Danke, Tikvah, für die Links.
Was ich daraus lese, ist dass dieses Ritual eben dazu gehört zum Judentum und zum Islam und es darüber keine Diskussion gibt. Es gibt keinen Bedarf in diesen Familien für eine Diskussion.
Interessant, dass sich fast nur Männer zu Wort melden.
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Ergebnis 2.021 bis 2.030 von 3687
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26.07.2012, 18:12
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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26.07.2012, 18:13Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Botschaft " ‚Wir wollen euch hier nicht haben’“, findet sie."
Nun, erstens hat es bisher immer bestens funktioniert und zweitens gibt es kein Monopol auf Polemik.
Und Drittens finde ich, daß Konvertiten jedes Couleurs meistens orthodoxer sind als der Durchschnitt.
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26.07.2012, 18:13
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
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26.07.2012, 18:19Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Ich fände auch so eine innergläubische Diskussion für nötig.
Wie soll sie aber stattfinden, wenn
- sie nicht für nötig befunden wird,
- Druck ausgeübt wird (8.Tag),
- auf alte Dokumente verwiesen wurden, die voller Widersprüche sind und damals wahrscheinlich gar nicht aufgeschrieben wurden, sonder erst später
- die Diskussion nicht von aussen gefördert wird (siehe mein Beispiel mit der Kopftuchdebatte)
Ich seh da keinen Nährboden für fruchtbare Diskussionen, nur für noch mehr Polemik
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26.07.2012, 18:28
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Es werden sich sicher ein paar gebildete, modern wirkende, muslimische und jüdische Frauen finden, die zeigen sollen, dass modern, selbstbewusst, und aufgeklärt sein und traditionell-religiös leben und Bescheidung sehr gut zusammen gehen.
Dass jedoch traditionell-religiös leben immer auch eine bestimmte Rolle für die Frau bedeutet, wird dann ignoriert.
Ein Katholikin kann zum Beispiel per se nicht gleichberechtigt fühlen und leben, und wenn sie sich das noch so sehr einbildet, denn sie unterstützt schon alleine durch ihre Mitgliedschaft einen archaisch-patriarchalischen, frauenverachtenden Männerverein.
Ausserdem sollte man nie unterschätzen wie sehr sich gerade in traditionellen Kreisen die Frau noch an der Meinung ihres Mannes orientiert. Lassen wir uns also von "modernen" Frauen erklären, dass es das Beste für die männlichen Babies ist, wenn an ihrem Penis herumgeschnippelt wird. Einer Mutter muss man doch glauben.
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26.07.2012, 18:31Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
"Euch" (also "ihr") in der Aussage der jungen Frau verstehe ich in Bezug auf all die jüdischen Eltern, die ihre Söhne beschneiden lassen.
Das ist immer noch die Mehrheit.
Und für diejenigen wäre Deutschland nicht mehr das Land, in dem sie leben und ihre Religion praktizieren können.
Für diese Menschen ist das keine Polemik, sondern eine einfache Konsequenz, wenn es denn ein Verfassungsgerichtsurteil gäbe, das genau so entscheidet.
Ich nehme es im Übrigen so wahr, als sei eine innerreligiöse Debatte schon längst im Gange (auf die vielfach hier verlinkten Beweise - siehe der Text des jüdischen Vaters aus der FAS etc.), aber das ist ein Prozess, der lange währt und der vermutlich nicht zu unseren Lebzeiten abgeschlossen werden wird (und in genauer Kenntnis des ausgesprochen ausdifferenzierten Judentums gehe ich auch nicht davon aus, dass es da je zu einer einheitlichen Meinung kommen wird).
Und solange es Länder gibt, in denen es keine Regelung gibt, die eine Beschneidung am achten Lebenstag verbieten, werden sich ihre Religion oder Tradition praktizierenden Juden dann eben entscheiden (müssen), wo sie leben wollen.
Im Falle des hier gewünschten Urteils wird es Deutschland dann eben nicht mehr sein können (und noch mal, das ist keine Polemik, sondern eine sich daraus ableitende Konsequenz).
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26.07.2012, 18:42
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Eine Konsequenz- von mir aus. Ich habe nirgends gelesen, dass jemand hier jemanden nicht mehr haben will. Das ist eine andere Aussage, als die: ich kann dann hier nicht mehr leben. Wer das so vermengt, betreibt Polemik, was denn sonst?
Aber im Übrigen: Körperverletzung und Kindesmisshandlung waren hier nie erlaubt, damit es da keine Missverständnisse gibt. Von mir aus braucht es auch kein besonderes Gesetz, welches das denen, die glauben, für sie gelte das nicht, noch einmal klar macht.Geändert von plixiro (26.07.2012 um 18:45 Uhr)
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26.07.2012, 18:50
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Irgendwie ist es aber doch irre.
Vor Jahrzehnten mussten die Juden gehen bzw. flüchten, weil das Recht auf Unversehrtheit der Menschen in Deutschland auf grauenvollste Weise verletzt wurde.
Heute glauben sie gehen zu müssen, weil das Recht auf die Unversehrtheit der Menschen, auch der jüdischen, ihnen ihre Religionsausübung unmöglich macht.Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)
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26.07.2012, 19:00Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
@Tikvah,
es mag ja eine innerjüdische Debatte geben (obwohl sich das in der Presse eher wie ne Ansammlung von Selbstgesprächen macht).
Aber solange Eltern verantwortlich gemacht werden für das seelische Unheil ihrer Söhne bzw aus dem inneren Zirkel ausgestossen werden: Ist unter diesen Umständen überhaupt ein ehrlicher Innen-Dialog möglich?
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26.07.2012, 19:05
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Unter Ethik verstehe ich Nachdenken über Verantwortung den Kindern und dem Schutzgesetz gegenüber, gangbare Wege für alle zu suchen und keine schnellen Beschlüsse.
Denkst du.Letzteres muss jedoch anders bewertet werden, als nur 'einfache' Mehrheiten.
Die sicher alle für Deutschland eine tragende Rolle spielen.Sofern du glauben solltest, ganz Europa oder die "Restwelt" würden alle Kernkraftwerke betreiben, so irrst du.
Von über 190 Staaten der Welt betreiben 30 Staaten Atomkraftwerke, die anderen nicht.
Nein, das fände ich sehr unfair. Fehlt die Offensichtlichkeit, müssen schon Begründungen folgen.
Nur zu, aber bitte gut begründet.^^Und DIR zum Beispiel könnte ich ebenfalls Opportunismus vorwerfen, weil du dich der Mehrheitsmeinung in diesem Strang anschließt.
Ich bin bei der Mehrheit? Ist mir nicht aufgefallen. Nur, dass viele GsD zuerst mal an die Kinder denken - und dann erst an die alten Männer.
Danke für die Erklärung, Pflub!
er mit dem Hinweis auf die ehemalige Funktion des Herrn Papier andeuten wollte.[/QUOTE]
Das wüßte ich auch gerne.*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
Arnulf Rating


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