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  1. User Info Menu

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Danke, Tikvah, für die Links.

    Was ich daraus lese, ist dass dieses Ritual eben dazu gehört zum Judentum und zum Islam und es darüber keine Diskussion gibt. Es gibt keinen Bedarf in diesen Familien für eine Diskussion.

    Interessant, dass sich fast nur Männer zu Wort melden.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  2. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Botschaft " ‚Wir wollen euch hier nicht haben’“, findet sie."

    Nun, erstens hat es bisher immer bestens funktioniert und zweitens gibt es kein Monopol auf Polemik.

    Und Drittens finde ich, daß Konvertiten jedes Couleurs meistens orthodoxer sind als der Durchschnitt.

  3. gesperrt

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Ich schätze, Angela Merkel, hat nachdem die Proteste der Führungsgremien der beiden Religionen immer lauter wurden, zu ihrem Beraterstab gesagt, entwerft eine Resolution, in der klipp und klar steht, dass wir ein Gesetz ausarbeiten, was diese tradierte und so wichtige reiligöse Ritual weiter möglich macht.

    Sucht hinter den Kulissen um breite Zustimmung in allen Parteien. Ich will das Thema vom Tisch haben. Keine Negativstimmung bei Juden oder Muslimen. Das hätte mir gerade noch gefehlt. Das versaut jegliche positive Bilanz. Ausserdem muss ich mich um Wichtigeres kümmern.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es genau so läuft!

    Uns werden in der nahen Zukunft bestimmt noch einige angeblich neutrale und kompetente "Autoritäten" aus dem christlich-katholischen CDU-CSU-Umfeld wie Herr Papier als neutral und sachlich verkauft.

  4. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Ich fände auch so eine innergläubische Diskussion für nötig.
    Wie soll sie aber stattfinden, wenn

    - sie nicht für nötig befunden wird,
    - Druck ausgeübt wird (8.Tag),
    - auf alte Dokumente verwiesen wurden, die voller Widersprüche sind und damals wahrscheinlich gar nicht aufgeschrieben wurden, sonder erst später
    - die Diskussion nicht von aussen gefördert wird (siehe mein Beispiel mit der Kopftuchdebatte)

    Ich seh da keinen Nährboden für fruchtbare Diskussionen, nur für noch mehr Polemik

  5. gesperrt

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Danke, Tikvah, für die Links.

    Was ich daraus lese, ist dass dieses Ritual eben dazu gehört zum Judentum und zum Islam und es darüber keine Diskussion gibt. Es gibt keinen Bedarf in diesen Familien für eine Diskussion.

    Interessant, dass sich fast nur Männer zu Wort melden.
    Es werden sich sicher ein paar gebildete, modern wirkende, muslimische und jüdische Frauen finden, die zeigen sollen, dass modern, selbstbewusst, und aufgeklärt sein und traditionell-religiös leben und Bescheidung sehr gut zusammen gehen.

    Dass jedoch traditionell-religiös leben immer auch eine bestimmte Rolle für die Frau bedeutet, wird dann ignoriert.

    Ein Katholikin kann zum Beispiel per se nicht gleichberechtigt fühlen und leben, und wenn sie sich das noch so sehr einbildet, denn sie unterstützt schon alleine durch ihre Mitgliedschaft einen archaisch-patriarchalischen, frauenverachtenden Männerverein.

    Ausserdem sollte man nie unterschätzen wie sehr sich gerade in traditionellen Kreisen die Frau noch an der Meinung ihres Mannes orientiert. Lassen wir uns also von "modernen" Frauen erklären, dass es das Beste für die männlichen Babies ist, wenn an ihrem Penis herumgeschnippelt wird. Einer Mutter muss man doch glauben.

  6. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von plixiro Beitrag anzeigen



    Kann jemand so dumm sein? Das ist unterste Schublade der Polemik- wer ist denn hier "euch"? Da wird doch ein Zusammenhang konstruiert, den es eben so nicht gibt. Körperverletzung wird auch nicht nur von einigen von "euch" verübt....
    "Euch" (also "ihr") in der Aussage der jungen Frau verstehe ich in Bezug auf all die jüdischen Eltern, die ihre Söhne beschneiden lassen.
    Das ist immer noch die Mehrheit.
    Und für diejenigen wäre Deutschland nicht mehr das Land, in dem sie leben und ihre Religion praktizieren können.

    Für diese Menschen ist das keine Polemik, sondern eine einfache Konsequenz, wenn es denn ein Verfassungsgerichtsurteil gäbe, das genau so entscheidet.

    Ich nehme es im Übrigen so wahr, als sei eine innerreligiöse Debatte schon längst im Gange (auf die vielfach hier verlinkten Beweise - siehe der Text des jüdischen Vaters aus der FAS etc.), aber das ist ein Prozess, der lange währt und der vermutlich nicht zu unseren Lebzeiten abgeschlossen werden wird (und in genauer Kenntnis des ausgesprochen ausdifferenzierten Judentums gehe ich auch nicht davon aus, dass es da je zu einer einheitlichen Meinung kommen wird).
    Und solange es Länder gibt, in denen es keine Regelung gibt, die eine Beschneidung am achten Lebenstag verbieten, werden sich ihre Religion oder Tradition praktizierenden Juden dann eben entscheiden (müssen), wo sie leben wollen.
    Im Falle des hier gewünschten Urteils wird es Deutschland dann eben nicht mehr sein können (und noch mal, das ist keine Polemik, sondern eine sich daraus ableitende Konsequenz).

