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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Und die Muslime und Juden, respektive deren Sprecher, sahen und sehen das Urteil als fundamentalen Angriff in innere Angelegenheiten, die durch die Religionsfreiheit geschützt sind.

    Ich würde mich freuen, wenn in den Printmedien und im Fernsehen mal ganz normale Juden oder Muslime beiderlei Geschlechts zu Wort kommen, die mehr oder weniger gläubig sind und Festtage und Rituale aus Tradition und mit einem "das macht man eben so" leben. So wie Christen Weihnachten feiern ohne besonders oder überhaupt gläubig zu sein. Ich möchte gerne wissen, wie ein einfacher normaler Jude, der keine Vorbildfunktion hat und ein einfacher normaler Muslim, der nicht einer Gemeinde vorsteht, darüber denkt.

    Ich möchte gerne mal endlich nicht nur Männer darüber reden hören, sondern Frauen, die Mütter sind.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Ich möchte gerne mal endlich nicht nur Männer darüber reden hören, sondern Frauen, die Mütter sind.
    Macht das denn einen Unterschied- Männer sind zwar in der Regel keine Mütter, aber einige sind Väter!

  3. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Hier die Aussage eines jüdischen Vaters:
    *klick*

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von plixiro Beitrag anzeigen
    Macht das denn einen Unterschied- Männer sind zwar in der Regel keine Mütter, aber einige sind Väter!
    Ich vermisse generell die Frauen in dieser Debatte. Anscheinend existieren nur Männer bei Juden und Muslimen, die etwas zu sagen haben, die dazu etwas zu sagen haben und die entscheiden. Wo sind die Frauen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hier die Aussage eines jüdischen Vaters:
    *klick*
    Danke.
    Das Urteil der nichtjüdischen Richter in Köln sollte Anlass für zwei urjüdische Akte sein: nachdenken und diskutieren. Wir brauchen keine Rechtssicherheit, sondern eine Denkpause. Juden sollten die kommenden 15 Jahre in Deutschland nutzen, um sich zu vergegenwärtigen, warum sie ihre Söhne beschneiden: ob sie das wirklich wollen oder nur aus Angst davor tun, anders zu sein. Die Feier des Brith am achten Tag nach der Geburt könnte ein wichtiger symbolischer Akt werden, in dem der Vater nicht seinen Sohn zu seiner Religion verdonnert, sondern sich selbst dazu verpflichtet, ihm ein bedeutungsvolles Judentum vorzuleben und zu übermitteln.

    Wenn meine Erziehung zum Judentum dazu führt, dass mein Sohn eines Tages als mündiger, überzeugter Jude von seinem Vater fordert, ihn endlich zu beschneiden, dann werde ich seinen Wunsch erfüllen, mit Liebe, Stolz und Schmerz. Aber nicht früher.
    Körperlich Distanz
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  5. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Jüdische und muslimische Stimmen zur Debatte.
    (Quelle: Berliner Zeitung)

    Könnte mir bitte jemand die Quelle zu dem verlinkten Lehrvideo nennen? Vielleicht habe ich sie ja übersehen, aber ich finde sie nicht.

  6. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Junges jüdisches Ehepaar.
    (Quelle: Berliner Tagesspiegel)

  7. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Beschneidung aus jüdisch-weiblicher Sicht.
    (Quelle: Golem, das Heft findet sich in gut sortierten Bibliotheken oder kann online antiquarisch erworben werden).

  8. gesperrt

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User?
    Auch wenn dem Christ Papier dies nicht ins Konzept passt.
    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Heißt was bitte?
    VanDyck hat ein Interview mit einem ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichtes mit Namen Papier verlinkt, der sich für die Beschneidung ausgesprochen hat.

    Leider ist Herr Papier aber nicht nur ein älterer Herr (traditionsaffin), der in diesem Interview als Privatperson (subjektiv) gesprochen hat, sondern auch noch langjähriges CSU-Parteimitglied (religiös/katholisch=traditionsaffin).

    Rein statistisch käme ich also bei dieser Kombi gar nicht auf die Idee, dass dieser Herr gegen Bescheidung sein könnte, was VanDyck aber mit dem Hinweis auf die ehemalige Funktion des Herrn Papier andeuten wollte.

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    aus:
    Junges jüdisches Ehepaar.
    (Quelle: Berliner Tagesspiegel):

    Dass ein Gericht das nun unter Strafe gestellt hat, bestürzt sie. „Das Urteil sendet die Botschaft: ‚Wir wollen euch hier nicht haben’“, findet sie.
    Kann jemand so dumm sein? Das ist unterste Schublade der Polemik- wer ist denn hier "euch"? Da wird doch ein Zusammenhang konstruiert, den es eben so nicht gibt. Körperverletzung wird auch nicht nur von einigen von "euch" verübt....

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hier die Aussage eines jüdischen Vaters:
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    Danke für den Link!

    Ich finde diese Aussage daraus sehr sinnvoll und bedenkenswert:

    "Das Urteil der nichtjüdischen Richter in Köln sollte Anlass für zwei urjüdische Akte sein: nachdenken und diskutieren. Wir brauchen keine Rechtssicherheit, sondern eine Denkpause. Juden sollten die kommenden 15 Jahre in Deutschland nutzen, um sich zu vergegenwärtigen, warum sie ihre Söhne beschneiden: ob sie das wirklich wollen oder nur aus Angst davor tun, anders zu sein. Die Feier des Brith am achten Tag nach der Geburt könnte ein wichtiger symbolischer Akt werden, in dem der Vater nicht seinen Sohn zu seiner Religion verdonnert, sondern sich selbst dazu verpflichtet, ihm ein bedeutungsvolles Judentum vorzuleben und zu übermitteln."

    Wenn ein mehrtausendjähriges religiöses Ritual, dessen Sinn vor allem darin liegt, die Mit_glieder einer Religion, sei es nun das Judentum oder der Islam, stärker an diese zu binden, auf das moderne Selbst_verständnis von der Unverletzbarkeit des Einzelnen und seiner persönlichen unantastbaren Würde als Mensch trifft (und ich kann beide Positionen verstehen), so sollte man sich in der Tat Zeit dazu nehmen, darüber nachzudenken und zu diskutieren, bevor ein Urteil in egal welche Richtung gesprochen wird. Deshalb: Nein , wir brauchen keine "Denkpause", sondern Raum und Zeit zum intensiven Nachdenken und miteinander Reden. Dass diese Diskussion mit dem Kölner Urteil angestoßen wurde, empfinde ich daher als positiv.

    Nur, wie geht es nun weiter? Wie könnte man diesen "Raum für Diskussion & Nachdenken" umsetzen? Was passiert in der Zwischenzeit im ganz normalen Alltag?

    Sehr schwierig, finde ich.

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