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26.07.2012, 14:15
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
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...Und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn,
Dass andere ganz anders als wir glauben...(Ringelnatz)
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26.07.2012, 14:31
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Zitat von Pflub
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Alte, impotente Männer beanspruchen in fast allen Gesellschaften die Oberhoheit über die Sexualität und die Sexualorgane von Frauen und von jungen Männer. Das nennen sie dann Tradition. Und wenn die junge Männer alt werden, haben sie ein eigenes Interesse daran "die Tradtion" hochzuhalten.
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also, so irgendwie bin ich da aber auch unsicher. Es kann ja eher kein Zufall sein, dass diese Verstümmelungen ausgerechnet am Geschlechtsteil vorgenommen werden. Das gibt der Angelegenheit aus meiner Sicht, wenn ich dann noch die Bilder sehe mit den alten Männern ^^ , wie sie sich mit dem Messerchen über so ein kleines Bündel her machen, ich weiß auch nicht so recht...
Wäre die Verstümmelung an einem anderen Körperteil, wäre ich jedoch natürlich genauso gegen eine Körperverletzung von Kindern, aber so hat es darüber hinaus auch noch ein eher ungutes "Gschmäckle", das muss ich leider auch sagen.
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26.07.2012, 14:55
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26.07.2012, 15:29
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Bei der Berufung auf "Religionsfreiheit" legen manche Zeitgenossen einen frommen Unwillen gegenüber Differenzierungen an den Tag. Ein erschreckendes Beispiel dafür ist das Interview mit dem ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassunggerichts (!) Papier, dass bereits von VanDyck verlinkt wurde.
So müsse Papier zufolge berücksichtigt werden, dass "die Religionsfreiheit, die ein sehr zentrales Grundrecht ist, das grundsätzlich vorbehaltlos und ohne weitere Einschränkung gewährleistet wird."
Nochmals: die Religionsfreiheit wird also "grundsätzlich vorbehaltlos und ohne weitere Einschränkung gewährleistet."
Das würde bedeuten, dass ich mich grundsätzlich und ohne Vorbehalte rechtlicher Natur nicht nur zu Gott, Allah und JHW bekennen darf, sondern auch zu Huitzilopochtli. Und dieses religiöse Bekenntnis würde zwingend ein allmorgentliches Menschenopfer erfordern, denn das Menschenopfer ist aus Huitzilopochtli-Sicht religös essentiell. Auch wenn dem Christ Papier dies nicht ins Konzept passt.
Es ist offensichtlicher Unsinn zu sagen, Religionsfreiheit würde grundsätzlich und vorbehaltlos gewährt.
Diese Vorbehaltlosigkeit und Absolutheit kann nur in Hinblick auf Glaubensinhalte gewährt werden, aber ganz sicher nicht in Hinblick auf Religonsausübung.
Religionsfreiheit ist zunächst Glaubensfreiheit. Es ist richtig und notwendig, dass es Menschen frei steht an wen und an was auch immer zu glauben oder eben auch nicht. Aber es gibt keinen vernünftigen Grund der Religionsausübung einen Platz jenseits von Recht und Gesetz zu gewähren.
...praeter gallum, qui cantat.
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26.07.2012, 15:35
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
sehe ich ganz ähnlich. Darüber hinaus finde ich aber auch, dass nicht nur jeder glauben kann und darf, was er will- er kann auch jeden Ritus, jede Tradition ausleben- solange niemand anderes in seinen Rechten verletzt wird oder gar Gewalt ausgeübt wird. Es kann kein Recht und keine Freiheit zur Ausübung von Zwang und Gewalt geben.
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26.07.2012, 15:42
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Mögliche Konsequenzen?
Wobei das natürlich auch nach hinten losgehen kann:Was könnte man im Jahr 2012 n. Chr. und 250 Jahre nach dem Zeitalter der Aufklärung von einem Rechtsstaat erwarten:
Entweder
Wem die Riten seiner Religion wichtiger sind als rechtsstaatliche Prinzipien, der sollte dorthin gehen, wo Religion über Recht und Gesetz steht.
Oder
Strikte Trennung von Religion und Staat. Der Staat akzeptiert Tempel, Kirchen, Synagogen und Moscheen als exterritoriales Gelände und mischt sich nicht in das ein, was dort geschieht. Und natürlich treibt er keine religiösen Steuern ein und finanziert (u.a.) auch keinen Religionsunterricht.
Und das ist auch noch nicht so lange her:Ein heute erwachsener Mann bezeichnete die Zeit im Kloster als "schlimmste Zeit meines Lebens". Auch in den achtziger Jahren sollen die Schüler mit großer Brutalität misshandelt worden sein. Ehemalige berichten von Kopfnüssen, Schlägen mit der flachen Hand, Reißen an den Haaren. "Ich selbst kann gar nicht erzählen, wie oft ich geschlagen worden bin", schrieb einer der heute erwachsenen Männer.
Mehrere niederländische Jungen sollen in den fünfziger Jahren in einer katholischen Kircheneinrichtung sexuell missbraucht und kastriert worden sein. Laut einem Zeitungsbericht sollten die Opfer so von homosexuellen Neigungen "geheilt" werden.Geändert von Alaska (26.07.2012 um 16:07 Uhr) Grund: Ergänzung
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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26.07.2012, 15:55*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
Arnulf Rating
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26.07.2012, 16:16
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Mir hat sich alles zusammen gekrampft. Mir ist schlecht.

Wie schrecklich. Der Kleine hat so gebrüllt, dass er mit der Spucke gegurgelt hat.
Ich schätze, wenn dieses Video im Bundestag gezeigt wird, dann werden einige die die Fahne schwingen, dass diese 1000 Jahre alten Tradition weiter erlaubt sein soll, etwas nachdenklich werden.
Wie kann eine Mutter so etwas ihren Säugling antun lassen?
Wie kann ein Vater "stolz" dabei stehen, wenn das seinem Sohn angetan wird?
Es ist ein Macht- und Unterjochungsfaktor.
Die Geiselung Christis vorgenommen am eigenem Kind.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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26.07.2012, 16:22
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
wie man da noch über alte Traditionen, religiöse Zwänge und als Gipfel des Ganzen noch über die besondere Rolle Deutschlands schwadronieren kann, ist mir auch ein Rätsel. Das ist rohe Gewalt, die einem Menschen angetan wird.
Aber es gibt tatsächlich ganz offensichtlich immer mehr Stimmen der Vernunft, die solchen Misshandlungen Einhalt gebieten werden.
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26.07.2012, 16:27
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Zu der Resolution.
Ich schätze, Angela Merkel, hat nachdem die Proteste der Führungsgremien der beiden Religionen immer lauter wurden, zu ihrem Beraterstab gesagt, entwerft eine Resolution, in der klipp und klar steht, dass wir ein Gesetz ausarbeiten, was diese tradierte und so wichtige reiligöse Ritual weiter möglich macht.
Sucht hinter den Kulissen um breite Zustimmung in allen Parteien. Ich will das Thema vom Tisch haben. Keine Negativstimmung bei Juden oder Muslimen. Das hätte mir gerade noch gefehlt. Das versaut jegliche positive Bilanz. Ausserdem muss ich mich um Wichtigeres kümmern.
Dann hat sie das mit der Komikernation lanciert, dann sind alle erschrocken. Oh, Deutschland ein Komikerland, ein Aussenseiter und das bei unserer Geschichte. Das geht auf keinen Fall. Wir unterstützen die Kanzlerin. Das ist eine nationale Aufgabe!Körperlich Distanz
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sieht wohl tatsächlich so aus.