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    "Euch" (also "ihr") in der Aussage der jungen Frau verstehe ich in Bezug auf all die jüdischen Eltern, die ihre Söhne beschneiden lassen.
    Das ist immer noch die Mehrheit.
    Und für diejenigen wäre Deutschland nicht mehr das Land, in dem sie leben und ihre Religion praktizieren können.

    Für diese Menschen ist das keine Polemik, sondern eine einfache Konsequenz, wenn es denn ein Verfassungsgerichtsurteil gäbe, das genau so entscheidet.

    Ich nehme es im Übrigen so wahr, als sei eine innerreligiöse Debatte schon längst im Gange (auf die vielfach hier verlinkten Beweise - siehe der Text des jüdischen Vaters aus der FAS etc.), aber das ist ein Prozess, der lange währt und der vermutlich nicht zu unseren Lebzeiten abgeschlossen werden wird (und in genauer Kenntnis des ausgesprochen ausdifferenzierten Judentums gehe ich auch nicht davon aus, dass es da je zu einer einheitlichen Meinung kommen wird).
    Und solange es Länder gibt, in denen es keine Regelung gibt, die eine Beschneidung am achten Lebenstag verbieten, werden sich ihre Religion oder Tradition praktizierenden Juden dann eben entscheiden (müssen), wo sie leben wollen.
    Im Falle des hier gewünschten Urteils wird es Deutschland dann eben nicht mehr sein können (und noch mal, das ist keine Polemik, sondern eine sich daraus ableitende Konsequenz).
    Eine Konsequenz- von mir aus. Ich habe nirgends gelesen, dass jemand hier jemanden nicht mehr haben will. Das ist eine andere Aussage, als die: ich kann dann hier nicht mehr leben. Wer das so vermengt, betreibt Polemik, was denn sonst?

    Aber im Übrigen: Körperverletzung und Kindesmisshandlung waren hier nie erlaubt, damit es da keine Missverständnisse gibt. Von mir aus braucht es auch kein besonderes Gesetz, welches das denen, die glauben, für sie gelte das nicht, noch einmal klar macht.
    Geändert von plixiro (26.07.2012 um 18:45 Uhr)

  8. VIP

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Irgendwie ist es aber doch irre.

    Vor Jahrzehnten mussten die Juden gehen bzw. flüchten, weil das Recht auf Unversehrtheit der Menschen in Deutschland auf grauenvollste Weise verletzt wurde.

    Heute glauben sie gehen zu müssen, weil das Recht auf die Unversehrtheit der Menschen, auch der jüdischen, ihnen ihre Religionsausübung unmöglich macht.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  9. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    @Tikvah,
    es mag ja eine innerjüdische Debatte geben (obwohl sich das in der Presse eher wie ne Ansammlung von Selbstgesprächen macht).
    Aber solange Eltern verantwortlich gemacht werden für das seelische Unheil ihrer Söhne bzw aus dem inneren Zirkel ausgestossen werden: Ist unter diesen Umständen überhaupt ein ehrlicher Innen-Dialog möglich?

  10. Moderation

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Es gibt mir nur zu denken, wenn in Fragen, die sozusagen die 'Ethik' berühren, große parteiübergreifende Mehrheiten jenseits der üblichen politischen 'Lager' hergestellt werden.
    Unter Ethik verstehe ich Nachdenken über Verantwortung den Kindern und dem Schutzgesetz gegenüber, gangbare Wege für alle zu suchen und keine schnellen Beschlüsse.

    Letzteres muss jedoch anders bewertet werden, als nur 'einfache' Mehrheiten.
    Denkst du.

    Sofern du glauben solltest, ganz Europa oder die "Restwelt" würden alle Kernkraftwerke betreiben, so irrst du.
    Von über 190 Staaten der Welt betreiben 30 Staaten Atomkraftwerke, die anderen nicht.
    Die sicher alle für Deutschland eine tragende Rolle spielen.

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Na, eines scheint mir sicher in Bezug des Vorwurfes von Opportunismus: das kannst du allem und jedem zu jeder Zeit und zu jedem Thema um die Ohren hauen - einfach so, ohne es zu begründen.
    Nein, das fände ich sehr unfair. Fehlt die Offensichtlichkeit, müssen schon Begründungen folgen.

    Und DIR zum Beispiel könnte ich ebenfalls Opportunismus vorwerfen, weil du dich der Mehrheitsmeinung in diesem Strang anschließt.
    Nur zu, aber bitte gut begründet.^^

    Ich bin bei der Mehrheit? Ist mir nicht aufgefallen. Nur, dass viele GsD zuerst mal an die Kinder denken - und dann erst an die alten Männer.

    Zitat Zitat von Pflub Beitrag anzeigen
    VanDyck hat ein Interview mit einem ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichtes mit Namen Papier verlinkt, der sich für die Beschneidung ausgesprochen hat.
    Danke für die Erklärung, Pflub!

    er mit dem Hinweis auf die ehemalige Funktion des Herrn Papier andeuten wollte.[/QUOTE]

    Zitat Zitat von bruennette_2 Beitrag anzeigen
    Nur, wie geht es nun weiter? Wie könnte man diesen "Raum für Diskussion & Nachdenken" umsetzen? Was passiert in der Zwischenzeit im ganz normalen Alltag?
    Das wüßte ich auch gerne.
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


    'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit


    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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