Viele der hier lebenden sind hier geboren. Wohin sollen sie also "zurück"?
    Die einzige Religion die eine Art "Heimatland" hat, sind katholische Christen, wenn ich das richtig sehe. Den Vatikanstaat. Aber das auch andere Religionen sowas haben, wäre mir neu (was es nicht ausschließt).

    Ändert aber nichts daran, das die Gesetze dieses Landes für alle gelten sollten. Ungeachtet der Religion. So steht es auch im GG, oder?
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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  2. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von ironmade Beitrag anzeigen
    In Deutschland gilt seit dem Holocaust das Recht auf körperliche Unversehrheit.
    Ach?, dann gibt es in Deutschland keine Zwangseinweisungen in Psychiatrien, Zwangssterilisationen, Zwangsfixierungen in Pflegeheimen und Krankenhäusern?

  3. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Wenn ich das richtig verstanden habe, soll es gesetzlich doch keine Ausnahme für die Religionen werden, sondern für alle.
    Richtig. Künftig darf jeder am Penis seines Kindes nach Gutdünken herumschneiden lassen.
    Das ist Gleichberechtigung, wie Winkeladvokaten sie verstehen.

  4. Moderation

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Politik und Befürworter gaben das Gesetz als etwas aus, mit dem "alle leben können". Ein paar Organisationen und Kinderrechtler können es scheinbar nicht. Warum dann nicht Schmerzfreiheit als Verpflichtung und nicht als Option hineinschreiben? Dann könnten wirklich alle damit leben.

    Oder meint ihr was ganz anderes und ich bin momentan total verpeilt?
    *
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  5. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Politik und Befürworter gaben das Gesetz als etwas aus, mit dem "alle leben können". Ein paar Organisationen und Kinderrechtler können es scheinbar nicht. Warum dann nicht Schmerzfreiheit als Verpflichtung und nicht als Option hineinschreiben? Dann könnten wirklich alle damit leben.

    Oder meint ihr was ganz anderes und ich bin momentan total verpeilt?
    Anscheinend.
    Wie würdest du es sehen, wenn - sagen wir mal - die Minderheit der Hottentotten-Flüchtlinge darauf bestehen würde ihre Töchter zu beschneiden oder ihnen ein Auge zu amputieren, und nach langer und heftiger Diskussion würde folgende Regelung beschlossen, "mit der alle leben können, außer ein paar Organisationen und Kinderrechtler", nämlich:

    künftig dürfen nicht nur Mädchen aus Hottentottenland ganz offiziell beschnitten oder einäugig gemacht werden, sondern alle Eltern dürfen ihre Töchter offiziell und ganz legal beschneiden lassen und/oder ihnen ein Auge entfernen lassen - sei es aus Gründen der Ästhetik, der Religion, der Tradition oder auch weil Masturbation schädlich ist und Beidäugigkeit zu geistiger Verwirrung führt.

    Voraussetzung: die Amputationen erfolgen "möglichst" schmerzfrei.
    Wobei angesichts der Tragweite der Amputationen dann auch schon egal ist, dass die "Möglichkeit" der Schmerzbehandlung nicht etwa von Ärzten, sondern ausschließlich durch die vorgeschriebenen Rituale definiert wird, die eine effektive Betäubung verbieten.
    .
    Geändert von Inaktiver User (09.10.2012 um 15:31 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Er hat ja nicht über alle Juden gesprochen sondern über sein Umfeld.
    Ich glaube es sind die Zentralräte der Religionen, die verfehlt für alle sprechen. Wie der Papst... der für alle Katholiken spricht, dabei aber von Lebenswirklichkeit weit entfernt ist. So schätze ich die Zentralräte auch ein.
    Sollte man es nicht den Katholiken überlassen, ob sie sich vom Papst vertreten fühlen und den deutschen Juden vom ZdJ.
    Ein Katholik, der sich nicht vom Papst vertreten fühlt, dürfte aus der RKK austreten. Ein deutscher Jude muss das nicht mal.

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Oder meint ihr was ganz anderes und ich bin momentan total verpeilt?
    Ich für meinen Teil, meine neben den Schmerzsachen noch die freie Entscheidung des späteren erwachsenen über seine Sexualität. Denn diese wird schwieriger, wie mittlerweile bekannt sein dürfte. DAS ist meiner Meinung nach nicht die Entscheidung der Eltern.
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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sollte man es nicht den Katholiken überlassen, ob sie sich vom Papst vertreten fühlen und den deutschen Juden vom ZdJ.
    Ein Katholik, der sich nicht vom Papst vertreten fühlt, dürfte aus der RKK austreten. Ein deutscher Jude muss das nicht mal.
    Ist das nicht ein wenig naiv (meine ich nicht beleidigend)? Wieviele Katholiken verzichten auf Kondome, weil der Papst es fordert?
    Eben.
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  9. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Ist das nicht ein wenig naiv (meine ich nicht beleidigend)? Wieviele Katholiken verzichten auf Kondome, weil der Papst es fordert?
    Eben.
    Stellt sich die Frage, ob die Verwendung von Kondomen eine Glaubensfrage ist und die katholische Sexualmoral ist schon etwas komplexer als die Verwendung von Kondome.
    Und warum ist das das Problem von Nichtkatholiken, wie der Papst zu Kondomen steht?

  10. gesperrt

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Wenn ich das richtig verstanden habe, soll es gesetzlich doch keine Ausnahme für die Religionen werden, sondern für alle.

    Davon ganz abgesehen... wo ist die Heimat der Moslems oder der Juden? Es gibt kein Moslemland oder Judenland. Viele der hier lebenden sind hier geboren. Wohin sollen sie also "zurück"?
    Die einzige Religion die eine Art "Heimatland" hat, sind katholische Christen, wenn ich das richtig sehe. Den Vatikanstaat. Aber das auch andere Religionen sowas haben, wäre mir neu (was es nicht ausschließt).

    Ändert aber nichts daran, das die Gesetze dieses Landes für alle gelten sollten. Ungeachtet der Religion. So steht es auch im GG, oder?
    Das GG ist aus guten Gründen so ausgestaltet worden wie es ist.

    Wo Andersdenkende ihre Heimat sehen ist nicht meine Frage. Ich fühle mich in der BRD Zuhause. Ich achte die Menschenrechte und lasse sie mir nicht madig machen.

    Meines Erachtens leben wir in einem Umbruch. Das Zauberwort "Jude" bewirkt in Deutschland nicht mehr das, was Jahrzehntelang damit erreicht werden konnte.
    Da haben sich auch viele Griechen verrechnet, die meinen, wenn sie Merkel mit Oberlippenbart und Hakenkreuz öffentlich beleidigen, sie könnten die BRD zu weiteren Milliardenzahlungen erpressen.

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